ruͤcker Naſſe hatten die Händler von nah und fern dies mal zu Markte gebracht! Die ſtädtiſchen Pferdeſtälle waren vollſtändig belegt, ebenſo die dem Comité zur Ver— fügung geſtellten Stallungen der hieſigen Wirthe; es waren insgeſammt über 120 Pferde dorten untergebracht. Der Marktplatz ſelbſt war in doppelten Reihen auf bei den Seiten mit Pferden der verſchiedenſten Art beſtellt, und belief ſich die Zabl über 150. Das Geſchaͤft in Arbeitspferden entwickelte ſich von früh morgens bis in die ſpäten Nachmittagsſtunden hinein, und wurden Preiſe erzielt von 400 bis 1000 M. Es mochten wohl min deſtens 80 Verkäufe abgeſchloſſen worden ſein und be— wegten ſich hauptſächlich die Verkäufe in mittleren Preiſen Es iſt dies wlederum ein Beweis, wie ſehr unſere Stadt für einen derartigen Markt geeignet iſt und welcher Zu— kunft derſelbe in den folgenden Jahren entgegen ſieht. Das Comité hat durch die erwählte Commiſſion die 9 Arbeitspferde zur Verlooſung gut gewählt und ange kauft. Die Looſe ſind ausverkauft und findet die Ver— looſung morgen Nachmittag 5 Uhr ſtatt.
r. Bad Nauheim. Die am letzten Samſtag im Sprengel'ſchen Saale abgehaltene Generalverſammlung des hieſigen Spar- und Vorſchußvereins und der Pfennig ſparkaſſe war von eirea 120 Mitgliedern beſucht. Nach dem der Präſident, Stadtrath Fiſch, die Verſammlung begrüßt und dem Vorſtande für ſeine vorzügliche Ge— ſchäftsführung gedankt hatte, verlas Bürgermeiſter Wörner den guͤnſtigen Geſchäftsbericht ſowie die Jahresrechnung. Daraus ſei hier Folgendes hervorgehoben: Die Mitglieder— zahl hat ſich um 12 vermehrt, beträgt alſo nunmehr 289, der Geſammtumſatz war 1,697,866 M., die Stamman— theile umfaſſen 100,727 M., der Reſervefonds beträgt 16,795 M., an Verwaltungskoſten wurden verausgabt 3121 M., an Reingewinn wurden erzielt 9843 M. Nach— dem Bürgermeiſter Wörner noch umfaſſende Erläuterungen zu der Rechnung gegeben, dechargirte die Verſammlung den Vorſtand und genehmigte deſſen Vorſchlag zur Ge— winnverthetlung, worunter eine Dividende von 6 0,0 Präſident Fiſch ſprach hierauf über die erfreuliche Ent wickelung des Vereins in den letzten acht Jabren. Hier auf folgte der Jahresbericht der Pfennigſparkaſſe, durch Lehrer Wagner verleſen. Die Einlagen, inel. der zur Gutſchrift gekommenen Zinſen von 244 Mk. 79 Pfg., betrugen im Jahr 1887: 3883 Mark 19 Pfennig, die Rückzablungen 3219 M. 12 Pf. Zuſammen in den 612 Jahren des Beſtehens der Pfennigſparkaſſe wurden geſammelt 25,502 M. 59 Pf., an Zinſen gut geſchrieben 1186 M. 21 Pf., in Summa alſo 26,688 M. 80 Pf. Zurückbezahlt wurden von dieſer Summe 16,121 M. 82 Pf., mithin bleibt ein Guthaben der Sparer von 10,566 M. 98 Pf. Das Guthaben der Pfennigſparkaſſe bei dem Spar⸗ und Vorſchußverein beträgt jedoch Ende 1887: 10,791 M. 63 Pf., alſo 224 M. 65 Pf. mehr, welches Mehrguthaben als Reſtrvefonds dient. In das Cura torium der Pfennigſparkaſſe wurden die ſeitherigen Vor— ſteher wieder gewählt. Zur Ausführung der Feier des 25 jährigen Beſtehens des Spar und Vorſchuß Vereins am 1. Juli 1888 genehmigte die Verſammlung die Summe von 500 M.
Mainz, 12. Febr. Geſtern Abend fand man eine in einem vereinzelten Häuschen im Gartenfelde wohnende ältliche Frau is ibrer Stube todt in ihrem Blute liegend. Derſelben war mit einem Beile der Schädel eingeſchlagen Jedenfalls benutzten Strolche die Abweſenheit des Mannes, um ſich auf dieſe Weiſe der Erſparniſſe der alten kinder loſen Eheleute, dle in friedlichen Verhältniſſen lebten, zu
bemächtigen. Die Aufregung iſt in dem betreffenden Stadttheile eine große. Allerlei. Bregenz. Wie der„Allg. Ztg.“ von hier berichtet
wird, iſt die Nachricht von der Verſchüttung eines Poſt— zuges bei Langen(Arlbergbahn) total erfunden.
Gelſenheim, 9. Februar. Am„Gericht“ wurde geſtern ein intereſſanter Fund gemacht: Arbeiter haben nämlich den vollſtändig erhaltenen Backenzahn eines ur weltlichen Dickhäuters, wahrſcheinlich des Mammut, aus— gegraben. Der Zahn iſt oben 19 und unten 26 Centi— meter lang, dabei 9 Centimeter breit und 13 Centimeter hoch und wiegt etwas über 412 Kilogramm. Die Kau fläche iſt 19 Centimeter lang; ihre Breite beträgt am vorderen Ende 6, am hinteren 5 und in der Mitte 9 Centi— meter. Auf derſelben ſind 13 riefenförmige Erhöhungen, welche unter ſich ziemlich parallel laufen und der Breite nach über die Kaufläche gehen. Vorne am Zahn iſt eine zwiſchen 3 und 4 Centimeter dicke Zahnwurzel; außer ihr ſind an jeder Seite noch vollſtändig ſichtbar mehrere ziemlich dicke Zahnwurzeln vorhanden.
New⸗Nork. Zu Duponts in Pennſylvanten ſind in elner Pulvermühle 20 Tonnen Pulver explodirt, wodurch 4 Perſonen getödtet und 40 verwundet wurden.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 14. Febr. Fruchtpr. Watzen M. 17.75 bis 18.00, Korn M. 14.— 14.25, Gerſte M. 14.— 15., Hafer M. 12.75— 00.00. Alle Preiſe verſtehen ſich auf 100 Kile = 200 Zollpfund.
Friedberg, 15. Februar. Buttermarkt. Butter koſtete per Pfd. M. 0.80 0.90. Eier 1 Stück 6 Pf.
Grünberg, 11. Febr. Fruchtpr. Weizen M. 17.80, Korn M. 13.00, Gerſte M. 00.00, Hafer M. 12.80, Erbſen M. 00.00, Linſen M. 00.00, Lein M. 20.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 0.00, Wicken M. 00.00.
Gießen, 14. Februar. Auf dem heutigen Markt koſtete Butter per Pfd. M. 0.85- 0.95., Eier per St. 6—7 Pf., Käſe per St. 4—7 Pf., Tauben per Paar 0.60—0.90 Pf., Hühner per St. M. 0.90— 1.20, Hahnen per St. M. 0.85 bis 1.50, Enten per Stück M. 1.80— 2.50, Ochſen⸗
100 Kilo M. 3.70—5 00, Zwiebeln per Ctr. M
Nr. 2 M. 24.00 26.00, Nr 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00. 19.00, Nr. 5 M. 14.50- 15.50, Milchbrod— und Brodmehl im Verband M. 50.00— 53.00, nord⸗ deutſches und weſtfäliſches Weizenmehl Nr. 00 M. 24.25 bis 24.75, Roggenmehl(hieſ.) Nr. 0 M. 21.50— 22.50, Nr. 0/ M. 19.50— 20.50, Nr. 1 M. 17.00- 18.00, Nr. 2 M. 14.00— 15.00, Weizen ab unſerer Umgegend M. 17.75 bis 18.00, fret Bahnhof bier M. 18.25—(8.50, fremder nach Qual. M. 17.75— 20.25, Roggen hleſiger M. 13.75 bis 14.00, Gerſte, Brauerwaare M. 15.00-16.50, do. zu Mahlzwecken M. 11.—00., Hafer, prima M. 14.— 14.50, mittel M. 12.50- 13.25, Raps M. 25.00— 26.50, Mals M. 14., Erbſen M. 14.— 19, Linſen M. 20—38., Wicken M. 13.00 00.00, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh M. 250, Roggenkleie M. 4.50— 4.75, Weizenkleie M. 4.25 4.50, Malzkeime M. 0.00— 0.00, Moostorfſtreu prima M. 1.30, Spelzenſpreu M. 1.50— 0.00, Retsmehl M. 4.00 4.50, Chiltſalpeter per Frühjahr ab Rotterdam oder Harburg M. 8.80. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 53.
Frankfurt, 13. Februar. Vlehmarkt. Angetrieben waren 331 Ochſen, 16 Bullen, 365 Kühe, Stiere und Rinder, 351 Kälber, 163 Hämmel und 226 Schweine. Die Preiſe ſtellten ſich per 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochſen 1. Qual. M. 58— 60., 2. Qual. M. 52.—54., Bullen 1. Qual. M. 40—42., 2 Qual. 38—40., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 52.—54., 2. Qual. M. 42.—46., Kälber per 1 Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 55 58 Pf., 2. Qual. 4850 Pf., Haͤmmel 1. Qual. 52—54 Pf., 2. Qual. 42— 44 Pf., Schweine 1. Qual. 50—51 Pf., 2. Qual. 48-50 Pf.
Frankfurt, 14. Febr. Auf dem heutigen Heu— und Strohmarkt waren 43 Wagen angefahren. 50 Ktlo Heu koſteten M. 3.50—4., Stroh 50 Kilo M. 2.30 bis 260.— Vletualienmarkt. Eler das Hundert M. 6—8, Butter 50 Kilo M. 80—85., Kartoffeln 100 Kilo M. 5 bis 6.50., Mäuſekartoffeln 50 Kilo M. 12., Weißkraut 50 Kilo M. 8—9., Rotbkraut M. 12—15., Zwiebeln 50 Kilo M. 9—10., Mohrrüben 50 Kilo M. 68. Erbſen ganze 100 Kilo M. 18—21.50., do, geſchälte M. 20—30., Linſen M. 28—45., Bohnen M. 21—24, Knoblauch 100 Stück M. 1.80., Spargeln per Pfund M. 3, Kaſtanien 50 Kilo M. 12— 16., Maronen M. 16 bis 18., Meerrettig 100 Stück M. 15, Blumenkohl 100 Stück M. 30—50.
Verein zur Unterſtützung und Beſſerung der aus den Straf-Anſtalten Entlaſſenen.
Die 24. Generalverſammlung des Vereins fand am 29. v. Mts. zu Mainz unter dem Vorſitz des Präſidenten, Oberlandesgerichtsraths Freih. von Rieou, ſtatt. Der— ſelbe bemerkte in ſeiner Begrüßungs-Anſprache zunächſt, daß er, wie bereits in der vorjährigen 23. Generalver— ſammlung zu Gießen in Ausſicht geſtellt, entgegen dem Wortlaut des§ 21 der Statuten, welcher die Berufung in zweijährigen Zwiſchenräumen beſtimme, die 24. Ge— neralverſammlung ſchon in dieſem Jahre berufen habe, weill die Gießener, aus damals erörterten Gründen, ver— ſpätet zuſammengetreten ſei, die heutige alſo ordnungs mäßig in dieſem Jabre ſtattzufinden habe. Weiterhin conſtatirte der Präſident, daß die für die diesmalige Rechenſchaftsperiode erwarteten günſtigen Reſultate ſich ſowohl hinſichtlich des Beſtandes des Vereins durch er— hebliches Wachſen desſelben, wie namentlich auch hinſicht; lich einer geſteigerten Vereins Thätigkeit erfüllt hätten. Freilich bleibe immer noch in Heranziehung der breiteren Geſellſchaftsſchichten für die humanitären Beſtrebungen des Vereins, die ja dieſen vorzugsweiſe zugute kämen, viel zu thun. Das hier vielfach verbreitete Vorurtheill, daß der Verein einerſeits eine Art Schmerzensgeld für die ausgeſtandene Freiheitsberaubung gewähre, anderer— ſeits eine gelindere Polizeiaufſicht mit ſich führe, müſſe namentlich von den Bezirksvereins Commiſſionen, welche mit dem Publikum in Fühlung ſtänden, zerſtreut werden. Letzteres könne insbeſondere auch, und nicht minder als durch Spenden von Geldbeiträgen durch Verſchaffung von Gelegenheiten zu dauernder Arbeit und geeigneten Stel— lungen für die Entlaſſenen, die Vereinszwecke fördern. Der Präſident gedachte demnächſt mit ehrerbietigem Dank der durch Allerhöchſte Entſchließung vom 16. Febr. l. 12 erfolgten Uebernahme des Protektorats über den Verein ſeitens S. K. H. des Großherzogs. Es betrugen die Einnahmen in 1884 und 1885 zuſammen 12,092 Mark 19 Pfennig, die Ausgaben 10,323 Mark 52 Pfennig, ſo daß Ende 1885 ein Kaſſen Vorrath verblieb von 1,768 Mark 67 Pfennig. Bei Erwähnung der Zahl der Mitgliederbeiträge, welche in den beiden Jahren um rund 1100 M. wuchs, wurde anerkannt, daß eine Reihe von Gemeinden durch Aufnahme eines ſtändigen Mitglieds- beitrags in ihr Budget dem Verein ihre Unterſtützung zuwende, zugleich aber auch dem Bedauern Ausdruck ge geben, daß noch ſehr viele Gemeinden, namentlich in Rheinheſſen, ſich— gegen ihr eigenes Intereſſe— be— harrlich von demſelben fernhielten. Der Reſervefonds des Vereins beſteht in Werthpapieren im Nominalwerthe von 37,328 M. 58 Pf.(angekauft zu 34,963,06 M.) welche zu 4 pCt. einen jährlichen Zinſenertrag von 1,493 M. 14 Pf. liefern, ſo daß mit dem Zuſchuß der Staats kaſſe von 1000 M. und den Beiträgen der Mitglieder mit 3,045 M. 30 Pf., die Einnahmen in dem Voran— ſchlage 5,538 M. 44 Pf., pro 1888 und 1889 je auf
fleiſch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh- und Rindflelſch 45 bis 50 Pf., Schweinefleiſch 54-60 Pf, Hammelflelſch 40-60 Pf., Kalbfleiſch 40— 46 Pfennig, Kartoffeln per 10.00.
Frankfurt, 13. Febr. Fruchtber. Hieſiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 30.00- 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.00,
auf 5,833 M. veranſchlagt, mithin ein Reſt von 610 M. als Kaſſenvorrath ür Ende 1889. Die Unterſtützungen der Pfleglinge des Vereins betrugen in 1884 und 1885 zuſammen 7541 M. 70 Pf., welche in den verſchledenſten Formen, durch Verſchaffung von Lebensmitteln, Klei— dungsſtücken, Bettwerk und ſonſtigem Hausgeräthe, Hand— werkszeug zum Geſchäfts- und Erwerbs betrieb, Zahlung von rückſtändigen Hausmlethen und Kapital-Zinſen zur Entlaſtung von Pfleglingen, Krediterösffnungen für dle⸗ ſelben, zwecks Erlangung der Rohſtoffe zum Handwerks- betrieb, Beihilfe zur Aus wanderung ze. verabreicht wur⸗ den. Von der Geſamtzahl der in dieſer Pertode aus den beſſiſchen Straf Anſtalten Entlaſſenen hat ſich etwa ein Drittel der Vereinspflege unterzogen, darunter ein auf— fallend geringer Prozentſatz aus Rheinbeſſen. Die zu bekämpfende, eingangs erwähnte irrige Vorſtellung von der Tendenz des Vereins ſoll nach den eingegangenen Gr— kundigungen hieran vorzugsweiſe Schuld tragen. Von den Ende 1885 vorhandenen 1070 Vereins-Pfleglingen waren, nach Abzug der während der Zjährigen Dauer der Aufſicht verſtorbenen(71) abweſenden[flüchtig oder ausgewandert](244) und ausgetretenen(22), f) als ge— beſſert entlaſſen worden: 170, 2) als gut qualifizirt wor⸗ den: 272, während 190 als ſchlecht bezeichnet und 101 als unverbeſſerlich ausgeſtoßen werden mußten. Erſcheint hlernach wett mehr als die Hälfte der noch in Betracht ſtehenden Pfleglinge von der Verbrechensbahn auf den Weg zurückgeführt, ſoweit dies nach menſchlichem Er⸗ meſſen überhaupt möglich iſt, ſo darf ganz gewiß das Reſultat dleſer Thätigkeit als ein hocherfreuliches im Sinne der Moral bezeichnet werden, welches die bekannten Vorwürfe unveranlaßter Fürſorge für Verbrecher, unter Benachtheiligung bedürftiger redlicher Menſchen verſtum⸗ men machen muß. Es erfolgt hierauf die Wahl des Vereins ausſchuſſes, in welchen Rechtsanwalt Schmeel in Darm— ſtadt und Fabrikant Karl Hochſtätter daſelbſt neu ein— traten. Nachdem ſchließlich Mintſterkalratb Rothe von Darmſtadt den Vereinsorganen den Dank der Großher— zoglichen Staatsregierung für ihre erſprießliche Thätig— keit für die Vereinszwecke ausgedrückt hatte, ſchloß der Präſident die Verſammlung.
Das Vorkommen von Viehſeuchen im Großber⸗ zogthum Heſſen während des Monats Dezember 1887.
Milzbrand wurde feſtgeſtellt am 11. Dezember in Friedberg und am 13. Dezember in Watzenborn, im Kreiſe Gießen, bei je einem krepirten Ninde. Bei 6 am 1. Dezember in Richen, im Kreiſe Dieburg, krepirten Schweinen wurde Milzbranderkrankung angenommen.
Rotz: In Darmſtadt und in Gießen befindet ſich je ein der Anſteckung verdächtiges Pferd unter pollzeilicher Beobachtung.
Lungenſeuche: In Dirlammen, im Kretſe Lauter⸗ bach, befinden ſich 6 der Anſteckung verdächtige Rinder unter polizeilicher Beobachtung.
Maul und Klauenſeuche wurde in Dornberg, im Kreiſe Groß Gerau, am 1. Dezember bei 2 Rindern in einem Beſtande von 3 Stück feſtgeſtellt. Die Seuche iſt bereits wieder erloſchen.
Der Bläschen ausſchlag unter dem Rindvieh in Lengfeld und Nieder Klingen im Kreiſe Dieburg iſt er⸗ loſchen. In Nieder Ohmen, im Kreiſe Alsfeld, herrſcht er fort. Feſtgeſtellt wurde er am 5. Dezember in Brauns⸗ hardt, im Kreiſe Darmſtadt und am 20. Dezember in Brensbach, im Kreiſe Dieburg.
Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Beyenheilm, im Kreiſe Friedberg, in den Orten des Kreiſes Alsfeld: Altenburg, Renzendorf, Brauerſchwend, Fiſchbach und Strebendorf, den Orten des Kreiſes Bü— dingen: Wallernhauſen, Blofeld, Leidhecken und Berg⸗ heim; und in den Orten des Kreiſes Schotten: Boben— hauſen, Wohnfeld, Ober-Seemen, Mittel⸗Seemen, Nieder—⸗ Seemen, Ober⸗Selbertenrod, Unter⸗Seibertenrod, Steln— berg und Ulfa.
Brodpreiſe vom 16. Februar bis I. Mürz. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert.
Fleiſch⸗ ꝛc. Preiſe vom 16. Febr. bis 1. März. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert.
Joraelitiſcher Gottesdienſt in Friedberg.
Sabbathfeier vom 18. Februar. Freitag Abends 4 Uhr 25 Min. Samſtag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samſtag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 10 Min. Wochengottesdienſt von Sonntag den 19. Februar an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr 30 Min. Donnerſtag den 23. Februar:
Faſten⸗Eſther.(Selichoth.)
Holzverſteigerung.
Montag den 20. Februar wird das fiseallſche Loos⸗ holz im Rockenberger Markwald, Diſtrikt Aue und Hammelshauſen, verſteigert und zwar: Buchen 1. Klaſſe: 615 Rm. Scheit, 151 Rm. Knüppel, 7687 Wellen. Zuſammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Södler Chauſſee, Diſtrikt Aue.
Butzbach, 11. Februar 1888.
Beginn:
6,443 M. angenommen wurden. Dle Ausgaben ſind je
Großberzogliche Oberförſterei Butzbach. 656 Reuß.
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