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Zia decker.
Ha ulſes
Satttlinsg. 12
n Mwe⸗
Donnerſtag den 16. Februar.
M 20.
berheſſiſcher Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erſcheint dreimal wöchentlich und zwar Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag.
auswärtigen Einſendern
Annoncen: die einſpaltige 3 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreiſe 11 Pf., Reclamen 30 Pf.;
ein Beleg koſtet 9 Pf. Annoncen von
oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt iſt, werden ſtets per Poſt nachgenommen.
Das Großherzogliche Kreisamt Wir erinnern andurch die Rückſtändigen an umgehende Ablieferung der betreffende
Friedberg an die Großherzoglichen
Amtlicher Theil. Betreffend: Die Marſchgebührniſſe bei Einberufungen zum Dienſt, ſowte bei Entlaſſungen. Friedberg den 14. Februar 1888.
Bürgermeiſtereien des Kreiſes. n Beträge für die empfangenen Exemplare der
Dienſtvorſchriften über Marſchgebührniſſe, ſiehe Ausſchreiben vom 22. Dezember v. J., Kreisblatt Nr. 152 de 1887, Schlußſatz.
Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisſtraßen.
Bekanntmachung.
Die Lieferung und das Zerſchlagen des zur Unterhaltung der Kreisſtraßen im dritten Bezirk Butzbach das Jahr 1888/89 erforderlichen Deckmatertals ſoll unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in nachſtehender Weiſe öffentlich vergeben werden: Montag den 20. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, im Gaſthaus zum„Gambrinus“ in Butzbach:
Welſel— Fauerbach v. d. H., Fauerbach v. d. H.—Langenhain, Fauerbach v. d.
H.— Münſter—Hech Weiſel, Nled
Weiſel, Staatsſtraße— Gambach— Holzheim und Staatsſtraße— Griedel Rockenberg— Oppershofen. Dienſtag den 21. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, im Gaſthaus„Zur Burg Münzenberg“ zu Münzenberg: Baſaltſteine für die Straßen Rockenberg— Münzen⸗
berg, Münzenberg— Staatsſtraße, Münzenberg— Trais Münzenberg— Bellersheim, Münzenberg
Friedberg den 14. Februar 1888.
Wohnbach— Berſta
Dr. Braden.
(Bezirksbauaufſeher Metzger) des Kreiſes Friedberg für
Baſalt⸗ und Kalkſteine für die Straßen Butzbach— Hoch⸗
er⸗Weiſel— Oſtheim— Fauerbach v. d. H., Oſtheim—Hoch⸗
dt und Wohnbach— Obbornhofen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutſches Reich.
Berlin, 13. Febr. Der Kronprinz hat geſtern dret Stunden außer Bett ſitzend zugebracht. Die Nacht iſt gut verlaufen. Der Appetit iſt gut. Es zeigen ſich keiner— kel Anzeichen von Fieber, ebenſo ſind Bronchtalerſchel nungen nicht vorhanden. Nach einer anderen Depeſche war in der letzten Nacht der Schlaf gut und nur„wenig durch Huſten“ unterbrochen. Das Bulletin von heute morgen beſagt: Die Verhältniſſe der Wunde und das Allgemeinbefinden ſind ebenſo befriedigend wie geſtern. Der Kronprinz verließ geſtern auf dret Stunden das Bett. — 14. Febr. Geſtern wurde eine neue kürzere Canüle eingeführt. Ueber die Beobachtungen beim Einblick in den Kehlkopf herrſcht unbedingtes Stillſchweigen.— Nach der„Voſſ. Ztg.“ iſt Profeſſor Bergmann beauftragt, ein Gutachten über die Lage der Krankheit des Patienten an den Kaiſer zu erſtatten. Der San Remoer Correſpon dent dieſes Blattes, der bekanntlich ſpeziell von Mackenzie inſtruirt wird, polemiſirt gegen die Competenz Bergmann's, in ſolcher Frage ein Urtheil abzugeben. Der berühmte Laryngologe(Kehlkopfarzt) Profeſſor Cappard, Präſident des Laryngologen Congreſſes in Brüſſel, reiſte beute nach San Remo ab, wie die„Magdeb. Ztg.“ erfährt, zur Unterſuchung des Leidens des Kronprinzer.
— 13. Februar. Der Reichstag beſchloß die Bean ſtandung der Wahl des nationalliberalen Abg. Henne berg Gotha. In der zweiten Berathung des Soeialiſten geſetzes erklärt Miniſter v. Puttkamer, bei der gegenwär tigen Sachlage, da man wohl eine zweijährige Verlänge rung des bisherigen Geſetzes, aber keine Verſchärfung deſſelben erlangen könne, ſei es mißlich für ihn, auf weitere Erörterungen ſich einzulaſſen. Der Miniſter tritt der Behauptung Windthorſt's entgegen, daß die beſtehen den Geſetze zur Bekämpfung der Soclaldemokratie aus reſchten und weiſt den Vorwurf zurück, daß die Regte— tung die Anarchiſten großgezogen habe; das Socialtſten zeſeßz habe die radikalſten Elemente, wie Moſt und Haſſel— mann, beſeitigt und müſſe jedenfalls ſo lange in Gel— lung bleiben, als die Urſachen deſſelben beſtänden. Der Reichstag genehmigte den erſten Artikel des Socta liſtengeſezes in der Faſſung des Commiſſionsvorſchlags (zweijährige Verlängerung des beſtehenden Geſetzes) in namentlicher Abſtimmung mit 164 gegen 80 Stimmen. — 14. Februar. Der Reichstag nahm heute die zweite Berathung des Socelaliſten-Geſetzes vor. Zu Artikel 2 519(Verbreitung verbotener Druckſchriften) erklärt der Abg. v. Helldorff(eonſ.), er perſönlich ſei für die Ver ſch rfung des Geſetzes, die Mehrheit ſeiner Partei aber für die Commiſſionsbeſchlüſſe. Miniſter von Puttkamer erklärt, eine weitere Erörterung liege nicht im Intereſſe ler verbündeten Regierungen, ſowelt ſie nicht den Antrag Windthorſt auf Aufhebung des kleinen Belagerungszu fandes betreffe. Hierauf wurden die übrigen Para zraphen des Geſetzes nach den Commi ſions Beſchlüſſen debattelos abgelehnt. Es folgt die Berathung des An trags Windthorſt.
— Im Reichsamt des Innern unterliegt es gegen
wärtig der Erwägung, die§8 146 und 151 der Reichs. gewerbeordnung dahln abzuändern, daß, an Stelle der häufig gar nicht ortsanweſenden Inhaber oder Lelter von Fabriken, die für die betreffenden Betriebe verantwort- chen Beamten für die Vergehen gegen die den Schutz der Arbeiter betreffenden geſetzlichen Beſilmmungen verant“ wortlich gemacht werden.
— Dem Bundes rathe iſt der am 20. Sept. 1887 zu Huatemala unterzeichnete Freundſchafts, Handels“, Schiff ſohrts- und Conſularvertrag zwlſchen dem deutſchen Reich
und dem Frelſtaate Quatemala, ſowie der am 1. Deebr.
1887 daſelbſt unterzeichnete gleiche Vertrag zugegangen. 5
— 14. Febr. Etat berathen.
mit Honduras
Im Abgeordnetenhaus wurde der Juſtiz
Aus Briefen deutſcher Landsleute in Rußland entnimmt die„Kreuz. Zig“, daß die ruſſiſchen Truppen
coneentrationen im Weſten und am Prut
Ausland. Oeſterrelch Ungarn. Wien. einem der Erhaltung des zufaſſen, daß Erzherzog Karl Ludw erfährt, die wegen der bedrohlichen Orientreiſe demnächſt antritt
Friedens
Belgien. Brüſſel. Der König unterzeichnete e Dekret, welches den wegen der Unruhen von 1886 ver urtheilten Arbeiterführern den Reſt der Gefängnißſtrafe nachſieht.
Frankreick br. mit 256 gegen 2 n Zu 0 nen Credit für Tongk lrard erklärte, wenn mit dem Votum eine Zurückziehung der Truppen aus Tongking beabſichtigt werde, ſo die Regierung die Verant
wortlichkeit dafür nie lediglich die Aufforderung
wenn jedoch dadurch rer Sparſamkeit aus g bereit, hier 800,000 Fr
geſprochen werden ſolle, ſo ſei die Reg auf einzugehen und verlange einen Credit von! welcher mit 264 gegen 256 Stimmen genehmigt wurde. Großbritannien London. Ruſſiſche Sachver ſtändige, die nach Herat entſendet worden waren, um die dortigen von engliſchen Offizieren geleiteten Feſtungsar beiten zu beſichtigen, fällen ein ſehr ungünſtiges Urtheil über die ganzen Mauer- und Erd Werke; deren Bedeu tung würde an ſich überſchätzt, haltbar und von Werth für die Vertheidigung des Platzes ſeien ſie keinenfalls Italien. Rom, Febr. Bei der geſtrigen Con ferenz zwiſchen dem ſpaniſchen Botſchafter und dem Mi niſterpräſtdenten Crispi war angeblich auch die Rede von der Möglichkeit eines Anſchluſſes Spantens an die Tripel Alllanz. 13. Febr. Einer Meldung aus Maſſauah zufolge begann heute der Bahnverkehr bis Dogali, wohin die
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Verpflegungsmagazine verlegt wurden. Die Brigade Gené nahm Morgens mit ihrer Artillerie 2 Kilometer
weſtlich Dogali Aufſtellung.
— Die Wiener„Extrapoſt“ erhält aus Peſt die Mel dung, daß zwiſchen England und Italten Vereinbarungen beſtehen, welche ſich nicht blos auf Sicherung der Frei heit des Mittel-Meeres, ſondern unter Umſtänden auch auf den Schutz Conſtantinopels beztehen
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Unſer Liederkranz hat am vorigen Sonntag auf's Neue bewieſen, daß er ſeinen außerordent lichen Mitglledern genußreiche und vergnügte Abende be reiten kann. Ebenſo haben die getiven Mitglieder des Vereins durch eorreeten, ſchönen Vortrag der einzelnen Chöre des Programms unter Leitung des jetzigen Dirt genten, Taubſtummenlehrer Schneider, auf's Neue ihr Streben bethätigt, den edlen deutſchen Männergeſang nach Kräften zu pflegen. Namentlich verdient der Vor— trag des letzten Chores„Das deutſche Schwert von Schuppert“ alle Anerkennung. Die beiden von einer hieſigen jungen Dame geſungenen Lleder Recht reichen Beifall, ebenſo die das Programm weiter ausfüllenden Muſikſtücke. Der carnevaltſtiſchen e
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mung wurde durch gelungene Aufführung des Schwankes „Hans Dampf“ Rechnung getragen. Der flotte Dar
ernteten be begünſtigt verlief der heutige Markttag in noch
ſteller der„Fräulein Henrtette“ trug hierbei nicht zum geringſten Theil zur Erheiterung des Publikums bei. Der obligate Tanz vereinigte die Geſellſchaft bis zum frühen Morgen. J
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n. Frledberg. Ein Pompejt,
des Vol
trefflicher Vortrag über
den Pfarrer Raſch von Dorheim auf Wunſch sbildungsvereins am vergangenen Freitag hielt, fand zahlreiche und dankbare Zubörer. Kein Wunder, denn der Name„Pompejt“ wird wohl ewig ſeinen Zauber ben, nie wird es an ſolchen fehlen, die es hoch er⸗ freut, an der Hand eines kundigen Führers die Straßen der alten Römerſtadt zu durchſchreiten. Durch Wieder⸗ gabe des lebendigen Berichts des jüngeren Plinius verſetzte der Erzähler die Zuhörerſchaft in das Jahr 79 nach Chr. Geb., in welchem der Veſuv Herkulanum mit Lava,
Pompeji mit Aſche bedeckte. Seit 1748 iſt durch Aus⸗ grabun Ümählig der dritte Theil Pompeji's aus kang es nacht wieder emporgeſtiegen und groß iſt die Wanderer, die alljährlich dorthin ziehen und ſich von einem Cicerone umherfübren laſſen. Die
meiſten in Pompeji gemachten Funde werden im National muſeum in Neapel aufbewahrt, aber auch die im Muſeum in Pompejt untergebrachten ſind recht ſebenswerth. Nach dem der Vortragende eine kurze Ueberſicht der architek⸗ toniſchen Stilarten gegeben, wobei er auch auf die Be⸗ malung der Standbilder und Tempel zu ſprechen kam, zunächſt das Forum mit ſeinen Hallen und öffentlichen Gebäuden vor Augen. Alsdann wurde dem ſogenannten Hauſe des Panſa ein Beſuch abgeſtattet und bei der Gelegenheit ein guter Einblick in das Innere eines römiſchen gewonnen. Darauf zog die Gräber⸗ ſtraße mit den ſchoͤnen Denkmälern vorüber, ihr folgte ein Bild der prachtvollen Bäder und endlich erregte die Größe der Theater, von denen das Amphitheater allein 30,000 Menſchen faßte, gerechtfertigtes Staunen. Am Schluß des mit Beifall belohnten Vortrages wies der verehrte Redner auf eine ihm zur Seite hängende Nach— ahmung pompejaniſcher Wandmalerei hin, die von der Künſtlerband unſeres Mitbürgers G. Hieronimus nach einer kleinen Vorlage in viel vergrößertem Maßſtabe wunderſchoͤn ausgeführt worden war.
ta. Friedberg. Vorigen Freitag ward von den derzeitigen Mitgliedern unſeres Predigerſeminars, Lehrern und Schülern, an Profeſſor Dr. Koͤſtlin, der, wie be⸗ kannt, einen ehrenvollen Ruf an die theologiſche Facultät zu Greifswald abgelehnt hatte, eine Adreſſe überreicht, folgenden Wortlauts:„Ihrem verehrten Collegen und „Lehrer, dem hochwürdigen Profeſſor und Doktor der „Theologie und Philoſophie, Heinrich Adolf Koͤſtlin, „widmen dieſe Adreſſe als kleines Zeichen ihrer herzlichen „Dankbarkeit für ſelne bisherige ſegensreiche Thätigkeit, „insbeſondere für ſeine Alle hocherfreuende Zuſage wel „terer Wirkſamkeit an unſerer Anſtalt und als Ausdruck „ihrer unwandelbaren aufrichtigen Liebe und Verehrung „die Mitglieder des evangeliſchen Predigerſeminars zu „Friedberg im Winter Semeſter 1887/88.“ Es folgen die 4 Namen der Profeſſoren und Lehrer und die 24 Namen der derzeitigen Schüler. Im Anſchluß an das ſogenannte Candidaten Kränzchen fand letzten Montag Abend noch eine kleine gemüthliche Zuſammenkunft zu Ehren des allbeliebten Mannes im Hotel Trapp ſtatt, wobec es nicht an Reden ernſten und heiteren Inhalts fehlte. H. Friedberg. Von der herrlichſten Frübjahrs
fübrte er
Hauſes
nicht dageweſener Weiſe. Es war ein Gewühl von Menſchen und Pferden, wie es Friedberg noch nicht ge ſehen hat. Welch ſchoͤne und prächtige Exemplare in ſchweren Arbeitspferden belgiſcher, daͤnſſcher und Huns—


