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Honnerstag den 14. Zuni.
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Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,
Donnerstag und Samstag.
auswärtigen Einsendern
Annoncen: die einspaltige ae Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Krei oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), wel
se 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. chen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Annoncen von
erscheinen zu wollen. 1. Rechnung pro 1887/88. 2. Voranschlag pro 1888/89.
Friedberg den 11. Juni 1888.
Friedberg den 11. Juni 1888.
Samstag den 16. I. Mts., Vormittags 10 Uhr, Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg statt, mit dem Ersuchen eingeladen werden, mit Rücksicht auf Gegenstände der Tagesordnung sind:
3. Revision der Statuten des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Fried— berg nach Maßgabe der gemeinsamen und der Satzungen des land— 0. wirthschaftlichen Provinzial⸗Vereins Oberhessen(siehe Anlage zu d. Nr. 20 der landwirthschaftlichen Zeitschrift).
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
4. Wahl:
findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg eine General— wozu die verehrlichen Mitglieder des Bezirksvereins hierdurch ergebenst die Wichtigkeit der zur Berathung kommenden Gegenstände gefälligst recht zahlreich
a. des Vorsitzenden des Bezirksvereins,
b. des Stellvertreters desselben,
des Ausschusses des Bezirksvereins,
der fünf Abgeordneten zum Ausschusse des landw. Provinzial⸗ Vereins(§. 14 der Satzungen des Provinzial-Vereins).
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg.
Bekanntmachung
Dr. Braden.
Freitag den 15. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, wird auf dem Rathhause zu Rodheim v. d. H. die Maurerarbeit, im Betrage von 255 Mark, zur Herstellung von Kanälen in den Kreisstraßenstrecken Nieder Wöllstadt— Rodheim und Rodheim— Wehrheim, durch Bezirksbauaufseher Zörb II., öffentlich vergeben.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 12. Juni. Der Großherzog, der Erbgroßherzog und die Prinzessin Aliz haben
Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 11. Juni. Der Kronprinz und die Kronprinzessin trafen
om Samstag den Großfürst und die Großfürstin heute Morgen 9 Uhr in Banjaluka(Bosnien)
Sergius von Rußland incognito nach München be— gleitet und sind heute nach Hoflager Seeheim, und er Erbgroßherzog nach Darmstadt, zurückgekehrt. — Nachträglich verlautet von Potsdam, daß dem Erbgroßherzog von Hessen gelegentlich der am 24. Mai zu Charlottenburg stattgefundenen Vermählungsfeierlichkeiten der Schwarze Adler⸗ Orden verliehen wurde. Unseres Wissens ist diese Auszeichnung bisher noch von keiner Seite gemeldet worden, weßhalb wir sie unter Vor⸗ behalt wiedergeben. Berlin, 11. Juni. Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht. Die Schlingbeschwerden sind noch nicht ganz gehoben. Der Appetit ist heute besser. Mackenzie setzte in Gegenwart Wegener's, strause's und Bardeleben's abermals eine neue silberne Kanüle ein. Der Kaiser stand um 11 Uhr auf. Nach dem der Kaiser am heutigen Tage sieberfrei zewesen, zeigte sich Abends wieder etwas Fieber. Der Kronprinz kam Abends 11 Uhr nach Friedrichskron, um sich nach dem Befinden des Kaisers zu er— kundigen. Leyden und Krause kamen Abends zur Consultation.— 12. Juni. Bulletin von 9½ Uhr Vormittags.„Bei dem Kaiser und König haben die Schlingbeschwerden zugenommen, sodaß die Ernährung schwierig wird. In Folge dessen fählt sich Se. Majestät schwächer als bisher.“— Es wuchsen, nach der„Nat.⸗Ztg.“, aus der durch die Tracheotomie geschaffenen Luftröhrenöffnung Wucherungen hervor, welche sich etwa fingerbreit pie ein Ring um die Wundränder legten. Um erletzungen dieser sehr weichen Gewebe nach Möglichkeit zu vermeiden, wurde das Schild der Kanüle immer größer gemacht, damit dasselbe noch auf der äußeren gesunden Haut ruhen konne. beider scheint die Krankheit nun auch nach anderer Nichtung sich fortbewegt und nach hinten überge— griffen zu haben, und es ist die Besorgniß nicht zu bannen, daß die Wand der Speiseröhre afficirt sei. — Der Chef des Civil-Cabinets von Wil— wowski hat seinen Abschied erbeten und nach der reuzztg.“ auch erhalten. Die Nachricht der Cons. Corr.“, daß Minister von Friedberg aus Anlaß von Meinungsverschiedenheiten mit dem Jeichskanzler ein Demissions-Gesuch eingereicht
habe, findet bis jetzt keine Bestätigung.
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ein, feierlich empfangen von den Spitzen der Behörden, der Geistlichkeit und den Vertretern der Stadt. Ein Banderium vornehmer Muha— medaner begleitete die Hoheiten bis nach ihrem Absteigequartier.
— Bei dem Empfange der Delegationen durch den Kaiser betonten die Präsidenten der— selben die Bereitwilligkeit der Delegationen, die für die Sicherheit und Machtstellung der Monarchie unausweichlich erforderlichen Mittel zu bewilligen. Graf Tisza sagte, wenn auch der von uns ge— pflegte Friede bisher erhalten blieb und die all— seitigen Beziehungen ungetrübt sind, so können wir uns doch nicht vor der Erkenntniß ver— schließen, daß wir inmitten hohe Wogen wer— fender, divergirender Bestreben stehen und deshalb stark sein müssen.
— 11. Juni. Im Herrenhause erklärte bei der Berathung über die Branntweinsteuer die Linke, sie wolle, obwohl mit der Bestimmung betreffs der Entschädigung der Brennereiberech— tigten Galiziens und der Bukowina nicht ein— verstanden, dennoch aus hingebendem, reinem Patriotismus in der dritten Lesung für die Vorlage stimmen. Dieselbe ist sonach einstimmig entgiltig angenommen. Graf Taaffe erklärte im Auftrage des Kaisers den Reichsrath als vertagt.
Frankreich. Paris, 11. Juni. Der Senat nahm in erster Lesung das Rekrutirungsgesetz an.
Spanten. Madrid, 12. Juni. Im Senat interpellirte Botella über die Ministerkrise. Sa— gasta lehnte eine Beantwortung ab, worauf Bo— tella einen Antrag einbringt, worin er Aufklä— rungen fordert. Sagasta erklärte, die Regierung wünsche die Angelegenheit zu discutiren, doch müsse vorher die Finanzvorlage erledigt werden. Die Angelegenheit Martinez Campos sei ledig— lich eine Etiquettenfrage. Campos stellt in Ab— rede, daß es sich um eine Etiquettenfrage handle, erklaͤrt sich aber mit der Vertagung der Debatte einverstanden. Es heißt, Martinez Campos be— stehe auf der Demission.
Italien. Rom, 11. Juni. Der König, die Königin und der Kronprinz sind gestern Abend nach Bologna abgereist, um dem Uni— versitätsjublläum beizuwohnen.
Bologna, 12. Juni. Gestern wurde in Gegen— wart der königlichen Familie, des Unterrichts⸗ ministers, der Behörden, der Vetreter der italie— nischen und ausländischen Universitäten und einer überaus zahlreichen Menschenmenge das Denk— mal Victor Emanuel's enthöllt. Der Bürger⸗ meister und die Vertreter der Provinz hielten patriotische Reden. Das Königspaar wurde mit großer Begeisterung begrüßt.
Bulgarien. Sofia. Das in Bukarest erscheinende oppositionelle Blatt„Neunte August“ ließ in Braila Tausende von Proclamationen mit einem die Armee aufreizenden Inhalte drucken und nach Silistria einschmuggeln.
Aus Stadt und Land.
r. Bad⸗ Nauheim. Mit Beginn dieses Monats hat die 2. Kurperiode in der hiesigen Kinderheilanstalt ihren Anfang genommen und sind bereits über 60 Kinder in dieselbe eingetreten.
l. Butzbach. Als Delegirter zum Verbandstag der „Hassia“ zu Bingen für den Bezirk Butzbach-Bad⸗Nauheim wurde Bürgermeister Wörner in Bad⸗Nauheim gewaͤhlt.
l. Groß- Karben. Nach Beschluß der bei Müller⸗ Marchand stattgehabten Bezirks-Lehrerversammlung soll in aller Kürze eine Versammlung der Mitglieder der Ludwig- und Aliee⸗Stiftung einberufen werden, um die zur General-Versammlung dieser Stiftung gestellten An⸗ träge zu berathen. Auch soll ein Delegirter zu der General-Versammlung gewählt werden. Wollen wir hoffen, daß unser Agent die Versammlung bald einberuft, da die Sache eilt.
i. Büdesheim. Verflossenen Sonntag fand dahier das im Anzeiger bereits angekündigte 25 jährige Stif⸗ tungsfest des hiesigen Krankenvereins statt. Morgens 9½½ Uhr war Festgottesdienst, in welchem Pfr. Helwig in schönen zu Herzen gehenden Worten den zahlreichen Zuhörern die Bedeutung der Krankenvereine ans Herz legte. Nachmittags halb 2 Uhr fand ein Zug zum Fest⸗ platz(Brandholz) statt. In fröhlicher Stimmung bei Gesang des Vereins Frohsinn und Musik blieben die Festtheilnehmer bis zu später Stunde zusammen und trennten sich mit dem Wunsche, daß das heutige Fest wieder ein neuer Sporn sei zu reger Thätigkeit im Verein. Viel hat der Verein schon geletstet; ein schoͤnes Kapital hat er als Kassenstock und schon manchem Kranken ist Unterstützung zu Theil geworden. Nur zwei Mitglieder haben seit dem Bestehen des Vereins noch nichts erhalten. Ihnen hat Gott eine lange Reihe von Jahren Gesundheit und Kraft verliehen, so daß sie die Hilfe des Vereins noch nicht in Anspruch haben zu nehmen brauchen. Das eine Mitglied wohnt hier, das andere ist der in Rendel wohnende Zimmermeister Johs Heep. Wollen wir hoffen, daß sie auch in Zukunft gesund bleiben und daß der Verein wachse, blühe und gedeihe.
i. Vilbel. Am 1. und 2. Juli findet dahier das Main-Taunus Gau Turnfest statt.
s. Bingen. Die Programme zum Verbandstag und Verbandsfeste der„Hassia“ für nächsten Sonntag sind
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