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des Aeußern seinen Beileidsbesuch erwiederte, ihm ein Exemplar dieser Leistung des neuesten franzoͤsischen„Patriotismus“ zu unterbreiten. Du aber, deutsches Volk, vergiß deinen großen Kaiser nie und bestrebe dich, stets immer mehr seiner wertb zu sein und zu bleiben. Für dich seien franzoͤsische Gemeinheiten eine um so ernstere Mahnung, stets nur das Gute, Schoͤne und Wahre zu wollen und zu pflegen.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 10. Marz. Der Großberzog und Prinzessin Irene, sowie Prinz Heinrich von Preußen und die Erbprinzessin von Sachsen— Meiningen trafen heute früh 5 Uhr, von San Remo kommend, hier ein. Die letzteren Herr— schaften reisten gleich weiter. Der Großherzog, der Erbgroßherzog, sowie die Prinzen Heinrich und Alexander werden sich zur Beisetzung des Kaisers nach Berlin begeben.
p. Darmstadt. Am 8. l. M. erledigte die zweite Kammer zunächst das an den Ausschuß zurückverwiesene Kapitel über die obere land— wirthschaftliche Behörde, welche an Stelle der landwirthschaftlichen Centralstelle treten soll. Sie hat die Aufgabe, die Landwirthschaft und die Landescultur zu fördern, insoweit der Staat hierzu berufen ist. Sie hat insbesondere wahr— zunehmen die Geschaͤfte der Landescommission für Feldbereinigung, der fachlichen Centralbe— hoͤrde für Bachregulirungen und Landescultur— Sie hat ferner die Prüfung aller landwirthschaftlichen Meliorationspläne vor— zunehmen und deren Ausführung zu überwachen.
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Sie leitet das landwirthschaftliche Unterrichts— wesen, wahrt die Staatsinteressen bei den land— wirthschaftlichen Vereinen und Genossenschaften und überwacht das landwirthschaftliche Prämi— rungswesen. In dem Hauptvoranschlag wollte die Regierung diese Behörde besetzen mit einem Vor— sitzenden, einem landwirthschfl Techniker und einem Culturtechniker als ständigen Mitgliedern und einem Juristen als nichtständigem Mitglied. Die Kammer beanstandete, daß der Vorsitz von einem Mitgliede des Ministertums des Innern und der Justiz geführt werden sollte, dessen Zeit und Arbeitskraft durch Vertretung der Medizinalangelegenheiten in bedeutendem Maße in Anspruch genommen wird. Um diesen Be— denken Rechnung zu tragen, erklärte sich die
Regierung bereit, einen Verwaltungsbeamten als weitere Arbeitskraft heranzuziehen. Mit diesem Vorschlag 4erkläcte sich die Mehrheit des Ausschusses einverstanden unter der Voraus—
setzung, daß im Bedarfsfalle zur Umwandlung der Oberbehörde in eine Ministerialabtheilung geschritten werde. Nach längerer Debatte wurde er Antrag der Mehrheit mit 384 gegen 10 Stimmen angenommen. Hiermit sind die ordent— lichen Ausgaben erledigt. Man ging hierauf über zur Feststellung der ordentlichen Einnahmen. Die Familiengüter des Großherzoglichen Hauses
ertragen 3,400,000 M. welchen Betrag der Staat
bereinnahmt.
e lingere Debatte, wobei schließlich die Forderung * 849% J er Regierung genehmigt wurde. Die Einnahme ke gus der von den Wirthen zu zahlenden Wein— e euer wurde auf 280,000 M. festgesetzt und
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1 hesvorlage wegen gleichmäßigerer und gerech— krer Besteuerung des Weins zu ersuchen, dem
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Tusschuß überwlesen. Am 9. l. M. setzte die bammer die fortwährend im Rückgang befind—
dabei von der Regierung mitgetheilt, daß die Vorarbeiten wegen Herabsetzung der Gerichtsge— bühren, soweit sie auf hessischen Gesetzen be— ruhen, insbesondere des Immoblliarstempels, im Gange seien. Der Ertrag der Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde mit 480,000 M., der der Hundesteuer mit 150,000 M. eingestellt. Die auf das Großherzogthum entfallenden Ein— nahmen aus Reichssteuern werden sich haupt saͤchlich in Folge des neuen Branntweinsteuerge— setzes, welches für Hessen einen Ertrag von über 2 Million erwarten laßt, bedeutend erhöhen, und sind hierfür zusammen an Einnahmen fünf Million vorgesehen. An Geldstrafen wer— den voraussichtlich 166,000 M. eingehen. An direkten Staatssteuern werden acht Million ein— gestellt; die weiteren Erörterungen über die Steuerausschläge werden dem Finanzgesetz vor— behalten. Der ordentliche Hauptvoranschlag ist hiermit erledigt. Als außerordentliche Ausgabe bewilligte man für die bevorstehende Vermählung der Prinzessin Irene mit dem Prinzen Heinrich von Preußen ein Heirathsgut von 34,000 M., für Erweiterung des Ständehauses 42,000 M. Zum Bau von Daͤmmen zur Abwehr von Ueberschwemmungsgefahren wurden für die Jahre 1888-91 800,000 M. bewilligt. Soweit war man in der Berathung gelangt, als die Nach— richt von dem Tode des Kaisers eintraf. Prä— sident Kugler und Staatsminister Finger gaben der Trauer des Landes über diesen unersetzlichen Verlust mit kurzen Worten, welche die Kammer stehend anhörte, warmen Ausdruck. Die Kammer setzt hierauf mit Rücksicht auf das Ableben des Kaisers ihre Sitzung aus und vertagt sich bis zum Montag.— Der schon früher erwähnte Antrag Jockel bezüglich der Friedberg-Homburger Bahn besagt: Die Kammer wolle Großh. Regie— rung ersuchen, zur Erbauung einer Nebenbahn von Homburg nach Friedberg die geeignete Vorlage zu machen. Die Gründe des Antrags lauten wie folgt: Die Kgl. Preußische Regierung beabsichtigt, von Homburg nach Friedberg eine Nebenbahn zu erbauen und hat unsere Regie— rung um Mitwirkung bierzu, insoweit solche das hessische Gebiet berührt, ersucht. Die dabei interessirten Gemeinden Friedberg, Ober- und Nieder⸗Roßbach, Holzhausen und Rodheim haben sich bereit erklärt, das zum Bahnbau erforder— liche Gelaͤnde kosten- und lastenfrei zu stellen. Da derselbe im Interesse der oben genannten hessischen Gemeinden im höchsten Grade wuͤn— schenswerth ist und kein aus reichender Grund vorliegt im Interesse der Provinz Oberhessen der Erbauung der fraglichen Nebenbahn hindernd in den Weg zu treten, sieht sich der Antrag— steller veranlaßt, die hohe Kammer um ihre Hilfe anzurufen.
Berlin, 10. März. Der Staatssecretär Graf Herbert von Bismarck ist gestern Abend aus England nach Berlin zurückgekehrt.
— 9. März. Im Reichstage theilte der Reichskanzler den Tod des Kaisers offiziell mit. „Es liegt mir die traurige Pflicht ob, Ihnen amtlich die Mittheilung von dem zu machen, was Sie bereits thatsächlich wissen werden, daß Se. Majestät der Kaiser Wilhelm heute Vor— mittag ½9 Uhr zu seinen Vätern entschlafen ist. Infolge dieses Ereignisses ist die preußische Krone und damit nach Artikel 11 der Reichsverfassung die Deutsche Kaiserwürde auf Se. Mafestät Friedrich III., Konig von Preußen, übergegangen. Nach den vorliegenden telegraphischen Nach— richten darf ich annehmen, daß Se. Majestät der regierende Kaiser und König morgen von San Remo abreisen und zur gegebenen Zeit hier in Berlin eintreffen wird. Ich hatte von dem hochseligen Herrn in seinen letzten Tagen in Bethätigung der Arbeitskraft, die ihn nur mit dem Leben verlassen hat, noch die Unterschrift erhalten, welche vor mir liegt und welche mich ermächtigt, den Reichstag in der üblichen Weise nach Abmachung seiner Geschaͤfte, d. h. etwa
che Einnahme aus Stempel- und Gerichtsge— Hihren auf 1,324,000 M(20,000 M. weniger tie in der früheren Periode) fest. Es wurde
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heute oder morgen, zu schließen. Ich hatte die Bitte an Se. Mafestät gerichtet, nur den An—
zeichnen. Majestaͤt haben darauf erwiedert, daß Ste glaubten, mit dem vollen Namen noch unter⸗ schreiben zu können. Infolge dessen ist dies das historische Actenstück der letzten Unterschrift Sr. Majestät.“ Der Kanzler war außerordent— lich bewegt und konnte am Schlusse seiner Rede die Thraͤnen nicht mehr zurückhalten. Viele Ab— geordnete und Besucher der Tribünen weinten laut.
Ausland.
Belgien. Brüssel, 9. März. König Leo⸗ pold, welcher eben im Begriff war, die Reise nach London zur Theilnahme an der Feier der silbernen Hochzeit des Prinzen von Wales zu unternehmen, erhielt die Nachricht vom Tode des Kaisers Wilhelm in Gent und kehrte sofort nach Brüssel zurück. Der König reist am Soun⸗— tag nach Berlin.
Frankreich. Paris, 10. März. Die Kammer nahm in ihrer heutigen Sitzung das Cultusbudget an. Ein Amendement des Depu— tirten Labrousse auf Unterdrückung der im Con⸗ cordate nicht namentlich aufgeführten Bisthümer wurde vom Cultus-Minister bekämpft, von der Kammer dagegen mit 252 gegen 248 Stimmen angenommen. Die fur die katholischen, protestan⸗ tischen und israelitischen Seminarien geforderten Credite wurden abgelehnt.
Großbritanien. London. Abermals stehen Veraͤnderungen im Cabinet bevor. Hicks Beach wird nämlich an Stelle von Lord Man⸗ ner's Kanzler von Lancaster werden.
— 9. März. Im Unterhaus wiederholte Smith seine Erklärung, die Regierung sei be— reit zur Ernennung einer königlichen Commission behufs einer Untersuchung, ob das System des Heeres und der Flotte, wie dieselben jetzt ver— waltet und organisirt sind, den nationalen Be— dürfnissen entspreche. Hierauf wurde der Antrag Bartelot ohne Abstimmung abgelehnt und die beiden ersten Posten des Armeebudgets ange— nommen.
Bulgarien. Sofia. Es liegen mancherlei Andeutungen vor, welche zu dem Schlusse be⸗ rechtigen, daß man vorläufig hier auf die Ille⸗ galitätserklärung der Pforte gar nicht antworten will. Sollte man sich aber doch zu einer Ant⸗ wort entschließen, so wird dieselbe aller Voraus⸗ sicht nach dahin lauten, daß sowohl das Volk, als auch die Regierung Bulgariens entschlossen sind, den von der Sobranje gewählten Fürsten unter allen Umstaͤnden zu halten. In Konstan⸗ tinopel selbst erwartet man keine andere Ant— wort, da man annimmt, Stambulow werde ant— worten, der Fürst könne Bulgarien schon darum nicht verlassen, weil seiner Abreise die Anarchie folgen werde. Diese Eventualität ist in der That ernstlich zu befürchten.
— Die ,„Politische Correspondenz“ mel⸗ det aus Altserbien von Vorbereitungen neuer Banden zum Einfall in Bulgarien. In der letzten Zeit sei viel Geld in diese Gegend ge— sandt worden. Auffällig sei auch die Rückkehr vieler Montenegriner aus Konstantinopel in ihre Heimath trotz der herrschenden Hungersnoth
Rußland. Petersburg, 10. Maͤrz. neral von Werder ist nach Berlin abgereist.
Berloosung. Freiburger 10 Fr.⸗Loose von 1878. Serten⸗ Ziehung am 15. Februar 1888. S. 219 854 1373 3812 3878 3881 3884 4310 4313 4923 5147 5227 5391 5656 5691 6906 6910 7722 8034 8613 8665 8892 8900 9143 10295 10346.
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