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Karlsthore in Bewegung gesetzt hatte, bestand aus 6 Hauptabtheilungen mit zahlreichen Unter— gruppen. Jeder Abtheilung und vielen Gruppen zogen Musik-⸗Corps voran, alle Gruppen waren mit zahlreichen prächtigen Bannern und Em⸗ blemen reichstens geschmüͤckt, einzelne mit histori⸗ scher Treue costümirt. Ueberall zeigte sich kuͤnstle⸗ risches Arrangement. Die den Oedeonsplatz ab— schließende Feldherrnhalle war roth drapirt. Auf der in der Nahe des König Ludwig-Denkmals errichteten prachtvollen Zeltestrade waren der Prinz⸗Regent und alle Mitglieder der Königs⸗ Familie versammelt. Gegen 10 Uhr traf die Spitze des Festzuges, woran gegen 10,000 Per⸗ sonen theilnamen, auf dem Festplatze ein. Während des Festzuges, welcher gegen 12½ Uhr beendet war, durchbrachen in der Nähe des Kriegsmi— nisteriums 3 scheuwerdende Elephanten die Fest— zugskette, wobei mehrere Personen verunglückt sind; eine größere Panik wurde verhütet.
Ausland.
Dänemark. Kopenhagen, 30. Juli. Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich sind heute um 11½ Uhr hier eingetroffen und wurden von den Mitgliedern der Königsfamilie herzlich empfangen. Die beiden Geschwader hatten salutirt, als sie einander sich näherten. Der König und der Kronprinz begaben sich mit einer Schaluppe nach der„Hohenzollern“, wo ihnen der Kaiser entgegenkam und den König wie den Kronprinzen herzlichst durch Umarmung und Kuß begrüßte. Der König und der Kron— prinz kehrten nach kurzem Aufenthalt an Bord der „Danebrog“ zurück, worauf die Weiterfahrt hier— her erfolgte. Nachdem die„Danebrog“ um 10 Uhr 35 Minuten zurückgekehrt war, traf die „Hohenzollern“, auf deren Commandobrücke Kaiser Wilhelm in Admirals Uniform mit dem Bande des Elephanten-Ordens sich befand, um 11 Uhr 10 Minuten hier ein. Alle dänischen Schiffe und Forts begrüßten den Kaiser mit Geschütz— salven, alle Schiffe flaggten, die Musikcorps spielten die Nationalhymne und die Matrosen riefen Hurrah. Die Privatdampfer und das ganze Ufer waren mit Zuschauern angefüllt, welche den hohen Gast durch sympathische Zu— rufe begrüßten. Auf mehreren Privatdampfern wurde die Nationalhymne gesungen. Der Kaiser fuhr in einer Schaluppe der„Hohenzollern“ zur Landungstreppe, wo er vom König, dem Kron— prinzen und den übrigen Prinzen empfangen wurde. Der Kaiser begrüßte dieselben und eilte dann die Treppe hinauf, wo die Königin, die Kronprinzessin und die Prinzeß Waldemar den— selben erwarteten. Der Kaiser küßte der Kö— nigin die Hand und begrüßte die Kronprinzessin und die Prinzessin Waldemar, worauf er sich das Gefolge ꝛc. ꝛc. vorstellen ließ, um daun mit dem König die aufgestellte Ehrencompagnie abzuschreiten. Darauf, während die Musikcorps den dänischen Fahnenmarsch spielten, erfolgte die Abfahrt nach Amalienborg, wohin der König vorausgefahren war. Im ersten Wagen befan— den sich zwei Adjutanten des Königs, dann folgte der Kaiser und der König in einem sechsspännigen
Galawagen mit Vorreitern und zwei Kammer— herrn auf beiden Seiten. folgten Prinz Heinrich, die Kronprinzessin, die Prinzeß Waldemar, die drei Brüder des Königs, die Prinzen Wilhelm, Julius und Hans, Graf
übrige Gefolge. Als der Kaiser in Amalienborg
eintraf, wurde die Kaiserflagge aufgezogen. Der ganze Weg von der Zollbude, die Promenade
und die lange Linie entlang bis zum Schloß war von vielen Tausenden besetzt, welche den hohen Gast mit sympathischen Zurufen begrüßten. Nach der Ankunft im Schloß fand das Dejeuner statt, dem ein einstündiger Besuch der Aus⸗ stellung folgte. Waͤhrend der Anwesenheit des Kaisers daselbst spielten drei Musikcorps. Von dem zahlreichen Publikum wurde der Kaiser überall enthusiastisch begrüßt. Um 4½ Uhr er⸗ folgte die Rückkehr nach Amalienborg; um 7½ Uhr begann das Galadiner. Bei demselben saß Kaiser Wilhelm zwischen dem König und der Königin; daran schlossen sich die übrigen Geladenen. Gegen Schluß brachte der König folgenden Toast aus: „Ich danke Euer Majestät fur den ehrenvollen Besuch, der mir und meinem Lande zu Theil geworden, und trinke aus vollem Herzen auf das Wobl Euer Majestät, der Kaiserin und des ganzen Kaiserhauses. Se. Majestät der Kaiser lebe hoch!“ Der Kaiser dankte für den herz— lichen Empfang und trank auf das Wohl des Königs, der Königin und der königlichen Familie. Beide Toaste wurden in deutscher Sprache aus— gebracht. Nach dem Diner wurde der Thee bei dem Königspaar eingenommen.— 31. Juli. Kaiser Wilhelm begab sich gestern Abend um 11 Uhr an Bord der„Hohenzollern“, vom Könige und sämmtlichen Prinzen begleitet. Die an dem Landungsplatz angrenzenden Gebäude waren prachtvoll erleuchtet. Heute mit Tages— grauen erfolgte die Rückfahrt nach Kiel. Der König verlieh dem Prinzen Heinrich den Elephan— ten⸗Orden, dem Grafen Herbert Bismarck das Großkreuz des Danebrog-Ordens.
Frankreich. Paris, 30. Juli. Eine Ver⸗ sammlung streikender Erdarbeiter von Chatelu (Departement Loire) beschloß, ihre Forderungen aufrecht zu erhalten. Heute versuchten mehrere Trupps Streikender an verschiedenen Punkten der Stadt die Arbeiten zu hindern; die Bauplätze waren jedoch sämmtlich von Polizei und Truppen bewacht. Von einem Zwischenfall verlautet nichts. Der Streik droht allgemeiner zu werden, vier— hundert Minenarbeiter in Villars sind demselben beigetreten.
Großbritannien. London. Dem Fr. J. telegraphirt man von hier: In hiesigen gut unter⸗ richteten Kreisen hält man einen Besuch der Königin Victoria in Baden-Baden für bevorstehend. Die Königin soll dort mit der Kaiserin Friedrich zu— sammentreffen. Auch gilt eine Begegnung zwi⸗ schen der Königin und dem Kaiser Wilhelm für nicht ausgeschlossen. Die leitenden Kreise in England befürworten die Reise resp. die Begeg— nung auf das Entschiedenste und würde man daher derselben eine politische Bedeutung nicht absprechen können.
Rußland. Petersburg. Von hier kommt die Nachricht, daß der König von Schweden hier— selbst am 15. August erwartet werde. Auch wird von hier bestätigt, daß der Zar nach seiner Rück— kehr vom Kaukasus einen Besuch in Kopenhagen machen und die Rückreise über Berlin antreten werde.
Allerlei.
Jedo, 28. Juli. Nach einer telegraphischen Mel⸗
In weiteren Wagen dung aus Japan hat daselbst ein Erdbeben staktgefunden,
durch welches die furchtbarsten Verheerungen angerichtet sind. Handel und Verkehr.
Friedberg, 31. Juli. Fruchtpr. Waizen M. 18.00— Bismarck, General Kauffmann und das gesammte 00.00., Korn M. 14.50— 14.75, Gerste M. 14.00— 15.00,
Hafer M. 14.00— 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Friedberg, 1. August. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 1.00. Eier 1 St. 6, 2 St. 11 Pf.
Grünberg, 28. Juli. Frucht⸗Prelse. Welzen M. 17.50, Korn M. 15.20, Gerste 14.20, Hafer M. 14.90, Erbsen M. 00.00, Samen M. 22.00, Kartoffeln M. 4.90.
Gießen, 31. Jull. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.75— 0.90, Eler 1 St. 5—6 Pf., Käse per Stück 5—7 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis 1.00, Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.50— 1.00, Enten per Stück M. 1.40—2.00., Ochsen⸗Fleisch per Pfund 60—68 Pf., Kuh- und Rind⸗ Fleisch 45—54 Pf., Schwelnefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 5464 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50— 8.50, Zwiebeln per Centner M. 7.50— 9.50.
Frankfurt, 30. Jull. Fruchtbericht. Hles. Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 32— 34, Nr. 1 M. 29.00— 30.50, Nr. 2 M. 26 27, Nr. 3 M. 25— 26, Nr. 4 M. 20— 21, Nr. 5 M 17.50— 18.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 53—54, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 24— 25.00, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 23 23.25, Nr. 0/1 M. 21.5022, Nr. 1 M. 18.00
bis 19.00, Nr. 2 M. 15.50— 16.50, Weizen ab unserer
Umgegend M. 18.20 18.40, frei Bahn hier M. 18.50 bis 18.70, fremder nach Qualität M. 18— 20, Roggen hies. M. 14.50— 14.75, russischer M. 14.25 14.50, Gerste, Brauerwaare M. 15— 16.00, do. zu Mahlzwecken M. 11.50, Hafer, prima M. 14.00— 14.50, mittel M. 13.50 00.00, Raps M. 23.50— 24.50, Mais M. 00, Erbsen M. 14 bis 19, Linsen M. 00 00, Wicken M. 00 00, Roggen⸗ kleie M. 4.50— 4.75, Weizenkleie M. 4.25 4.50, Malzkeime M. 4.50, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzspreu M. 1.25, Reismehl M. 44.50, Chilisalpeter per Februar⸗ März 1889 M. 9.05 ab Harburg. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 52.
Frankfurt, 30. Jult. Viehmarkt. Befahren war der Markt mit 383 Ochsen, 25 Bullen, 525 Kühen, Stieren und Rindern, 279 Kälbern, 93 Hämmeln, 84 Schweinen. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 58— 60, 2. Qual. M. 50—54, Bullen 1. Oual. M. 38— 40, 2. Qual., M. 30-37, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50 bis 52, 2. Qual. M. 40—46, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlachtgewicht 50—53 Pf., 2. Qual. 44— 46 Pf., Hämmel 1. Qual. 60—62 Pf., 2. Qual. 4850 Pf., Schweine 1. Qual. 4850 Pf., 2. Qual. 4748 Pf.
Frankfurt, 31. Juli. Engros-Markt. Heu pro hundert Kilo M. 6.00— 9.60, Stroh pro hundert Kilo M. 6.00— 7.70, Butter pro 50 Kilo M. 72 75, Eler das Hundert M. 4.40— 4.50, Erbsen hundert Kilo M. 18 21.50, do. geschälte M. 20—30, Linsen M. 28— 45, weiße Bohnen M. 23— 25.50, Mohrrüben 50 Kilo M. 6—8, Heidelbeeren per Pfd. 7—8 Pf, Aprikosen per Pfd. 40 bis 45 Pf., neue hies. Kartoffeln 100 Kilo M. 5—8, Blumenkohl 100 St. M. 25-50, Kopfsalat M. 3—5, Erbsen per Ctr. M. 12— 15, Bohnen per Pfund 15—20 Pf., Kirschen per Centner 8—12 M., Erdbeeren per Pfund 50 Pf, neue Nusse 100 Stück 50—80 Pf., Johannisbeeren zer Pfund im Centner 10— 15 Pf., Pfirsiche per Pfund 60 Pf., Zwetschen per Pfund 40 Pf., Himbeeren 20— 25 Pf., neue Aepfel per Pfd. 20 Pf., Birnen per Pfd. 8— 20 Pf., Melonen per Stuck M. 0.60 3.00.
Geld⸗Cours. Frankfurt am 31. Juli 1888.
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20⸗Frankenstücke„„„16 8 do. in, in Englische So vereins... 20. 39 20. 34 Russische Imperiales.. 16. 73 16. 69 liegen 9. 45 „ i ess 9. 54 Dollars in Gold; 8 4. 16
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 4. August 1888. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 50 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 30 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 5. August an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 15 Win. Dlenstag den 7. und Mittwoch den 8. August: Neumond Ellul.
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Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die Artikel 31 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Louis Petrill. in Gießen mit den Elsenerz- Bergwerken„Adolf“,„Albert“, „Frledrichszeche“ und„Otto“ in den Gemarkungen Fauer' bach v. d. H., Ostheimer Wald und Langenhain⸗Ztegen⸗ berg, Kreises Friedberg, beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihungen müssen bei Ver⸗ meidung des Verlustes des Vorzugs rechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks⸗ eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser
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Frist ist die Einsicht der Situatlonsrisse bei der Berg⸗ meisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 18. Juli 1888. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Emmerling. Tecklenburg.
Möblirtes Zimmer
in der Burg an einen einzelnen Herrn sofort zu ver⸗ miethen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1801
Leichte Unterjaden& Unterhosen
2763 verkauft billigt J. Reim, vorm. K. Friedrich.
2770
Holz-Versteigerung.
Dienstag den 7. August l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Geisgräben, nachbezeichnetes Holz versteigert werden:
132 Raummeter Schäleichen⸗Scheitholz,
356* 1 Knüppelholz, 10820 Stück Schäleichen⸗Wellen,
69 Raummeter Schäleichen⸗Spähne. Zahlungstermin: 1. Dezember 1888. Ober⸗Mörlen am 31. Juli 1888. Großherzogliche ee Ober⸗Mörlen.
e
2783 cke l.
Roͤhrenl. geben w Dor
27⁰²
machen.


