für Brennereien, die täglich mehr als 20,000 Llter Bottichraum elnmaischen, auf 4 Pfennige pro Liter steigt. § 39 wird mit dem Antrag Huene angenommen, wonach bei landwirthschaftlichen Brennereien, welche Getreide verarbeiten und nicht mehr als 100 Hektoliter in einer Brennperfode e zeugen, nur ein Zuschlag von 12 Pfennig, von denjenigen, welche mehr als 100, aber nicht über 150 Hektoliter erzeugen, ein Zuschlag von 14 Pfennig erhoben wird. Paragraph 40 wurde unverändert an genommen.
— Die Isteinnahme der Reichskasse betrug im April an Zöllen M. 16,967,212(+ 2,130,998), Tabaksteuer M. 482,372, Zuckerst. M. 23,914,269 (+ 1,487,664), Branntweinsteuer M. 2,518,206, Salzsteuer M. 3,306,033, Braust. M. 1,979,544
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ weist nach, daß die deutsche Regierung sich nur auf wieder— holtes Drängen Rußlands zur Berufung des Congresses im Jahre 1878 habe bewegen lassen.
Magdeburg. Die in Magdeburg und Umgebung Ende vorigen Jahres zahlreich ver— hafteten Socialisten sind am letzten Dienstag abgeurtheilt worden. 31 Angeklagte wurden wegen Vergehens gegen das Socialistengesetz zu Gefängniß von zwei Wochen bis zu neun Monaten verurtheilt. Die übrigen Angeklagten, darunter auch der frühere Reichstagsabgeordnete Heine, wurden freigesprochen.
Ausland.
Belgien. Brüssel, 22. Mai. In einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung Brüs— seler Arbeiter sprach sich die Mehrzahl der De— legirten zwar gegen eine allgemeine Arbeitsein— stellung aus; sollte dieselbe aber doch beschlossen werden, so würden sie daran theilnehmen. Unter— dessen sollen Kundgebungen ins Werk gesetzt werden, um das allgemeine Stimmrecht und Amnestie zu erlangen.
Charleroi, 20. Mai. Ju vielen in den diesseitigen Kohlenrevieren heute abgehaltenen Versammlungen der Streikenden, insbesondere in der von Dampremy wurde eine allgemeine Arbeitseinstellung beschlossen. In den meisten Gemeinden ist die Bürgergarde consignirt. Einer der Hauptanführer der Streikbewegung wurde verhaftet und gefangen gesetzt. Im Becken von Mons herrscht Ruhe, jedoch in mehreren Gruben von Cuesmes, Frameries, Flenn und Quaregnon wurde die Arbeit eingestellt.
— 21. Mai. In der verflossenen Nacht wurde ein neues Dynamit-Attentat verübt. Das Haus des Bergwerks ⸗Diretors Labouverie in Quaregnon wurde theilweise in die Luft gesprengt.
Frankreich. Paris, 20. Mai. Freyeinet hat es abgelehnt die Neubildung des Cabinets zu übernehmen.
Rußland. Petersburg. Der Gouverneur von Astrachan, der Generalmajor Ceumern, ist am 10. d. Mts. ermordet worden. Der wegen seiner Strenge höchst unbeliebte Gouverneur war um seine Versetzung eingekommen; dieselbe wurde ihm verweigert. Das Attentat wurde bis jetzt geheim gehalten, obgleich viele Verhaf— tungen vorgenommen wurden.
— Der„Nat.⸗Ztg.“ wird von hier gemeldet,
General Kaulbars habe nach seiner Rückkehr dem Kaiser Alexander Bericht über seine Reise nach Berlin, insbesondere über seine Unterre— dung mit dem Fürsten Bismarck erstattet und nach dieser Audienz beim Zaren die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die bulgarische Angelegenheit friedlich erledigt werde. 21. Mai. Der kaiserliche Sonderzug traf Vormittags 11 Uhr in Tula ein. Der Kaiser und die Kaiserin nahmen die Kathedrale und die Gewehrfabrik in Augenschein, später hielt der Kaiser eine Truppenschau ab. Gegen 2 Uhr Nachmittags begaben sich die Majestäten, geleitet von den Spitzen der Behörden und unter jubelnden Zurufen einer großen Volksmenge nach dem Bahnhofe zurück.
Nowo⸗Tscherkask, 20. Mai. Eine Deputation des douschen Kosakenheeres überreichte dem Kaiser beim Einzuge Salz und Brod auf einer pracht— vollen silbernen Schüssel. Außerdem wurden noch 17 andere Deputationen empfangen, da— runter eine Deputation des donschen Adels, Deputationen von mehreren Staͤdten, sowie
solche der Handwerker, Fabrik- und Eisenbahn— arbeiter. Die donschen Kohlengrubenbesitzer brachten Salz und Brod auf einem 2 Pfund schweren Gefäß aus Anthracit mit Silberbe— schlägen, worauf eine Inschrift gravirt war, welche besagt, daß die Worte des großen Mo— narchen„dies Metall werde nicht uns, aber unseren Nachkommen nützen“ erfüllt seien. Die Illumination war glänzend. Die kaiserliche Fa— milie wurde überall enthusiastisch begrüßt. Die kaiserliche Familie besuchte heute noch den Kal— mükentempel, wohnte einem von den Kosaken— ständen gegebenen Diner bei und trat heute Abend unter enthusiastischen Kundgebungen der Kosaken die Rückreise au.
— Der Petersburger Correspondent der „Daily News“ telegraphirt vom 18. d. Mts.: „Ich werde aus zuverlässiger Quelle unterrichtet, daß in Nowo-Tscherkask am Samstag Abend 24 Personen von den dahin aus Petersburg entsandten Polizeiagenten, verhaftet wurden. Mein Gewährsmann meldet, daß die Polizei Beweise besitze, daß die verhafteten Personen einen Mordversuch gegen den Zaren während seines Aufenthaltes in Nowo-Tscherkask vorbe— reiteten. Einige derselben waren soeben von Petersburg angekommen.“
— Odessa, 21. Mai. Die Königin von Serbien ist gestern mit Gefolge auf dem russischen Dampfer „Elborus“ nach der Krim abgereist.
Rumänien. Bukarest, 20. Mai. Der König und die Königin sind heute aus Sinaia hier eingetroffen, um der Feier des Jahrestages des Krönung beizuwohnen.— Bei den General— rathswahlen wurden 84 Auhänger der Regierung und 1 Oppositioneller gewahlt.
Aus Stadt und Land.
h. Friedberg. Die Jublläumsfeier der Taubstum— menanstalt am 21. Mal ist, wie geplant, gut verlaufen. Die Stadt hat warmen Antheil daran genommen und dies auch durch reichen Fahnenschmuck bewlesen. Morgens waren die Regierungs Commissäre Geh. Oberschulrath Greim und der Vertreter des Oberkonsistoriums Prälat
Dr. Habicht von Darmstadt und Direktor Hemmes von
der Schwesternanstalt in Bensheim erschienen. Vor dem Zug zur Kirche wurden im Hofe der Taubstummen-An stalt die Gratulationen entgegengebracht und mehrere Ansprachen gehalten von Seiten der beiden Regierungs- Commissäte, der Direktoren der beiden hiesigen Seminare, des Vertreters hiesiger Stadt und des Direktors der feiernden Anstalt. Dabei wurde durch den Regierungs: Commissär dem dienstältesten Lehrer der Anstalt, Rühl, der Phlllppsorden 2. Klasse mit ehrenden Worken über— reicht. Die kirchliche Feier in der vollständig besetzten Burgkirche war erhebend, namentlich auch durch die Con— flematlon von zehn taubstummen Kindern und durch die Abendmahlsfeser, an der sich viele Taubstummen bethel ligten. Die Predigt hob alle wesentlichen Momente der Feier hervor. Zur Verherrlichung des Gottesdienstes trug die Mitwirkung des Dilettantenveresns und des Musikoereins viel bei. Das Festessen war von etwa 200 Theilnehmern besucht, davon etwa drei Viertel Taubstumme. Auch hler wurde die Reihe der Toaste wieder eröffnet durch die Commissäre von Darmstadt sortgesetzt von mehreren hlesigen Herrn und auch eine Rede von einem Taubstummen aus dem Jahr 1837, dem ersten des Bestehens der Taubstummen-Anstalt, auf diese vorgelesen. Man toastirte auf den Großherzog, die An— stalt, den Direktor, das Lehrereolleglum, den Dekorirten, die anwesenden Taubstummen, die Stadt u. s. w. Es herrschte die heiterste Simmung und namentlich waren die anwesenden Taubstummen ganz fröhlich und glücklich. Aus dem Hotel Trapp gingen die Fsttheilnehmer in den Steinhäußer'schen Garten, woselbst die jetzigen Taub— stummenschüler gespeist worden waren. Hier wurde zu— nächst Kaffee mit Kuchen servirt, man war auch hier sehr vergnügt und es wurden Reden in der Geberden sprache gehalten. Am Abend fand sich zur Fortsetzung der Feler eine fröhliche Gesellschaft in demselben Lokal zusammen und erfreute sich an dem Vortrage der Ge— sänge des Gesangvereins„Liederkranz“. Auch hier gab es noch einige Ansprachen; namentlich dankte Direktor Wodäge dem Gesangverein Llederkranz in herzlichster Weise. Die Festversammlung ließ auch Telegramme an den Großherzog und unsern Kalser abgehen; der Groß— herzog antwortete bald dankend und drückte aus, daß auch das Fest Zeugniß dafür ablege, daß die Anstalt wohlthätig wirke. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß von den ersten Schülern vor 50 Jahren noch drei leben und diese auch zum Feste gekommen waren; jedem fühlenden Menschen hätten wir gewünscht, daß er die Scene des Wiedersehens und Wledererkennens zwischen diesen drei Taubstummen mit angesehen hätte. So blicken wir alle auf eln schönes, würdiges Fest zurück und auch den anwesenden Taubstummen wird ses unvergeßlich bleiben.
m. Ockstadt. Sonntag, 26. Juni d. J. findet die Fahnenweihe des Gesangvereins„Frohsinn“ dahier statt. Günstige Witterung vorausgesetzt, scheint dieses Fest
einen großartigen Verlauf nehmen zu wollen. sind nahezu 20 Vereine angemeldet. Die Feftwir ist Gastwirth Klingl übertragen worden. Da Fest in Ockstadt das erste seiner Art ist, wird der V. sowie sämmtliche Einwohner Ockstadts und der Fest Alles aufbieten, um allen Festthetlnehmern freudende und genußreiche Stunden zu bereiten N
h. Okarben. Das dlesjährige Sängerfest des Wet rauer Sängerbundes wird hier in unserem Orte al halten werden. Vorher soll bet Gastwirth Baßma dahler noch eine Versammlung des erweiterten Vorstand stattfinden, um manches zu berathen, was zum Fe absolut nothwendig ist, wenn dasselbe einen würdige Verlauf nehmen soll. Es wäre sehr zu wünschen, win
diese Versammlung in aller Kürze stattfände.
i. Vilbel. schen Saale dahter die DelegirtenVersammlung dr Sämmtliche
Sonntag den 15. Mai fand im Nel.“ Kriegervereine des Bezirks Vilbel statt. ö Vereine waren durch Delegirte vertreten. Nach B. nach Erstattung des Rechenschafts-Berichts durch 5 Schriftführer, Lehrer Will in Rendel
des Präsidiums, daß Vereinen, welche mit Rapporte und Beltragszahlungen trotz Mahnung bis zum Wei bandstage noch im Rückstande sind, die Bonifieationes bis zur Pflichterfüllung vorenthalten werden sollen, un ebenso die Unterstützungsgesuche derselben vom Bezirks Vorsteher nicht welter zu befördern sind, wurde zugestimm! Das Bezirksfest in 1887 wird in Rendel oder Massen, heim abgehalten, beide Vereine haben sich über Annahm resp. Ablehnung in der nächsten Zeit zu verständigen. A Vertreter des Bezirks Vilbel zum Verbandstage der Hasstt am 12. Juni zu Babenhausen wurde einstimmig Lehre, Will von Rendel gewählt. Nachdem der Hassiakalenden, die Verbandslotterie, die Providentiaverträge und not manche minder wichtige Gegenstände zur Sprache gekon
Kriegerbund ausgebracht worden waren, schloß der Vor“ sitzende die Versammlung, und trennten sich die Kameraden gewiß mit dem Gedanken, wieder recht schöne und ay regende Stunden verlebt zu haben.
k. Babenhausen. Der Verbandstag der Krieger⸗ Kameradschaft„Hassia“ findet am 12. Juni dahier tall. Die Verhandlungen sind im Gasthause zum Adler und begianen um 11 Uhr. Das Bureau ist ebendaselbst eas richtet und von 9 Uhr ab offen. Die Abgeordneten de einzelnen Bezirke werden gebeten, sofort nach Ankun ihre Vollmachten abzugeben. Das gemeinschaftliche Bankeln findet Nachmittags 212 Uhr im Darmstädter Hof stat Die Delegirten werden ersucht, dem Schriftführer de Hassta, Dr. Vogt, in Butzbach, spätestens bis zum 9. Jun Mlitheilung zu machen, ob sie am Essen theilnehmen und ob sie Freiquartiere beanspruchen. Später einlaufendt Meldungen könnten sonst nicht berücksichtigt werden, Auch Kameraden, welche der Hassia nicht angehören, sird freundlichst eingeladen. Hoffen wir, daß auch dleser Taz wieder zum Segen des Kri gervereinswesens ausfalle.
Bingen, 17. Mai. Heute wurde in den Welden oberhalb Kempten ein Stör im Gewichte von elrea drei Centner eingefangen.
Allerlei.
St. Frankfurt
definitiv vereinbart. Donnerstag den 26.(außer Abonn.) nochmals im Opern⸗
Sevilla“, in welcher Vorstellung die Künstlerin Gelegen
bei den früheren Gastvorstellungen der Künstlerin festge⸗ setzt und zwar: 1 Parquetplatz 8 M. Platz in den
1. Range 8 M. Mittelloge 1. Rang 6, Seitenloge
latz im 2. Rang 3.50 M. Rückplatz im 2. Rang 3 M.
Parterre 3.50 M. Prosceniumsloge Parquet der Platz 12 M. Prosec. Baleon der Platz 12 M. Prose. 1. Rang der Platz 9 M. Baleon Fremdenloge 10 M. Steh⸗ partetre 2 M. Mittel-Gallerie 2 M. Seiten Gallerie 1.50 M. Stehgallerie 1 M.
Görlitz, 18. Mal. In Folge andauernder Regen
überschwemmt. Die Bahnverbindung mit Zittau ist unter⸗ brochen. In Dittersbach ist der Pfarrer mit Kindern und Dienstmädchen bei einem Rettungsversuche ertrunken.
Zittau, 18. Mai. In der Umgebung Zittaus ging ein schwerer Wolkenbruch nieder. folge dessen eine große Heberschwemmung, bei welcher mebrere Measchen ertrunken sind. Der Bahnverkehr stockt. Das Unheil ist ebenso groß wie dasjenige des Jahres 1880. Militär wurde berufen.
Rom, 21. Mai. Gestern Früh fand in Ventimiglla ein heftiges, wellenförmiges Erdbeben statt. Die Be— völkerung flüchtete in die während des letzten Erdbebens errichteten Baracken. 1
Mentone, 20. Mal. Heute früh wurde hier ein heftiger Erdstoß verspürt, wodurch die Häuser erschütkert
wurden. Die Einwohner flüchteten ins Freie.
0 0
grüßung der Versammlung Seitens des Vorsitzenden N 1
men und Toaste auf den Kalser, den Großherzog, den
Frau Marcella Sembrich hat mit der Intendanz einen zweiten und letzten Gastspielabend Frau Sembrich wird demnach
nummer. Parterre(erste 4 Reihen) 4.50 M. Nummer.
güsse ist Hochwasser eingetreten; das ganze Neißethal ist 0
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hause auftreten und zwar als Rosine in„Barbier von 1 helt findet eine Anzahl neuer und brillanter Gesängs⸗ f Einlagen dem Publikum vorzuführen, welche dleselbe 1 sonst auch in großen Concerten zu singen pflezt. Die Preise für die Vorstellungen der Frau Sembrich sind wie J letzten Reihen des Parquets 6 M. Fremdenloge im 1 1
. Rang 5 M. Mittelplatz im 2. Rang 4.50 M. Seiten. 1


