Arbeitsvergebung.
Montag den 27. d. Mts, Vormittags um 10 Uhr, sollen im Gasthaus zum„Gambrinus“ in Butzbach die Arbeiten an den Krelsstraßen des Baubezir durch Bezirksbauaufseher Metzger daselbst öffentlich in Aecord gegeben werden:
Straße J. Butzbach
Straße II. Fauerbach v. d. H.—Langenhain, Fauerbach v. d. H.—Münster—Hoch-Weisel: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 191 M. 74 Straße III. Nieder-Weisel—Ostheim— Fauerbach v. d. H.: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 83 M. 60 Pf.
Straße VII. Rockenberg— Münzenberg: Chaussirarbeit, laut Kostenüberschlag 90 M., Lieferung von Wandsteinen 120 M.
Friedberg den 21. Juni 1887.
Die zur Renovirung der Kreisstraßenbrücke bei Rodheim v. d. H. erforderlichen Arbeiten sollen Samstag den 25. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, auf b H. durch Bezirksbauaufseher Zörb II öffentlich vergeben werden: i a N Maurerarbeit, veranschlagt zu 9) M, Zimmerarbeit, veranschlagt zu 117 M., Schlosserarbeit, veranschlagt zu 5 M.
Rathhause zu Rodheim ved.
Friedberg den 21. Juni 1887.
Arbeitsvergebung.
Hoch Weisel—Fauerbach v. d. He: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag, 93 M. 60 Pf., Chaussixarbeit 100 M, Lieferung von Wandsteinen
Pf.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Bride
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Kanzleigehülfe Donges von Darmstadt wurde z. Ministerialkanzlisten ernannt.
— Beide Kammern sind auf den 23. und 24. Juni einberufen. Die erste Kammer beräth am 23. die kirchenpolitische Vorlage; am Frei— tag findet sodann der Landtagsschluß im Stände— haus durch Staatsminister Finger statt.
— Post⸗Personalnachrichten. Postsekretär Blümel wurde unter Beförderung zum Post— Kassirer nach Glatz, Postsekretär Stamm unter Beförderung zum Ober⸗-Postdirections-Sekretär nach Halle a. S. versetzt.
Berlin, 21. Juni. Seit seiner Erkrankung zeigte der Kaiser sich heute zum ersten Male wieder beim Aufziehen der Wache am Fenster. Das nach Tausenden zählende Publikum begrüßte den Monarchen mit nicht endenwollendem Jubel.
Ausland.
Schweiz. Bern. Der Bundesrath ladet Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritan— nien, Italien, Liberia, Spanien, Tunis und Haiti, welche der Uebereinkunft, betreffend die internationale Union zum Schutze der literari— schen und künstlerischen Werke beigetreten sind, ein, zu der am 5. September in Bern stattfin— denden Conferenz behufs Austausches der Rati— ficationen ihre Bevollmächtigten abzuordnen.
Frankreich. Paris, 19. Juni. Der oberste Kriegsrath hat zu den von dem Kriegsminister General Ferron vorbereiteten, gestern dem Ministerrathe unterbreiteten Gesetzentwürfen, in einer heute abgehaltenen Sitzung seine Zustim— mung ausgesprochen.
— 21. Juni. Die Patriotenliga kündigt auf den Freitag ein Meeting an, um gegen das Leipziger Urtheil zu protestiren und die Regie— rung aufzufordern, zu Gunsten der Verurtheilten zu interveniren. 5
Großbritannien. London, 21. Juni. Die Königin ist gestern von Windsor in London eingetroffen und auf dem ganzen Wege vom Bahnhof nach dem Buckingham-Palaste von der dicht gedrängten Volksmenge enthusiastisch be— grüßt worden. Die Stadt bietet schon heute einen festlichen Anblick dar. Bereits seit 5 Uhr Morgens waren die Straßen, welche der Jubi— läumszug vom Buckingham-Palast nach der West— minister⸗Abtei passirte, sowie die benachbarten Straßen von einer dichtgedrängten Menschen— menge besetzt. Trafalgar Square und Picca— dilly bieten einen prachtvollen Anblick. Der Wagenverkehr ist vollständig eingestellt. An verschiedenen Punkten sind Triumphbogen er— richtet. Um 9 Uhr wurde die Westminister-Abtei für die mit Einlaßkarten versehenen Personen geöffnet; um 12 Uhr Mittags fand unter Sa— lutschüssen der feierliche Einzug der Königin in die Westminister-Abtei statt. Das Wetter ist prachtvoll. Die amtliche Zeitung veröffentlicht eine große Anzahl von Decorationen und Be— förderungen in der Armee und Marine anläßlich des Jubiläums der Königin. Kronprinz Rudolf von Oesterreich wurde zum Ritter des Hosen— bandordens, der Großfürst Sergius, der Erb— großherzog von Hessen, der Erbgroßherzog von Sachsen-Meiningen und der Khedive wurden zu Juhabern des Großkreuzes des Bathordens ernannt.
Serbien. Belgrad. Der serbische Ge— sandte in Wien erklärte im Auftrage Ristic's dem Grafen Kalnoky, daß Ristic die serbische
Politik gegenüber Oesterreich nicht zu ändern, jedoch auch mit Rußland sich auf freundlicheren Fuß zu stellen gedenke. Während einerseits verlautet, König Milan beabsichtige nach völliger Klärung der Situation über Wien nach Gleichen— berg zu reisen, heißt es andererseits, es werde eine Katastrophe wegen des bedenklichen physi— schen Zustandes König Milan's befürchtet.
Aus Stadt und Vaud.
r Friedberg. Die in der vorigen Nummer des Anzeigers ausgesprochenen Entrüstungsgefühle des G. E. H. Correspondenten entbehren jeder Berechtigung und verdienten eher eine persönliche Rüge, doch bleiben wir bei einem so wichtigen Gegenstand dieser Schreibweise fremd. Möge doch der G. E H. Correspondent die alten und die jungen Metzger und sich selbst fragen, möge er sich bei Kreis— Veterigärarzt Dr. Gebb, Fleischbeschauer Ritzel und Poltzei— diener Fourier zꝛc. erkundigen, alle diese Personen werden ihm erzählen können, was überhaupt in Metzgereien und Prlvatschlachthäusern in das Bereich der Möglichkeit gehört und was Ungehöriges vorkommen kann; was vorgekommen sein soll, das wollen wir ja gerne verschweigen. Was die von dem G. E H. Correspondenten so gerügte Fleischbeschau betrifft, so sel nur bemerkt, daß nach unserer Ansicht eine sosche nur in öffentlichen Schlachthäusern nach Vorschrift ausgeübt werden kann, niemals aber in vereinzelten Privatschlachthäusern, selbst durch den gewissenhaftesten Fleischbeschauer. Ueber das Vertrauen des Publikums und die Gewissen der Metzger wollen wir uns hier nicht unnöthig ereifern. Sehr gerne würden wir daher auch einmal elne Stimme aus dem fleischeonsumirenden Publikum und sonstigen sich hierfür interessirenden Bewohnern Friedbergs hören, und wird hoffentlich dieser Apell nicht ohne Erfolg bleiben. Wenn wir aber dem geschätzten G. E H.-Cotresondenten auf seine weiter signalisirten Auslassungen, die wir bald erwarten, antworten sollen so bitten wir denselben einen etwas coulanteren Ton anzuschlagen. Möge er doch auf der Chaussee bleiben und keine Nebenwege berühren, sondern immer nur sach lich sein; wir wollen Freunde bleiben und das Schlachthaus bald in Eintracht und Frieden zu des Correspondenlen, unserem, und zum Wohle der Stadt erbauen.
T. Friedberg. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand vergangenen Sonntag, von 3 Uhr Nachmittags an, die erste Sommerunlerhaltung des hiesigen landwirth— schaftlichen Casino's unter zahlreicher Betheiligung der Mitglieder aus verschiedenen Theilen der Wetterau auf dem Ossenheimer Wäldchen statt. Soweit wir zu hören und beobachten Gelegenheit hatten, war die Mehrzahl der Elschlenenen, namentlich die tanzlustige Jugend, mit dem Verlauf des Waldfestes vollkommen zufrieden. Musik, Küche und Keller thaten ihre Schuldigkeit, das beste aber waren die vielen jungen Damen und Herren, die sich da— selbst zusammengefunden hatten, sowse der schöne Ton, welcher in der Gesellschaft herrschte. Unter diesen Um— ständen ist es hoch anzurechnen, daß schon um 9 Uhr sämmtliche Theilnehmer den Platz verlassen hatten, ein Beweis, daß die größeren Wetterauer Landwirthe über dem Vergnügen ihre Berufspflichten keineswegs vernach— lässigen, vielmehr manchen anderen Kreisen hierin ein vorzügliches Beispiel geben.
Gießen, 20. Juni. Schwurgericht. Dle Session begann heute mit der Verhandlung gegen den Matthias Hautzenröder von Herbstein, wegen Todtschlags. Es er— folgte Schuldigsprechung wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; die Staatsanwaltschaft beantragte eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren; das Urtheil lautete auf eine solche von 4½ Jahren.
Allerlei.
Mannheim, 20. Juni. Der um 7 Uhr 55 Min. von Ludwigshafen hier einlaufende Personenzug fuhr in Folge falscher Weichenstellung im hiesigen Personenbahn— hof auf eine Reihe dort stehender Personenwagen. Da der einfahrende Zug in langsamerem Tempo einlief und der Locomotivführer noch rechtzeitig Contredampf gab, kamen weder Verletzungen von Personen, noch irgend welche nennenswerthe Beschädigungen von Material vor.
Berlin, 20. Juni. Gestern Abend fuhr ein von Potsdam kommender Zug in einen im Bahnhof Wannsee stehenden Zug hinein, die Lokomotive des ersteren Zuges stürzte um, ein Wagen des stehenden Zuges gerieth in Brand, wodurch drei Insassen(zwel weibliche, eine männ— liche Person), deren Identktät noch nicht festgestellt werden konnte, verbrannten und sieben Personen mehr oder minder
verletzt wurden.
Wien, 20. Juni. Wie die Blätter melden, wit in Duna Szerdahely das Judenviertel in Brand gesih Viele Einwohner wurden dadurch obdachlos.
Pest. In der ungarischen Provinzstadt Paks seih am 18. ds. 300 Wallfahrer mittelst Ueberfahrp über die Donau. Ein Sturmwind stürzte das Fahr um, sämmtliche Insassen ertranken.
Handel und Verkehr.
Friebberg, 21. Juni. Fruchtpr. Waizen M. 2 bis 20.25, korn M. 14— 14.50, Gerste M. 13—14., 9 M. 11— 11.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 200 Zollpfd. Friedberg, 22. Juni. Buttermarkt. Butter ko per Pfd. M. 0.85 9.95. Eier 2 St. 11 Pf.
Bußbach, 18. Juni. Wochenmarkt. Butter kof per Pfund M. 0.85—0.90. Käse per Pfd. 44— 45 0 Eier 2 St. 9 Pf.
Gießen, 21. Juni. Auf dem heutigen Markt ko Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier per St. 4—5 Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50005
en
Hühner per St. M. 1.00— 1.40, Hahnen per St. M. 0 N
bis 1.40, Enten per Stück M. 1.50- 2.00, Ochsich
fleisch per Pfd. 62—64 Pf., Kuh- und Rinzfleisch N
bis 56 Pf., Schweinefleisch 54—80 Pf., Hammeiflest 50 62 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 fl De. 5.00— 5 50, Kirschen per Pfund 40 Pf. 1 Homburg, 21. Juni. Malter M. 4.50—5., per Gescheid 9-10 Pf, Elter Stück 5—6 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 2. Qual. M. 0.90. Frankfurt, 20. Juni. Fruchtber.
Nr. 2 M. 26.00— 27.00, Nr. 3 M. 24.00-26.00,
M. 19.00 20.50, Nr. 5 M. 16.00— 17.50, Milchb und Brodmehl im Verband M. 54.00 57.00, n deutsches und westfälisches Weizenmehl Nr. 00 M. 2 bis 26.50, Roggenmehl(hief.) Nr. 0 M. 22.7529 Ne. 0/ M. 20.75—21.75, Nr. 1 M. 18.0019 Nr. 2 M. 15.50 16.50, Weizen ab unserer Umgeg M. 20.00— 20.25, frei Bahnhof hier M. 20.2520 fremder nach Qual. M. 18.50 20.50, Roggen hles M. 14.50, russischer je nach Qual. M. 13.50 14, Gerste, Brauerwaare M. 15.00-17.00, do. zu Mu! zwecken M. 10.75, Hafer prima M. 12.00— 12.50, mich M. 11.50- 12, Mais M. 11.25 11.50, Erbsen M. 1450,
burg. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 b an. Rüböl im Detail M. 55.. Frankfurt, 21. Juni. Heu- und Strohmarkt— kostete bei reichlicher Zufuhr der Ctr. Heu M. 2.50 Stroh M. 2.40— 2.80. Engros⸗ Markt. Erben 100 Kilo M. 18.50 23. geschälte M. 22—32., Lin M. 28 50., Bohnen M. 19.50—23., Kartoffeln Malter M. 4—5., neue Malteser per Centner M. 18 italienische M 10., neue Zwiebeln per Ctr. M. 9— fl, Butter der Centner M. 75—80., Eier M. 45.50 5
Hundert, Spargeln der Centner M. 20—30, Sauerkraltt]
der Ctr. M. 8—10., Blumenkohl 100 Stuck M. 4060, Kirschen der Centner M. 25-30.
ö
Frankfurt, 20. Juni. Auf dem heutigen Vie] d markt waren angetrieben ca. 374 Ochsen, 11 Bulla d 345 Kühe und Rinder, ea. 22 Kälber, 52 Hämmes f
239 Schweine. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qußi, M. 60- 63., 2. Qual. M 52—54., Bullen 1. Qusie M. 40—42., 2. Qual. M. 36— 38, Kühe 1. Quel, M. 54 58., 2. Qual. M. 48—52., Kälber 1. Qum M. 55 60., 2. Qual. M. 45—50., Hämmel 1. Qu M. 48—50., 2. Qual. M. 42—45., Schweine 1. Qui 49—51 Pf., 2. Qual. 45 47 Pf.
Marktpreise. Kartoffeln 10 1
—
Wasserwärme der Usa:
22. Juni Mittags: 150. C. Walter.
Jsraelitischer Gottesdienst in Fritdberg.
9
0 Sabbathfeier vom 25. Juni 1887. Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min.
Haßbach werd an öffentlichen Faurerark. Slelahauet mmerarb. Dachdecker Schlosseror Velßbinder
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eee Wochengottesdienst von Sonntag den 26. Juni 1
Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr.


