1887.
Honnerstag den 1. Dezember.
M142.
Obberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo und Freitag Abend. 0
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
— 10
Lonal, Or en, Cin lle. Fan r, Ciro Vaunmlliq
5
e e eee eee ee
4 41 aumeister.
uitunn 111 Kragn., a* r
midt, Laiad
6. M id. 40 N, 9 71
N 4 . 1
— ——
ö
Dasselbe setzt im Art. 1 sommensteuer mit 15 Pf., Kapitalrentensteuer mit 17 Pf. auf die Mark
einen Minder-Ertrag von 500,000 Mark zur
stieigende Erträge liefern.
1 nenden(oe. lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; r nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
Betreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1889.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 29. November 1887.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
Okarben, Reichelsheim, Rodheim und Vilbel.
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch⸗Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach,
Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1889 die Markte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden.
Dr. Braden.
Bekanntmachung.
Di 1 f N K i a N 1 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Amtsgerichtsbezirks Friedberg werden zur Bedeutung der betreffenden Officianten von
Forstgerichte:
Freitag den 17. Februar, Vormittags 9 Uhr, Freitag den 20. April, Vormittags 8 Uhr, Montag den 18. Juni, Vormittags 8 Uhr,
Freitag den 17. August, Vormittags
Freitag den 19. October, Vormittags 9 Uhr, Freitag den 21. Dezember, Vormittags 9 Uhr.
Friedberg am 21. November 1887.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die dom 1. bis 25. Dezember dieses Jahres an den Zahltagen
Friedberg am 30. November 1887.
gachstehenden Terminen in Feld- und Forstrügesachen für das Jahr 1888 in Kenntniß gesetzt.
f Freitag den 8 Uhr,
Süffert.
Feldgerichte:
Samstag den 18. Februar, Vormittags 8 Uhr, Samstag den 21. April, Vormittags 8 Uhr,
22. Juni, Vormittags 8 Uhr,
Samstag den 18. August, Vormittags 8 Uhr,
Samstag den 20. October, Vormittags 8 Uhr,
Samstag den 22. Dezember, Vormittags 8 Uhr. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.
Weber.
in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst⸗ und Feldstrafen für die 5. Periode 1887/88
Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. 5 Großherzogliche Distriets Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt.
Weigel.
Nieß.
Deutsches Reich.
die Gewerbe— und
Steuerkapital fest. Die übrigen Steuern wer— den, wie bisher, erhoben. Die Ermäßigung des Einkommensteuersatzes von 17 auf 15 Pf. wird
Folge haben.
Berlin, 28. Novbr. Eine Meldung aus San Remo spricht von einer neuen, seit einigen Tagen bei dem deutschen Kronprinzen ange— wandten Kur, wodurch das Wachsen des Krebses verhindert werden soll. Die Kur war bisher den medicintischen Autoritäten noch unbekannt.
— Prinz Luitpold von Bayern wird dem Bernehmen nach den Prinzen Wilhelm Ende der nächsten Woche zur Theilnahme an der in
Letzlingen stattfindenden Hofjagd dorthin begleiten.
— 29. Novbr. Reichstag. Der Präsident gibt den Dank ves Kalsers kund für die Theilnahme, welche der Reichstag anläßlich der Erkrankung des Kronprinzen aus— gedrückt hat. Es wird sodann in dle erste Lesung des Reschsbaus halts eingetreten. Schatzseeretär Jacobi er— läutert den vorgelegten Entwurf. Die Lage der Finanzen habe sich günstiger gestaltet als man im Vorjahre noch gehofft. Die Matrskularbesträge betrügen fast genau so vel wie im Vorjahre, dagegen selen die Ueberweisungen an die Bundesstaaten um 22/4 Million böher. Es sei zu hoffen, daß mit dem laufenden Jahre die Reihe der großen Fehlbeträge abgeschlossen wäre. Dle Zuckersteuer wie die Branntwelnsteuer würden voraussichtlich welter
— 29. Nov. Die außerordentliche Plenar— Versammlung des deutschen Handelstags wurde heute Vormittag eröffnet. Nach längerer Moti— virung durch den Commerzienrath Freutzel nahm der Handelstag eine gegen die Erhöhung der Getreidezölle gerichtete Resolutton an.
— Die Köln. Ztg. hat bezüglich der Zu⸗ sammenkunft des Kassers von Rußland mit Bis⸗ marck weitere Enthüllungen gebracht. Im Laufe
wirkt hat, bei dem Zaren den falschen Glauben
Darmstadt. Der zweiten Kammer ist das zu erwecken, als wenn der Reichskanzler in seiner FJinanzgesetz, wie bereits gemeldet, zugegangen; auswärtiger die Grund- und Ein- mit Kaiser
1 Politik nicht in vollem Einklange Wilhelm stehe, sondern von diesem nicht selten nur widerwillig die Genehmigung seiner Vorschläge und seiner Politik erhalten könne. Auch in dieser Hinsicht hat der Zar leicht eines Besseren und Richtigeren belehrt werden können.
Leipzig. Dem„General-Anzeiger“ zufolge besteht der Landesverrath Cabannes' darin, daß er die von den Behörden der Reichslande ber— faßten, für die Reichs regierung in Berlin be— stimmten Verwaltungsberichte abschriftlich gegen Bezahlung an die französische Regierung ausge— liefert habe. Der Mitangeklagte Steindrucker Glausinger wurde von Cabannes zur Mitthei— lung geheimer Drucksachen verleitet.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Budapest. Hie Civilklage des Agenten Waldapfel gegen den Fürsten von Bulgarien wurde außergerichtlich beglichen. Der koburgische Hofrath Fleischmann erlegte bei dem Advokaten Waldapfels achttausend Gulden und erhielt dafür alle in dessen Besitz befindlichen Dukumente.
Belgien. Brüssel, 29. Nov. Der Herzog von Aumale ist heute hier wieder eingetroffen. Derselbe hielt sich 14 Tage lang im Geheimen in Paris auf.
Frankreich. Paris, 27. Novbr. Heute
fanden hier zwei socialistische Versammlungen statt. Alle Redner griffen auf das Heftigste Grevy, die Kammern und besonders Ferry an. Eine dementsprechende Tages-Ordnung wurde angenommen. Die„Wiener Allg. Zeitung.“ er⸗ fährt von hier, Dorouldde habe den Boulangisten die Theilnahme am Straßenkampf versprochen, wenn Ferry gewählt werden würde.
— 28. Nopbr. In der Deputirtenkammer brachte Guyot den General-Bericht über das
der Zusammenkunft hat sich nämlich noch heraus. gestellt, daß ein kleiner aber einflußreicher Theil
der hiesigen(Berliner) Hofkreise dazu mitge—
ihr eine Mittheilung machen werde. Die Kam— mer vertagte sich dementsprechend. — Der Pariser Stadtrath hat die Nieder⸗ reißung der für die Hinrichtung Ludwigs XVI. errichteten Sühnekapelle angeordnet.
Großbritannien. London. Nachrichten aus Limerick zufolge kam es daselbst in den letzten Tagen wiederholt zu Ruhestörungen. Die Polizei suchte einen anläßlich des Jahrestages der Hinrichtung der Fenier Allen, Larkin und O'Brien geplante, aber behördlich verbotene Kundgebung auf dem Friedhofe zu verhindern; die Volksmenge zerschlug die Fenster der Polizei— kaserne, worauf die Polizisten die Straßen mit den Waffen säuberten. Viele Verwundungen kamen dabei vor.
Italien. Rom. Der Senat genehmigte die sofortige Erhöhung des Einfuhrzolles auf Zucker, Traubenzucker und Essigsäure.
Serbien. Belgrad, 27. November. Die Skupschtina ist heute zusammengetreten und wählte den Verifikationsausschuß.
Rumänien. Bukarest, 27. Novbr. Der
König eröffnete heute die Kammersession mit einer Thronrede.
Rußland. Petersburg. Der Regierungs- anzeiger meldet: Der Kaiser begnadigte die durch Urtheil des Petersburger Kriegsgerichts wegen rechtzeitig entdeckter, obne Folgen gebliebener Empörung gegen die oberste Gewalt zu Zwangs— arbeit resp. Deportation verurtheilten 13 Land— offiziere und 5 Seekadetten, weil dieselben min— derjährig sind, durch Andere verleitet wurden und aufrichtig reumuͤthig sind, saͤmmtlich zur
raͤumung der Moͤglichkeit, nach gewisser Frist den Offiziersrang wieder zu erlangen.
— Das„Wien. Tagebl.“ bringt eine Ber— liner Correspondenz, wonach als erfreuliche Wir— kung der Unterredung des Fürsten Bismarck und des Zaren die Entfernung Hitrowo's aus Bukarest und Mohrenheim's aus Paris bevorstehe; Letz⸗ terer habe seine amtliche Stellung zum Verkehr
Budget ein. Rouvier ersuchte die Kammer, sich auf Donnerstag zu vertagen, wo die Regierung
mit den Orleanisten in Paris und Brüssel miß⸗
Degradirung zu gemeinen Soldaten, unter Ein⸗
P


