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soll es auch durch die Art der Behandlung des Stoffes dazu beitragen, den Gewerbetreibenden durch Selbstunter⸗ richt zu befähigen, seine Geschäftsbücher in der rechten Weise zu fübren. Der 72 Seiten starken, in der Bens⸗ heimer Lehrmittelanstalt erschienenen Schrift sind 4 Hefte: ein Journal, ein Hauptbuch, Cassabuch und Inventartum zum Gebrauche beigegeben. Der Preis für das hübsch ausgestattete Werkchen beträgt nur 80 Pf.

Von der rühmlichst bekanntenGeschichte der neuesten Zeit von C. Bulle erscheint soeben im Verlage von Veit& Comp in Leipzig die zweite, umge arbeitete und bis auf die Gegenwart fortgeführte Auflage in 2, Lieferungen à 1 M. die vier Bände bilden werden. Allen denen, welche sich über die politischen Ereignisse der letzten siebzig Jahre(1815-1885) zuverlässige Kennt⸗ niß verschaffen wollen, sei diese vorzügliche Darstellung warm empfohlen. Schon bel Erscheinen der ersten Auflage sind die Odjektwität, mit welcher der Verfasser die Ur sachen und Wirkungen der Ereignisse schildert, und die klare, fließende Darstellungs weise allseitig hervorgehoben worden. Diese Vorzüge finden sich in erhöhtem Maße in der zweiten, sorgfältig revidtrten Auflage, die mit 1885 abschließen wird, während die erste mit dem Jahre 1871 endete.

Aufruf zur deutschen Turnbauschule.

Im vorigen Sommer begingen in der schönen Stadt Dresden 20,000 deutsche Turner die schöne Feier des 25 jährigen Bestehens der deutschen Turnerschaft. Seit dem 1860 derRuf zur Sammlung die deutschen turnenden Jünglinge und Männer zu einem Bunde ver esnigte, har sich unsere vaterländische Kunst der Leibes übungen, das Turnen, mächtig weiter entwickelt, wenn auch nicht stetig Staat und städtische Gemeinden haben in Heer und Jugend das Turnen weiter verbreitet und gefördert, die deutsche Turnerschaft im Volke. Und doch, wenn wir all das, was in den 25 Jahren ge schehen, überblicken, so müssen wir sagen: noch viel mebr bleibt zu thun, soll unser deutsches Turnen fũr die Kraft und Gesundung unseres Volkes das leisten, was es leisten könnte. Noch lange nicht nimmt in der Erziebung der Schuljugend das Turnen überall die Stelle ein, die ihm gebührt, noch weniger bei der großen Masse des Volkes, welche dem Schulalter entwachsen. Die Arbeit, welche in der deutschen Turnerschaft für unsere Sache geschehen ist, war eine große. Nachdem durch große festliche und berathende Zusammenkünfte die deutschen Turnvereine zu gemeinsomem Wirken dauernd geeinigt waren, galt es, durch planvolle Einthetlung in größere und kleinere Einheiten, in Kreis, Gau und Bezirk die turnerische Arbeit zu regeln, richtigen turnerischen Geist in allen Gliedern des großen Ganzen zu wecken. Damit kann aber die Aufgabe der deutschen Turnerschaft nicht erschöpft sein. Will sie weiter sich ausbreiten und

erstarken, so darf sie ihren Gliedern nicht nur Anregung und Unterweisung schaffen, sondern muß ihnen auch thätige Unterstützung und Hülfe bieten können. Das wird ein neuer mächtiger Kitt sein, der uns Turner ver bindet, wenn wir allenthalben den bedrängten Gliedern unseres Bundes helfen, gemeinsam einstehen für das turnerische Dasein Aller. Denn ein gemeinsames Turnen ist nicht möglich ohne die geeignete Turnstätte. Eine geringe Anzahl von Vereinen nur besitzt ein eigenes Heim; eine größere Zahl, in den größeren und mittleren Städten namentlich, benutzt die in erster Linie für die Schule bestimmten Turneinrichtungen. Alle diese sind meist in leidlicher Lage. Aber die Mehrzahl der deutschen Turnvereine muß mühsam um ihr Dasein ringen. An den meisten Orten fehlen für Turnverein wie für Schule die geeigneten Turnräume. Man turnt in Wirthssäleu und bringt unsere Sache dadurch oft genug in unwürdige Abhängigkeit, oder man turnt in kümmerlich hergerichteten Stätten. Wie viele Vereine haben nicht versucht, im engeren Kreise die Mittel zu sammeln, um Abhülfe für sich zu schaffen aber wie selten kommen sie zum Ziel. Denn es sind nicht die begütersten Volksschichten, welchen die Mehrheit der Turner angehört. Andere haben an die Opferwilligkeit der Turngenossen in dem weiten deutschen Land ihren Ruf zur Abhülfe ergehen lassen. Da werden tausende von Sendschreiben versandt, Glücks: spiele veranstaltet, alle möglichen Waaren, Cigarren, Schmucksachen, Uhren, Puppen und wer weiß was alles zum Verkauf angeboten. Eine riesige Summe an Arbeit, an Kosten wird so alljährlich, ja man kann sagen, ver schleudert, denn wie selten wird auf diese Weise das Ziel erreicht, meist bleibt von dem hoffnungsvollen Unter nehmen nur ein Bodensatz von Enttäuschung und Ver bitterung. So kann die Sache unmöglich weitergehen. Die deutsche Turnerschaft wäre nicht der feste, große, von hohen Zielen erfüllte Bund, als den sie sich ansieht, wollte sie nicht anfangen zu helfen, gemeinsam für alle Glieder einzustehen. Die Aufgabe ist groß, ungeheuer groß, aber rechter Turnersinn wägt nicht lange, sondern da muß es heißen: Bahn frei! Alle Mann mit angefaßt! Mit diesem Rufe wenden wir uns an die Turngenossen, daß sie alle mithelfen an der deutschen Turnbauschule, welche das hohe Ziel verfolgt, Geldmittel für die Festig

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des nächsten deutschen Turntages und des Aus schusses

der deutschen Turnerschaft sein. Aber erst müssen Mittel da seln, ehe man ihre Verwendung berathen will. Das

muß Ehrensache aller Turnvereine werden, zu sammeln,

die Bausteine zu vertreiben in Turnkreisen, bei Ver⸗

wandten und Bekannten, bei allen Freunden des Turnens. Wenn da allenthalben angefaßt wird, so stehen Ende des IJihres unserm Ausschuß schon Tausende zur Ver⸗ fügung. Also heran und bestellt Baustelne bei dem Oberturnlehrer und Gauturnwart Fritz Schröder in Bonn. In Friedberg sind dieselben 8 0.30 Pf. das Stück von Carl Trapp zu beziehen. Bonn, 1886. Der Vorstand der Turnbauschule in Bonn.

Eingesandt.

Der Weg vom Kunstrade bis zu den Siedhäusern in Bad⸗Nauhelm ist jetzt gemacht und kann die betr. Behörde des Dankes aller zwischen Bad⸗Nauheim und Friedberg Verkehrenden sich versichert halten. Wollte man nun noch eine Wegwalze(und eine solche steht auf Anfrage bei Herrn Siesmeyer gewiß zu Diensten) darüber gehen lassen, so würde die Freude des promenirenden Publikums eine doppelte sein. Gestört wird die Freude aber sehr, sobald man in der Dunkelheit nach Bad⸗ Nauheim selbst kommt. Zwischen den Siedhäusern, an der Ecke der Salinenschmiede, und an dem ganz gefähr lichen Punkte über das Brückchen an der Karlsquelle brennt nicht einmal eine Bad⸗

Bekanntmachung.

In dem Orte Harheim wird am 1. November 1886 eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Specereibändler August Brauburger übertragen worden ist.

Darmstadt, 22. October 1886.

Der Kaiserliche Ober-Postdireetor. Hagemann.

ung unserer Turnsache durch Errichtung von Turnhallen zu gewinnen. Kommt alle her und gebt euer Scherflein. Behagt dem einen oder andern die Form nicht ganz, so sehe er nur auf die hohe, gute Sache. Denn unser End ziel ist nur die Festigung, die Größe der deutschen Turnerschaft und der deutschen Turnsache. Hunderte von Vereinen haben eine rechte Turnstätte nöthig, für tausende und abertausende von Schülern, für welche das Turnen noch erst auf dem Papier steht, wird so mitgesorgt. Darum heran ihr deutschen Turner, kauft Bausteine und helft mit. Wo zuerst gebaut werden soll, nach welchem Plan die Gelder vertheslt werden sollen, das wird Sache

Geld Cours. Frankfurt am 28. October 18886.

Geber. Nehmer.

M. Pf. M. Pf.

20⸗Frankenstücke. 46. 15 16 2 do. in ½2 16. 12 16. 19 Englische Sovereings 20. 36 20. 31 Russische Imperiales. 16. 73 16. 68 Durgt en 9. 8 al marco 9. 62 9. 57 Dollars in Golde. 4. 20 4. 16

Pfänder-Versteigerung

1 zu Friedberg

Mittwoch den 3. November el. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhaus die bis zu diesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden nicht eingelssten noch renovirten Pfänder, der biesigen Pfand- und Leih⸗ Anstalt gehörend, bestehend in Kleidern, Weiszeug, Bett werk, Herren und Frauenkleidern, Taschenuhren U. s. w. öffentlich meistbietend versteigert werden Hierbei be merken wir, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder an den hierzu bestimmten Wochentagen geschehen kann, und daß das Pfandhaus vom 1. November bis zum Schlusse der Versteigerung geschlossen bleibt.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Orts angehörigen durch die Schelle bekannt machen zu lassen.

Friedberg den 14. October 1886.

Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. 3929 Steinhänßer.

Bekanntmachung.

Samstag den 30. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, soll an den biesigen städtischen Pferdeställen eine Parthte Mist öffentlich meistbietend versteigert werden.

Friedberg den 29. October 1886.

Großherzogliche Vürgermeisterei Friedberg. 4106 Steinhäußer.

2 2,* 5 75 7 Pferch-Versteigerung. Montag den 1. November d. J, Vormittags 11 Uhr,

sellen auf hiesigem Rathhaus 1015 Schafpferche öffent lich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 28. October 1886.

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II. J. Stockhausen in Bad⸗Nauheim.

1616 1643 1649 171¹ 1824 1829 1907 2004 283 2249 22⁵7 2349 24²⁰ 2428

2494 2499 2514 2571 2838 2900 2918 2935 2988