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urschen Silz. Sind.

Samstag den 30. Yctaber.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, N Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli 0 5 5 e 8 8 1 lo zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern Goweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Be ka n n em ach eulen. Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in Theilen der Fluren 1 und II der Gemarkung Ober-Moͤrlen.

In Gemäßheit des Art. 29 des Gesetzes vom 18. August 1871 und des§. 45 der Justruction vom 7. November 1876 bringen wir die nachfolgenden Actenstücke: a e das topographische Güterverzeichniß, 2. die Gütergeschosse(Formular 6 der Instruction), in welche die neuen Grundstücke nunmehr nach Klassenantheilen, Flächeninhalten und Geldwerthen eingetragen sind, 3. die Uebersichtskarte im Maßstab 1: 250 mit Einzeichnung der neuen Parzellen, ö 4. das Protokoll der Commission über die Zutheilung der neuen Parzellen nebst einem neuen topographischen Güterverzeichniß, a 5. die Hauptnachweisung über den alten und neuen Bestand des Consolidationsfeldes, 6. die Nachweisung über die Auslieferung der Ansprüche der Interessenten resp. das Geldausgleichungsverzeichniß, 7. das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths und der Gesammt commission vom 28. October in der Zeit vom Samstag den 30. J. Mts. bis Freitag den 19. November l. J.(an den Werktagen von 12 bis

1 Uhr, an den Sonntagen von 12 bis 2 Uhr) auf dem Gemeindehause

zu Ober-Mörlen zur Offenlegung und Einsicht der Interessenten.

Wir bemerken hierbei, daß den einzelnen Betheiligten Abschriften der Originalgeschosse von dem Geometer gegen eine Vergütung von 6 Pf. für jede Parzelle ertheilt werden können.

Innerhalb der vorerwähnten Frist, oder aber in dem Termine am Samstag den 20. November 1886, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, sind etwaige Neclamationen gegen die offengelegten Arbeiten, insoweit über solche bis daher nicht bereits abgestimmt ist, um so gewisser vor zutragen, als sonst Einverständniß mit den Beschlüssen der Commission unterstellt wird, und spätere Reclamationen, welche sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen würden, nicht mehr zugelassen werden.

Nach Art. 32 des Gesetzes vom 18. August 1871 ist Wiederein⸗ setzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Reclamations fristen ausgeschlossen.

Friedberg den 28. October 1886.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.

Landesbaugewerkschule Darmstadt.

Die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren elften Jahres eursus am 15. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1887 andauert.

Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Ge legenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theore tischen Kennenisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerk schule zur Ausbildung von Werkmetstern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen.

Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszett ertheilt.

Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Frel-

hand und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie(einschließlich Schatten construkttonen und Perspeetive) Bauconstruettonslehre leinschließlich Stabilitäts und Festigkeitsberechnungen),

Geometrie, Feldmeßkunst(einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche

Buchführung, Theile der Bauführung, ins besondere Materialienkunde und Anfertigen

von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik uͤnd Mechanik, Modelltren in Thon, Holz ze.

Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Büreau localttäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können.

Elemente der Maschinen-Construetionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra,

Bedingungen zur Aufnahme sind:

4. Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Be⸗ schäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hterven werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Auf⸗ zunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Ober⸗

klasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Hand

werker die Anstalt zugänglich werde.

Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der

Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenenen Fertig⸗

keit in Freihand und geometrischen Zeichnen, sowte in der Lösung einfacher Auf⸗ gaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig

ö schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden.

Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen.

Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und läng⸗ stens bis zum 31. Oktober l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle, oder auch mündlich auf dem Bureau derselben Neckarstraße 3 im III. Stock be⸗

wirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unter richts-Localitäten erfolgen kann.

Darmstadt den 20. September 886. 5 4 Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landes gewerbverein. Fink.

Ein neuer mitteldeutscher Volkskalender, der, neben

Idethite 0

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N Allovell,

zu werden, erhielt sie sofort von dem Börsen

Ratenloose.

Noch immer kommen Leute, der ärmeren Volks klasse angehörig, durch den Ratenschwindel um ihr sauer erworbenes Geld. Während Agenten von Anlehensloosen in diesem Früh jahre den Arbeitern solche Loose aufschwatzten, fiel in letzterer Zeit eine Wittwe vom Lande wieder diesem Schwindel zum Opfer. Dieselbe entnahm bei einem Frankfurter Börsengeschäfte eine Anzahl Loose, die im Curse 196 Mark standen. Weil dieselbe aber diese Summe nicht zur Verfügung hatte, so nahm sie dieselben auf Ratenzahlung, mußte aber dafür 325 Mark zahlen. Pünktlich zahlte sie allmonatlich den vereinbarten Betrag nur im letzten Monate blieb sie damit im Rückstande. Anstatt gemahnt

geschäfte einen Brief, in welchem zu lesen stand, daß, weil sie die bedungene Frist nicht einge⸗ halten habe, der Anspruch auf die Loose nicht nur erloschen, sondern auch das eingezahlte Geld für sie verloren sei. werthen Frau sollte diese Angelegenheit mit dem Borsengeschäfte ordnen. Dieser kam jedoch schlecht dortselbst an, denn kaum hatte er seine Vermittlungsrede beendet, so befahl der Chef des Borsengeschaͤftes, denselben vor die Thüre zu setzen.

Ein Freund der bedauerns

Mit 4 Illustr. Es kann nicht eindringlichst genug 42 Abr

gewarnt werden, daß sich Leute von so ge⸗

wissenlosen Agenten bethören lassen. Verschledene

derartige Börsengeschäfte haben in letzterer Zeit sogar Agenten gegen Provision aus Arbeiter kreisen zu engagiren gesucht. Diese sollten in ihren Kreisen fuͤr den Vertrieb solcher Loose sorgen. Man sieht hieraus, daß diesen kein Mittel zu gering ist, um ihren Zweck zu erreichen. Möchte daher die Presse immer wieder vor dem Raten schwindel warnen.

Verloosung.

Freiburg, Canton, 15 Franes Loose. Serien- Ziehung vom 15. Oetober 1886. Nr. 7 577 745 846 867 1147 1180 1249 1294 1409 1582 1583 2056 2136 2635 2819 2913 3186 3208 3497 3602 3740 3794 3872 4005 4066 4349 4356 4815 4831 4857 4938 5121 5168 5169 5277 5791 5948 6190 6246 6273 6298 6973 7094 7131 7143 7236 7258 732107657 7677 7815 7919 7933. Die Gewinnziehung findet am 15. November 1886 statt.

Litergrisches. Daheim Nr. 4 enthält: Und dennoch! Forts. Schlimme Gesellen. Forts. Die Schlffsjungenabthei⸗ lung in Frtedrichsort. Von R. Werner. Mit neun Illustr.

Das Doppelheim für deutsche Erzieherinnen, deutsche

Bonnen und Dlenstmädchen zu Paris Von Fr. Frisius. Am Famttientisch: Zu unsern Bildern. Unsere gelben Freunde aus dem Haus. Gesundheltsrath In unserer Spielecke. Der Vergsturz in Rüdersdorf. Naturwissenschaftlich technische Umschau.

gesunder Unterhaltungslectüre, auch so manches Nützliche bringt, ist derGehörnte Siegfried 25 Pf.(Offen⸗ bach, Aug. Heß) herausgegeben von W. Mäller⸗Amorbach und Georg Volk. Diese beiden Dichter und Erzähler haben ihre Muse vorwiegend dem heimischen Odenwald gewidmet, dessen Mundart imSiegfried zur literartschen Gestaltung gelangt, was bei dem Mangel mundartlicher Schriften gerade aus diesem Theil des Vaterlandes nicht ohne einen, über die Grenzen der Kalendersphäre hinaus gehenden Werth ist. Was den reichen Inhalt betrifft, so bringt derSiegfried bei jedem Monat einen Garten kalender und Wetternotizen. Ein ProgrammgedichtGruß an die Heimath von G. Volk leitet den literarischen Theil ein. Es folgt eine GeschichteDas Goldkettlein von Müller⸗Amorbach und ein GedichtMutter und Engel von L. Lautz, Naturgeschichtliches, Humoristisches, ein pfälzisches Gedicht von Decan Briegleb in Pfeddersheim, Wetterauer Gedichte von Geibel und Friedrich von Trals ze.

Das Bedürfniß nach einer kurzen und praktischen Anleitung zur Erlernung der Buchhaltung und die immer noch wenkg verbreitete Kenntniß zur Führung der nöthigsten Geschäftsbücher haben den Seminarlehrer si. P. Köpp und den Krelsschulinspeetor Landmesser zu Bensheim veran⸗ laßt, einePraktische Anleitung zur einfachen Vuchführ ung für Gewerbetreibende, nebst einem Anhange, ent⸗ haltend das Nöthigste über Wechsel, zu verfassen. Das von zuständiger Seite, auch von der Großh. Centralstelle für die Gewerbe und das Gewerbewesen, gut beurtheilte und wirklich empfehlenswerthe Werkchen ist auf die Ver⸗ anlassung des Bensheimer Localgewerbevereins verfaßt worden. Vorzugswetse bestimmt ist es dazu, in den Fort⸗ bildungs- und Handwerkerschulen dem Unterrichte in der Buchführung zur Grundlage zu dienen; nicht minder aber