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1886.

Bamstag den 27. Februar.

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Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Areisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Zetreffend: Die Beaufsichtigung der Privatwaldungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Das Großherzogliche Ministerium der

m 1. Mai l. J.

öorsterei Anzeige zu erstatten haben. ge z

Finanzen, Abtheilung

Gegen Zuziehung der Feldschützen zu der in diesem Jahre vorzunehmenden eingehenden

888 * ..

Dr. Wallau.

tetreffend: Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an

Nahrungsmittel

Wir benachrichtigen Sie, daß die

die Großherzoglichen

Industrieberufs-Genossenschaft

Insbesondere hat im laufenden Jahre eine

für den Kreis Friedberg

Friedberg den 24. Februar 1886.

. ö für Forst⸗ und Cameralverwaltung, hat darauf aufmerksam gemacht, daß zach mehrfachen Wahrnehmungen die Bestimmung des§. 7 der Verordnung vom 8. Dezember 1852, die Fortführung der Grundsteuerkataster zetreffend, wonach die Bürgermeister verpflichtet sind im Juli jeden Jahres unter e ingetretene, nicht blos vorübergehende Veränderungen in der Culturart Verzeichnisse aufzustellen, nicht überall mit der erforderlichen Sorgfalt efolgt werde, und daß es in den letzten Jahren besonders haͤufig vorgekommen sei, daß ohne forstpolizeiliche Genehmigung und nu den Güterverzeichnissen Privatwaldungen in Feld oder Wiesen umgewandelt worden wären. ö ängerer Zeit getroffenen wirthschaftlichen Einrichtungen der Interessenten, solche großere Flachen dem Forstbetriebe zwangsweise wieder zuzuführen, b seben wir uns veranlaßt, Ihnen die strikte Befolgung dieser Bestimmung einzuschärfen. N Nevision stattzufinden, um die schon seit längerer Zeit vorgenommenen vorschriftswidrigen Culturveränderungen festzustellen. Großberzozliches Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Forst- und Cameralverwaltung, hat die Mitwirkung der Großherzoglichen Oberförster und Forstwarte bei den in diesem Jahre vorzunehmenden eingehenden Revisionen zugesagt und beauftragen wir Sie bis längstens mit der betreffenden Großherzoglichen Oberfoͤrsterei, zu deren Bezirk Ihre Gemeisde gehört, behufs Bestimmung eines Revi onstermins in Benehmen zu treten und wie geschehen anzuzeigen. Den Feldschützen Ihrer Gemeinden wollen Sie eröffnen und zur strengen Darnachachtung empfehlen, daß sie von allen durch sie enommenen unbefugten Ausstockungen oder sonstigen Urbarmachungen von Privatwaldungen sofort der betreffenden Großherzoglichen

Zuziehung der Feldgeschworenen über alle in der Gemarkung

ohne Wahrung Da es nicht möglich ist, ohne Störung der seit

gründliche

*

wahr⸗ Ober⸗

Revision finden wir nichts zu erinnern. Friedberg den 24. Februar 1886.

Bürgermeistereien des Kreises.

zum Vertrauensmann

herrn Franz Kupferberg in Firma Ch. Ad. Kupferberg& Cie. zu Mainz und zu dessen Stellvertreter Herrn Hermann Pfalz in Firma

. J. Pfalz jun. zu Offenbach bestellt hat.

Wegen Bettels bestraft: Ludwig Müller aus Morretz(Frankreich),

3 Absatz 2 des Freizugigkeitsgesetze

5

f r. Tobisch, wenden. Friedberg den 23.

Februar 1886.

Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F.

m Frühjahr Stellungen als Oecouomieverwalter.

J. V.:

Dr. Wallau.

s: Ludwig Müller aus Morretz(Frankreich).

Mehrere empfehlenswerthe junge Leute, welche diesen Winter die hiesige Ackerbauschule besuchen oder dieselbe früher absolvirten, suchen Reflektanten wollen sich an den Dirigenten hiesiger Ackerbauschule, Landwirthschaftslehrer

Das Curatorium der Ackerbauschule hierselbst.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 5 fsithält: Bekanntmachung, die Organisation der eren Lokalkassenstellen in der Provinz Rhein I ssen betreffend.

Die Kreisbauaufseher-Aspiranten Stumpf un Lauterbach, Ritzert von Schwanheim und ing von Darmstadt wurden zu Straßenmeistern tmnannt.

Wie derBad. Edsztg. von hier ge crieben wird, soll bereits seit einiger Zeit pischen maßgebenden Persönlichkeiten hier und Mainz ein vertraulicher Meinungsaustausch köttfinden, welcher darauf abzielt, auch im Groß rzogthum Hessen dem kirchlichen Conflict ein Zel zu setzen.

Berlin, 24. Febr. Reichstag. Auf der Tages⸗ Aenung stehen die Anträge betreffend Abänderung der eislaturperlode. v. Ballestrem beantragt die Absetzung e Gegenstandes von der Tagesordnung mit Kücksicht u die Wichtigkeit desselben und die Leere des Haufes. die der Abstimmung über diesen Untrag stellt sich die Leschlußunfähigkeit des Hauses heraus, worauf die Sizung vertagt wurde. 25. Febr. Der Reichstag elevigte debattelos in dritter Lesung den Gesetzentwurf lieffend die Entscheldung der vereinigten Civilsenate u Strafsenate bei abweichenden Entscheidungen nach n Beschlüssen der zwelten Lesung und genehmigte in

ter Lesung die Nordostsee Canal Vorlage unverändert uc den Beschlüssen der zwelten Lesung. Sodann be den die Berathung des Gesttzentwurfs, die Abänderung die Vlehseuchengesetzes betreffend.

24. Febr. Das Herrenhaus überwies ber Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung de kirchenpolitischen Gesetze an eine zwanzig girdrige Commission.

e 24. Febr. Im Abgeordnetenhaus begann Ute die Berathung der Vorlage über Anstellung

und Dienstverhältniß der Volksschullehrer in den Provinzen Westpreußen und Posen, sowie im Regierungsbezirk Oppeln. 19 Redner sind gegen, 14 für die Vorloge angemeldet. Dem Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwurf, be treffend die Errichtung und Unterhaltung von Fortbildungsschulen in den Provinzen West preußen und Posen, zugegangen. Durch den selben sollen dem Handels-Minister jaͤhrlich 200,000 M. zur Verfügung gestellt werden; der Minister soll ermächtigt sein, Arbeitern unter 18 Jahren die Verpflichtung zum Besuch der Fortbildungsschulen aufzuerlegen. Es wird beabsichtigt, an 115 Orten von mehr als 2000 Einwohnern, sowie in einer Reihe kleinerer Gemeinden mit Gewerbebetrieb solche Schulen zu errichten. Die Kosten jeder Anstalt sind auf mindestens 1200 Mark veranschlagt. 25. Febr. Bet der Fortsetzung der Berathung der Polenvorlage über Anstellung der Volks schullehrer ꝛc. verweist das Haus die Vorlage an eine einundzwanziggliedrige Commision. Es folgt hierauf die Berathung der Polenvorlage über die Schulversaͤumnisse, welche Vorlage das Haus ebenfalls an die nämliche Commission wie die vorhergehende Vorlage verweist. Es folgt die Vorlage über die Impfärzte, welche Abg. v. Schorlemer als Haß und Zwietracht säend, und weil die Polen ihre Kinder doch nicht bei beamteten Impfärzten impfen lassen würden, bekämpft. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Pest, 24. Febr.

Unterhaus. Die Interpellation wegen der Land

wirthschaftskrise beantwortend, erklärt der Han

delsminister, daß der internationale Oekonomen congreß nichts Neues zur Sanirung proponirte, womit sich die Regierung nicht schon beschäftigt hätte. Der Minister verweist auf die vorjährige Zolltarifnovelle und darauf, daß Minister v. Tisza schon vor anderthalb Jahren ein Handelsbündniß der mitteleuropäischen Staaten als das beste Schutzmittel gegen die überseeische Concurrenz anregte. Die Regierung beschäftigte sich mit der Frage auch, als Deutschland die Initiative ergriff; doch entstanden Schwierigkeiten, welche die Verwirklichung der Idee verzögern. Gleich zeitig mit dem Ausgleichsgesetze wird ein all gemeiner Zolltarif vorgelegt werden, welcher auf denselben Grundlagen beruht, wie die vor jaͤhrige Zollnovelle.

Serbien. Belgrad, 24. Febr. In Verfolg des jetzigen Standes der Friedensverhandlungen wurden hier die militärischen Bestellungen sistirt.

Bulgarien. Sofia, 24. Febr. Gutem Vernehmen nach ist die Regierung mit dem Vor schlage, nur die Wiederherstellung des Verhäͤlt nisses vor dem 14. November in den Friedens vertrag aufzunehmen, nicht einverstanden, da be reits vor diesem Tage die diplomatischen Be ziehungen abgebrochen waren und die serbische Armee mobilisirt die Grenze besetzt hatte. Die Regierung beauftragte deshalb ihren Delegirten, zu verlangen, daß ausdrückliche Bestimmungen über die Wiederaufnahme der diplomatischen Be ziehungen und die Demobilisirung in den Frie densvertrag aufgenommen werden.

Griechenland. Athen, 24. Febr. D neue türkische Gesandte, Feridon Bey, überreichte

er

am Dienstag dem Koͤnig sein Beglaubigungs