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was jener galizische Lehrer vollbracht hat. Mit der Jugend muß angefangen und diese zur Obstbaumzucht befähigt werden. Es muß dahin kommen, daß jeder Landwirth seigen Bedarf an Obstbäumen selbst zieht und die Gemeinde einen großen Vorrath davon in ihrer Baumschule besitzt, um alle passenden Plätze in der Ge— markung damit bepflanzen zu können.
Die Sache ist leicht, und ich kenne Lehrer in der Gegend, welche wie jener gallzische Lehrer schon seit Jahren und mit Erfolg vorgegangen sind. Die Schüler sind leicht zu gewinnen, denn sie sind Freunde des Obstes und moͤchten recht viel davon haben. Hat nun eine Gemeinde einen Lehrer, welcher sich für die Obst— baumzucht interessirt, so uͤbertrage sie demselben die Verwaltung der Baumschule. Im Herbst, wenn in den Höfen der Wirthe Haufen von Aepfeltrestern liegen, nehme er seine Schüler und lasse sich durch ein grobes oder weniger beschreiben können, wiegt lange nicht den Sieb so viel Kerne ausreitern, als er für seine Baum- Nutzen auf, den dleser Unterricht in der Obstbaumzucht schule braucht. Die Schüler müssen das für ihre Privat— bringen würde. baumschule auch thun. Nachdem der Boden recht tief Die Behörden werden gewiß nichts dagegen haben, gegraben ist, geht's noch im Herbst an's Säen; zuersts wenn einige Stunden in der Naturgeschlchte praktisch in der Gemeindebaumschule. Die Schüler machen Rinnen] verwendet würden, denn aller Unterricht soll ja nutz— und säen die Kerne hinein. In ihrem Garten haben siebringend für's Leben ertheilt werden. sich ein Ländchen zubereitet und machen es gerade so. 8 f Die Kerne gehen im nächsten Frühjahr schon auf. Die Schüler werden angehalten, die Pflanzschule immer rein von Unkraut zu halten. Ueberhaupt sei hier bemerkt, daß die Schüler alles, was sie in der Gemeindebaum— schule thun, auch in ihrer Privatschule verrichten. Nach 1 bis 2 Jahren können die Bäumchen schon in gehöriger Entfernung in die eigentliche Baumschule versetzt werden, welches die Schüler selbst thun müssen. Wieder nach 2 Jahren sind sie reif zum Veredeln. Die Schüler müssen unter Anleltung des Lehrers erst an wildem
schule veredeln. Wieder nach 2 Jahren, also im Ganzen in 6 Jahren, sind die Stämmchen zum Aussetzen reif. Und jetzt die Freude der Schüler, wenn sie sich sagen können, diese Bäumchen habe sch selbst gezogen!
Nun aber wird man mich fragen: Wie kann man die Schüler nach der Schule, wo sie Anderes zu thun haben, auch noch hierzu anhalten? Ich sage, es muß während des Naturgeschichtsunterrichts geschehen. Vier Stunden im Frühling und Sommer in der Baumschule reichen dazu aus. Der Lehrer kann ja auch in der Schule den Kindern das noch Feblende mitthetlen.“ Das beiße ich die Naturgeschichte praktisch gemacht. Man spricht und schreibt jetzt viel von Handfertigkeits⸗“ unterricht in der Schule und von Schulgärten, aber die Obstbaumzucht wäre das richtige Feld für die Land- schulen. Ob die Dorfschüler elne Anzahl Pflanzen mehr
D.
—* Herzliche Bitte!
Am 25. v. M. fiel der hiesige Einwohner und Weiß binder Philipp Schutt so unglücklich von einem Nuß baume, daß er eine hochgradige Verletzung des Rück— grates davon trug, und drei Rippen brach. Infolge der ersteren Verletzung ist er am Körper völlig gelähmt und schwebt überhaupt in großer Lebensgefahr. Während
redlich zu ernähren, ist er nun für lange Zelt an jed— wedem Verdlenst gehindert. Da der Verunglückte auf die sorgsamste Pflege von Seiten der Frau angewlesen ist und seine fünf Knaben in einem noch erwerbsunfählgen Alter sich befinden(der älteste ist 10 Jahre, der jüngste ein Jahr alt), so ist die Lage der Familie eine sehr traurige und beklagenswerthe. Die Unterzeichneten wenden sich in dieser schweren Heimsuchung an edle Menschen— freunde mit der herzlichen Bitte, milde Gaben übersenden zu wollen und sind gerne bereit, solche, auch die Kleinsten, mit Dank entgegenzunehmen und an dieser Stelle zu qulttiren.
Wölfersheim, 12. October 1886.
Schmidt, Pfarrer Heyer, Bürgermeister
zu Södel.
Auch die Expedition des Anzeigers ist gerne bereit,
Gaben in Empfang zu nehmen.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbath- und Laubhüttenfeier vom 16. October Beginn:
Freitag Abends 4 Uhr 50 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 3 Uhr 45 Min- Sabbathausgang 5 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 17. Oetober Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 4 Uhr 30 Min. Mittwoch den 6. October: Palmfest Morgens 6 Uhr. Donnerstag den 21. Oetober: Schlußfest. Freitag den 22. October: Thorafreudenfest.
ein sogenannter„Bitter“ ist Widtfeldt's Magenbehagen,
dem sonst so fleißigen und strebsamen Manne nicht schwer
Gehölz sich üben, dann dürfen sie auch in der Baum-(fiel, seine aus Frau und fünf Kindern bestehende Familie
sondern ein Tafelliequeur ersten Ranges von seltenem Wohl— geschmack. Niederl. u. A. b. Wilh. Bernbeck. 3883
Bekanntmachung.
Betreffend: Gesuch des Mühlenbesitzers Karl Koch zu
Assenheim um Erlaubniß zur Anlage einer
Turbine zum Betriebe seines Mühlenwerks.
Der Mühlenbesitzer Karl Koch zu Assenheim beab—
sichtigt eine Turbine zum Betriebe seines Mühlenwerks
anzulegen. Etwaige Einwendungen gegen die projektirte Anlage, deren in Gemäßheit des Gesetzes vom 20. Februar 237
1853 angefertigte Pläne und Darstellungen auf unserer r
Schreib tube offen liegen, ind bei Vermeidu 9 des Ver 1
lustes binnen 14 Tagen, vom Tage nach dem Erscheinen 0
des diese Bekanntmachung enthaltenden Blattes an ge— Kraft une
J. A. Peli Tuch⸗
Große Auswahl.
rechnet, bei uns vorzubringen. Friedberg den 5. October 1886. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 13
V.:
der deutschen Kaffee- Import- Gesellschaft
Nebel. liefert ein durch Wohlgesehmaeck,
Bekanntmachung.
Montag den 18. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll eine größere Parthie abgängige Obstbäume an der Staats- straße Nieder- Wöllstadt—-Hanau, Abth. 164— 170 und Abth. 176— 177; desgleichen an der Straße Ilbenstadt— Reichelsheim, Abth. 168— 179, an Ort und Stelle öffent— lich versteigert werden.
Zusammenkunft am Chausseehaus bei Ilbenstadt.
Frledberg den 11. October 1886. 8
Großherzogliches Kreis bauamt Friedberg. Kranz.
3886
PW. Bernbeel in Friedberg, mann in Vilbel.
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sanft entschlafen ist. a Friedberg, 11. Oetober 1886. Wilhelm Weith und Frau.
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