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Das nachstehend abgedruckte Schreiben der Großherzoglichen(25.) Division vom 1. l. Mts. bringen wir

Friedberg den 6. November 1886.

Bekanntmachung.

andurch zur öffentlichen Kenntniß. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. IJ V.: Dr, Wan

Die Truppen der Division haben auch in diesem Jahre während der Herbstübungen sowohl in der Provinz Starkenburg, wie in der

Provinz Oberhessen eine so freundliche Aufnahme gefunden, daß es der Division ein Beduͤrfuiß

den einzelnen Bewohnern hierfür den wärmsten

Dank auszusprechen.

ist, den betheiligten Kreisen, Gemeinden sowie

Indem das Großherzogliche Ministerium die Division bittet, der von der Einquartierung betroffenen Bevölkerung in geeignet erscheinen der Weise hiervon Kenntniß geben zu wollen, benutzt sie die Gelegenheit, um dem Großherzoglichen Ministerium, den Provinzialdirectionen und

Kreisaͤmtern für die entgegenkommende Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung der Darmstadt den 1. November 1886.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Liquidationen über die im Kreise entstandenen Flurschäden bei der Corpszahlungsstelle des 11.

Friedberg den 6. November 1886.

Manöver verbindlichst zu danken.

Für den erkrankten Divisions-Commandeur:

Bekanntmachung.

gez. v. Werder, Generalmajor und Brigade-Commandeur.

Friedberg bei den diesjährigen Herbstübungen

Armeecorps zur Zahlung an die Interessenten angewiesen sind.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. IJ. V.; Ur Walen

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der N. Fr. Pr. zufolge fand in den letzten Tagen eine Annäherung zwischen Oesterreich und Eng land statt. In Berlin glaube man, die Entente der Mächte dürfte sich dadurch manifestiren, daß man Rußland zu einer bestimmten Stellung nahme in der bulgarischen Frage auffordere.

Pest, 6. Nov. In Erwiederung der An sprachen der Präsidenten der Delegationen dankte der Kaiser für die Versicherungen treuer Ergebenheit und sagte bezüglich der äußeren Lage Folgendes: Die bedauerlichen Verwickel ungen in Bulgarien, welche im vorigen Jahre mit dem Umsturze der Regierung in Philippopel ihren Anfang genommen haben, geben neuer dings Anlaß zu ernsten Besorgnissen. Zwar war es den vereinigten Bemühungen der Mächte gelungen, die Bewegung zu localisiren und die Wiederherstellung legaler Zustände anzubahnen, doch haben die jüngsten Ereignisse in Sofia eine neue gefährliche Krise hervorgerufen, deren Ent wickelung und, wie ich hoffe, friedliche Lösung eben jetzt die volle Aufmerksamkeit meiner Re gierung in Anspruch nimmt. Die Bemühungen derselben sind dahin gerichtet, daß bei der schließlichen Regelung der bulgarischen Frage, die unter der Mitwirkung der Mächte erfolgen muß, in dem autonomen Fürstenthume ein legaler Zustand geschaffen werde, welcher, den zulässigen Wünschen der Bulgaren Rechnung tragend, ebenso den bestehenden Verträgen wie den europäischen Interessen entspricht. Die vortrefflichen Bezieh⸗ ungen, in welchem wir mit allen Mächten stehen und die Versicherungen friedlicher Jutentionen, welche wir von allen Regierungen erhalten, lassen die Hoffnung bestehen, daß es trotz der schwierigen Lage im Orlent gelingen wird, unter der Wahrung der Interessen Oesterreich Ungarns, der Monarchie und Europa die Seg⸗ nungen des Friedens zu erhalten.

Belgien. Brüssel. Gutem Vernehmen nach ist die Regierung entschlossen, trotz des Wider spruchs einiger klericalen Blätter, bei dem dem nächstigen Zusammentritt der Kammer einen Ge setzentwurf einzubringen, wonach die persönliche Mailitärdienstpflicht eingeführt werden soll.

Großbritannien. London. Die social demokratische Vereinigung macht bekannt, daß sie den am 9. November beabsichtigten Aufzug aufgegeben hat und ersucht dieMitbürger an demselben Tage sich auf dem Trafalgarsquare zu versammeln. f

Lord Stanhope, Staatssecretär der Co lonien, empfing eine Deputation, welche um die Annexion von Zululaud bat. Lord Stanhope erwiederte der Deputation, es sei zwischen dem Gouverneur Havelock von Natal und den Boers eine Vereinbarung getroffen worden, wonach England über den östlichen Theil von Zululand,

Bulgarien. Sofia. DieN. Z. selbst schreibt: Der Hauptmann Nabakoff hat sich am 4. ds. mit Hilfe einer Bande von Griechen und Montenegrinern, welche er in den umliegen den Dörfern zusammengebracht hatte, der wich tigen Hafenstadt Burgas bemächtigt, während drei russische Kriegsschiffe die zweite bulgarische Seestadt Varna mit ihren Geschützen bedrohen. Der Augenblick für die Ausführung dieser offen bar seit langer Zeit sorgfältig vorbereiteten Ver schwörung war sehr schlau gewählt. Ein Be richterstatter, der vor läugerer Zeit unsere Auf merksamkeit auf die Anzeichen einer in Burgas, Varna und Sliwno geplanten Erhebung gelenkt hatte, telegraphirte uns just vor dem Ausbruch der Verschwörung, daß Ostrumelien jetzt, nach dem die Soldaten, welche zwei Jahre gedient haben, verabschiedet worden sind, in diesem Augenblick nur über 3500 Mann Jufanterie, 300 Mann Kavallerie und 300 Mann Artillerie ver fügt. Die in Aidos und Jamboli stehenden Truppen sind beordert worden, die Erhebung niederzuschlagen. 5. Nov. Die Regierungs halten

truppen augenblicklich Burgas einge schlossen. Der Commandant und drei Offiztere wurden von den Aufständischen gefangen ge nommen. Ersterer ist mit einer Compagnie ent kommen. 7. Nov. Wie aus Burgas gemeldet

wird, ist die Wiederherstellung der Ordnung daselbst ohne jedes Blutvergießen erfolgt. Tirnowa, 6. Nov. In der heute Abend stattgehabten geheimen Sitzung stellte die So brauje die Antwort auf die Throurede der Regent schaft fest, sie spricht derselben für die bisherige Leitung der Geschäfte ihren Dank aus und er klärt, daß sie nunmehr zur Wahl eines Fülsten schreiten werde. Der Finanzminister Geschow soll seine Entlassung zu nehmen beabsichtigen. Rußland. Petersburg. Das Cabinet beab sichtigt angeblich, einem russischen Würdenträger die Leitung der bulgarischen Verwaltung zu über tragen, bis eine neue Fürstenwahh thunlich erscheint. Amerika. New-PVork, 5. Nov. Einem Telegramm derTimes aus Philadelphia zu folge wählten die Socialisten in Chicago durch Coalition mit den Demokraten drei Richter. DieTimes meint, hierdurch könnten die zum Tode verurtheilten Anarchisten möglicherweise ge rettet werden.

Hier eingegangenen Nachrichten zufolge melden mexikanische Journale, daß General Garcia de la Cadena wegen Hochverraths er schossen worden ist.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 6. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90 0.00, Eier 1 Stück 89 Pf.

Butz bach, 6. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90 Pf. Käse per Pfd. 45 46 Pf. Eser! Stück 8 Pf. Gießen, 6. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.901, Eier per St. 78 Pf., Käse per St. 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.500.60,

welcher den Zulus vorbehalten bleibe, die Schutz herrschaft übernehmen und die neue Boereu Republik den westlichen Theil von Zululand behalten werde. g

Serbien. Belgrad, 5. Nov. Nach einer Depesche von hier demissionirte Mijatovic. 1

5066

Hühner per St. M. 0.90 1.30, Hahnen per St. M. 0.50 bis 1.00, Enten ver Stück M. 1.40 2.00, Ochsen⸗ fleisch per Pfund 6264 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 5456 Pf., Schweinefleisch 5660 Pf., Hammelfleisch Pf., Kalbfleisch 4650 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 3.504.

per Malter M. 4.505.00, per Gescheid 9 10 Pf. Eier per Stück 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M 1.00.

Frankfurt, 5. Nov. Die Butter ist heute im Ctr. um 5 M. in die Höhe gegangen und kostet M. 85 bis 90. Sauerkraut der Ctr. M. 810., Welßkraut der Ctr. M. 4 4.50, Kartoffeln M. 55.75 das Malter, Blumenkohl 100 Stück M. 2550., Eier das Hundert M. 5.50 8.00. Dieselben werden in nächster Zeit noch mehr steigen. Heu 100 Ko. M. 5 6.40, Stroh M. 4.80 bis 5.60.

Frankfurt, 6. Nov. Wochenmarkt. Gänse per Pfd. 60 Pf., Hasen M. 3.50, Rehschlegel M. 4.50, Rehziemer M. 8. Kartoffeln das Malter M. 55.70, das Gescheld 10 Pf., Weißkraut der Ctr. M. 46, das Stück 1012 Pf., Rothkraut 2025 Pf., Romain⸗ salat 20 Pf., Zwiebeln 50 Kilo M. 10-12, das Ge⸗ scheid 25 Pf., Blumenkohl 2040 Pf., Eskarol 6-8 Pf., Kopfsalat 12 Pf., Kohlrabi 3 Pf., Weißerüben das Hundert M. 1. Hahn 80 Pf. bis M. 1.50, Huhn M. 1 2, Taube 4060 Pf., Poularde M. 3, Capaun M. 2.503, Feldhuhn M. 1 1.50.

Verloosungen.

Oldenburg, 1. Nov. Gewinnziehung der Olden burger 40 Thaler Loose. 30,000 Mark fielen auf Nr. 105,753, 1500 M. auf Nr. 34,456, je 600 M. auf Nr. 24,621 75,070 und 102,375, je 300 M. auf

180 M. auf Nr. 4607 24,276 24,663 29,202 34,914 56,473 63,766 80,396 81,633 und 99,689.

Gotha, 1. Nov. Ziehung der Bukarester 20 Fr. Loose. Gezogene Serien: 83 568 606 690 837 892 1074 1184 1188 1401 1472 1588 1771 1901 2003 2009 2040 2137 2251 2514 2581 2657 2817 3014 3214 3275 3331 3479 3535 3551 3614 3840 4368 4428 4451 45024647 5376 5515 5649 5680 5687 6160 6213 6278 6464 6509 6517 6578 6583 7004 7013 7342 7352 7448. 100,0 0 Fres. fielen auf Nr. 50 Serie 1771, 25,000 Fres. auf Nr. 76 S. 3535, 5000 Fres. auf Nr. 72 S. 2514.

Braunschweig, 1. Nov. Ziehung der Braun⸗ schweiger 20 Thlr.-Loose. Serien: 162 176 179 290 499 737 747 818 954 1042 1141 1519 1562 1736 1880 2170 2385 2823 3216 3447 3603 3771 3914 3994 4066 4421 4716 4777 4889 4903 4948 5072 5156 5555 5779 6000 6288 6414 6801 7046 7061 7113 7150 7262 7344 7454 7635 7865 7924 7933 5080 8157 8494 8498 8589 8616 8770 9019 9115 9215 9229 9494 9868.

Brüsseler 3proc. 100 Fr.⸗Loose von 1879. Ziehung am 25. Oetober 1886. Heimzahlung am 15. Juni 1887. Nr. 85987 à Fr. 100000. Nr. 454580 à Fr. 5000. Nr. 107647 à Fr. 2500. Nr. 17583 514296 à Fr. 500. Nr. 14416 181156 218869 244442 31806 389153 580513 590822 592290 596137 à Fr. 150.

Oesterr. 500 fl.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 2. November 1886. Auszahlung am 1. Februar 1887. Hauptpreise: Serie 6878 Nr. 3 à 300,000 fl., S. 8413 Nr. 18 à 50,000 fl. S. 11685 Nr. 4 à 25,000 fl. S. 13971 Nr. 14, S. 544 Nr. 12 à 100,000 fl.

Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 9.: Zum ersten Male wiederholt: Wlener Walzer. Vorher: Der Troubadour. Große Preise. Mittwoch den 10.: Erstes Gasisplel von M. D' Oyly Carte's englischer Opern⸗Gesellschaft. Der Mikado. Vorher: Zum ersten Male: Im Schwurgericht. Außer Abonn. Große Preise. Donnerstag den b.: Zweites und letztes Gastspiel von M. D' Dyly Carte's engl. Opern⸗Gesellschaft. Der Mikado. Vorher: Zum ersten Male wiederholt: Im Schwurgericht. Außer Abonn. Große Preise. Freitag den 12.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel. Samstag den 13.: Wiener Walzer. Vorher: Entführung aus dem Serail. Mittel- Preise. Sonntag den 14.: Zum ersten Male: Junker Heinz. Oper

Homburg, 6. Nov. Marktpreise. Kartoffeln

in 3 Akten von C. von Perfall. Große Preise.

Nr. 50,567 57,797 86,969 95,759 und 116,2, je

4736 4992 5144 5190 5305

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