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1886.
Donnerstag den 4. Februar.
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Oberhessischer 8.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
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Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nach genommen.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit“
bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Samstag den 6. Februar l.
General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg statt, Gegenstände der Tagesordnung sind: Wasenmeistereien, 4.
ergebenst eingeladen werden. Rechnung, 2. Voranschlag, 3. Friedberg den 28. Januar 1886
Ausgewiesen aus dem Gro
Betreffend: Das Vormundschaftswesen.
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
Faselwesen. Der Director des
ßherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes:
J., Nachmittags 2 Uhr, findet in dem RNathhaussaale zu Friedberg eine wozu die verehrlichen Mitglieder des Bezirksvereins hierdurch
landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Ur.
Braden. Gertrude Ehrhard von Altey.
Friedberg den 2. Januar 1886.
Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an die Vormünder und Curatoren im Amtsgerichtsbezirke.
Wir sehen der Einreichung der Rechenschaftsbericht J.
Einlagebüchlein, bis längstens 1. Februar l. längstens bis zum 30. April l. J. einzureichen.
Nachweises d * Jahr
und des entgegen. Die für das Nichteinhaltung dieser
Sellheim.
1885 zu ste lenden V Fristen hat unnachsichtlich eine
ischreibung, unter Vorlage der
ormundschafts rechnungen sind
3 M. zur Folge. Weber.
Zinsenbe
Ordnungsstrafe von
Deutsches Reich. Darmstadt.
Dieburg wurde zum ständigen Referenten der werden. unter ischen
akademischen Administrations-Commission, Verleihung des Amtstitels„Universitäts-Amt— mann“ und der Direktor der Realschule Alzey Dr. Rausch zum Direktor der Mädchenschule zu Worms ernannt. — Die„Darmst. Ztg.“ entbält einen öffi— ciösen Artikel, in welchem auf Grund tischer Zahlen der Nachweis geliefert wird, daß infolge des seit einer Reihe von Jahren überaus großen Zudrangs zum juristischen Studium im Großherzogthum Hessen die Aussichten für die jüngeren Juristen die denkbar ungünstigsten sind. Es wird nachgewiesen, daß selbst im Königreich Sachsen, welches nach Hessen unter sämmtlichen größeren Bundesstaaten des deutschen Reichs die den Aspiranten für den höheren Justizdienst ungünstigste Verhältnißziffer aufweist, die Chancen der letzteren auf baldige Anstellung doch noch um das Doppelte günstiger sind, als in Hessen.
Der Amtmann Dr. Dietz in kaun im Wesentlichen als ab
zu
höheren
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zichtet werden könnte ung der
Die
— Militärcondentton mit Braunschweig zeschlossen betrachtet des braunschweig von Metz erfolgt
Die Uebersied Infanterie-
elung Regiments
jedoch wahrscheinlich erst im April 1887. Die [Kreuzzeitung“ theilt mit, daß beabsichtigt wird, das bisherige Eisenbahnregiment in eine Brigade von 4 Bataillonen zu verwandeln.
— In Begründung des Antrags auf Ver laͤngerung des Socialisten-Gesetzes bis zum 30. September 1891 wird ausgeführt:„Den
Gegnern des Gesetzes sei es nicht gelungen, in der Nation den Glauben an die ersprießlichen Wirkungen desselben zu erschüttern; es ließe sich auch nicht behaupten, daß diese Wirkungen be reits derart dauernd fühlbar hervorgetreten seien, daß Fortbestand des Gesetzes ver Die erhebliche Vermehr Reichstags- Abgeordneten, welche socialdemokratischen Fractlo n angehören, sowie die Ermordung des Polizeiraths Rumpff seien Momente, welche für den Fortbestand des Ge
und
uf den
Unter diesen Verhältnissen muß entschieden vor setzes sprächen.“
dem juristischen Studium abgerathen werden.
— 2. Febr. wieder zusammen. Nach vorigen Session eingegangenen neuen Einläufe und Anzeige der Namens der verschiedenen Aus— schüsse erstatteten Berichte. Es die Interpellation des Abg. Bepflanzen der Großh. Staatsstraßen mit Bäu— men, resp. dadurch hervorgerufene Schädigung angrenzender Grundbesitzer“; dieselbe wurde von Ministerialpräsident Weber dahin beantwortet, daß die Bedingungen dieser Anpflanzungen durch Instruktion für alle Straßenstrecken aufgestellt sind und durch diese Ministerialverfügung die Anlieger und ihre Interessen vollständig geschützt bezw. gewahrt seien. An der darauffolgenden Besprechung betheiligten sich der Antragsteller, Ministerialrath Horst, Ministerialpräsident Weber und der Abg. Schröder.
Berlin, 1. Febr. Abgeordnetenhaus. Die Etats des Kriegsministers und der landwirth— schaftlichen Verwaltung werden nach unerheb— licher Debatte unverändert genehmigt. Ein An— trag des Abg. Boödiker, zur Förderung der Canalbauten im mittleren Emsgebiet 300,000 M. neu in den Etat einzustellen, geht an die Budget— Commission. Das Kapitel„Gestüts verwaltung“ wird nach unerheblicher Debatte bewilligt.
Heute trat die zweite Kammer über seine Th der Eröffnung der Sitzung erfolgte die Verkündigung der seit der lichen
folgt sodann Lautz uber„das
— Das Reichsversicherungsamt hat Bericht ätigkeit bis zum 31. Dez. 1885
an den Bundesrath erstattet. Der ausführ— Darstellung entnehmen wir, daß im
Ganzen 57 e eee gebildet wur den mit 186,967 Betrieben und 2,844,219 Ar beitern. Von stellenlos 8 Privat— unfallversicherungsbeamten sind 79 als Beamte bei den Berufsgenossenschaften angestellt, andere arbeiten noch im Reichsversicherungsamte.
Leipzig,(. Febr. Heute begann vor dem Reichsgericht der Landes verrathsprozeß gegen den daͤnischen Kapitän a. D. Sarauw und den Lite— raten Röttger von Mainz.
München. Eine Mittheilung des„Wiener Fremdenblatts“ dementirt die Nachricht über Unterhandlungen mit der Wiener Anglobank und der baierischen Wechselbank wegen eines Arrange ments der Cabinetskasse des Königs Ludwig.
Stuttgart. Der„Beobachter“ hat aus zuverlässiger Quelle die Mittheilung erhalten, daß ein württembergisch⸗russischer Auslieferungs Vertrag nicht abgeschlossen ist und keine Ver handlungen darüber in der Schwebe sind.
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Ausland. Frankreich. Paris, 2. Febr. Der Mi nisterrath beschloß, dem General Schmitz das Commando zu entziehen, weil er die Verlegung
des
der
der Cavallerieregimenter in Tours nach Nantes und Pontivy indirect getadelt hat. Das„Journ. offictel“ veröffentlicht heute die Ernennung Paul Bert's zum Generalresidenten in Annam, sowie Dillon's und Vial's zu Residenten in Hue und
resp. in Hanoi.— Der Fürst von Montenegro ist gestern von hier nach Petersburg abgereist. Großbritannien. London, 1. Febr.
das Cabinet Glad⸗ iy ist zum Minister
Hartington weigerte sich, in stone einzutreten. Rosebe des Aeußern designirt.
Organ Gladstone's,„Daily News“,
Das
publicirt eine Ministerliste, nach Belche Lord Kimberley Minister des Auswärtigen, Lord Rose— [bery Minister für die Colonien, Lord Speere
Sta itssecretär für Indien, Trevelyan Präsident Localregierungsamts, Mundella Handels- minister und Lord Hampden Geheimsiegelbe— wahrer wurde. Die übri gen, Ernennu* bleiben unverändert. Die„Times“ glaubt Lord Rose— beiy werde das Portefeuille des Aeußeren er— halten, weil Gladstone's Cabinet dadurch an seinem schwächsten Punkte gestärkt würde.
Spanien. Madrid. Der Ministerrath hat
beschlossen, im Jahre 1888 eine Weltausstellung in Madrid zu veranstalten. 2. Febr. Am Montag fand eine Arbeiterkundgebung statt. Etwa hundert Arbeiter zogen vor das Ministerium des Innern und forderten Beschaftigung. Der Minister hielt eine Ansprache und forderte die Arbeiter zum Auseinandergehen auf. Etwa zwölf Personen wurden verhaftet.
Türkei. Constantinopel, 1. Febr. Das zwischen dem bulgarischen Minister des Aeußern, Zanoff, und dem Großvezier Kiamil Pascha ver— einbarte Arrangement bezüglich Ostrumeliens wird heute vom Ministerrathe discutirt und so— dann dem Sultan zur Ratification unterbreitet.
Rumänien. Bukarest, 2. Febr. Auch Madjfid Pascha und Geschoff sind hier eingetroffen.
Serbien. Belgrad, 31. Jan. Die Collectiv— note der Mächte ist der biestgen Regierung heute überreicht worden. Dieselbe führt aus, daß die Mächte, indem sie die ablehnende Antwort auf die erste Collectivnote zur Keuntniß nehmen, über eingekommen sind zu erklären, daß sie etwaige kriegerische Schritte, von wem immer, nicht gut heißen, den Angegriffenen schützen und wie immer der Ausgang sei, territoriale Modificationen nicht gestatten würden.
abermals


