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nung verfügt und bekannt gemacht werden wird.

Sollten unter den unten benannten Personen sich deren befinden, welche in zwischen nicht mehr geneigt sind, qu. Amt zu übernehmen, so sind mir schleunigst geeignete andere Personen namhaft zu machen, welche bereit sind, das Amt eines Trichinenbeschauers nach Erwerbung der hierzu erforderlichen Kenntnisse und Fertig

keiten zu übernebmen.

Die Königliche Regierung hat nichts dagegen zu erinnern, wenn einzelne Ge meinden die Kosten der Beschaffung der Instrumente und der Erthetlung des Unter richts für die Beschauer definitis oder vorschußweise übernehmen.

In Schaubezirken, in welchen 2 Beschauer angestellt werden, hat der eine nicht als Stellvertreter des andern, sondern sie haben Beide selbstständig neben ein ander zu funglren und empfiehlt es sich, daß sie sich vereinbaren, in Ausübung ihrer Funktionen etwa monatweise abzuwechseln, wenn es von den Ortspolizeibehörden nicht für geeigneter gehalten wird, die Gemeinden in 2 Schaubezirke räumlich ab zugrenzen, worüber ich eventuell genau zu präelsirenden Anträgen entgegensehe.

Als Trichinenbeschauer sind in Aus sicht genommen:

Für den J. Bezirk der Stadt Homburg und Dornholzhausen und Oberstedten,

Apotheker Hoͤser in Homburg.

Für den II. Bezirk der Stadt Homburg, Apotheker W. Steffen in Homburg.

welcher von Köntglicher Regierung dazu autorisirt worden ist, bei mir den Nachweis zu führen hat: a. daß sie den zur Ausübung der Trichinenschau erforderlichen Unter nicht genossen und die zur mikroskoplschen Untersuchung des Schweinefleisches erfor derlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben, und b. daß sie brauchbare Mi⸗ kroskope und ein Schaubuch besitzen.(§§. 2, 3, 4 und 8 des Reglements.)

Die Herren Bürgermeister wollen die untenbenannten Personen sofort auf fordern, das zur Führung dieses Nachwesses Erforderliche sofort zu veranlassen und mir den erforderten Nachwels selbst rechtzeitig und spätestens bis zum 31. k. Mts. vorlegen, worauf diesseits die Bestallung und Vereidigung erfolgen und der Zeit punkt des Inkrafttretens der Einrschtung auf Grund des§. 7 der Poltzei-Verord

1

Für den III. Be

zirk in Homburg.

in Friedrichsdorf. Für Seulberg, Lehre

Für Königstein und Gottschalk in Könkgstein.

und Provisor Schilling in Für Niederhöchstadt

Für Stierstadt, Ob in Stierstadt und Anton B

Fleischbeschauer N. Burkard

Für Neuenbain und hardt Müher J. Neuenhain.

Steyer in Hornau. Für Eppsteln, Conra

und Anton Ernst in Ehlhal

Für Kirdorf, Apotheker Jullus Blaß und Optiker P. Reuter. Fuͤr Friedrichsdorf und Dillingen, Apotheker Wißler und Lehrer A.

Für Köppern, Fleischbeschauer Ludwig Heinrich Schneider und August See.

. 1

nd Gonzenheim, Optiker

der Stadt Homburg 1

r Geißler und Lehrgehülfe Engel. Schneidhaln, Fleischbeschauer Steyer und Stadtdiener

Für Cronberg, Mammolshain und Schönberg, Apotheker W. Neubronner

Cronberg.

Für Falkenstein, Georg Schütz J. und Fletschbeschauer Ph. Feger.

und Schwalbach, Fleischbeschauer Ph. Adam in Nleder⸗

höchstadt und Fleischbeschauer Georg Hemmerle in Schwalbach.

erhöchstadt und Weißkirchen, Fleischbeschauer C. Bender aumann in Weißkirchen.

Für Oberursel, Bommersbeim und Kalbach, Apotheker Bernbeck in Oberursel,

t in Oberursel und Anton Schneider J. in Kalbach. Altenhain, Fleischbeschauer Ludw. Gregori II. und Rein⸗

Für Kelkheim und Hornau, Anton Klarmann J. in Kelkheim und Bernhard

d Löber und Bader Martin Schäfer.

Für Schloßborn, Ehlhalten und Glashütten, Johann Becht in Schloßborn

ten.

Für Fischbach, Eppenhain und Ruppertshain, Adam Wittekind in Fischbach und Peter Usinger II. in Ruppertshain.

Der Königliche Landrath: Frhr. v. d. Heydt.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 28. Juni. Prinz Wilhelm ist gestern zu einem mehrtägigen Besuche bei der Königin Mutter von Bayern nach Elbingen Alp abgereist.

Das Regierungsblatt Nr. 14 enthält: Bekannt machung, die Abänderungen der Telegraphenordnung vom 13. August 1880 betreffend.

Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 18, enthält:

1. Bekanntmachung die Anmeldung unfallversicherungs pflichtiger Betriebe betreffend.

11. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.

III. Bekanntmachung, die Vergütung der Brand schäden in Trösel betreffend.

IV. Uebersicht der für 1886/87 genehmigten Umlagen der israel. Religlonsgem. des Kr. Dieburg.

V. Bekanntmachung, die Erhebung von Umlagen der Stadt Gießen pro 1886/87 betr.

VI. Ordensverleihungen.

VII. Namens veränderungen.

VIII. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Rechts: anwalt Holzapfel in Bingen wurde zur Rechtsanwalt schaft bei dem Amtsgericht Nidda zugelassen.

IX. Aufgabe der Rechtsanwaltschaft.

X. Dienstnachrichten. Es wurde: dem evang. Pfarrer Vetter zu Holzhausen die Pfarrstelle zu Klein-Karben übertragen. Der auf die Lebrerstelle zu Offenbach präs. Schulamtsasp. Sturmfels aus Affolterbach be stätigt; dem Schulamtsasp. Zimmermann aus Flonheim eine Lebrerstelle zu Gabsheim, dem Schulamtsasp. Cuntz aus Ober-Rosbach eine Lehrerstelle zu Grüningen, dem Schullehrer Schneider zu Selzen eine Lehrerstelle zu Hahnheim übertragen; dem Geometer 2. Kl. Lohnes aus Höchst das Patent als Geometer 1. Kl. für den Kreis Erbach ertheilt; dem Schullehrer Andres zu Nidda eine Lehrerstelle zu Lampertheim, dem Schulamtsasp. Mader aus Bonsweiher eine Lehrerstelle zu Friesenheim, dem Schulamtsasp. Gilfrich aus Flohnheim eine Lehrerstelle zu Partenheim, dem Schulamtsasp. Kauß aus Gießen eine Lehrerstelle zu Nieder-Ramstadt, dem Schulamtsasp. Nicolai aus Ober-Mörlen die Lehrerstelle zu Ohmes, dem Schulamtsasp. Eller aus Dolgesheim eine Lehrer stelle zu Eich, dem Schullehrer Geißler zu Raunheim die Lehrerstelle zu Ober-Mumbach, dem Schulamtsasp. Plößer aus Schmal-Beerbach die Lehrerstelle zu Gins heim, dem Schullehrer Schneider zu Darsberg eine Lehrerstelle zu Pfaffen-Beerfurt übertragen; der Schul⸗ amtsasp. Krauß aus Biblis zum Lehrer an der Victorta schule zu Darmstadt ernannt; der Schulamtsaspirantin Barnschneid aus Mombach eine Lehrerinnenstelle zu Mühlheim übertragen; der auf die zweite Lehrerstelle zu Beerfelden präs. Schullehrer Opel daselbst und der auf die Lehrerstelle zu Affhöllerbach präs. Schulamtsasp. Müller aus Jugenheim bestätigt; dem Schullehrer Hotz zu Ral⸗ breitenbach die Lehrerstelle zu Haisterbach, den Schul amtsasp. Mathes aus Frei⸗Laubersheim, Schuster aus Ebersheim und Grimm aus Mommenheim Lehrerstellen zu Alzey, dem Schulverwalter Roth zu Rödgen eine Lehverstelle zu Mommenheim übertragen.

*I. Dienstentlassung.

XII. Ruhestandsversetzungen. Der evang. Pfarrer Müller zu Pfungstadt wurde unter Anerkennung seiner Dienste, unter Verleihung des Charakters als Kirchen ralh, der Schullehrer Kipp zu Köngernheim auf Nach suchen und unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.

XIII. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Zwei Lebrerstellen zu Eberstadt, Gehalt 1000- 1600 M. Die Lehrerstelle zu Reichlos, Gehalt 900 M.

Der Gerichtsschreiber-Aspirant Uhrig zu Offenbach wurde zum Amts-Gerichtsschreiber ernannt.

286. Juni. Die heutige Sitzung der ersten Kammer war nach demH. V. in erster Linie der Berathung über die Denkschrift des

Finanzministeriums wegen Erhöhung und Ver stärkung der hessischen Rheindämme gewidmet. Man beschloß, übereinstimmend mit der zweiten Kammer, die Regierung um schleunigste Fertig stellung bestimmter Vorschläge zu ersuchen, welche die Regierung zusicherte. Die Anforderung von 168,000 Mk. für ein Badehaus in Bad-Nauheim wurde bewilligt und die Kammer alsdann, uach Erledigung der übrigen, weniger interessanten Gegenstände der Tagesordnung, vertagt.

Berlin. Der Oberstlieutenant v. Villaume, erster Militär-Attachs bei der deutschen Botschaft in Paris, ist vom Kaiser zum Flügel-Adjutanten ernannt worden. Der Reichskanzler wird sich Ende dieser Woche, begleitet von dem Chef der Reichskanzlei nach Kissingen und von dort zur Nachkur nach Gastein begeben.

Stettin, 30. Juni. Der zweite auf der Werft des Vulcan für die vom Reich unter stützten Linien desBremer Lloyd erbaute Postdampfer Lübeck ging am 27. Juni, nachdem die Probefahrt desselben zur vollen Zufriedenheit ausgefallen, von Swinemünde nach Bremer hafen. Der ersteReichspost-Dampfer geht heute von Bremerhafen aus zum erstenmale im Dienst in See, begleitet von den besten Wünschen Aller.

München, 27. Juni. Die Regentschafts

vorlage ist gestern nach sechsstündiger Berathung auch in der zweiten Kammer einstimmig ge nehmigt worden. 28. Juni. Die Eides leistung des Prinzregenten im Thronsaale ist heute erfolgt. Prinz Luitpold bestieg den Thron, worauf der Justizminister den in der Verfassungs urkunde enthaltenen Eid verlas und Luitpold unter Erhebung der rechten Hand:Ich schwöre! sprach. Hierauf erfolgte seitens des Präsidenten der Reichsräthe, Frhr. v. Franckenstein, eine Ausprache an den Regenten und eine Antwort des Letzteren. 28. Juni. Der Ausschuß der Ab geordnetenkammer hat heute über den Gesetz entwurf, betreffend den Vollzug des§ 18 Tit. II der Verfassungsurkunde(hinsichtlich der pro visorischen Ernennung von Beamten, Einführung neuer Aemter, Veräußerung von Krongut, be ziehungsweise Staatsgut) berathen, und mit allen Stimmen der Rechten gegen die der Linken (7 gegen 7) durch den Stichentscheid des Vor sitzenden Ruppert beschlossen: dem Plenum zu empfehlen, diesem Gesetzentwurf die Zustimmung zu versagen.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien. Marquis v. Bacquehem wurde mittelst allerhöchsten Hand schreibens zum Handelsminister ernannt.

Spanien. Madrid, 29. Juni. Deputirten kammer. Lopez Dominguez tadelt die Haltung des Kriegsministers. Wenn die dringenden Be dürfnisse der Armee nicht befriedigt würden, werde Spanien bittere Früchte ernten.

Bulgarlen. Sofi, 29. Juni. Die

Kammer spricht in der Antwortadresse ihre Be friedigung über die Vereinigung Bulgariens und Ostrumeliens, ihr tiefstes Vertrauen in den Fürsten, Vertrauen in die Großmuth der Mächte, namentlich in diejenige Rußlands, den Wohl thäter Bulgariens, aus.

Rumänien. Bukarest, 27. Juni. Die Session der Deputirtenkammer ist heute ge schlossen worden.

Rußland. Petersburg. DasJournal de St. Petersbourg weist auf die offenen Ver letzungen der Rechte der Türkei und der Be schlüsse der europäischen Conferenz in Sofia, sowie darauf hin, daß die Pforte hierüber keines wegs erregt und mit dem Fürsten Alexander einverstanden zu sein scheine. Das Blatt sagt sodann, Niemand könne die hierin liegenden Gefahren und bedenklichen Ermuthigungen ver kennen. Rußland könne es jedoch nicht obliegen, als alleiniger Vertheidiger der europäischen Be schlüsse aufzutreten.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. Seitens der Diretion der Main-Weser⸗ Bahn in Cassel geht uns eine Berichtigung zu, bezüglich unserer Notiz über den Transport der Krupp'schen Ge schütze. Hiernach sei die Assenheimer Brücke nicht gestützt worden und sei der Zug mit der für Güterzüge vorge⸗ schriebenen Geschwindigkeit gefahren. Hierzu bemerken wir, daß wir uns unsere Informationen auf dem hiesigen Bahnhof holten. Hat man uns da etwas nicht Richtiges erzählt, so trifft uns keine Schuld.

2 Friedberg. Wir lasen kürzlich in einer größeren Zeitung, daß nunmehr in nahezu allen Kreisen unseres Landes Naturalverpflegungs-⸗Stationen errichtet seien und mit großem Segen wirkten. Wir dürfen daraus gewiß die Hoffnung schöpfen, es werde recht bald auch in unserem Kreise, speziell in hiesiger, an einer großen deutschen Heerstraße und in der Nähe einer Arbeiter- Colonte gelegenen Stadt, eine solche Verpflegungs⸗Statton errichtet werden, zumal sich wie wir uns zu erinnern glauben der Kreis-Ausschuß s. Z. im Prinzlpe günstig und zustimmend zu der Sache ausgesprochen hat.

Grünberg. Am 11. und 12. Juli findet hier das 16. Sängerfest des Lahnthalsängerbundes statt. Der⸗ selbe besteht aus den Gesangvereinen Gießen, Marburg, Biedenkopf, Weilburg, Wetzlar, Butzbach und Grünberg (ea. 250 Mitglieder); auch haben die Vereine von Queck born und Lehnheim ihre Betheiligung zugesagt.

Gießen. Schwurgericht. Die am 26. Juni, Nach⸗ mittags stattgehabte Sitzung hatte die Anklage gegen den früheren Pollizeidiener Johs. Eisfeller von Ermen⸗ rod, wegen Urkundenfälschung, zum Gegenstand. Die Geschworenen bejahten die gestellte Schuldfrage, unter Zubilligung mildernder Umstände, worauf das Gericht den Angeklagten wegen Unterschlagung im Sinne der §S. 267, 2682 d. R. St. G. und Betrugs im Sinne des §. 263 in idealer Coneurrenz in eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr 9 Monat verurtheilte; auch auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren erkannte. 28. Junl. Die heutige Schwurgerichtsver⸗ handlung behandelte die Anklage gegen den ledigen Land wirth Heinrich Eckstein von Eifa, wegen Nothzuchtversuchs. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, unter Ab⸗ lehnung mildernder Umstände, worauf Verurthellung des Angeklagten in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf dle Dauer von 3 Jahren erfolgte.

Darmstadt, 27. Juni. Unser Mainthalsängerfest ist schön verlaufen. Gestern Mittag fand bereits die Sitzung der Delegirten statt, Abends gesellige Vereinigung der Sangesbrüder im Saalbau, wobel Oberbürgermeister

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