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Seilage. Hbe
rhessischer Anzeiger.
nus Stadt und Land.
r. Friedberg. Es wird für Viele, die den Bari— tonisten Geissell von Hanau früher in Coneerten des hiesigen Musikvereins kennen gelernt und seine Leistungen als Sänger in guter Erinnerung behalten haben, von Interesse sein, zu hören, daß er kürzlich in Wiesbaden neben der Primadonna des Frankfurter Opernhauses, Frau Schröder⸗Hanfstaengel in der„Schöpfung“ mit Erfolg gesungen hat.
Allerlei.
Berlin. Die Zablmeister-Verhaftungen haben einen großartigen Umfang angenommen; die Zahl der ver— hafteten Zahlmeister, Aspiranten, Feldwebel ꝛc. soll 60 betragen. Der Verdacht ist durch einen Brief des ver— hafteten Fr. Wollank, Inhaber des Milttär-Lieferanten— geschäfts F. Wollank, Berlin, Elisabethufer 44, an einen Zahlmeister entstanden, in welchem er diesem Belohnungen versprochen hat, wenn er ihm zur Erlangung einer be— stimmten Lieferung behilflich sein wolle. Dieser Brief ist vom Adressaten verlegt, in die Akten der Menage— commission und danach in die Hände des Präses der Commission gerathen, der ihn sofort an seinen höheren Vorgesetzten eingereicht hat. Der Divisionskommandeur hat nun den Befehl zur Verhaftung des Zahlmeisters gegeben, gleichzeitig aber der Staats anwaltschaft Anzeige erstattet. Diese hat die Beschlaznahme der Geschäfts— bücher Wollanks und die Durchsuchung der Papiere eines früheren Assoelés derselben Firma veranlaßt. Bei letzterem fanden sich zahlreiche Briefe von Zahlmeistern, Feldwebeln und dergl. vor. Demzufolge haben am 16. November, Morgens 8 Uhr, die Eingangs genannten Verhaftungen in etwa 25 Garnisonstädten stattgefunden. Wollank, der für 43 Bataillone in 6 verschiedenen Armeekorps Kar— toffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte u. s. w. zu den Menagen liefert und deßhalb eine große Anzahl Filialstellen, unter anderen auch in Hildesheim, unterhalten muß, war verreist und ist bei seiner Rückkehr am 16. auf dem schlesischen Bahnhof verhaftet und sofort nach Moabit abgeführt worden.
Berlin. Das neue Reichstagsgebäude hat das erste Baustadtum hinter sich. Seit 23. November prangt an der Wefiseite des mächtigen Bauwerks an der Stelle, wo künftig die Freitreppe an der Säulenhalle sich er— heben wird, der erste Kranz mit der dreifarbigen Schleife, ein Zeichen, daß der Bau hier die Höhe eines Stock— werks bereits erreicht hat. Auch sonst schreitet der Bau rüstig vorwärts, auf allen Seiten erheben sich aus dem labyrinthischen Mauerwerk mächtige Baugerüste, die sich in ihrer Spitze zu einem Ganzen zu vereinigen scheinen, während die großen Kellergewölbe sich überall zu schließen beginnen.
San Francis eo, 20. Nov. Gestern zwischen 1 und 8 Uhr Nachmittags wurden in Zwischenpausen von 35 Minuten mehrere große Erdbebenwogen aus dem Stillen Ocean beobachtet.
Handel und Verkehr. Butzbach, 25. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90—95 Pf., Käse per Pfd. 45— 46 Pf., Eier 1 St.7 Pf. Gießen, 25. Nov. Auf dem heute und gestern abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrleben: 880 Stück
Rindvieh und 698 Stück Schweine, bei letzteren war
der Handel lebhaft und die Preise hoch. Nächster Markt Dienstag den 8. und Mittwoch den 9. Dezember d. J., am letzteren Tage auch Krämermarkt.
Frankfurt, 26. Nov. Fruchtbericht. Roggen⸗ mehl 0/1 lustlos. Roggenkleie M. 4.50— 4.75, Welzen⸗ kleie M. 4, niedriger und minder gefragt infolge des erdrückenden Angebots, Course bleiben: Hlesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.75— 32.75, Nr. 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 24.75— 25.75, Nr. 3 M. 22.75— 23.75, Nr. 4
M. 16.25— 17.25, Nr. 5 M. 15.25— 16.25, Milchbrod— und Brodmehl im Verband M. 49.75— 51.75, nord deutsche und westfälische Weizenmehle 00 M. 2323.50, Roggenmehl/ ruhig M. 18.50-19.50 ab Berlin, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten nominell. Rüböl im Detail M. 51.
Verloosung.
Schwedische 10 Thaler-Loose von 1860. Ziehung vom 1. Nov. 1885. Heimzahlung am 1. Febr. 1886. Mit 10,000 Thlr. Nr. 44350. Mit 1000 Thlr. Nr. 171136. Mit 500 Thlr. Nr. 227449. Mit 150 Thlr.
Nr. 42815 54005 177633 203156. Mit 60 Thlr. Nr. 13896 27148 101234 107993 115465 127459 176637 182935 185771 195986. Mit 35 Thlr. Nr. 17036 19886 27748 32499 62409 69143 93243
95145 112314 132415 134446 137211 151241 155695 158898 164406 188881 196341 208265 222517. Mit 25 Thlr. Nr. 3069 7031 7399 11867 12616 13023 26835 30606 34820 39342 43553 50125 54477 54861 57465 79213 89703 96138 101892 102140 110058 112772 114535 123514 125256 126369 130030 171074 174342 174682 179556 180894 189056 200589 203177 210891 217868 221210. Die übrigen Nummern können auf unserem Bureau nachgesehen werden.
2 Aufruf.
Wie bekannt hat die Dekanatssynode Friedberg, die 20 Pfarreien und 31 Gemeinden in sich befaßt, am 26. August d. J. einstimmig beschlossen, hier in Fried⸗ berg eine„Herberge zur Helmath“ zu errichten. Dieselbe, wenn auch von der evangelischen Kirche ge— gründet, soll doch den Bekennern aller Confessionen und Religionen, ohne den religiösen Anschauungen der Einzelnen zu nahe zu treten, also jedem Wanderer in christlicher Liebe und Weitherzigkeit offen stehen. Daß eine solche Anstalt, von welcher der Branntwein, Streit und Unzucht ausgeschlossen sind, gerade an dem hie— sigen Orte, in der Mitte zwischen den mit„Herbergen zur Heimath“ versehenen Orten Frankfurt und Gießen, eine dringende Nothwendigkeit ist, darüber braucht an dieser Stelle kein weiteres Wort gesagt zu werden. Nur an die warmherzige Nächstenliebe der Menschenfreunde soll noch einmal kräftig appellirt werden. Denn ohne nachhaltige Unterstützung, große Gaben und wirkliche Opfer seitens der Begüterten und Wohlhabenden kann das schwere und verant⸗ wortungsvolle, aber auch so heilbringende Werk nicht begonnen, geschweige denn durch⸗ geführt werden. Darum helfet ihr Menschenfreunde in Stadt und Land, helfet ihr Gemeinden und Ein⸗ zelnen, ihr Anstalten und öffentliche Fonds, helfet alle, die ihr ein Herz habt für die ernsten soeialen Aufgaben der Gegenwart, damit ein Werk zu Stande komme, das für Tausende und auf viele Jahrzehnte hinaus ein Werk des Segens werden kann. Helfet ganz besonders nachdrücklich am Anfang, wo Hülfe besonders noth thut. Ist die Herberge einmal im Gange, dann wird sich dieselbe, auf Grund der anderwärts gemachten Erfahr— ungen, nach menschlicher Voraussicht ganz oder doch in der Hauptsache durch sich selbst erhalten können. Dies wird um so mehr der Fall sein, da nach Versicherungen von zuständiger Seite begründete Aussicht vorliegt, daß durch das Wohlwollen der Verwaltungsbehörde die Naturalverpflegung für die Handwerksburschen im Kreise Friedberg der zu errichtenden Herberge zugewiesen wird. Darum helfet, helfet ihr Menschenfreunde, helfet nach⸗ drücklich, helfet nach dem vollen Maaß euerer Kräfte, helfet willig und selbstlos! Dann wird abermals ein Stück„soclaler Frage“ für unsere Gegend von der
141.
Tagesordnung verschwinden und Gottes Segen unserem Unternehmen nicht fehlen. Der geschäftsführende Ausschuß: Meyer, Decan. Schwarz, Kaufmann. Wahl, Seminarlehrer. Dr. Weiffenbach, Professor. Walz, Pfarrer in Bad⸗Nauheim.
Stadtkirche ⸗ Bauverein.
Weitere Gaben: Von Kaufmann Hilbrecht 10 M., Tapezier Reuß 1 M., Decan Kalbhenn in Burg⸗Gräfen⸗ rode 2 M., E. Windecker 200 M., Hofinstrumentenmacher Glück 50 Pf., Bornmann 50 Pf., Frau Störger 50 Pf., Stadtrechner Melchior 50 Pf., Dr. Rosenfeld in Berlin 1 M., vom hiesigen Junggesellen-Verein 20 M. Um weitere Gaben bitten
Prof. Dr. Weiffenbach, Präsident. Wahl, Rechner.
Für die Wittwe des verunglückten§. Kreuter in Schwalheim gingen ferner folgende Gaben ein und werden mit herz— lichem Danke quittirt: Von dem Musikverein zu Wölfers⸗ heim Ertrag einer Aufführung 9 M. 26 Pf., Pfarrer Schmidt in Södel 2 M., Frau Babel Wittwe 1 M., Heinr. Ostermeyer 2 M., beide in Bad-Nauheim., Un⸗ genannt Lich 5 M. Walz, Pfarrer in Bad⸗Nauheim. Winter, Lehrer in Schwalheim.
Für Bulgarien gingen bis jetzt ein: Von Kreisrath Dr. Braden 20 M., Isidor Stern 2 wollene Hemden, N. N. 5 M.„in An⸗ erkennung der vorzüglichen Kriegsleistung und ächten Charakters des hessischen Prinzen“, Hofagent Engel 1 Dutzend wollene Handschuhe„von den 12 Vordersten beim Einzug in Nisch zu tragen.“ Die Expedition des Oberh. Anzeigers.
In Ober-Mörlen wurden 40 M. gesammelt und direct nach Darmstadt gesandt.
Briefkasten. Anonyme Zusendungen wandern in den Papierkorb. Die Redaection.
2 in Petersburg. Der eingeschriebene Brief traf ein aber ohne Schreiben. Was sollen wir mit den eingesandten 50 Pfennig machen?
Die Expedition.
Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 26. November 1885.
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20⸗-Frankenstücke. 16. 18 16. 14 do. in/ 18 00 Englische Sovereings 20. 32 20. 28 Russische Imperiales. 16. 74 16. 70 Ducaten.* 9. 60 9. 55 „ al mare 9. 83 Dollars in Gold. 4. 19 48
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