Ausgabe 
27.6.1885
 
Einzelbild herunterladen

1116 g 2 BN

ö ech

A Jam

Saftenziftk u. bm

00

. Juni:

der dt

U

uu ecgnügn

Bäder

Cet! Balttl.

daren

ten

ener 1 ild, 1 72 anbei

Volke zugänglich zu machen, allseitig verstanden und ge

ircheneconcert unseres Musikvereins mitwirkenden Soltsten

Art, welche sich Beide zum ersten Male bei uns hören

9 Beilage.

beer

Aus Stadt und Land. Friedberg. Bei dem nächsten Concerte des au welches Sonntag den 28. d. Mits., Nach ittags 3 Uhr, in der Stadtkirche stattfindet, wird kein (üntrittsgeld erhoben werden. Jedermann wird nentgeltlichen. Zutritt zu dem Coneerte haben. Atr glauben, daß dieses Vorgehen des Vereins⸗Vorstandes n Interesse der guten Sache, d. i. gute Musik allem

rürdigt werden wird.Muß nicht jeder Freund des Laterlandes wünschen, so schreibt Lehrer Schäublin in inem lesenswerthen Buche: Ueber die Bildung des golks für Musik und durch Musik,die Segnungen der donkunst möchten sich überall hin verbreiten, in alle Schichten des Volks eindringen und so Bildung und besittung fördern? Und doch wie Vieles ist da noch zu Hun! Wohlan, ihr musikalisch Reichen und Bevorzugten, zedenket der ärmeren Brüder, denen dieser Quell der freude und des edelsten Genusses gar nicht oder nur Härlich fließt; theilet aus eurer Fülle mit und bereitet durch das Schöne dem Guten Bahn! Hier macht gas Geben nicht ärmer und der Dank für eine Wohl⸗ Hat solch reiner Art wird auch wohlthun und die gebende and immer weiter öffnen. Denn nicht nur die Brosamen, zein, auch die hoheren Schätze der Tonkunst sollten dem golke zugänglicher werden. Das Anhören guter Musik boirkt wie ein erfrischendes Bad, es erhebt den Geist ber den Staub des materiellen Lebens und über die Sorge für das tägliche Brod. Darum sollten nicht Fausende genießen, während Hunderttausende draußen ehen muͤssen. Das Eintrittsgeld, der Hemmschuh für Viele, fällt bei dem nächsten Musikvereins-Coneerte ganz weg; es braucht daher Niemand draußen zu stehen. Insere Stadtkirche hat Platz für Tausende, möge in

en Besuchern des Concerts durch das gebotene Schöne!

as Gefühl wahrer Erhebung lebendig werden.

m.. Friedberg. Ueber die in dem nächsten

erl. Ottilie Hartung von Hanau und F. Küchler, Frank⸗

ussen, sei so viel gesagt, daß erstere ihre musikalische Uusbildung im Raff'schen, der letztgenannte die seinige dem Hoch'schen Conservatorium empfangen hat. Wir!

hören, daß Frl. Hartung über eine sehr ansprechende, wohlgeschulte Altstimme verfügt und daß Küchler's (Violine) Spiel und Vortrag Zeugniß von flelßigem Studium und einem nicht gewöhnlichen Grad techntscher Fertigkeit ablegt. Bei den Chören(Mendelssohn, Kiel, Meinardus, Palestrina, Weber ze.) wird eine Abtheilung der Seminaristen mitwirken. Da der Eintritt frei ist, so darf wohl auf einen lebhaften Besuch des Con certs gerechnet werden.

d. Friedberg. Am 19. Juni fand auf dem Windecker'schen Felsenkeller die Generalversamm⸗ lung des hlesigen Vereins zur Verbreitung von Volksbildung statt. Der Vorsitzende, Real lehrer Blickhahn, eröffnete dieselbe mit elnem Hinweis auf die Veränderungen, die sich im Laufe des letzten Jahres in der Gesellschaft für Verbreitung von Volks⸗ bildung, deren Glied der hiesige Verein ist, vollzogen haben. An Stelle des seitherigen General-Sekretärs Lippert ist der seitherige Wanderlehrer des Vereins, Ur. Wislicenus, und an Stelle des seitherigen Schatzmeisters, Hammacher, der Admiralttätsrath a. D. Dr. Abegz getreten. Hterauf verlas der Schriftführer Dr. Heid den Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Vereinsjahr, dem wir das Nachfolgende entnehmen. Der Verein entfaltete seine Thätigkeit nach drei Richt ungen, in der Unterhaltung eines öffentlichen Lesezimmers, in der Ausgabe von Büchern und in der Veranstaltung von öffentlichen Vorträgen. Da die Entnahme von Büchern in den letzten Jahren in Abnahme begriffen ist, so hat der Vorstand mehr Bücher in dem stets gut be⸗ suchten und in bestem Zustande befindlichen Lesezimmer zum Lesen und Nachschlagen aufgestellt. Die Zahl der Vorträge war im abgelaufenen Jahre etwas geringer als früher, da der Gewerbeverein und der evangellsche Verein ebenfalls Vortragsabende veranstalteten, die mit denen des Volksbildungsvereins, um eine Häufung solcher Abende zu vermeiden, abwechselnd gelegt wurden. Der Vortrag des Amtsrichters Herzberger wurde dem Drucke übergeben und an die Mitglieder vertheilt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 107. Sodann erfolgte von Seiten des Schatzmeisters, Seminarlehrer Wahl, Bericht über die Finanzverhältnisse im abgelaufenen Jahre, worauf ihm, da die von den hlerzu bestellten Revisoren geprüfte Rechnung als richtig befunden worden war, Entlastung

fand. Allen Personen und Corporationen, die dem Verein zur Erreichung seiner Ziele behilflich waren, wurde von Seiten des Vorstandes der gebührende Dank entgegengebracht. Die bezüglich der Portragsabende geäußerten Wünsche wird der Ausschuß in Erwägung ziehen.

Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 22. Junk gegen Anton Schwarz von Vilbel, wegen Meineids. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und zum Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verurtheilt, ihm auch die Befugniß abgesprochen, je wieder als Zeuge oder Sach verständiger eldlich vernommen zu werden. Schwurge richtsverhandlung am 23. Juni gegen Wilhelm Theodor Wittlich, Kaufmann zu Gießen, wegen betrüglichen Bankerrutts und Meineids. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten wegen betrüglichen Bankerutts und Mein eids für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, sowte zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren verurtheilt, ihm auch die Befugniß abge sprochen, je wieder als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden. Schwurgerichtsverhand lung am 24. Juni gegen 1) Heinrich Heß von Nleder⸗ Wöllstadt, 2) Adam Weil von da 3) Heinrich Reifschneider von Ober⸗Mockstadt wegen Verbrechens gegen die Sitt⸗ lichkeit. Die Geschworenen erklärten die drei Angeklagten des ibnen zur Last gelegten Verbrechens für schuldig, verneinten jedoch die bezüglich der Zurechnungsfähig keit des Adam Weil an sie gerichtete Nebenfrage und bewilligten den beiden anderen Angeklagten mildernde Umstände. Der Gerichtshof erkannte hierauf bezüglich des Weil auf Freisprechung, während er die beiden anderen Angeklagten in eine Gefängnißstrafe von je 6 Monaten nahm.

Wasserwärme der Usa.

5. Juni Abends 18 Grad Reaumur. 6. Juni Mittags 19 Grad Reaumur Walter.

2 2

2* *

Steinlieferung.

Montag den 29. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll uf dem Braunkohlenbergwerk Ludwigs hoffnung bei Nel bach die Anlieferung von 45 Cubikmeter Basaltsteinen ur Straßenunterhaltung öffentlich unter den bekannt emacht werdenden Bedingungen vergeben werden.

Bad⸗ Nauheim am 24. Juni 1885. Hroßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. 332 Js ger

Bekanntmachung.

Die kleine Friedhofsthüre wird für die Folge in den Sommermonaten Vormittags von 711 Uhr und Nach⸗ nittags von 48 Uhr geöffnet sein und sind die Todten räber verpflichtet, während dieser Zeit auf dem Friedhof unwesend zu sein.

Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Steinhäußer.

336 2 4 5 U* 1 0 2 Rirschenversleigerung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen le Kirschen von mehreren städtischen Bäumen an den Neistbietenden versteigert werden. Anfang am Kapellenweg. Friedberg den 26. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häußer.

Bekannt Bekanntmachung. Donnerstag den 2. Juli 1885, Nachmittags 3 Uhr, ollen loco Fauerbach b. Fr. folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung vor dem Rathhause vaselbst zwangsweise versteigert werden: 3 neue Pflüge ohne Gestell, 1 Break, 1 Rangenmühle, 1 Biegmaschine, 6 Stangen Hufstahl. Die Versteigerung findet ganz bestimmt statt. Friedberg den 20. Juni 1885.

Fey, 2358 Gerichtsvollzieher. 3 3 Bergmann's Schuppen-Pomade deseltigt schon nach dreimaligem Gebrauch alle lästigen

Fopfschinnen und wird für den Erfolg garantirt à Fl. . 1. bei Apotheker Lühn. 1526

Ein Dienstmädchen

cht zum baldigen Eintritt 2290 M. Scheibel.

366

Große Auswahl.

1695

Verlangen franco zugesandt.

jeder gewünschten Fagon zu Fabrikpreisen.

und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet.

unterzogen, welche ergab, daß die qu. Chocolade aus denen das Eisen in leicht löslicher Form und genau in

Präparat zu bezeichnen. Berlin den 17. September 1884.

(H. 12390.)

Ein gut möblirtes Zimmer

mit schöner freier Aussicht ist billig zu vermiethen.

Eine Wohnung

zu vermtethen Metzgergasse Nr. 322.

Die Hemdemfabrik von Zsidot Stern, Friedberg. 0

empfiehlt sich zur Aufertigung von Herren-, Damen- und Kinder⸗ 2 5 Hemden nach Maaß aus soliden, haltbaren Stoffen, unter Garantie für gutes Sitzen, in

NB. Zum Maaßnehmen genügt ein altes Hemd.

Kein Geheimmittel! Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz in Berlin, Hoflieferant. Depot in der Nohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). Herrn Franz Schulz, könkgl. Hoflieferanten, hier! Die mir von Ihnen zur Analyse übergebene Eisen⸗Choeolade, welche nach ärztlicher Vorschrift auf 25 Gramm 28 Centigr. metallisches Eisen enthalten sollte, wurde einer eingehenden qualitativen und quantitativen Analyse Cacao, Zucker und nur geringen Mengen Stärke bestand,

Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 2272

L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung.

Billige Preise.

Dampf- Hreschmäschinen& Locomobilen

Heinrich Lanz in Mannheim.

Garnituren des Schlagleisten-Systems von 4, 6 und 8 Pferdekräften. 5 Garnituren des Stiften-Systems(Patent) von, 3, und 4 Pferdekräften. Ein neuer Katalog mit ermäßigten Preisen und zahlreichen Attesten ist soeben erschienen und wird auf

2121

Von den Aerzten gegen Bleichsucht

den angegebenen Mengen zugesetzt war.

Die Choeolade enthielt durchschnittlich 1,23% metallisches Eisen. Sie ist demnach als ein gewissenhaft, nach der ärztlichen Vorschrift gefertigtes, reines, unverfälschtes

Hochachtend

Dr. Paul Jeserich, Chemiker, vereidigter Sachverständiger bei den Königl. Gerichten, Innhaber des Sonnenschein'schen Laboratoriums.

Berlin C., Klosterstraße Nr. 49.

Für Wagner.

300 Stück ein- und zweijährige Radfelgen erster Qualtität hat abzugeben 2300 Effolderbach. H. Hahn.

* 4 feinster u. billigster Quall 10 Hosenträger tät empfiehlt K. Friedrich.