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welches die Hoheits rechte Spaniens über die Karolinen nicht anerkennt und dieses auch in Madrid durch seinen Gesandten hat erklären lassen. England legt nun sogar dar, daß Spanien selbst vor neun Jahren noch nicht diese Souveränetaͤt beausprucht und„daß der jetzige spanische Ministerpräsident Canovas del Castillo selbst eine diesbezügliche Erklarung dem englischen Gesandten wiederholt abgegeben hat“. Diese Erklärung kann in erster Linie für Canovas, in zweiter aber bezüglich des Besitzes der Karo— linen für Spanien verhangnißvoll werden. Nicht nur England und Italien, sondern auch Frank— reich, Oesterreich-Ungarn und Rußland haben der spanischen Regierung dringend die Annahme des deutschen Vorschlags wegen eines Schieds— gerichts empfohlen. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt heute in einem Leitartikel, wenn Spanien einen Kriez gegen Deutschland unternehmen sollte, was sie nicht glaube, dann würde aller— dings Cuba für uns ein wichtiges Angriffs— objekt bilden, wobei aber der Gedanke, sich der Insel dauernd zu bemächtigen, fern liege.
— 22. Sept. Graf Görz-Wrisberg ist hier eingetroffen, nachdem gestern noch in Braun— schweig eine Sitzung des Regentschaftsrathes stattgefunden hat.
Stuttgart, 21. Sept. Der Kaiser und die Prinzen begaben sich heute nach dem Mans— verfeld bei Hochdorf, wo die beiden Divisionen des württembergischen Armeecorps gegeneinander manöverirten; auf dem Wege zum Manöver machte der Kaiser, der deutsche Kronprinz und die übrigen Prinzen dem Freiherrn v. Varn— bühler in Hemmingen einen Besuch; während des Manövers verließ der Kaiser wiederholt den Wagen, um den Truppenbewegungen zu folgen. — 22. Sept. Der Kaiser war heute wieder während des ganzen Vormittags auf dem Manöverfeld zwischen Schöckingen und Hem⸗ mingen, woselbst die beiden Divisionen gegen ein— ander operirten. Morgen ist Schlußmanöver des ganzen Armeecorps gegen einen markirten Feind, wozu der Kaiser wieder erwartet wird. Heute dinirt der Kaiser bei dem commandirenden General v. Schachtmeyer, der deutsche Kron— prinz bei dem Miister von Mittnacht, Prinz Wilhelm bei dem Kriegsminister Steinbeil. Morgen findet die Abreife des Kaisers nach Baden-Baden, die des deutschen Kronprinzen nach Homburg statt.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 21. Sept— Der König von Serbien conferirte gestern Nachmit— tag zwei Stunden mit dem englischen Botschafter und reiste Abends nach Belgrad ab. Das ru— mäuische Königspaar ist heute Morgen, von München kommend, hier eingetroffen und reiste sofort nach Bukarest weiter.
Holland. Haag, 21. Sept. Die Thron— rede, mit welcher der König die General— staaten eröffnete, sagt: Die Beziehungen zu den fremden Mächten sind die freundschaftlichsten. Die Theilnahme des Landes an der Congo⸗ und an der Suezconferenz hat bewiesen, daß die Niederlande noch immer einen Platz unter den Seemächten einnehmen. Die Finanzlage erheische
Zuge mit Bannern und Fahnen nach dem Kunst— gebäudesaal, wo ein Meeting abgehalten und eine Resolution für die Einfuͤhrung des allge— meinen Stimmrechts einstimmig angenommen wurde, die heute den Präsidenten der Kammern und dem Minister des Innern überreicht wer— den soll. Die Redner betonten, es sei das letzte Mal, daß man der Regierung die Volkswünsche in solch gesetzlicher Weise vortrage, die Regier— ung habe die Folgen zu tragen, wenn sie das allgemeine Stimmrecht nicht zugestehe.
Spanien. Madrid, 20. Sept. Nachrichten aus Manila zufolge hat der Kreuzer„Aragon“ auf den Palaos-Inseln spauische Garnisonen installirt; bei der Insel Bap befänden sich zwei spanische Dampfer.
Italien. Rom, 22. Sept. Die Schiffe „Rapido-Egadi“ und„Maria-Pia“ sind vor⸗ gestern vor Messina eingetroffen und haben neun Bataillone Infanterie gelandet. Die durch die Cholera beunruhigte Stadt scheint, seitdem Truppenverstärkungen in Sicht, ruhiger. Es ist angeordnet, daß aus Parlermo eintreffende Eisen— bahnzüge von Militär escortirt werden, damit die Bevölkerung das Einfahren derselben in Messina, Catania und Caltanisetta ꝛc. nicht hindere.
Türkei. Konstantinopel. Die„Turquie“ constatirt, der Ernst der Vorgänge in Ostrumelien werde die Pforte nöthigen, zu interveniren. Die Pforte werde ihre Pflicht mit Festigkeit und Mäßigung erfüllen.
Serbien. Belgrad, 22. Septbr. Der „Politischen Correspondenz“ wird von hier ge⸗ meldet, daß der König und der Ministerrath die Mobilisirung der Armee beschlossen haben.
Bulgarien. Sofia, 20. Sept. Eine Proklamation des Fürsten Alexander verkündet die Annahme des Titels„Fürst von Nord und Suͤd⸗Bulgarien.“ Der Fürst befindet sich heute in Kasanlik und trifft morgen in Philippopel ein, wo ihm ein enthusiastischer Empfang vor⸗ bereitet wird. Zahlreiche Freiwillige strömen nach Philippopel. Der„Standard“ glaubt, daß die Gesandten der Großmächte in Constan— tinopel der Pforte die Entsendung von Truppen nach Ostrumelien widerrathen. Der Chef der pro— visorischen Regierung in Rumelien, Dr. Stranzski, ist ein gebürtiger Oesterreicher, der in Mähren bei pauslavistischen Umtrieben eine Rolle spielte. Aufsehen erregt ein Artikel des in Sofia er⸗ scheinenden Blattes„La Voix de la Macédoine“ über angeblich von Mohamedanern verübte Greuelthaten. Das Blatt verlangt die Befrei— ung der macedonischen Bulgaren mit Hülfe der „freien“ Bulgaren, eine Forderung, deren Er— füllung selbstverständlich einen neuen Krieg auf der Balkanhalbinsel entzünden würde. Griechenland. Athen, 22. Sept. Gelegentlich einer Straßenkundgebung zu Gunsten der Rechte des Hellenismus erklärte der Ministerpräsident Delyannis, die Regierung erhoffe die Aufrecht— erhaltung des status quo im Orient, wenn nicht, werde sie die Rechte des Hellenismus wahren. Die Reduction der Armee ist aufzeschoben.
Aus Stadt und Land. Gießen, 22. Sept. Schwurgerichtsverhandlung am
Einschränkungen der Ausgaben und Erhöhung der Einnahmen. g
— 21. Sept. Die Delegirten des Vereins!
für allgemeines Stimmrecht, die Arbeiterliga! und die soctaldemokratische Liga, etwa 1500 Per- sonen, begaben sich gestern Mittag im geordneten!
bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren
21. September gegen Wilhelm Zimmermann von Eisenbach wegen Mordversuchs und Körperverletzung. Die Ge— schworenen erkannten den Angeklagten des Todtschlags— versuchs und der Körperverletzung für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 1 Monat verurtheilt, auch die Aberkennung der
ausgesprochen.
Allerlei.
Halle. Der im Hochverrathsprozeß gegen Reins- dorff und Genossen mitverurthellte Schuhmacher Holz— hauer erhängte sich in der hiesigen Strafanstalt.
Rom, 22. Sept. Votgestern wurden heftige Erd⸗ stöße in Benevent bemerkt, welches seit 200 Jahren bereits siebenmal durch Erdbeben zerstört worden ist. Dle Bevölkerung lagert im Frelen.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 22. Sept Fruchtbericht. Walzen M. 16.25 bis 16.50, Korn M. 14.75—15., Gerste M. 14.—16., Hafer M. 12.50— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund.
Irtedberg, 23. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eter 1 St. 7 Pf.
Gießen, 22. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95 1.10, Eler 1 St. 6 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.45 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.4), Hahnen per Stück M. 0.50 0.80, Enten per Stück M. 1.20—1.70, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ leisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel⸗ fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50—5., Zwiebeln per Ctr. M. 46. Grünberg, 19. Sept. Fruchtpreise. Walzen M. 16.50, Korn M. 14.30, Gerste M. 13.00, Hafer M. 12.00, Samen M. 20.80.
Gießen, 18. Sept. Auf dem am 15. und 16. d. Mts. dahter abgehaltenen Vieh-Markte waren aufgetrieben: 1055 Stück Rindvieh und 889 Stück Schweine. Sämmt— liches Vieh war schön und gut genährt und war der
Kühen lebhaft. Nächster Markt Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. October d. J., am letzteren Tage auch Krämermarkt.
Frankfurt, 21. Sept. Fruchtbericht. Hiesiges Mehl Nr. 0 M. 32—33, Nr. 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 23— 24, Nr. 4 M. 16.50 bis 17.50, Nr. 5 M. 15.50— 16.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M.“ 50-52, norddeutsches und westfälisches Welzenmehl 00 M. 23— 23.25, Roggen⸗ mehl Nr. 0(hiesiger Marke) M. 2324, do. 0/1 M. 21 bis 22, do. 1 do. M. 19.50— 20.50, do. 2 do. M. 17.25 bis 17.50. Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 16.50 bis 16.75, frei ab Bahnhof hier M. 17, do. fremder je nach Qual. M. 17.75— 18.50. Roggen hiesiger M. 14.75— 15. Gerste, Brauerwaare neue M. 15.50 bis 17.50, do. zu Mahlzwecken M. 12. Hafer, je nach Qual., neuer M. 13.25, Raps M. 22.50— 22.75, Mais, bunter(mixed) M. 12 12.25. Kartoffeln M. 3. Aepfel(Kelterobst) je nach Qual. M. 9—10. Roggen⸗ kleie M. 5—5.25, Weizenkleie M. 4.25 4.50. Rüböl im Detall M. 52—53. Stimmung fest. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 100 Ko.
Frankfurt, 21. Sept. Der heutige Viehmarkt war mit 389 Ochsen, 26 Bullen, 397 Kühen, Stieren und Rindern, 278 Kälbern, 205 Hämmeln und 162 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 6768, 2. Qual. M. 60—63, Bullen 1. Qual. M. 4244, 2. Qual. M. 36—38, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 56—58, 2. Qual. M. 42— 50. Kälber 1. Qual. pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 5860 Pf., 2. Qual, 50 bis 52 Pf., Hämmel 1. Qual. 59— 60 Pf., 2. Qual. 48—50 Pf., Schweine, inländische 62—64 Pf. Frankfurt, 22. Sept. Auf dem Heu- und Stroh⸗ markt waren 61 Wagen zugefahren. Heu kostete 100 Ko. M. 5.60— 6.80, Stroh M. 3.80—4.60.
Jsraelitischer Gottesdienst in Fried erg. Sabbath- und Laubhüttenfeier vom 26. September 1885. Beginn:
Freitag Abends 5 Uhr 15 Min.
Samstag Morgens 8 Uhr.
Samstag Nachmittags 3 Uhr 45 Min.
Sabbathausgang 6 Uhr 35 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 27. September an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 4/ Uhr. Mittwoch Morgens Palmfest 5 Uhr 45 Min.
Donnerstag den 1., sowie Freitag den 2. Oetober: Schluß⸗ und Thorafreudenfest.
3185 Halbp.⸗Wagen, neu, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. grat. J. 6. Rumpf. Eis. Hand 18, Frankfurt à. M.(1827.)
Der Gesammt Auflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt des praktischen Wochenblattes für alle Hausfrauen„Fürs Haus“ bei, welchen wir der Beachtung aller Hausfrauen nachdrücklich empfehlen.
Submission.
Die für die neue Einrichtung des Langen-Baues in der Burg zu Friedberg nöthigen Arbeiten, bestehend in: M
Maurerarbeit, veranschlagt zu 863 90 Steinhauerarbeit 151 70 Zimmerarbelt 194 61 Schreinerarbeit 261 77 Schlosserarbeit 302 40 Glaserarbeit 39 42 Weiß binderarbeit 241 01 Pflasterarbeit 135—
sollen auf dem Submisstonswege vergeben werden. Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen llegen
vom 24. bis 30. September 1885 zur Einsichtsnahme für Interessenten auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, an welch letztere auch die Offerten spätestens bis zum 30. September, Vormittags 11 Uhr, versiegelt und mit Aufschrift:„Submissions-Offerte“ portofrei ein⸗ zusenden sind.
Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß wir eine Niederlage unserer Weine bei Herrn
Friedrich Weith in Nieder⸗Wöllstadt
errichtet haben; auch ist derselbe gerne bereit, directe Be— stellungen für uns in Empfang zu nehmen.
Friedberg den 23. September 1885. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg.
Schneller. 2„* 9, 0 7 „Lilienmilchseife“ beseitigt sofort alle Sommersprossen, erzeugt einen wunderbar weissen Teint und ist von höchts
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Ausführliche Preis-Listen stehen gerne zu Diensten.
Schulz& Wagner,
katserl. königl. österr. Hoflieferanten und Besitzer der altdeutschen Weinstube
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Frankfurt a. M.
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