Ausgabe 
6.6.1885
 
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1885.

Vamstag den 6. Zuni.

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Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

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Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Betreffend: Die Feuervisitation pro 1885.

Amtlicher Theil.

Friedberg den 1. Juni 1885.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Mit nächster Post erhalten Sie die Protokolle über die in diesem Jahre stattgehabte Besichtigzung der Feuerstätten.

Sie wollen sofort

die betreffenden Gebäudeeigenthümer zur Beseitigung der in den Protokollen näher bezeichneten Mangel und Anstände binnen der darin vor bestimmten Fristen auffordern, und die Protokolle sodann bis spätestens den 30. August 1885, mit Bemerkung über den Befolg versehen, wieder

vorlegen.

bald auf Kosten der Betheiligten vornehmen lassen und anher berichten.

Ausschreiben.

In den Fällen, in welchen die Reparatur gefahrdrohender Gehäude besondere Vorsichtsmaßregeln erheischt, wollen Sie dieselben als

Dr. Braden.

Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort 1. des Adam Kratz von Hambach, 2. des Konrad Weißbeck von Storndorf, 3. des

Ludwig Weißbeck von Friedberg

Storndorf wird ersucht. am 2 Juni 1885.

Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 4. Juni. Der Großherzog begab sich heute in Begleitung des Flügeladju tanten Major Wernher über Worms nach Flon heim, um der Einweihung der dortigen neu er bauten protestantischen Kirche beizuwohnen. Die Rückkehr hierher erfolgte im Laufe des Nach mittags über Bingen und Mainz.

Berlin, 3. Juni. Der Kaiser hat gestern Abend bis 9 Uhr gearbeitet, Nachts sehr gut geschlafen und befindet sich sehr wohl.

2. Juni. Feldmarschall Graf Moltke

feierte heute sein 25jähriges Jubiläum als Chef des Großen Generalstabes. Der Rittmeister Graf Pourtales, der frühere Adjutant des Feldmarschalls v. Man teuffel, der nach seinem Ausscheiden aus der preußischen Armee in die Dienste der Congo gesellschaft trat, ist derStraßb. Post zufolge zum Chef der Station Vivi ernannt worden.

Bezüglich des jüngsten Artikels des Standard in Betreff der deutschen Erwerb ungen auf dem sstafrikanischen Festlande gegen über Zanzibar bemerkt dieNordd. Allg. Ztg.: Deutschland trage sich nicht mit Plänen gegen die Unabhängigkeit des Sultans von Zanzib or. Das Reich entsandte vor einem halben Jahre einen Vertreter nach Zanzibar, um die Bezieh ungen mit dem Sultan durch Abschluß eines Freundschafts⸗, Handels- und Schlifffahrtsver trages zu befestigen und zu erweitern. Hierzu kam die aus den Beschlüssen der Berliner Con ferenz sich ergebende Aufgabe für den deutschen Vertreter, gemeinsam mit den Vertretern der anderen Conferenzmächte auf Erleichterungen des Transithandels mit dem ostafrikanischen Fest lande, durch die unter der Herrschaft des Sul tans von Zanzibar stehenden Küstenstriche hin zuwirken. Es lag der Regierung fern, den Sultan von Zanzibar durch Gewaltmaßregeln zum Abschluß des Handelsvertrags zwingen zu wollen. Der Sultan hat vielmehr seinerseits Ansprüche auf Gebiete erhoben, welche von der deutsch⸗ostafrikanischen Gesellschaft erworben wor den sind, und hat sogar Truppen in diese Ge biete einrücken lassen. Auch geht der Sultan von Zanzibar gegen den Sultan von Witu vor, der seit 1867 mit Deutschland in freundschaft lichen Beziehungen steht. Es ist zu hoffen, daß der englische Einfluß in Zanzibar dazu beitragen wird, den Sultan zum Einlenken aus der Bahn der Herausforderung zu bewegen. Die Nach richt, daß die Gebrüder Denhard von Hamburg in Witu die deutsche Flagge gehißt haben, be stätigt sich. Amtliche Meldungen darüber stehen binnen Kurzem bevor. Danach zu schließen, würde also das so erworbene neue Schutzgebiet

vom Deutschen Reiche als solches anerkannt wer den. Damit wäre in einem vom Sultan von Zanzibar beanspruchten Gebiete eine deutsche Erwerbung gemacht, was bei der jetzigen Lage bemerkenswerth ist.

Nach derPos. Ztg. soll der General- vicar der Kulmer Diöcese, Anton Klingenberg, seitens der preußischen Regierung zum Fürst bischof von Posen und Gnesen vorgeschlagen sein. Nach dem genannten Blatte, das seine Mit theilung von durchaus zuverlässiger Seite er halten, ist Klingenberg ein Mann von großer Loyalität und Toleranz; er ist der polnischen Sprache durchaus mächtig und erscheint bei Allen, die ihn näher kennen, Als der geeignete Mann, um den Frieden zwischen den verschie⸗ denen Nationalitäten der Provinz anzubahnen.

Königsberg, 3. Juni. Der Kronprinz von Preußen und Prinz Wilhelm sind heute hier eingetroffen. Dieselben wurden von der Bevölkerung begeistert empfangen. Nach einer Fahrt durch die reichgeschmückten Straßen sind dieselben im Oberpräsidialgebäude abgestiegen. 4. Juni. Der Kronprinz nahm gestern das Diner bei dem Oberpräsidenten ein und be suchte Abends das Theater, wo das Publikum ihn bei offener Scene mit Erheben von den Sitzen begrüßte. Um 9½½ Uhr erschien der Kronprinz mit dem Prinzen Wilhelm zum Re gimentsfest des RegimentsKronprinz. Heute Morgen fuhr der Kronprinz nach Pillau, wo derselbe von den Behörden empfangen wurde. Eine Ehrencompagnie war bei dem Empfange aufgestellt. Hierauf fand eine Seefahrt auf einem Dampfer und Frühstück an Bord und alsdann die Reise nach Palmnicken statt, wo die Besichtigung der Bernsteinwerke erfolgte. Abends traf der Kronprinz wieder in Königsberg ein.

Königstein, 3. Juni. Die herzoglich nassauische Familie traf heute hier ein.

Kissingen, 4. Juni. Der Reichskanzler und Graf Wilhelm Bismarck sind heute Abend hier eingetroffen.

Baden-Baden, 3. Juni. Die Nachrichten derGermania über eine ernste Erkrankung der Kaiserin sind vollig unbegründet. Im Be finden der Kaiserin ist nichts verändert.

Sigmaringen, 3. Juni. Zur Beisetzung des Fürsten am Samstag wird der deutsche Kron prinz erwartet. Bis jetzt haben ihr Erscheinen angemeldet: Prinz Georg von Sachsen als Ver treter des Königs von Sachsen, und der Herzog und die Herzozin von Anhalt. Der König von Belgien sendet einen General.

Straßburg, 2. Juni. Der kaiserl. Statthalter von Manteuffel ist heute über Kehl nach Karlsbad zu einem zweimonatlichen Aufenthalte abgereist.

Ausland.

Schweiz. Bern, 3. Juni. Der Bundes⸗ rath sprach sich für die Vornahme der Revision der Bundesverfassung, betreffs des Referendums der Volksinitiative, des Erfindungsschutzes, der Pflege der Landwirthschaft, der Gewerbe, der Ausdehnung der industriellen Haftpflicht, der Unfallversicherung und des Banknotenwesens aus, lehnte dagegen alle übrigen Forderungen der Revision ab. Der Nationalrath lehnte mit 71 gegen 43 Stimmen den Antrag auf Erricht ung einer Bundesbank mit Notenmonopol ab. Das Königreich Siam hat seinen Beitritt zu Weltpostvertrag vom 1. k. Mts. ab angezeigt. 4. Juni. Durch Beschluß des Bundesrathes sind gestern 21 Anarchisten, darunter ein Franzose und mehrere Deutsche, ausgewiesen worden.

Frankreich. Paris. Der Minister Goblet beantwortete den Protest des Erzbischofs Guibert gegen die Entkirchlichung des Pantheons mit einem Schreiben, worin es heißt, daß der Protest des Erzbischofs in der Form wie in der Sache über die Rechte des Erzbischofs entschieden hin ausgehe. Die von dem Erzbischof an den Tag gelegten Gefühle könnten nicht die Sprache ent schuldigen, die mit den Functionen des Erz bischofs und mit den Pflichten, die er gegen die Regierung habe, sich nicht vertrage. Auch be rechtigten ihn dieselben nicht, über die Handlungen der allgemeinen Politik der Regierung zu dis cutiren. Eine derartige Haltung des Erzbischofs sei nicht geeignet, die Beziehungen zwischen Staat und Kirche friedlich zu gestalten.

3. Juni. Eine heute aus Saigon ein getroffene Depesche constatirt, daß in Cambodscha uberall völlige Ruhe herrscht. Die jetzt von den Zeitungen gebrachten Nachrichten beziehen sich auf Unruhen, welche im April stattfanden, je doch schon Anfang Mai unterdrückt waren.

4. Juni. Deputirtenkammer. Berathung des Berichts der Commission über den Autrag, das Cabinet Ferry in Anklagestand zu ver setzen. Der Bericht schlägt die Ablehnung des Antrags vor. Die Kammer nahm mit 322 gegen 153 Stimmen die Commissionsanträge an und lehnte somit den Antrag, das Cabinet Ferry in Anklagestand zu versetzen, ad. Der Senat genehmigte nach kurzer Berathung den Vertrag von Hüe. Freyeinet legte die egyptische Finanzeonvention vor.

Spanien. Madrid, 3. Juni. Der Senat genehmigte in seiner Abendsitzung die von der Deputirtenkammer angenommenen Abänderungen des deutsch-spanischen Handelsvertrazs ohne Discussion. Der russisch-spanische Handels

dem

vertrag wurde heute ebenfalls unterzeichnet. Rom, 3.

Italien. Juni. Die technische