Ausgabe 
6.1.1885
 
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1885.

Dienstag den 6. Zanuar.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen: von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden flets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Militärersatzgeschäft pro 1885.

Friedberg den 31. Dezember 1884.

Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt.

Bezugnehmend auf mein Ausschreiben vom 26. Dezember 1876, Kreisblatt Nr. 155

die deutsche Wehrordnung vom 28. September 1875(Regierungsblatt zu beginnen und dieselben so zu beschleunigen,

das Reichs-Militärgesetz vom 2. Mai 1874 und 55) lade ich Sie ein, mit den Vorarbeiten zum Militär-Ersatzgeschäft

daß die Stammrollen und Recl lamationsprotoko lle nebst dazu gehörigen Belegen bis(ängstens

zum 15. Februar 1888s bei mir eintreffen. Nach§. 23 der Ersatzordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß die Anmeldung

zur Stammrolle Seitens der im Jahre 1865 geborenen Militärpflichtigen, sowie derjenigen, welche dieses

Alter bereits überschritten, sich jedoch

zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der 1884er M. kusterung zurückgestellt worden sind, beziehungsweise über welche überhaupt eine endgültige Entscheidung hinsichtlich der Dienstpflicht noch nicht getroffen worden ist, während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1885 bei Meidung der in F. 23,10 der Ersatzordnung angedrohten Strafe bis zu 30 Mark oder Haft von 3 Tagen zu

erfolgen habe.

Bei Aufstellen der Stammrollen wollen Sie sich genau nach der Ersatzordnung richten und nur vollständige, deutlich geschriebene Stammrollen vorlegen, namentlich auch die alphabetische Ordnung mit den Zwischen räumen inne halten. zur Zeit noch dient oder gleichzeitig zur Vorstellung kommt, wollen Sie

Bei Leuten, von welchen ein Bruder in der Stammrolle einen kurzen Vormerk: 1 Br. dt. S oder:

w. vorget.. 1 ebenso bei Leuten, welche mit Pferden umzugehen verstehen, in der Rubrik:Stand oder Gewerbe ent

sprechenden Vormerk: S Pf. D aufnehmen.

Schließlich mache ich Sie noch auf das Ausschreiben vom 31. Dezember 1879, Kreisblatt

Nr. 2 de 1880:Die 5a 7 der tele unehelicher Sohne in der Stammrolle zur genauen Befolgung aufmerksam.

Dr. Brad

Betreffend: Das e r ft pro 1885.

en.

Friedberg den 31. Dezember 1884.

Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großberzoglichen Burgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt.

Unter Bezugnahme auf F. 30 der Ersatzordnung bemerke ich

welche pro 1885 erneuert werden sollen, wollen Sie einfordern und,

Ihnen, daß Gesuche um Zurückstellung Militärpflichtiger genau zu pro tokolliren und die Protokolle mit Beilagen bis längstens zum 15. wenn keine. Veränderungen in den Verhältnissen eingetreten sind, dies auf

Februar 1885 anher einzusenden sind. Frühere Reclamationen,

Seite 4 des Protokolls bescheinigen, andernfalls die etwaigen Aenderungen genau angeben. Dr. Braden.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1885.

Di 5 5 gen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Früh

jahr 1885 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung

spätestens bis zum 1. Februar 1885 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An bringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:

1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.

2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.

3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange geben wird.

4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Geburts zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder a mit der Erklärung über dessen e und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; in diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder

Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des ein jaͤhrigen Dienstes unterhalten zu koͤnnen, nicht fehlen, auch muß di⸗ Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbe scholtenbeitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorge setzten Dienstt ehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener zebenslar if. f 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Franzoͤsisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will.

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten heitszeugniß beizulegen.

Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung I. Teil der Wehrordnung vom 28. September 1875 Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.

Darmstadt den 8. Dezember 1884.

Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros.

An die Großherzoglichen Bürgermeister des Kreises. Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehoͤrigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem 2. Halbjahr 1884 gegen die vorschrüftsmäßige Bescheinigung und Quittung

Montag den 12. Januar d. J. auszahlen wird. Friedberg den 3. Januar 1885.

Für den Vorstand der Mathildenstiftung: Meyer.

Deutsches Reich. VI. Dienstnachrichten.

Darmstadt. Der Ritttmeister à la s. der Kavallerie Graf zu Bsenburg-Philippseich Schulamtsasp. Zimmer wurde zum Major à la s. ernannt.

Es wurde: dem Schullehrer 2. D Grieb zu Runkel eine Lehrerstelle zu Ober Flörsbeim[Grafen zu Stolderg Ortenberg Koßla stebt das Präsen⸗ übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Offenbach präs. tattonsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Walldorf, Gehalt

Lehrerinnenstelle zu Offenbach präs. Schulamtsaspfrantin

Lehrerstelle zu Ortenberg, Gehalt 900 M. Dem

Ueberau, die auf die 900 M. Die Lehrerstelle zu Rixfeld, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Weckesheim, Gehalt 900 W. Dem

Das Regterungsblatt, Beilage Nr. 29 enthält:[Stauch aus Heppenheim bestätigt; dem Schullehrer Lehr Fürsten zu Solms Braunfels steht das Präsentations 1. Uebersicht der für 1884/85 genehmigten Umlagen zu Blebelnheim eine Lehrerstelle zu Dienheim, dem Schulrecht zu.

der israel. Nel. Gem. des Kr. Worms.

lehrer Schwebel zu Groß Gumpen eine Lehrerstelle zu; X. Sterbefälle. Gestorden find: der Oderquartier⸗

11. Bekanntmachung, die für 1884/85 in der Ge- Auerbach, dem Schullehrer Lanz zu Buͤdesbelm eine meister Nischwitz zu Welsenau; der Hauptmann Clax zu

meinde Dalheim zu erhebenden Umlagen betreffend. 111. Ordens verlethungen. IV. Ernächtigung zur Annahme und zum Tragen VII. Dienstentlassung.

Lehrerstelle daselbst, dem Schullehrer Dirlam zu Gründergs Gießen; der kath. Pfarrer Henrsel zu Ebersbeilm; der die Lehrerstelle zu Ermenrod übertragen.

Hofopernregisseur Cramelint zu Darmstadt; der Kanzlei [Sekretär Wimmenauer zu Bessungen; der Kammermusiker

eines fremden Ordens. VIII. Ruhestandsversetzung. Eberle zu Darmstadt; der Schullehrer Söllner zu

V. Namens veränderungen.

IX. Konkutrenzeröffnungen. Erledigt sind: Diel Vadeurod; der Zeichenlehrer Bender zu Darmstadt; der