Ausgabe 
5.12.1885
 
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Juno 1010 ꝙœοmꝛmun⁰ An-

zwischen

Beilage.

Bberhessischer Aweiger.

M144.

Aus Stadt und Land.

Friedberg, 3. Dee. Der 90. Geburtstag des pens. Unteradjutanten Hasselbaum verlief für den Gefeierten in schönster Weise. Ein Telegramm unseres Großherzogs traf ein, Geschenke und Gratulatlonen von hohen Offi zieren und ehemaligen Kameraden, welch letztere theilweise sogar persöͤnlich gekommen waren, Glückwuͤnsche aus hie siger Stadt und Umgegend erhielt der Jubilar in großer Menge. Mögen ihm noch recht viele freundliche Tage beschieden sein.

s. Friedberg. Im Jahre 1886 baben nachfolgende Personen als Schöffen an den beigesetzten Sitzungstagen des Schöffen-Gerichts zu Friedberg zu fungiren: am 5., 12. und 26. Januar: Gustav Wilhelm Schmid, Gastwirth in Reichelsheim und Johann Heinrich Wagner, Bürgermeister in Bruchenbrücken; 2., 9. und 23. Febr.: Karl Leonhard, Essigfabrikant in Friedberg und Cristoph Wißmer II., Landwirth in Kaichen; 2., 16. und 30. März: August Steln, Bürgermeister in Beienheim und Karl Friedrich Neisel, Bürgermeister in Fauerbach b. F.; 6., 13. und 20. April: Simon Schütz, Metzger und Wirth in Ober Wöllstadt und Jakob Zwier, Beigeordneter in Ilbenstadt; 4., 11. und 25. Mal: Moritz Pappenheimer, Kaufmann in Friedberg und Johann Friedrich Schwind, Pachter in Nieder⸗Woͤllstadt; 8., 22. und 29. Juni: Ernst Kleberger, Landwirth in Melbach und Jehann Koob, Kappenmacher in Friedberg; 6., 13. und 27. Juli: Ernst Engel, Metzger in Friedberg und Wilhelm Rumpf, v. Frankenstein'scher Oberförster in Ockstadt; 3., 17. und 24. August: Georg Karl Hensel, Landwirth in Södel und Heinrich Moscherosch, Bürgermeister in Burg Gräfen rode; 7., 14. und 28. September: Heinrich Wilhelm Alles, Bürgermeister in Nieder-Florstadt und Jakob Becker II., Landwirth in Nieder⸗Wöllstadt: 5., 12. und

26. Oktober: Karl Werner, Kaufmann in Friedberg und

Heinrich Caspar Stoffel, Gemeinde-Einnehmer in Ober⸗ Florstadt; 9., 16. und 23. November: Martin Ewald, Rentner in Ockstadt und Karl Theodor Kranz, Kaufmann in Friedberg; 7., 14. und 21. Dezember: Hermann Bausch, Landwirth in Nieder- Wöllstadt und Heinrich Volz II., Landwirth in Burg⸗Gräfenrode. Zu Hilfs- schöffen wurden bestimmt: 1) Johannes Bieler, Hof glaser; 2) Johann Christoph Trumpfheller, Bäcker; 3) Ludwig Gros, Kaufmann; 4) Philipp Windecker, Metzger; 5) Christoph Blum, Metzger; 6) Ludwig Weiß, Buchbinder; 7) Philipp Wilhelm Altmannsperger, Land wirth; 8) Jobann Heinrich Flaschenträger, Kaufmann; 9) Adolf Mayer, Hof- Uhrmacher; 10) Friedrich Reuß, Beigeordneter, sämmtlich von Friedberg.

H. Friedberg. Im 9. Zählbezirk, Burg⸗Friedberg (ohne die Seminargebäude) nebst noch 7 angrenzenden Wohnungen befanden sich am 1. Dezember in 65 Haus haltungen 304 Bewohner vor, und zwar 130 männlichen und 174 weiblichen Geschlechts; hiervon sind 227 evang., 34 kath., 43 mosaisch; Kinder unter 10 Jahren sind hierbei 74 und verheirathet sind 97 Personen.

d. Friedberg. Der deutsche Handwerkerbund, eine Vereinigung von Handwerkern aus allen Gauen Deutsch⸗ lands, mit der Centralstelle in München, beabsichtigt im Laufe dieses Monats eine Petition an den Reichstag zu schicken, welche aus drei Theilen besteht. Der erste Theil derselben soll dem Antrag des Reichstagsabgeordneten Ackermann und Genossen, welcher der Hauptsache nach die Wiedereinführung von gesetzlichen Meister-, Gesellen und Lehrlingsprüfungen bezweckt, Nachdruck verleihen; der zweite Theil enthält ein Gesuch um Beschränkung der Strafanstaltsarbeit; der dritte, die Einführung von Legt⸗ timatlonspapleren für alle Arbeiter. Der Localgewerb verein Friedberg, dem ein Schreiben zur Betheiligung an dieser Petitlon von dem deutschen Handwerkerbund zugegangen, wird dieserhalb in aller Kürze eine größere Versammlung veranstalten und in dleser über die Sache Vortrag halten; erwünscht wäre es bei dem hohen Werth des Gegenstandes, wenn alle Handwerker Friedbergs und der Umgegend au dieser Versammlung sich betheiligten.

O Bad⸗Nauheim, 2. Dez. Auch in hiesiger Stadt war im Anschluß an das Darmstädter Haupt⸗ comité ein Localcomité für die Verwundeten und Er krankten des bulgarischen Heeres zusammengetreten. Die in Clreulatlon gesetzte Gabenliste hat einen Gesammt ertrag vor 152 M. 30 Pf. ergeben, welcher heute nach Abzug der Colportage, Coplal⸗ und Portokosten mit 140 M. nach Darmstadt abgeschickt wurde. Eln hier wohnhafter früherer Regimentskamerad des Fürsten von Bulgarlen hatte seinen Beitrag von 10 M. schon vorher nach Darmstadt abgeschickt und ist somit der gesammte Resnertrag der hlesigen Sammlung auf 150 M. zu be⸗ ziffern, ein für unser kleines Städtchen sehr schönes Resultat. Wie wir vernehmen, beabsichtigt der Verein Concordia in der Kurze ein Concert für den gleichen edlen Zweck zu veranstalten und wird also voraussichtlich eine weitere Spende von hier folgen. 5

Erbach. Wie dieW. 3. aus zuverlässigster Quelle erfährt, beruht die Nachricht, die vor etwa 14 Tagen durch dle Blätter lief, wonach am 12. d. M. in der Schuck'schen Wirthschaft an der Staatsstraße Schöllenbach und Kailbach am hellen Tage ein Betrag von über 1000 M. geraubt und die sich zur Wehr setzende Wirthln zu Boden geschlagen worden sei, nach dem Ergebniß der eingeleiteten Untersuchung au reiner Erfindung.

Allerlei.

München, 2. Dez. In unserem Nachbarorte Bogen hausen ist in letzter Nacht ein Raubmord verübt worden. Der verwittwete 62 Jahre alte Oeconomtebesitzer Michael Bader wurde heute Morgen todt vor seinem Hause liegend gefunden. Im Hause waren mehrere Behältnisse erbrochen und des Inhalts beraubt. Von den Thätern, man nimmt an, daß es mehrere seten, ist bisher keine Spur entdeckt.

Wien, 30. Nov. Heute Morgen wurde der Wach mann Zillich von einem verdächtigen Subjekt, das er verhaftet hatte und zur Wache schaffen wollte, nieder geschossen. Zillich ist schwer verwundet, doch hofft man auf seine Rettung.

Neapel. Ein geheimnißvoller Mord setzt die Be wohner von Castellamare in nicht geringe Aufregung und hat bereits zur Verhaftung dreier deutscher Unterthanen geführt. In einer Schlucht fand man den Leichnam eines etwa 12 Jahre alten Knaben mit blondem Haar und blauen Augen, der auf dem Körper mehrere Amulette trug, welche vermuthen lassen, daß er katholisch gewesen ist. Durch zahlreiche Zeugen ist festgestellt, daß er noch kurz vorher in Begleitung eines älteren Herrn, der einen großen Mantel trug, gesehen worden ist. Die Pollzei nimmt deswegen an, daß er gewaltsam in die tiefe Schlucht gestürzt worden ist und zwar aus Gründen, die mit einer noch nicht ganz aufgeklärten Erbschafts geschichte zusammenhängen. Vor 10 Tagen logirte der Begleiter des Knaben mit diesem im Hotel de Geneve zu Neapel und schrieb einen unleserlichen Namen ins Fremdenbuch. Es liegt mithin sehr nahe, daß er der Mörder desselben, aber schon längst in Sicherheit ist. Die Polizei hat aber trotzdem drei arme Teufel, sämmt lich Deutsche, verhaftet, und vorläufig dem deutschen General Consul übergeben. Zwei davon sind Maler und einer ist Barbier, Namens Carl Althoff. Inzwischen ist der Name, den der vermuthliche Mörder im Hotel de Gendve unleserlich ins Fremdenbuch eingetragen hat, sämmtlichen Consulaten photographirt zugestellt worden. Bis jetzt ist irgendwelche Aufklärung über Namen und Heimath des todten Knaben noch nicht erfolgt. Aber die Vermuthung, daß er ein Deutscher oder Schweizer aus guter Familie seti, gewinnt immer mehr an Wahrscheinllchkeit.

Verloosungen.

Cassel, 1. Dee. Serienziehung der Kurhessischen 40 Thaler-Loose: 3216 37 5397 4752 15 6102 3595 5377 5339 2876 2664 1239 1593 4658 5021 3703 5978 1913 3232 5082 4493 5675 4387 4663 6110 2234 5665 4012 4166 2155 4448 4272 6522 1478 4926 6478 1409 549 4867 6036 2172 6715 5062 4225 1458 5784 1177 4285 6449 554 2001 3799 1566 3363 5427 4637 1606 633 931 2178 714 9 5 1053 83 569 5158 5237 1050 5668 221 2321 4869 3412 1901 3796 4866 1127 75 4309 1197 2748 1424 4085 6045 6082 2973 955 871 2775 2352 5219 2459 289 1778 3420 961 1387 1687 476 3077 614 867 4847 335 2519 2076 5101 2308 3034 5858 6702 1978 2631 3873 5515 6032 5093 2109 1015.

Meiningen, 1. Dez. Serten-Ziehung der Mei⸗ ninger Prämten- Pfandbriefe. Es wurden folgende Serien gezogen: 131 394 971 1050 1433 1475 1606 1931 1988 2144 2391 2401 2439 2560 2562 26417 2665 2702 2735 2937 3082 3187 3138 3167 3250 3449 3934 3968 3973.

Hamburg, 1. Dez. Ziehung der Köln Mindener

Loose. Serien: 43 285 510 595 865 969 1087 1291 1335 1371 1436 1493 1547 1617 1669 1689 1799 1922 1962 2056 2322 2323 2395 2611 2642 2737

2760 3011 3550 3671 3775 3844 3846 3989 3999

Karlsruhe, 30. Nov. Ziehung der Badischen 35 Gulden⸗Loose. Serien: 166 178 194 229 310 317 343 510 543 558 615 622 719 804 1085 1092 1099 1300 1364 1390 1404 1475 1484 1504 1508 1541 1547 1684 1737 1776 1927 1962 2038 2078 2115 2150 2191 2282 2292 2337 2394 2536 2589 2720 2730 2785 2816 2820 2846 2991 2997 3031 3059 3127 3133 3148 3158 3199 3211 3227 3294 3353 3374 3407 3532 3541 3590 3647 3704 3753 3779 3785 3793 3814 3832 3874 3902 4114 4235 4248 4263 4264 4267 4295 4298 4308 4320 4378 4382 4385 4470 4566 4605 4649 4693 4695 4995 5078 5107 5147 5171 5276 5372 5394 5458 5468 5469 5516 5651 5665 5741 5809 5834 5984 6025 6045 6112 6115 6134 6138 6156 6288 6246 6277 6477 6517 6531 6572 6575 6595 6639 6696 6786 6908 6942 6958 7001 7058 7134 7168 7240 7241 7283 7310 7413 7457 7473 7482 7489 7513 7530 7535 7548 7609 7724 7738 7799 7803 7936 7959.

Wien, 1. Dez. Ziehung der Osterr. 100 fl.⸗Loose von 1864. Der Haupttreffer fiel auf S. 95 Nr. 40, 20,000 fl. auf S. 95 Nr. 15, 10, 0 fl. auf S. 1410 Nr. 92, je 5000 fl. auf S. 2884 Nr. 54 und S. 3040 Nr. 73. Von Serien wurden noch gezogen: 9 53 301 588 763 1287 1344 1421 1513 1550 1865 2466 2658 2822 2955 3302 3503 3505 3744 3786 3827.

Handel und Verkehr.

Butzbach, 2. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 9005 f., Käse per Pfd. 45 46 Pf., Eier 1 St. 7 Pf. Frankfurt, 2. Dez. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kosteten Butter 100 Pfd. 90 4100 M., im Detail M. 1.10 1.30, Eier das Hundert M. 650

bis 8, italienische M. 9. Weißkraut der Ctr. M. 34, Sauerkraut der Ctr. M. 10, Blumenkohl der Ctr. M. 20 35, das Stück 2540 Pf., Rothkraut 20 bis 25 Pf., Spinat 50 Pf. die Portion, Rosenkohl 50 Pf. die Portlon, Meerrettig 20 Pf., Weißerüben 2 Pf., Gelberüben der Str. M. 68, der Pack 6 Pf., Endivien 8 Pf., Schmalzkraut 20 Pf. die Portion. Geflügel: 1 Hahn 80 90 Pf., 1 Huhn M. 1 2, Ente M. 2.50, italienssche M. 3, Poularde M. 2.50, Capaun M. 3, Gans M. 48, Welsche M. 5 12, Taube 40-60 Pf.

Haas M. 2.803.

Frankfurt, 3. Dezbr. Fruchtbericht. Hiesiges Welzenmehl Nr. 0 M. 31-32, Nr. 1 M. 2627, Nr. 2 M. 24 25, Nr. 3 M. 22 23, Xr. 4 M. 1617, Nr. 5 M. 15 16, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 49 5, norddeutsche und westfälische Weizen⸗ mehle 00 M. 23 23.50, Roggenmehl/ ruhig M. 18 bis 19 ab Berlin, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten nur genannt, Roggenkleie M. 4.75 und Weizen⸗ kleie M. 4 übrig.(Die Preise verstehen sich bei Ab⸗ nahme von mindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detail M. 51.

Stadtkirche Bauberein.

Den Bewohnern der Stadt und Umgegend Friedbergs ist durch verschledene Artikel, durch den dankenswerthen Grattsabdruck der Statuten und der Geschenkeverzeichnisse in demOberh. Anz. bekannt geworden, daß sich hier ein ev. Stadtkirche⸗Bauverein gebildet hat, der sich die Wiederherstellung, Erhaltung und Verschönerung der als ein herrliches Denkmal gothischer Baukunst be kannten hiesigen evang. Stadtkirche zum Zweck gesetzt hat. Jeder, der auch ohne der evang. Kirche an⸗ zugehören, ob Christ oder Nichtchrist, diesen Zweck zu befördern bereit ist und einen Jahres beitrag von mindestens 50 Pfennig leistet, kann Mitglied dieses Vereins werden. Wir glauben uns mit der Annahme nicht zu täuschen, daß der neue Verein einem tief und in allen Kreisen empfundenen Bedürfnisse entgegenkommt und schon jetzt sich einer nicht geringen Sympathie in und außerhalb unserer Stadt erfreut. Darum hoffen wir auch keine unangenehme Nachricht mitzuthellen, wenn wir ankündigen, daß demnächst Listen mit der ergebenen Aufforderung zur Einzeichnung von Mitgliedern in Cireulation gesetzt werden sollen, und wir halten uns versichert, keine Fehlbitte zu thun, wenn wir unseren Mitbürgern in Stadt und Land kräftig zurufen:Vergeßt und verlaßt unsere liebe Stadtkirche nicht!

Der Vorstand des evang. Stadtkirche⸗Bauvereins: Baur, Kirchenrath. G. Hlerontmus, Hofmaler. Schneller, Kreisbaumeister. Steinhäußer, Bürger- meister. Dr. A. Trapp, Fabrikant. Wahl, Seminar⸗

lebrer. Dr. Weiffenbach, Professor.

Ueber die Großherzogl. Landes ⸗Irrenanstalt zu Heppenheim

und das Landes hospital in Hofheim wird uns geschrieben: Am 2. Januar 1866 wurde die Großh. Landes-Irrenanstalt bei Heppenheim eröffnet. Anfänglich bestimmt für 200250 Kranke, wurde dieselbe im Jahre 1877 zum erstenmale, im Jahre 1881 zum zweitenmale erweitert und die Sollzahl der in der Anstalt gleichzeitig anwesenden Kranken auf 400 festgesetzt. Die vor dem 2. Januar 1866 allein vorhandene staakliche Irrenanstalt, das ehrwürdige Landeshospital zu Hofheim, mit 400 Betten bestand unverändert fort. Somit war seit dem Jahr 1881 der öffentlichen Irrenfürsorge die Möglich⸗ keit geboten, in den genannten beiden Anstalten bis zu 800 Irre gemeinsam verpflegen zu lassen. Von der Er⸗ öffnung der Heppenheimer Anstalt an bis zum 1. Januar 1885(also während 19 Jahren) wurden in die Großh. Landes⸗Irrenanstalt bei Heppenheim 2497, in das Landes⸗ hospital zu Hofheim 1068, demnach in beide Anstalten zusammen: 3560 Geisteskranke aufzenommen. Dagegen bellef sich die Zahl der während der letzten 19 Jahre vor der Eröffnung der Heppenheimer Anstalt(1847 bis 1865) in das Großh. Landeshospital zu Hofheim auf- genommenen Kranken auf 1368. Hieraus ergibt sich, daß in dem zuerst erwähnten Zeitraum 2192 Geistes⸗ kranke mehr aufgenommen worden sind, wie in dem gleich langen Zeitabschnitt 18471865, mit anderen Worten, daß in jenem Zeitraum, d. h. in den seit der Eröffnung der Heppenheimer Anstalt verflossenen 19 Jahren, eine Vermehrung der Aufnahmen um 160 Prozent stattge funden hat. In dem Großh. Landes hospltal zu Hof⸗ heim befanden sich Ende 1847: 385 und Ende 1868: 437 Kranke. Neunzehn Jahre später, zu Ende des Jahres 1884, waren in Hofheim und Heppenheim zu⸗ sammen: 847 Geisteskranke anwesend. Das Großher⸗ zogthum Hessen hatte im Jahre 1847: 852,679, im Jahr 1865: 853,316 und im Jahr 1884: 936,840 Ein⸗ wohner. Wahrend also in den Jahren 1847 1865 die Ziffer der Bevölkerung des Landes um 0,074 Prozent und in den Jahren 1866-1884 um 9,7 Prozent wuchs, erhöhte sich ber Stand der in der Pflege des Staates befindlichen Geisteskranken in dem ersten Zeitraum um 30,4 und in dem zweiten um rund 94 Prozent.

Für Bulgarien

gingen bei der Expedition d. Anz. weiter ein: Von Dir. Schäfer(Blindenanstalt) 3 M., Berginspektor Müller in Weckesheim 5 M., N. N. 3 M., Dir. Dr. Diegel 10 M., Major Römheld 6 M.