Ausgabe 
3.11.1885
 
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Beilage.

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Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Oberamtsrichter Roos in Hirschhorn wurde zum Oberamtsrichter in Lorsch ernannt.

Berlin, 30. Okt. Der Kaiser ist heute Nachmittag zur Hofjagd nach Hubertusstock ab gereist.

Der Etat des Reichsamtes des Innern weist an Einnahmen 1,567,805 M. auf, darunter 1,525,307 M. aus dem Patentamt, also um 130,000 M. mehr als im laufenden Jahre. Die fortdauernden Ausgaben beziffern sich auf 7,753,025 M., also um 4,582,004 M. mehr, wovon 4,400,000 M. zur Einrichtung und Unterstützung regelmäßiger deutscher Postdampfer Verbindungen mit Ostasien und Australien zu rechnen sind. Die einmaligen Ausgaben betragen 2,590,010 M., um 904,410 M. mehr als im laufenden Etat. Für die Errichtung des Reichs tags⸗ Gebäudes sind 2,000,000 M., gegen 1,000,000 M. im laufenden Jahre, für die Herstellung einer Statistik der offentlichen Armen pflege 3930 M. neu ausgeworfen. Für die Förderung der Hochseefischerei sind in fortdauern den Ausgaben 100,000 M., für die Unterstützung der Betheiligung deutscher Kunst an internatio nalen Ausstellungen des Auslandes 20,000 M. bestimmt worden. Der Etat des allgemeinen Pensionsfonds für 1886/87 ist veranschlagt zu einer Gesammtausgabe von 21,850,075 M., d. h. um 442,428 M. mehr als im laufenden Etatsjahre. Der Hauptzugang findet bei den Militärpensionen mit 358,842 M. statt. Bei der Marine findet ein Mehr von 33,036 M., bei der Civilverwaltung ein solches von 50,550 M. statt. Die Auschläge sind auf Grund des Pen sionsstandes von Ende Juni 1885 gemacht.

Die Neu-Guinea-Compagnie veröffent licht eine Bekanntmachung, daß eine Ansiedelung Auswanderungslustiger in den Districten von Neu⸗Guinea gegenwärtig noch nicht opportun sei, da die Compagnie noch mit der Errichtung von Stationen an der Küste, der Erforschung

München, 31. Okt. In der Abgeordneken kammer brachte der Abgeordnete Freiherr von Soden den Antrag auf Errichtung einer staat lich geleiteten Mobiliarbrandversicherung ein. Das Gesetz soll auch auf die Pfalz ausge dehnt werden.

Straßburg. Nach einer Meldung der Landeszeitung trifft der Statthalter hier am 5. November ein.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 31. In der Ungarischen Delegation bezeichnete Graf Kalnoky die Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Deutschland und beider zu Rußland als un verändert. Das Verhältniß zu Deutschland beruhe auf Grundlagen, welche durch unvorherge sehene Zufälle nicht erschütterbar seien. Die fac tische Vereinigung Bulgariens und Ostrumeliens bestehe nicht. Das Fait accompli werde keiner seits anerkannt, noch sei die Anerkennung beab sichtigt. Der ganze Zustand sei ungelöst und fehle daher jeder Vorwand zu Gebietscompen sationen für andere Staaten. Der Minister lehnt die Beantwortung der auf die Conferenz bezüglichen Fragen ab. Oesterreich-Ungarn habe den Juterressen Serbiens keinen Schutz ver heißen, falls dasselbe vor Schluß der Conferenz einen Schritt zur Occupation thue.

Schweiz. Bern. Nach dem nunmehr vor liegenden Resultate der Volksabstimmung über die Alkoholvorlage wurden 229,169 Stimmen für und 157,035 Stimmen gegen die Vorlage abzegeben.

Dänemark. Kopenhagen. Bald fünfzehn Jahre tobt nun der dänische Verfassungskampf, in welchem auf der einen Seite die Anhänger des Parlamentarismus, auf der anderen die liberalen Anhänger der, bestehenden constitutio nellen Verfassung und der rechts von denselben stehenden politischen Parteischattirungen stehen. Am 23. d. Mts. wurde der Reichstag bis zum 18. Dezember vertagt, einerseits um gewisse an messene Ausnahmegesetze anläßlich der zu Tage getretenen aufrührerischen Symptome zu erlassen,

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des Junern und der Herstellung einer regel mäßigen Schiffsverbindung beschäftigt sei.

Nordenflycht, welcher aus türkischen Diensten geschieden ist, ist in Berlin angekom

men und geht demnächst als deutscher Consul

nach Chicago. Das Befinden Caprivi's ist be⸗ deutend besser. Kiel, 30. Okt. beth, Commandant Schering, verließ am 29. Ok tober Zansibar. Das Schulgeschwader, bestehend aus den SchiffenStein,Moltke,Sophie, Ariadne, unter dem Geschwaderchef Commodore Stenzel, traf am 29. Okt. in Madeira ein und beabsichtigt am 4. Nov. seine Reise fortzusetzen.

Die KreuzerfregatteElisa-

und andererseits um der Opposition Zeit zur Ueberlegung zu geben, ob sie den Kampf fort setzen oder einlenken will. In ersterem Falle wird das Ministerium einem Kampf auf's Messer nicht ausweichen, in letzterem dagegen kein Hinder niß einer Aussöhnung sein, am wenigsten wenn solche auf eine Verfassungsreform abzielt, welche geeignet ist, die Wiederkehr so unheilvoller Zu stände, wie sie jetzt und seit Jahren in Däne⸗ mark herrschen, zu verhindern.

Belgien. Brüssel. Der König hat nun doch, wie dieK. Z. meldet, die Beschlüsse unterzeichnet, wonach mit Einem Schlage 53 Gemeindeschulen abgeschafft werden. Er hatte

sich längere Zeit gesträubt, diese Maßregel zu genehmigen.

Türkei. Constantinopel, 30. Okt. Die gestrige Vorbesprechung der Conferenz betraf die Modalitäten der Verhandlungen. Die be sonderen Verhaltungsmaßregeln der englischen Repräsentanten betreffen die Verbesserung der rumelischen Verwaltung und derjenigen anderer türkischen Provinzen. Der Botschafter Thornton vertritt England.

Pariser officlösen Informationen zufolge ist das Einvernehmen der Botschafter in Kon stantinopel jetzt ein vollständiges und wäre es zweifellos, daß die rumelische Angelegenheit bal digst eine befriedigende Lösung finden wird.

Bulgarfen. Sofia, 31. Oct. Die bulga⸗ rische Regierung dementirt die Nachrichten der serbischen Regierung betreffs der Haltung der bul garischen Behörden und Truppen an der Grenze.

Rumänien. Bukarest. Zwölf isrealitische Journalisten sind ausgewiesen worden, den Jour nalen zufolge wegen Angriffen gegen die Regierung.

Serbien. Nisch, 30. Okt. Offiziell. Die Bulgaren sperrten überall die Grenze ab und ordneten an, jeden von Serbien aus die Grenze Ueberschreitenden zu tödten. Die serbischen Truppen sind angewiesen, in entschiedener Weise ohne speciellen Befehl auf ein derartiges Ver halten mit den Waffen zu antworten. Die bul garischen Freiwilligenschaaren begannen, serbische Grenzorte mit Ueberfällen zu beunruhigen. Der König besichtigte die Truppen bei Ahpalanta, Laskovac und an der Grenze.

Egypten. Kairo. Die aufständische Be wegung im Sudan ist trotz der ihr in den letzten Monaten beigebrachten Schläge doch nicht in der Weise niedergeworfen, wie man dies aus den egyptischen Sieges-Nachrichten entnehmen müßte. Wie nämlich aus Alexandrien unter dem 17. d. M. gemeldet wird, sah sich die englische Occupationsleitung in Folge der Meldung über ein rascheres Vorrücken aufständischer Schaaren gegen Norden veranlaßt, die Vorkehrungen für die geplante Expedition zu beschleunigen. Es gehen fast täglich, insoweit Truppenfahrzeuge zur Ver fügung stehen, Truppen nach dem oberen Ril. Desgleichen wurden die Commandanten an der Grenze angewiesen, die Fortificationen im besten Stande zu erhalten, die größte Wachsamkeit zu üben und bis auf Weiteres in energischer Defensive zu verharren.

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