Ausgabe 
3.3.1885
 
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Landwirtben 45, von Lebrern 30, von Handel und Gewer betreibenden 23, von Beamten 12, von sonstigen Berufsklassen 13 aus Städten über 10,000 Einwohner 2, aus Städten zwischen 10,000 und 2000 Einwohner 22, aus Orten unter 2000 Einwohner 87; vorbereitet in Pröparandenanstalten 67, von Lehrern 17, in Gym nasien 1, in Realschulen 23, in sonstigen Bildungs-An⸗ stalten 3; aus der Provinz Oberhessen 82, Starken burg 27, Rheinbessen 23 zur Zelt der Aufnahme im sechszehnten Lebensjahr 8, im siebenzehnten 2, im achtzehnten 28, im neunzehnten 28, im zwanzigsten. 16, im einundzwanzigsten und älter 7. Die öffentliche Prüfung findet am 5. März statt. 8 i

Friedberg, 1. März. Gestern Abend fand eine Comitesitzung bezüglich der Bismarckspende statt. Es wurde zunächst beschlossen, außer den an den bekannten Orten aufgelegten Listen auch eine Sammlung von Haus zu Haus zu veranstalten, um eine möͤglichst allgemeine Bethelligung herbeizuführen. Es wurde dabei betont, daß es weniger auf die Größe der Gabe ankomme, als auf die Bethätizung des nationalen Sinnes, der sich durch dieselbe zu erkennen zibt. Es sei bier noch einer vielfach verbreiteten irrigen Meinung entgegengetreten, als ob es sich um eine petsönliche Dotation für den Reichskanzler handle. Die eingegangenen Gaben werden vielmehr dem Reichskanzler zur Verfugung übergeben, und es steht zu erwarten, daß der Reichskanzler dte Summe im Sinne der Geber zu einem patriotischen Zwecke verwenden wird. Mit Befriedigung wurde con⸗ statirt, daß die Bethetligung hier und auf dem Lande eine rege ist und Männer jeder Varteistellung ihr Scherflein beitragen und für die Sache sich interessiren. Ferner wurde beschlossen, den Geburtstag des Reichskanzlers durch ein allgemeines Bankett zu feiern und wurde die Ausführung resp. die Aufstellung des Programms dem engeren Comits überlassen. g

r. Friedberg. Im Gegensatz zu dem letzten Concert unseres Musikveresns wird das Programm des nächsten mebrere kleinere Compositionen für gemischten Chor von Brahms(Schicksalslied) und Faist, ein Trio unseres geschätzten heimischen Pianisten Fr. Link und Solo⸗ Vorträge der mitwirkenden Frl. Anna Göring von Darmstadt und des Violinisten Triebel von Frankfurt

enthalten. Der 15. März ist fuͤr das Concert in Aus sicht genommen... Darmstadt. Auf persönliche Anfrage des Bürger;

meisters des Garnisonsortes Babenbausen hat Staats minister Finzer bestätigt, daß eine Verlegung der beiden Garnisonen Babenhausen und Butzbach nach Darmstadt bevorsteht. In ersterem Orte garnisoniren zur Zeit die 2., 3. und 4. Schwadron des Garde-Dragoner- Regiments Nr. 23, im letzteren Orte die 3. und 4. Schwadron des Leib⸗Dragoner⸗Regiments Nr. 24. Die übrigen Schwa⸗ dronen der beiden Regimenter stehen jetzt schon in Darmstadt.

Allerlei. Hamburg, 27. Febr. Vor Cuxhaven fand eine Colision zweier ausgehenden Dampfer statt. Der schwedische DampferNorden ist gesunken, der englische

DampferCumberland wurde leck. Vier Personen vomNorden sind ertrunken. Passau, 26. Febr. Gestern wurde der lexige

Bäckergehilfe Wilhelm Hensel aus Frankfurt, der sich seit einigen Tagen dahier beschäftigungslos herumtreibt, verhaftet und in die Frohnfeste eingeltefert. Hensel wurde aus Wien und den österreichischen Kronländern wegen anarchistischer Umtriebe ausgewiesen. In dessen Besitz befanden sich Corresvondenzen aus den Großstädten Europa's, in welchen Hensel nach den vorgefundenen Notizen zu urtheilen, sich früher auch aufgehalten hat.

London, 27. Febr. Während der Schießübungen in Schweburyneß platzte gestern eine Granate, wodurch ein Offtzier und ein Kanonter sofort getödtet, Oberst Fox, Strangways, Director der Arti lerieschule, Oberst Lyons und sieben andere Officiere, Artilleristen und Civilisten schwer verwundet wurden. Oberst Strang ways und Oberst Lyons sind heute gestorben.

Gerichtssaal.

Altenstadt. In der Donnerstag den 5. d. Mts. dahier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen fol gende Sachen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Wilh. Güngerich von Engelthal, wegen Körperverletzung; 2) Privatklagesache des Friedrich Hochstein von Enzheim, gegen Heinrich Weigand König Ehefrau das., wegen Beleidigung; 3) Privatklagesache des Wilhelm Koch II. Wittwe von Langen Bergheim, gegen Nathan Löwenstein das., wegen Beleidigung; 4) Strafsache gegen Heinrich Lauter und Karl Kaiser, Beide von Nieder-Mockstadt, wegen Uebertretung der Feierabendstunde; 5) Strafsache gegen Karl Nahrung III. von da, wegen deßgleichen; 6) Strassache gegen Johannes Meub II. von Stamm- heim, wegen Hehlerei; 7) Strafsache gegen Heinrich Hühn von Hainchen, wegen Hetzen eines Hundes auf Menschen.

Rede des Reichskanzlers über die Kornzölle in der Reichstagssitzung vom 10. Februar.

(Mehrmals darum angegangen, die betr. Rede aus führlich zu bringen, mußten wir dies leider früher ab lehnen, weil uns bis jetzt der Platz dazu fehlte. D. R.)

Ich komme nun zu der Frage der Kornzölle. Der Herr Vorredner hat befürchtet, daß durch dieselben die Kornpreise bel uns gestelgert werden und dadurch soeiale Gefahren herbeigeführt werden würden. Wollen sie sich doch erinnern, daß vor 6 Jahren in diesem Saale dieselben Prophezeihungen theilweise von denselben Red nern, welche heute gesprochen haben und noch sprechen

werden, geäußert wurden, daß wir, wenn wir dle Kornzoͤlle einführen und dem Arbeiter sein Brod be⸗ schränken, soeialen Gefahren entgegengeben werden, Alle diese Prophezethungen sind falsch gewesen, es ist Nichts davon eingetroffen. Die damalige Zollgesetzgebung hat überall wohltbätig gewirkt, nur in der einen Richtuntz nicht, die aber von mir auch nicht erwartet, ja sogar als unwahrscheinlich damals bezeichnet wurde. Eine Verbesserung der Preise der landwirthschaftlichen Pro⸗ duete ist nämlich nicht eingetroffen, im Getzentheil, das Korn ist jetzt woblfeller, als es jemals gewesen ist. Diese Folze der Kornzölle, die jene Herren vorhergesagt haben, ist also nicht eingetreten: ob sie jetzt eintreten wird, wenn die Zölle nunmehr verdreifacht werden, möchte ich mit Sicherheit nicht vorhersagen, mir ist es kaum wahrschelnlich. Tritt sie aber ein, so kommt sie dem Landwirth zu Gute, tritt sie nicht ein, so sind also die höheren Zölle vom Ausland bezahlt worden. Warum soll also der Finanzminister des Reichs nicht die Zölle einführen, die das Ausland, z. B. Rußland, bezahlt?

Daß die niedrigen Kornpreise überhaupt ein Bewels für den Wohlstand sind, habe ich schon hier vor 5 bis 6 Jahren so bekämpft, daß ich es heute nicht nochmals zu thun brauche. Wäre das richtig, so müßte ja der Lithauer glücklicher sein, als der Rheinländer, der Russe, der Rumänier müßte mehr prosperiren, als der Franzose oder Belgier. Warum wollen Ste denn die Herab⸗ drückung der Preise blos auf das Korn beschränken, warum nicht auch auf die Kleidung, Stiefel, Wohnunzz ausdehnen, die dem Arbeiter ebenso nöthig sind, wie das Brod? Warum wollen Sie nicht die Fabrikation aller solchen Gegenstände der Bekleidung u. s. w., über⸗ haupt aller unentbehrlichen Lebensbedürfnisse herab drücken und alle Schranken der Einfuhr öffnen, indem Sie diesen Bedürfnissen den nöthigen Schutz versagen? Was geht Sie denn der deutsche Schneider an, wenn man sich mit Hilfe des amerikantschen Schneiders wohl⸗ feiler kleiden kann? Was geht Ste ebenso der deutsche Schuhmacher an? Für alle diejenigen, welche gegen Honorar arbeiten, für die unproduetive Classe der Ge lehrten und Ungelehrten, mag es ja recht angenehm sein, wenn die Preise aller Lebens bedürfnisse so herabgedrückt werden, daß sie im Inlande nicht mehr erzeugt werden können, daß sie schließlich gar Nichts mehr kosten. Da würde Jenen, die bei den Preisverhältnissen nicht interessirt sind, die ja hier die Majorität bilden, dieser Zustand sehr behaglich sein, wie auch den Krebsen, wenn sie ins Wasser kommen, die Wärme anfänglich sehr an genehm ist, während es ihnen zum Ende sehr übel be kommt. Ziehen Sie Ihre Consequenzen bis zum Aeußersten, wenn es Ihnen gelingt, die Preise immer weiter herabzudrücken, dann, das werden Sie mir zugeben, wird das Deutsche Reich und seine wirthschaft lichen Verhältnisse einen Zusammenbruch erleiden.

Wenn Sie bei den Getreide- und Brodfrüchten das Glück hätten, niedrige Preise zu haben, wollen Sie es nicht auch für andere Produkte, Eisen, Leder, das doch auch ein wichtiger Gebrauchsgegenstand ist, Glas, Garn u. s. w. Dann schaffen Sie doch alle Schutzzölle ab! Wenn wir aber Schutzzölle haben, so ist die Landwirth schaft derselben am dringendsten bedürftig. 45 Million hängen von dem Gedeihen der Land wirthschaft ab, wie auch der Arbeiter der Textil-Industrie von dem Preise der Gewebe abhängt. Sie nehmen blos den Großgrund besitzer zum Gegenstand Ihrer Erwägung, Sie müssen aber sämmtliche Arbeiter, die bei der Landwirthschaft be schäftigt sind, berücksichtigen, die möglicherweise nicht das ganze Jahr hindurch oder weniger als sonst beschäftigt werden können, wenn die Landwirthschaft nicht mehr prosperirt. Es werden dann einige von den Arbeitern überflüssig und entlassen, denn setzt man die Löhne herab, weill man nicht mehr so bobe zahlen kann. Es ist auch behauptet worden, daß die Getreidezölle nur zu Gunsten der gegenwärtigen Grundbefitzer erhöht werden sollen, es sei daher eine Bewegung nützlich, die die jetzigen Groß grundbesitzer wie eine Welle wegschwemmte. Es müsse der Besitz in die Hände anderer Besitzer übergehen, die mit weniger auskommen. Nun, die werden ihre Zinsen auch nicht bezahlen können!

Dem Abg. Rickert entgegne ich bei dieser Gelegenheit, da er die Hardenberg'sche Politik rühmte, daß sie den Bauer von dem damaligen Druck befreit hätte, daß wir bestrebt sind, ihn von dem jetzigen zu befreien! Herr v. Schön ordnete damals die Subhastation des sämmt lichen Grundbesitzes an mit der Bestimmung, daß auf jedes Gebot zugeschlagen werden mußte. So kam der Grund⸗ besitz damals in die Hände von Gastwirthen, von Bauern, von Händlern, namentlich in Ostpreußen von Pferdehänd lern. Man kaufte ein Gut z. B. fur sechzig Thaler, das Tausende werth war. Was hat das gefruchtet? Auch in Pommern ist so, wenn auch nicht ganz so streng ver fahren worden. In meinen Kinderjahren habe ich noch solche Erwerber großer Güter gesehen. Ich erinnere mich, daß mein Vater Nachbaren hatte, die früher eben in der einen von den Eigenschaften, die ich bezeichnet habe, bekannt gewesen waren, die ich selbst gesehen habe, wie sie in Holzpantoffeln und bäuerlichem Costüm ihren großen Wirthschaften vorstanden. Das ist ja kein Un⸗ recht und kein Uebel, aber auf einen grünen Zweig sind sie doch nicht gekommen; sie hatten eben kein Be triebskapital und sind zum großen Theil wieder ein gegangen. Nur wenige von den damaligen Erwerbern sind im Besitz geblieben und auch diese haben fortan bäuerlich gelebt, was ja auch achtbar ist, aber verdient hat Niemand von ihnen etwas. Keinen Handwerker ließen sie Etwas verdienen, sie trieben keinen Luzus, der zwar nicht nöthig ist, aber doch Manchen ernährt. Sie haben möglichst wenig Arbeiter beschäftigt. Aber es handelt

sich nicht blos um den Arbeiter, sondern auch um den Handwerker. Schon in jenem Llede heißt en:Es ist kein Dörfchen so klein, ein Hammerschmled muß darin

sein. Es ist aber nicht blos ein Hammerschmied da, auch Rademacher, Stellmacher, auch Schuhmacher, wenns auch nur ein Schuhflicker ist. Alle dlese, die allerdings nicht in der landwirthschaftlichen Statlstik verzeichnet sind, hängen von dem Gedeihen der Landwirthschaft ab. Der Bauer läßt sich vom Schneider keinen Rock machen, wenn er Nichts dazu übrig hat. Er muß sich immer nach seiner Decke strecken. Wenn er kein kaltes Flelsch zum Frübstück baben kann, so nimmt er Käse, und wenn er den nicht haben kann, so begnügt er sich mit Butter, endlich läßt er auch diese fort und ißt trocken Brod. Dabet befindet er sich zwar immer noch munter, allein der Handwerker verdient dabei Klchts.(Schluß folgt.)

Handel und Verkehr.

Friedberg, 28. Febr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75 0.85, Eier 1 St. 6 Pf.

Gießen, 28. Febr. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80 0.85, Eier 2 Stück 9 Pf., Käse per St. 510 Pf., Tauben per Paar M. 1.00 1.10, Hühner per Stuͤck M. 1.30 1.80, Hahnen per Stück M. 1.50 2.00, Enten per Stück M. 2.00 2.50, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 5660 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel⸗ fleisch 6470 Pf., Kalbfleisch 4854 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00, Zwiebeln per Etr. M. 450-5.

Frankfurt, 28. Febr. Wochenmarkt. Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 4, per Gescheid 9 und 10 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 5 5.50, per Gescheld 20 Pf., italienischer Blumenkohl im Korb 2530 Pf. per Stück, einzeln 3540 Pf. Obst: Kastanien per Pfd. 17 20 Pf., Moronen 27 Pf, Citronen per Kiste(300 Stück) M. 18, Orangen per Kiste(400 Stück) M. 24. Dürrobst: Kirschen per Pfd. 50 Pf., geschälte Birnen 50 Pf., Apfelschnktte 4045 Pf., Hutzeln 40 Pf., Zwetschen 2535 Pf. Eier per Hundert: deutsche M. 5.50, italienische M. 7.50.

Frankfurt, 2. Febr. Heu⸗ und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf ea. 70 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.403., fuͤr Stroh M. 2 2.30. Buttermarkt. Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 80, im

Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfund M. 1,00 1,10. Verloosung. Nassauer fl. 25 Loose von 1837. Ziehung

am 2., 3., 4., 5., 6., 7., 9. und 10. Februar 1885. Heinzahlung am 1. Mal 1885. Nr 43740 20,000 fl., Nr. 44537 4000 fl. Nr. 41611 2000 fl., Nr. 81051 1000 fl., Nr. 20859 73110& 400 fl., Nr. 50423 61573 4 200 fl., Nr. 20639 44409 à 100 fl., Nr. 4404 5169 8663 13323 15145 17231 35458 36722 49487 49673 53075 53285 58367 60733 61093 70354 79825 95722 96401 99701 à 65 fl., Nr 797 1427 3146 3606 4648 14259 16328 17680 21886 21893 23594 24617 26909 27614 29349 30390 3203 34648 38708 39276 41650 42616 45037 49538 50957 51071 51598 52257 53082 55040 56761 58644 59265 61024 63198 64918 65777 66937 67807 70615 70927 71195 72735 74071 76001 77478 77870 80104 81166 83569 84206 85303 85673 87241 87768 87925 88284 88854 89192 89799 92481 94107 95538 96203 96603 97590 100016 102311 103343 103388& 55 fl. Die weiteren Nummern können auf unserem Bureau eingesehen werden.

Karlsruhe, 28. Febr. Serlenziehung der Badischen 35 fl.⸗Loose. 2 156 165 184 234 279 289 676 741 762 793 812 940 1050 1165 1179 1288 1348 1422 1437 1442 1472 1502 1527 1692 1729 1748 1768 1769 1788 1791 1809 1982 1995 2046 2065 2090 2114 2165 2185 2259 2260 2289 2335 2366 2445 2462 2466 2474 2485 2560 2605 2661 2669 2699 2742 2805 2806 2809 2866 2890 2921 2926 2940 2941 2992 2999 3013 3046 3062 3124 3128 3201 3216 3236 3246 3274 3317 3415 3428 3730 3822 4034 4057 4118 4155 4162 4289 4387 4441 4561 4580 4601 4620 4688 4744 4746 4814 4819 4837 4837 4846 4860 4866 4868 4922 5022 5278 5345 5452 5478 5543 5569 5582 5603 5618 5817 5990 6037 6051 6087 6093 6163 6219 6399 6548 6555 6570 6587 6629 6636 6679 6709 6755 6814 6859 6877 6896 6900 6952 6960 6988 8993 7049 7117 7235 7428 7431 7458 7477 7543 7565 7611 7618 7693 7742 7765 7795 7813 7850 7903.

Eingesandt.

Bad⸗ Nauheim. Wie wir hören, beabsichtigt Herr Direktor Herrmann, welcher auch bei uns hier durch die Vorstellungen im Kurhause rühmlichst bekannt ist hier imDeutschen Hof eine Vorstellung zu geben, die zwar vorzugsweise für kleine Kunstfreunde bestimmt ist, aber vermöge des gehaltvollen Stückes und der glänzenden Ausstattung auch Erwachsenen einen großen Genuß zu bieten vermag. Es soll nämlich das bereits in Friedberg mit außergewöhnlichem Betfall gegebene MärchenAschenbrödel auch hier zur Aufführung kommen. Wir können unsern Lesern großen wie kleinen, den Besuch dieser Vorstellung warm empfehlen, da sie, wie wir dies s. Z. in Friedberg selbst erfahren haben, sehr angenehm unterhält und durch die nöthigen Requisiten und glänzenden Kostuͤme ebenso wirkungs⸗ vall und überraschend wie prächtig ausgestattet ist. r.

Literarisches. Daheim Nr. 22 enthält: Die Mohre von Mohr stein.(Forts.) Der gefährdete Schnurrbart. Bild.

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