Ausgabe 
3.2.1885
 
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aber, sich ruhig zu entfernen, was auch störungslos geschah. Der Brand entstand auf dem Dachstuhl durch das Glühendwernen einer Blechverschalung. 2000 Per⸗ sonen verließen binnen einer Viertelstunde den Saal. Die Feuerwehrmänner mußten den Saal durchschreiten, um auf den Dachstuhl zu gelangen.

Chili. Einem Telegramm von Reuter's Büreau aus Valparaiso zufolge, wurde daselbst ein starker und sich längere Zeit fortsetzender Erdstoß am 27. d., Morgens 4 Uhr, verspürt.

Gerichtssaal.

Altenstadt. In der Donnerstag den 5. Februar dahler stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen fol gende Sachen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Georg Crispens von Lindheim, wegen unterlassener Straßenreinigung; 2) Strafsache gegen Joh. Hornung II. von Rommelbhausen, wegen Körperverletzung; 3) Straf sache gegen Christopb Krieger von Nieder- Mockstadt, wegen Beleidigung und Widerstands.

Buß bach. In der am 23. Januar stattgebabten Schöffengerichtssizung kamen folgende Anklagesachen zur Verhandlung und Aburtheilung: 1) Moritz Heß von Schmitten, angeklagt wegen Viehtreibens auf dem Bankette, erhielt eine Geldstrafe von 3 M. ev. 1 Tag Haft und die Kosten des Verfahrens; 2) der Küfergeselle Friedr. Marx aus Tilsit, angeklagt wegen Diebstahls, Bettelns und Vagabondage, erhielt wegen Diebstahls und Bettelns eine Gefängnißstrafe von 11 Tagen und die Kosten, dagegen wurde er wegen Landstreicherei frei gesprochen; 3) Joh. Kasp. Klein von Nieder-Walluf, angeklagt wegen Landstreicherei und Bettelns, erhielt eine Haftstrafe von 19 Tagen, sowie die Kosten, auch wurde die Ueberweisung an die Landespoltzeibehörde gegen ihn ausgesprochen; 4) Heinrich Becker II., Flur schütz von Hoch- Weisel, angeklagt wegen Hausfriedens bruchs, erhielt eine Geldstrafe von 3 M. ev. 1 Tag Haft, sowie die Hälfte der Kosten; 6) Isaak Stiefel von Gambach, angeklagt wegen verleumderischer Beleidigung, erhielt eine Geldstrafe von 70 M. ev. 11 Tage Haft, sowie die Kosten des Verfahrens und wurde ferner zum Ersatze der den Privatklägern erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt.

Handel und Verkehr. Friedberg, 31. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75 0.85, Eier 1 Stück 8 Pf. Gießen, 31. Jan. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.70 0.85, Eier 1 Stück 78 Pf.,

Käse per Stück 48 Pf., Tauben per Paar M. Hühner per Stück M. 1.30 1.50, Hahnen per Stück M. 1.50 2.40, Enten ver Stück M. 2.00 2.50, Gänse per Pfd. 5060 Pf., Welsche M. 0.00 00.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6668 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 58460 Pf., Schweinefleisch 50 60 Pf., Hammel fleisch 60 68 Pf., Kalbfleisch 5054 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.80 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 4 7 Pf.

Frankfurt, 31. Jan. Wochenmarkt. Weißkraut per Hundert M. 10 15, Zwiebeln per Ctr. M. 4.505, per Gescheid 18 20 Pf,; Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 45, per Gescheid 9 10 Pf., Salat-Kartoffeln 12 15 Pf., Mäuschen, rothe, 1820 Pf., gelbe 25 bis 30 Pf., die übrigen Gemüsesorten unverändert. Obst: Kochäpfel per Pfd. 7 10 Pf., Reinette 12 18 Pf., Kochbirnen 12 Pf., Tafelbirnen 2030 Pf., Orangen per Kiste M. 25, Citronen per Kiste M. 18, Maronen per Ctr. 1517, Cronberger Kastanien per Pfd. 14 bis 18 Pf. Eier per Hundert, Deutsche M. 67, Italtlener M. 8 10. Geflügel und Wildpret: Gänse per Pfd. 5565 Pf., Hasen M. 2.603.

1.00,

Bekanntmachung.

Vom 20. d. Mts. ab wird bei dem hiesigen Katser lichen Postamte Telegraphendienst während der Nacht abgehalten. Demgemäß können des Nachts hier Telegramme nach allen solchen Reichstelegraphen-Aemtern aufgeliefert werden, bei welchen während der Nacht Telegraphendienst abgebalten wird und zwar u. a. nach Gießen, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Bensheim, Worms, Alzey, Mainz, Bingen.

Friedberg, den 29. Januar 1885.

Kaiserliches Postamt. st.

Bekanntmachung.

Um dem Publikum die Möglichkeit zu gewähren, in

dringenden Fällen Packete stets mit der nächsten sich darbietenden Beförderungs- Gelegenheit zur Absendung zu bringen, können bei den unterzeichneten Kaiserl. Post anstalten vom 1. Februar d. J. ab auch gewöhnliche Packete außerhalb der Schalterdienststunden zur Auflieferung gebracht werden. Bedingung dabei ist, daß die Packete von dem Absender alsdringende [Sen dungen auf der Aufschrift bezeichnet find. Für [derartige außerhalb der Postschalterzeit aufgelieferte (Packete wird außer dem gewöhnlichen Porto und der für dringende Packete vorgeschriebenen besonderen Ge

bühr von 1 Mark eine Einlieferungsgebühr von 20 Pfennig für jede Sendung erhoben. Die Schlußzeit für die Annahme von dringenden Packet sendungen ist auf 5 Minuten vor Abgang jeder Post bezw. jeden Transportes nach dem Bahnhofe festgesetzt. Die Kaiserlichen Postämter Friedberg(Hessen) und Bad⸗ Nauheim.

Literarisches.

Dahelm Nr. 18 enthält: Herrn Fortunatus Braut⸗ fahrt.(Forts.) Ranke's Weltgeschichte. Von Th. H. Pantenius. Schiffsunfälle und Rettung zur See. Beim Blümchenkaffee. Von J. Stinde. Unsere SüdseeInseln. I. Neu-Guinea. Mit fünf Illustr. und zwei Karten. Verrechnet.(Forts.) Am Familten⸗ tische: Ein Schäferstündchen. Mit Bild. Kriegs⸗ telegraphte am Kamarun. In unserer Spielecke. Mit zwei illustr. Beilagen.

Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 3.: Abschtedsvorstellung des Herrn Perotti: Troubadour. Manrico: Herr Perotti.

Mittwoch den 4.: Geschlossen.

Donnerstag den 5.: Violetta.

Freitag den 6.: Geschlossen.

Samstag den 7.: Don Juan.

Sonntag den 8.: Walküre.

Schauspielhaus. Dienstag den 3.: Die große Glocke. Mittwoch den 4.: Nanon. Donnerstag den 5.: Geschlossen. Freitag den 6.: Königslieutenant. Samstag den 7.: Neu einstudirt: Sonntag den 8.: Pitt und Fox.

Geld Cours.

Frankfurt, am 31. Januar 1885.

Pitt

und Fox.

Geber. Nehmer.

M. Pf. M. Pf.

20⸗Frankenstücke 16. 19 16. 16 do. in ½. 16. 18 16. 14 Englische Sovereings 20. 41 20. 36 Nussische Imperiales. 16. 72 16. 68 Ducaten. 5 9. 61 9. 56 al marco. 6 Dollars inv Gold. 4. 21 4. 17

Submission.

Dienstag den 10. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen dahier zur Lieferung für das Rechnungsjahr 1885/86 im Submissionswege vergeben werden:

n. Verzehrungsgegenstände.

1. circa 3300 kg weiße Bobnen,

2. 3400 Erbsen(Victoria),

8 Rien,

4. 72000 Schwarzbrod,

5 3600 Gemischtbrod,

8 900 Stück Weißbrod,

3 9 kg Chocolade,

8 700 J Essig,

9. 25 125 kg geschälte Gerste,

1 1350 Kaffee, roher,

1 140 Nudeln,

. 7 36 Pfeffer, ganzer,

8,

3 Thee,

* 8 Zucker,

1 150 gedörrte Zwetschen,

N. lo, Perstengrütze,

8 1100 Gerstenmehl,

Foafergrütze,

9 1800 Roggenmehl,

1e, Weizengrütze,

22. 1400 Weißmehl,

3 180 Kalbfleisch,

24. 3400 Nindfleisch,

1200 Naierenfett,

25 1200 Schweinefleisch,

7 5 150 Speck, ger.,

28. 2400 Schweineschmalz(ausgelassnes, deutsches),

8 750 Handekäse,

14000 1 Milch.

h. Verbrauchsgegenstände.

31. eirea 150 m Lampendochte verschted. Breite, 32 8500 1 Petroleum,

33 7 60 Dizd. Lampeneylinder versch. Größe, 900 kg Kernsetfe, weiße,

. 200 Schmterseife,

36 7 700 Soda,

2 2 36 Stück Kohlenloͤffel,

3 1 300 kg Eisenvitrtol,

39. 4 200 Malkulaturpapter,

40 7 300 w Putzlumpenzeug,

41. Sämmtliche Bürstenwaaren.

e. Der Bedarf an Schreibmaterialien und

Drucksachen. Orb. Ne. 46, 7-16, 1722, 2825, 2827 und 3436 werden zusammen vergeben; auch sind von Orb.⸗Nr. 13, 7-16, 1722 und 34-35 Muster

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Die Lieferungsbedingungen sind vom 3.6. Febr. l. J. auf dem Büreau unseres Oeconomen einzusehen und Offerten, versehen mit der AufschriftSubmission, bis zu obigem Termin, Vormittags 11 Uhr, in dem vor dem Dlrectionsbüreau aufgehaͤngten Submissionskasten verschlossen einzulegen oder frankirt bet unterzeichneter Stelle einzureichen.

Marienschloß den 7. Januar 1885.

Großh. Landeszuchthaus Direction:

411 Kattrein. Holzversteigerung. 415 Im Walde der Gemeinde Soͤdel kommt folgendes

Holz zur Versteigerung:

Donnerstag den 5. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr:

165 Eichen-Bau- und Nutzholz-Stämme, im Ganzen 71 Festmeter enthaltend, 18 Buchen⸗-Stämme mit 26 Festmeter Inhalt, 6 Nadel- Stämme, 727 Eichen-Derbstangen, zu Deichseln und Lenk 85 Buchen Derbstangen, wieden geeignet,

9 Nadel Derbstangen, 4 Eichen⸗Stöcke, zu Kummet⸗-Höͤlzer geeignet, 16 Buchen Hackkloͤtze.

Februar und Samstag den 7. Februar, ledesmal Vormittags 9 Uhr, der Nummerfolge nach:

389 Raummeter Buchen Scheiter(meistens J. Qual.),

Freitag den 6.

8 6 Eichen

82 2 Buchen-Knüppel 243* Eichen 2 187 Buchen Stöcke,

6 1 Eichen⸗ 9 2900 Wellen Buchen-Reisig, Ge Eichen⸗

80 Nadel-

Södel am 29. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Soͤdel. Reiß.

Verkauf auf den Abbruch.

414 Die in der Pfarrhofralthe zu Nieder-Woͤllstadt stehende Scheuer mit Stallungen darin, zusammen 26,2 Meter lang, 9,35 Meter breit, 4,8 Meter im Stock und 6,45 Meter im Dachwerk hoch, aus Holzfachwänden und zweiseltigem Plattztegeldach erbaut, in gutem Zustande, ist aus freter Hand auf den Abbruch zu verkaufen. Wegen Einsichtsnahme wolle man sich gefälligst an den Gräflichen Wiesenaufseher Ad. Arnold daselbst und wegen der Verkaufsbedingungen und Prelsofferten an

unterzelchnete Stelle wenden. Assenheim den 28. Januar 1886.

Gräflich Solms-Roͤdelheim'sche Bauverwaltung.

Volk.

Holzversteigerung.

Montag den 9. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald,

Distrikt Eichkopf, folgende Holzsortimente versteigert werden, als:

260 Wellen Birken⸗Reisig(Besenreisig),

2760 Weichholz⸗Wellen,

1760 Gebund Ginstern.

Im Distrikt Hühnerpfad: 7000 Stück Eichen-Durchforstungs⸗Wellen. Sodann Dienstag den 10. Februar, Vormittags

10 Ubr, im Distrikt Eichkopf: 74 Stuck Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme, 6,4 Raummeter Eichen⸗Scheiter,

Nadel⸗Scheiter,

5 Eichen⸗Knuͤppel,

Nadel⸗Knüppel,

1 Nadel⸗Stöͤcke,

3070 Eichen-Birken-Wellen,

290 Nadel-Wellen.

Zitegenberg den 31. Januar 1885. Großberzsgliche Burgermeisterei Langenhain.

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431 Rumpf. 5 * N* Arbeits-Vergebung. Die zur Umbauung der Scheuer des Johannes Gröninger XIII. zu Ockstadt(auf Gemeindekosten)

noͤthigen Arbeiten und Materiallieferungen, veranschlagt

zu ca. 1650 Mark, sollen Samstag den 7. Februar d. J.,

Nachmitlags um 3 Ubr, ungetrennt an einen Haupt⸗

übernehmer auf dem Rathhause zu Ockstadt öffentlich

vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Verstelgerungs⸗

bedingungen liegen vom 4. bis Februar auf dem

Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht der Interessenten

offen.

Ockstadt den 31. Januar 1886.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt.

Dienst.

Holzversteigerung.

Dienstag den 3. Februar, Morgens 10 Uhr an fangend, sollen im Griedeler Markwald 4700 Stuck Buchen-Durchforstungswellen oͤffentlich versteigert werden.

Zusammenkunft ist am Eingang des Holzheimer Pfads.

Griedel den 31. Januar 1885.

Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel.

Weßz.

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Prima Nepskuchen

stets frisch von der Mühle empfiehlt äußerst billig 280 Ph. Dan. üm mich.

Hosenträger feinster u. billigster Quali

tät empfiehlt K. Friedrich.