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Hamstag den 2. Mai. N 52.
berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
1885.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Die einspaltige Petitzeile. wird bei Annoncen mit 1 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
5 Bilan ut ag ch unn g Nachstehende Verfügung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.. 5 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 29. April. 1885. J. V.: Dr v. Gemmingen.
Betreffend: Die Organisation des Steueraufsichts U d d ür di in⸗ 1 f Blerstener. VCC Darmstadt am 13. April 1885.
Au die Großherzoglichen Hauptsteuerämter.
Unter Bezugnahme auf die Amtsblätter 72 und 75 von 1873, Nr. 17 von 1874, Nr. 40 von 1883, sowie Nr. 5 und 11 vom vorigen Jahr setzen wir Sie davon in Kenntniß, daß mit Wirkung vom 1. Juni d. J. an der Steueraufseherdistrict und die Ortseinnehmerei Gedern aufgelöst, ein Steueraufseherdistriet und eine Ortseinnehmerei Ortenberg neugebildet und der Steueraufseherdistrict, sowie die Ortseinnehmerei Nidda neuorganisirt werden. Dem Steueraufseherdistrict und der Ortseinnehmerei Nidda werden zugetheilt die Gemeinden und Gemarkungen: Bellmuth mit Bieberberg und Steinkaute, Berstädter Markwald, Berstadt, Betzenrod, Bingenheim, Bisses, Blofeld, Bobenhausen I., Borsdorf mit Hof Glaubzahl, Dauernheim, Dauernheimer Hof(Ober-Dauernheim), Dorn-Assenheim, Echzell, Echzeller Markwald, Eichelsdorf, Einarts— hausen, Fauerbach bei Nidda, Feldheim(Feldgemarkung), Geiß Nidda, Gettenau, Götzen, Grund-Schwalheim, Heuchelheim, Kohden mit Salz— hausen, Leidhecken, Leustadt(Hof), Michelbach, Michelnau, Nidda, Ober-Mockstadt, Ober-Schmitten, Ober⸗Widdersheim, Nabertshausen mit Weiß⸗ und Haubemühle, Rainrod, Ranstadt, Reichelsheim, Reichelsheimer Waldantheil an der Bingenheimer Mark, Ringelshausen(Hof), Rod⸗ heim an der Horloff, Rudingshain, Schleifeld(Hof), Schotten, Schwickartshausen, Steinheim, Stornfels, Trais-Horloff, Ulfa, Unter⸗Schmitten, Unter⸗Widdersheim, Utphe, Walleruhausen mit Hof Finkenloch und Wohnbach. Zum Steueraufseherdistriet, sowie der Ortseinnehmerei Orten— berg werden gehören die Gemeinden und Gemarkungen: Bannerod, Bergheim, Bermuthshain, Bindsachsen, Bös⸗Gesäß, Breungeshain, Burgbracht, Burkhards, Busenborn, Crainfeld, Eckartsborn, Eichelsachsen, Effolderbach, Eschenrod, Fleschenbach, Freien⸗Steinau, Gedern mit Colonie Schön⸗ hausen, Gelnhaar(Domanial und Isenburg), Glashütten mit Igelhausen und Streithain, Grebenhain, Gunzenau, Hartmannshain, Heisters, Herchenhain, Hirzenhain, Hitzkirchen, Holz-Mühl, Illnhausen, Kaulstoß, Kefenrod, Konradsdorf(Hof), Lißberg mit Hof Breitenhald, Merkenfritz, Metzlos, Metzlos-Gehag, Mittel-Seemen, Nieder-Moos, Nieder-Seemen, Nösberts, Ober-Moos, Ober⸗Seemen mit Hof Altenfeld, Ober⸗Lais mit Unter⸗Lais, Ortenberg, Radmühl, Reichlos, Salz, Selters, Sichenhausen, Steinberg, Steinfurth, Stockheim, Usenborn mit Hof Louisenlust und
Stollberger Wald, Vaitshain, Volkartshain, Weid—
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Müller.
Moos, Wenings, Wernings(Hof), Wingershausen, Wippenbach, Wünsch-Moos und Zahmen.
Ewald
Deutsches Reich. Darmstadt, 28. April. Im weiteren Verlaufe
der heutigen Sitzung trat die zweite Kammer
in die Berathung des Gesetzentwurfs über die Aenderungen einzelner Bestimmungen des Ge— setzes vom 8. November 1872 über die Zusammen— setzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten ein. Es entspinnt sich eine längere Geschäftsordnungsdebatte. In der Generaldiscussion wird Art. 5 Abs. 7 ohne Debatte angenommen. Bei Art. 8 Ziffer 4, welcher bestimmt, daß zur Wahlberechtigung die Bezahlung der schuldigen directen Staatssteuer oder der Communalsteuer Voraussetzung ist, ersucht Osann den Staatsminister um Auf— klärung über diese Erschwerung des Wahlrechts. Staatsminister Finger erwiedert, daß dieser angeblichen Erschwerung die Erweiterung der Wahlfähigkeit als Neuerung gegenüberstehe. Wolfskehl ist gegen diese Einschränkung des Wahlrechts, wogegen Schrader seine Zu— stimmung zu dem Gesetzentwurf ausspricht. Nach dem Schlußwort des Referenten Heinzerling wird Art. 7 einstimmig angenommen.— 29. April. Die Kammer fährt heute in der Berathung der Landtagswahlnovelle bei Art. 8 Ziffer 4 fort. Tecklenburg erklärt, er sei gegen die Hinein— ziehung der Communalsteuer in das Gesetz als Bedingung der Wahlfähigkeit. Wolfskehl erläutert den Sinn des Antrages Möllinger und Genossen dahin, daß damit die Vexationen beseitigt werden sollen, wenn Jemand seine Sreuer zwar nicht innerhalb der vorgeschriebenen 25 ersten Tagen des Steuermonats, wohl aber nachmals und vor dem Wahltage bezahlt hatte. Nach dem Schlußwort des Referenten Heinzer— ling wird der Antrag Möllinger(statt der Worte:„für das laufende Rechnungsjahr“, die Worte:„zur Zeit der Wahl länger als zwei Monate“ zu setzen), angenommen. Hierauf wird das ganze Gesetz debattelos genehmigt. Wasser— burg bringt sodann seinen gestern zurückgezogenen
Antrag wieder ein, welcher das directe Wahl—
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recht eingeführt wissen will. Die Kammer tritt hierauf ein in die Berathung des Antrags Schade auf Einstellung eines Betrags von 3000 M. ins Budget für Schulgelder an un— bemitteltere Ackerbauschüler, sowie für Stipendien für theoretisch ausgebildete Ackerbauschüler zum Zweck ihrer weiteren praktischen Ausbildung. Nachdem der Antragsteller seinen Antrag be— gründet, erklärt Ministerialrath Jaup, daß die Regierung den gegenwärtigen Stand der Ackerbauschulen noch nicht als abgeschlossen er— achte. Die Kammer beschließt gemäß einem Antrag Theobald-Rabenau, die Regierung zu er— suchen, die fernere Organisation der Ackerbau— schulen in Erwägung zu ziehen. Hierauf ver— tagt sich die Kammer. ö
Berlin, 30. April. Der Bundesrath er— theilte dem Auslieferungsvertrage mit Rußland seine Zustimmuug.
Ausland.
Dänemark. Kopenhagen. Eine schwim— mende Panzerbatterie, ein Torpedoschiff und zwei Schooner werden ausgerüstet, um in kurzer Frist in See gehen zu können.
Belgien. Brüssel, 29. April. Repräsen— tantenkammer. Berngert legte einen Gesetz— entwurf vor, wonach der Zoll auf auswärtigen Zucker um 5 pCt. erhöht werden soll. Die Kammern nahmen die vorgeschlagene Zucker— erhöhung an.
Frankreich. Paris, 29. April. Aus Tonkin eingetroffenen Nachrichten zufolge be— gannen alsbald nach Ankunft der chinesischen Commissarien die chinesischen Truppen ihre Rück— wärtsbewegung
— Der„Figaro“ dementirt officiös eine aufgetauchte Nachricht von der Ausweisung der Prinzen.
Großbritannien. London, 29. April. Unterhaus. Fitzmaurice theilte ein Telegramm Lumsden's, datirt Tirpul, 23. April, mit. Lumsden erwähnt des Gerüchts, welches der
Gouverneur von Herat mitgetheilt habe und wo— nach die Russen zwölf Meilen in der Richtung nach Merutschak, südlich von Pendjeh am Mur— ghab, avancirt seien. Ein Telegramm Lumsden's vom 25. April ist heute eingetroffen und spricht unter Anderem zufällig von der jüngsten russischen Besetzung Merutschaks.
— 30. April. Die englisch-deutsche Com— mission für die westlichen Suͤdsee-Inseln hat heute ihre Arbeiten beendet.
— 30. April. Oberhaus. Lord Granville theilt mit, v. Staal habe gestern erklärt, die russische Regierung habe keine Kenntniß von dem Vormarsch auf Merutschak. Ein gestern Abend eingegantzenes Telegramm Lumsden's er— klärt, das Gerücht von der Besetzung Merutschaks sei unbegründet.— Unterhaus. Childer's brachte das Budget ein. Das Defieit des vorigen Finanzjahres betrug thatsächlich eine Million fünfzigtausend. Die Ausgaben des laufenden Finanzjahres sind, ausgenommen den Elf-Million— Credits, auf 88,800,000, die Einnahmen auf 85,200,000 veranschlagt. Das Deficit des laufenden Finanzjahres ist 3,750,000, das Ge— sammtdeficit einschließlich des Elf-Million-Credits und der Nachtags-Credite auf 14,900,000 ver— anschlagt.
Italien. Rom, 28. April. Mancini brachte in der Kammer die Londoner Convention vom 18. März betreffs der Garantie der egyp— tischen Anleihe ein. Cairoli zeigt an, daß er beabsichtige, Mancini über die Colonlalpolitik der Regierung zu intenpelliren.
— 30. April. In der Kammer erklärte Mancini, er werde auf die betreffs der Colonial— politik eingebrachten Juterpellationen gelegentlich der Berathung des reetifieirten Budgets antworten.
Türkei. Constantinopel. Mehrere Tscher— kessenchefs sind jüͤngst hier angekommen. Es heißt, daß sie den Gang der Ereignisse ab— warten. Sollte ein Krieg zwischen England und Rußland ausbrechen, werden sie sich be streben, einen Nufstand im Kaukasus gegen Ruß—
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