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1884.
Donnerstag den 21. Februar.
L 23.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Di 111 ja Meti pio 17* 51 b 1 N 0 f 38 Ju 7 f ö f f 7 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
5 Das i Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Turnverein zu Lich die Erlaubniß ertheilt, zur theilweisen Gewinnung der Mittel e Erbauung einer neuen Turnhalle am 3. Mai d. J. eine Verloosung von Industriegegenständen zu veranstalten. Es dürsen höchstens 4000 Loose à 50 Pf. ausgegeben werden und muß der Werth der Gewinnste mindestens 65% des Bruttoerlöses aus den
Loosen betragen.
Betreffend: Die Mathildenstiftung für Oberhessen.
Der Vertrieb der Loose ist in der Provinz Oberhessen gestattet.
Bekanntmachung.
In dem Voranschlag der Mathildenstiftung für Oberhessen sind für das Jahr 1883 850 M. vorgesehen, welche zu wohlthätigen Zwecken
verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Kleinkinderschulen bedacht werden sollen.
Es werden hiernach die Vorstände
solcher Schulen, für welche eine Subvention gewünscht wird, aufgefordert, ihre deßfallsigen Ges i ˖ ögli führli ˖ 0„ ii n gen 0 6 5 allsigen Gesuche, mit welchen eine möglichst ausführliche Mit— theilung über Ausdehnung, Mittel und Bedüͤrfnisse der betr. Anstalt zu verbinden ist, bis zum J. März l. J. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Der Vorstand der Mathildenstiftung für Oberhessen.
Gießen am 15. Februar 1884.
Betreffend: Das Vormundschafkswesen.
Dr. Boekmann. Friedberg den 11. Februar 1884.
Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg b. an sämmtliche Vormünder und Curatoren des Amtsgerichtsbezirks Friedberg. Da viele Vormünder und Curatoren bis jetzt noch nicht die Rechenschaftsberichte eingesendet haben, so bringen wir deren sofortige
Eestattung hiermit wiederholt in Erinnerung.
Sellheim. Weber.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Gerichts-Accessist Kolb in Darmstadt wurde zum Amtsanwalt bei den Amts— gerichten Darmstadt II, Groß-Gerau und Langen bestellt und Regierungs-Accessist Dr. Linß in Darmstadt mit Aushilfeleistung bei dem Secre— tariat des Ministeriums des Innern und der Justiz beauftragt, sowie der ordentl. Professor Dr. Pescatore in Gießen auf Nachsuchen entlassen.
Berlin, 18. Febr. Der Kriegsminister hat sich gestern nach Friedrichsruhe begeben und zwar, wie angenommen wird, in Sachen eines Nachtragsetats und der Artilleriereorganisation.
— 18., Febr. Die Steuercommission nahm mit 18 gegen 5 Stimmen den F. 2 des Kapital— rentensteuergesetzes, wonach ein Abzug etwaiger Schuldzinsen nicht stattfinden soll, mit dem Amendement v. Zedlitz, daß die auf dem Ka— pital haftenden privatrechtlichen Lasten abzuziehen sind, sowie mit dem Antrag Hüne, daß im Ein— kommensteuergesetz das Einkommen nach den ver— schiedenen Quellen getreunt zu berechnen, die Schulden aber von der Einnahme aus Kapital— renten nur dann abzuziehen sind, wenn das uͤbrige Einkommen durch andere Schulden ab— sorbirt ist, an.
— 19. Febr. Im Abgeordnetenhause begann heute die zweite Lesung der Eutwürfe der Kreis— und Provinzialordnung der Provinz Hannover.
Stuttgart, 18. Febr. Der hiesige öster— reichische Gesandte, v. Pottenburg, starb heute in Folge einer Nierenkrankheit.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 19. Febr. Im Abgeordnetenhause überreichte der Handels— minister die am 18. Februar in Paris abge— schlossene Handelsconvention mit Frankreich und ersuchte um deren möglichst rasche verfassungs— mäßige Behandlung. 5
Norwegen. Christiania, 18. Febr. Vor dem Reichsgerichte wurden die Verhandlungen im Prozesse gegen die Minister heute beendet. Zum Schluß hielt Staatsminister Selmer noch eine kurze Rede an den Gerichtshof. Die Fäll⸗ ung des Urtheils soll am 22 8 beginnen. Die Publikation wird voraussichtlich am 25. Februar erfolgen. 1
Schweiz. Bern, 18. Febr. Der Socialist Peukert erklärte in einer meist von deutschen Socialisten besuchten Versammlung, daß die That
Stellmacher's individuellen Motiven entsprungen sei und durch die Unterdrückung in Wien ge— rechtfertigt sei. Redner forderte zu gewaltsamer Beseitigung aller Hindernisse gegen den Aus— bruch der Revolution auf. Die deutschen So— cialdemokraten opponirten.
Frankreich, Paris,(7 Febr. In einer heute stattgehabten, von etwa 3000 Personen besuchten Versammlung der Bonapartisten und Jeromisten wurde durch Acclamation ein Antrag angenommen, welcher die Revision der Verfassung und die Ernennung einer constituirenden Ver— sammlung fordert und gleichzeitig verlangt, daß der Bevölkerung wieder das Recht eingeräumt werde, das Staatsoberhaupt direct zu wählen.
— 19. Febr. In der Kammer wurde die Organisation des Elementarunterrichts verhan— delt. Der Artikel, welcher bestimmt, der Un— terricht in den Staatsschulen erfolgt ausschließ— lich durch Laien, wird trotz des Widerspruchs Freppels angenommen. Ferry legte den abge— schlossenen Handelsvertrag mit Oesterreich vor. Die Kammer beschloß die Dringlichkeit.
Großbritannien. London, 19. Febr. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Vieh— einfuhrvorlage an. Richmond kündigte an, daß er bei der Einzelberathung Abänderungsanträge stellen werde, um das Gesetz gegen die Ein— schleppung von Seuchen wirksamer zu machen.
Spanien. Madrid. Die neue Kammer dürfte erst im Juni zusammentreten. Von bis— herigen Anhängern der Opposition gehen der gegenwärtigen Regierung Gesuche um deren Un— terstützung bei den Wahlen zu.
Italien. Rom.„Popolo Romano“ und „Opinione“ veröffentlichen eine Depesche des Bürgermeisters von Corneto, daß in der Nacht vom 16. zum 17. d. Mts. an der Grenze des Gebietes von Corneto gegen Toscana hin seiteus einiger Unbekannten beabsichtigt war, ein Attentat auf den passirenden Hofzug zu begehen. Der Carabinier Varicchio verhinderte die Ausführung des Planes, indem er die Leute zwang, sich zu— rückzuziehen. Der Gemeinderath von Corneto beschloß gestern einstimmig, feierlich gegen das Attentat zu protestiren und Variechio 500 Lire Belohnung zu gewähren. Dem Vorgang wird von den Journalen keinerlei Wichtigkeit beige— legt. Im Hofzuge selbst blieb er ganz unbemerkt.
— 19. Febr. Die Municipalität beschloß, den König zu seiner glücklichen Rückkehr zu
beglückwünschen. Die gegen den Gendarmen Varicchio geschleuderte Flasche ist 15 Centimeter hoch und enthält 175 Gramm Feuerwerkspulver, das den Zug wohl schwerlich gefährdet haben würde, wohl aber den Gendarmen hätte tödten können.
Türkei. Constantinopel. Es ist keine Re— volution in Sphakia auf Kreta ausgebrochen, aber es hat dort eine großartige Kundgebung zu Gunsten des ökumenischen Patriarchen statt— gefunden. Der Befehl für die Entsendung einer Truppenmacht von Salonichi nach Kreta wurde zurückgenommen.
Serbien. Belgrad, 18. Febr. In Folge Rücktritts Cristic's ist ein neues Ministerium mit Garaschanin als Präsidenten gebildet wor— den. Garaschanin erhält das Aeußere, Novakovic das Innere, Parlovic die Finanzen und Petrovic den Krieg. Justizminister Marinkovic übernimmt interimistisch den Unterricht. Der Gesandte in Rom, Kujundzie, ist zur eventuellen Uebernahme des Unterrichts hierher berufen. Pirotschanac sicherte dem neuen Cabinete seine Unterstützung zu.
Rußland. Petersburg. Dieser Tage fand man bei der Zollrevision der Passagiere auf Bahnhof Wirballen bei einem Passagier mit Namen Berg, welcher einen Paß aus Königs— berg hatte und Schriftsteller sein soll, daß sein Handkoffer, trotz des wenigen Juhalts, doch ein bedeutendes Gewicht hatte; man untersuchte den Koffer genauer und fand, daß derselbe doppelte Seitenwände hatte, zwischen denen sich mehrere hundert nihilistische Flugblätter befanden. Die— selben waren in russischer Sprache gedruckt und in Genf in der Schweiz angefertigt. Der Passa— gier wurde sofort speciell untersucht, wobei man auch noch compromittirende Briefe vorfand. Berg ist vorläufig in Kibarty internirt.
Egypten. Kairo, 18. Febr. In der An— gelegenheit betreffend die Petition der egyptischen Soldaten ist Oberst Duncan mit der Untersuch— ung beauftragt worden. Es bestätigt sich, daß die Unterschriften der Petition gefälscht waren. In Folge einer an die egyptischen Soldaten ge— richteten Aufforderung meldeten sich über 200 Mann freiwillig zur Uebernahme des Kameel— führerdienstes bei dem Expeditionscorps.
— 18. Febr. Einer Meldung des Bureau Reuter aus Khartum von heute zufolge, ist Ge neral Gordon heute daselbst angekommen. Baring erhielt gestern Abend eine Depesche aus Khartum,


