Ausgabe 
20.5.1884
 
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ts. Nachts.

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51

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Dienstag den 20. Mai.

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900.

berhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 P

f.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil. JJ ¼

Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß am 19. d. Mts. die Schießübungen der in Butzbach garnisonirenden Cavallerie auf dem

Schießstande im Nieder-Weiseler Wald beginnen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der

meidung von Unglücksfällen ortsüblich publiciren lassen.

Friedberg den 16. Mai 1884.

Bekanntmachung.

zunächst gelegenen Orte wollen dieses zur Ver

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V. d. K.: Fey, Regierungs-Accessist.

Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß vom 23. Mai ab die diesjährigen Schießübungen der Stammmannschaft

des hiesigen Landwehr- Bataillons auf der Seewiese dahier beginnen.

Die Uebungen werden stets in den Morgenstunden von 6 bis 9 Uhr

ibgehalten werden und wird Stunde und Dauer des Schießens durch eine auf der Schießmauer aufgehißte, roth-weiße Flagge signalisirt werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst gelegenen Orte wollen Vorstehendes noch besonders durch die Schelle bekannt machen lassen.

Friedberg den 19. Mai 1884.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienst-Nachrichten. J. Schmeling, Generalmajor und Comm. der 5. Juf.⸗Brig. wurde zum Comm. von Mainz ürnannt; Chandos-Pole, Port. Fähnr. vom 2. Gr. Drag.⸗Rgt. Nr. 24, zum Sec.⸗Lieut.;

Stretz, Unteroff. vom 1. Gr. Inf.⸗Rgt. Nr. 115,

Heß, Unteroff. vom 3. Gr. Inf.-Rgt. Nr. 117, Frhr. v. Nagel, Unteroff. vom 2. Gr. Drag

igt. Nr. 24, zu Port.⸗Fähnrs.; Kramer, Prem. N 8 5 ö

kieut. vom 2. Gr. Inf.⸗Rgt. Nr. 116 zum

Hauptm. und Comp. ⸗Chef befördert; Noth; Pr. t., aggregirt dem 2. Gr. Inf.-Rgt. Nr. 116,

n das Rgt. einrangirt; Frhr. v. Ricou vom Gr. Feld.⸗Art. Rgt. 25, zum Port.-Fähnrich kefördert; Müller, Sec.-Lt. der Landw.-Juf.

es 1. Bats. 2. Gr. Landw.⸗Ngts. Nr. 116,

zum Pr.⸗Lt. befördert; v. Haugwitz, General

N siajor und Comm. von Mainz zur Disp. ge sellt; v.

Carsted, Hauptm. und Comp.-Chef kom 2. Gr. Inf.-Rgt. Nr. 116, als Major der Abschied bewilligt; Becker, Sec.⸗Lt. der Landw. Fuf. des 1. Bats. 1. Gr. Landw. ⸗Rgts. Nr. 15 een, Sec. Lt. der Landw.-Inf. des 2. Bats. 4. Gr. Landw.-Rgts. Nr. 118, Kisseberth, Sec.-Lt. der Landw.⸗Inf. dess. Bats. der Abschied bewilligt.

Berlin, 16. Mai. Die Reichstagscom mission für die Pensionsgesetze beendete gestern bend in Gegenwart des Kriegsministers das felietengesetz und nahm den Antrag Richter Hagen an, wonach über die Vermögensbestände ter Militärwittwenkassen nach Erfüllung der nen obliegenden Verpflichtungen durch den Reichshaushaltsetat Bestimmung getroffen wer den soll. Die Commission nahm sodann mit großer Mehrheit das ganze Gesetz an, welches am 1. Juli 1884 in Kraft treten soll. 17. Mai. Die Actiengesetzcommission des Reichstags nahm zu Absatz 1 des Artikels 190 a(Anfechtung eines Beschlusses der Generalversammlung) den Antrag Horwitz-Hartmmann au, daß der An hagsteller die Actien nachweislich seit 6 Monaten besitze und ferner den Antrag Heidemann, daß die Prüfung bei der Geschäftsführung und Liqui dation auf zwei Jahre rückwärts zu beschränken sti, sowie den Antrag Büsing, daß bei einer Anfechtung die den erforderten Theil des Grund capitals darstellenden Actien bis zur Beschluß⸗ fassung gerichtlich zu hinterlegen seien. Mit diesen Modificationen wurde der Absatz 1 des Artikels 190 a mit 9(Conservative und Centrum) gegen

(Liberale) angenommen.

16. Mai. Herrenhaus. Der Gesetzent⸗ wurf, betr. den Betrieb des Hufbeschlaggewerbes, wird debattelos nach den Beschlüssen des Abge ordnetenhauses in einmaliger Schlußberathung angenommen. Ebenso wird der Bericht der Com- mission über den Gesetzentwurf, betr. die weitere Bahnverstaatlichung, genehmigt. 17. Mai. Bredt empfiehlt die Annahme des Communal steuergesetzes nach den Beschlüssen des Abge ordnetenhauses. Der Antrag auf Zurückver weisung an die Commission behufs schriftlichem Bericht wird unter dem Widerspruch Bredt's angenommen. Die Novelle über Unterbringung verwahrloster Kinder wird nach den Beschlüssen des anderen Hauses genehmigt.

17. Mai. Zur Berathung kommt heute im Abgeordnetenhause der Antrag Windhorst wegen einer organischen Revision der Maigesetze. Nach Ablehnung einer Tagesordnung der Con servativen wird der Antrag Windthorst mit 168 gegen 116 Stimmen abgelehnt. Für denselben stimmen geschlossen das Centrum, die Polen und 7 Consenvative.

DieNordd. Allg. Ztg. erklärt die Notizen der Blätter über die angeblich beab sichtigte Verlobung des Fürsten von Bulgarien mit einer Prinzessin des königlichen Hauses mit allen daran geknüpften Details als vollständig aus der Luft gegriffen.

17. Mai. Fuͤrst Bismarck ist heute mit

seinem Sohne Wilhelm nach Friedrichsruhe abgereist. Karlsruhe, 16. Mai. Bei Berathung

des dritten Berichts über die landwirthschaftliche Enquete nahm die Kammer sämmtliche Anträge, betr. die Minderung der Gerichtskosten und der Anwaltskosten, sowie der Kaufbrieftaxen an.

Stuttgart, 16. Mai. Der König ist heute hier eingetroffen. Der Gesundheitszustand des Königs ist befriedigend und läßt hoffen, daß der Zweck des Aufenthalts in Italien bei Fortsetzung der immer noch gebotenen Schonung und Ruhe erreicht werde.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest. Der un garische Reichstag wird mittelst einer Throurede durch den König am 20. Mai feierlich geschlossen. Schweden. Stockholm. An Stelle des nun mehr definitiv zurückgetretenen Staatsministers Thysellus ist der bisherige Chef der Finanzen,

Themptander, zum Staatsminister ernannt. Frankreich. Paris.

Der Ministerrath!

setzte den Betrag des neuen Credites für Ton kin auf 38 Million fest, worin die Ausgaben für Herstellung des neuen, zur Erforschung des Deltas nothwendigen Schiffsmaterials inbe griffen sind. Für Madagascar sollen Mill. Credit gefordert werden.

Großbritannien. London, 17. Mai. Die Saint-James Gazette meldet, das Cabinet habe nach wiederholten Berathungen beschlossen, zu einer Expedition nach Khartum Vorbereitungen zu treffen und alles Erforderliche sofort in An griff nehmen zu lassen. Die Truppen sollen, sobald die Gewässer des Nils das Passiren kleiner Dampfer gestatten, also schon gegen Ende Juli, abgesandt werden.

Spanien. Madrid, 17. Mai. Ein neuerlich aufgetretenes dreitägiges Fieber des Königs ist verschwunden. Das Gerücht über Bluthusten und andere ernste Symptome ist durchaus unbegründet.

Italien. Rom. Der Jesuiten-General Pater Beckr hat sein Amt des hohen Alters wegen niedergelegt; sein Nachfolger ist Antonius Anderbey.

Rußland. Petersburg, 17. Mai. Prinz Wilhelm von Preußen mit Gefolge ist wohl behalten hier angekommen, am Bahnhofe em pfangen von den Großfürsten, den Spitzen der Behörden und dem Personal der deutschen

Botschaft. Der Prinz fuhr ins Winterpalais, woselbst er abstieg. Die Straßen, die der

Prinz passirte, hatten geflaggt. Das Publikum grüßte sehr sympathisch. In Begleitung des Großfürsten Wladimir im Winterpalais ange langt, ward Prinz Wilhelm daselbst vom Kaiser empfangen, herzlichst begrüßt und in seine Apar tements geleitet, wo der Prinz den Besuch sämmt licher anwesenden Großfürstem empfing. Bald darauf begab sich der Prinz zur Familientafel in's Anitschkoff Palais, wo die Kaiserin und die Großfürstinnen versammelt waren.

Egypten. Kairo, 16. Mai. Der Mudir von Verber ist verständigt, daß ihm keine Ver stärkungen gesandt werden können; falls seine Streitkräfte nicht genügen, um sich gegen die Aufständischen zu halten, ist der Mudir autori sirt, sich mit der Garnison zurückzuziehen.

16. Mai. Der Mudir von Dongola weigert sich zurückzugehen und erklärt, er könne den Sudan wieder erobern, wenn er Verstärk ungen erhalte. England nahm seine Einwend ungen zurück. Daher geht ein Bataillon des egyptischen Heerees mit englischen Offizieren nach