Ausgabe 
19.7.1884
 
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1884.

Samstag den 19. Zuli.

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Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen⸗

oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Beka n nt m ach unn g. Betreffend: Die Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1885/86.

Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapitalrentesteuer betr., vom 8. Juli 1884 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Einschätzungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großherzoglichem Ministerlum der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl des Steuerpflichtigen, offen oder verschlossen, jährlich, ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnortes abzuliefern.

Inhaltlich des Artikel 16 des genannten Gesetzes haben die Kapftalrente steuererklärung abzugeben: 1) für minderjährige, vermißte oder unter Vormund⸗ schaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2) für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter; 3) in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbst

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ständig zur Kapitalrentesteuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz zu kommen hat.

Indem die unterzeichneten Behörden hiermit zur öffentlichen Keuntniß bringen, daß der äußerste Termin zur Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen im gegen wärtigen Jahr von Großherzoglichem Ministerlum der Finanzen auf den 20. August festgesetzt worden ist, richten dieselben an sämmtliche für kapitalrentesteuerpflichtig zu erachtende Bewohner der Steuercommissariatsbezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zum genannten Termin an die betreffenden Buͤrger meistereien gelangen zu lassen, von wo sie, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet an die Vorsitzenden der betreffenden Einschätzungscommissionen übersendet werden.

Das Formular zu den Kapitalrentesteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuer pflichtigte von der Bürgermeisteret des Wohnorts zu beziehen.

Friedberg am 18. Juli 1884.

Die Großherzoglichen Steuereommissariate Büdingen, Butzbach, Friedberg und Hungen.

Hechler. Schober. Snell.

Hoos.

1

Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1884.

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst 1884 stattfindenden Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufge fordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Aus schlusses von dieser Prüfung

spätestens bis zum 1. August 1884 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:

1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.

2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.

3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.

J. Dem Gesuch sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit Er klärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist;

Zu pos. b. wird noch besonders bemerkt, daß in dem Einwillig ungs⸗Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unter halten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß.

5. Jun dem Gesuche ist außerdem auzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 5

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten heitszeugniß beizulegen.

Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875 Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875) Aufschluß. d a

Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.

Darmstadt den 9. Juli 1884. 1 8

Großherzogliche Prüsunge gemnisten er, 12 Freiwillige. ros.

d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf.

Der Vorsitzende:

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 14 enthält das Gesetz, die Einführung einer Capital rentensteuer betreffend.

Berlin. Für die allernächste Zeit werden manche wichtige Verschiebungen im diplomatischen Dienste erfolgen. Graf Herbert Bismarck, der älteste Sohn unseres Reichskanzlers, der sich in schwieriger Zeit auf seinem Londoner Posten vorzüglich bewährt und sich auch in der hohen englischen Gesellschaft sehr beliebt gemacht hat, wird in allernächster Zeit zum Gesandten im Haag ernannt werden. An seine Stelle wird als Botschaftsrath bei der Londoner Botschaft der bisherige erste Botschaftssecretär in St. Peters burg, v. Plessen, ernannt werden, der als Nach⸗ folger den Botschaftsrath bei der Pariser Bot⸗ schaft, v. Bülow, erhalten wird. In die Pariser Stellung wird v. Rotenhan einrücken, der bisher Legationssecretär der preußischen Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhle war.

17. Juli. Die Pol. Nachr. melden: Hiesige politische Kreise betrachten den Zwischen fall in Paris in Folge der Erklärungen des hie sigen französischen Botschafters für erledigt.

Danzig, 17. Juli. Das aus den Panzer⸗ corvettenBaden,Bayern,Würtemberg undSachsen, vier Panzerkanonenbooten und

den AvisosBlitz undGrille bestehende Panzergeschwader hat heute früh die hiesige Rhede verlassen, um nach Kiel zu gehen.

Karlsruhe, 16. Juli. Die Großherzog lichen Herrschaften reisten via Potsdam, Stral⸗ sund, Malmö nach Tullgarn ab.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Gastein, 16. Juli. Heute früh nahm Kaiser Wilhelm sein erstes Bad und machte dann einen einstündigen Spazier gang auf der Kaiserpromenade. Abends machte der Kaiser eine Spazierfahrt nach Böckstein. Holland. Haag, 17. Juli. Die Beisetz ung des Prinzen von Oranien fand heute statt. Frankreich. Paris. Der Polizeicommissär Galien, welchem der Vorwurf gemacht wird, bei dem Tumult vor dem Hotel Continental nicht die nöthige Energie gezeigt zu haben, wurde abgesetzt. 16. Juli. Die Commission des Senats für die Verfassungsrevision beschloß nahezu ein stimmig, eine Revision des Art. 8, betr. die finanziellen Rechte des Senats, nicht stattfinden zu lassen. Dagegen wurde das Amendement Faye, welches den Art. 8 vervollständigen will, in Er⸗ wägung gezogen.

17. Juli. Die Agence Havas meldet:

Staatsrath habe die Forderungen des franzö⸗ sischen Gesandten Patenotre abgelehnt, wird formell dementirt; vielmehr gilt eine Verständig⸗ ung zwischen China und Frankreich als nahe bevorstehend. f

Großbritannien. London, 17. Juli. Das Oberhaus verwarf nach dreistündiger De⸗ batte mit 182 gegen 132 Stimmen Wemys' Antrag, betreffend die Fortsetzung der Berath ung der Reformbill, und nahm Cadogan's Amen⸗ dement auf Einberufung einer Herbstsession zur Berathung einer neuen Bill über die Wahl- reform und die Eintheilung der Wahlbezirke an.

17. Juli. Im Unterhaus erklärte heute Gladstone, daß die Finanzcommission heute die Arbeiten beendet habe, er hoffe auf eine bal dige Conferenzsitzung.

Serbien. Belgrad. Die Meldungen ver schiedener Blätter über die Vervollständigung des Cabinets werden in Regierungskreisen als verfrüht bezeichnet. J

Rußland. Petersburg. Ueber die Stadt und den Kreis Nischni-Nowgorod, sowie über die Kreise Balachna, Semenoff und Gorbatoff wurde für die Zeit vom 13. Juli bis 22. September die Maß⸗ regel verschärfter Sicherheitsaufsicht verhängt.

Egypten. Kairo. In der Sitzung des

Die Nachricht der Times aus Shanghai, der

englischen Unterhauses vom 14. kam die Lage