1884.
Dienstag den 19. Lehruar.
22
22
N
1
er Anzeiger.
Hebruar, 4
inn, Nef. 0 E r e 8 ederverkiis 8 U
. 5, Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag,
il Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
60„55 N 5 5 a 5 e Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf lität Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ledberg Amtlicher Theil. T Betreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1884. Friedberg den 16. Februar 1884. ing. Der Cioilvorsitzende der Gr. Ersatz-Commission Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. 10 0 in Einige von Ihnen stehen noch mit Einsendung der Stammrollen im Rückstande. Sind dieselben nicht bis zum 22. I. Mts. einge⸗ chen“ langt, werden dieselben durch Wartboten abgeholt. Dr. Braden. den! Ju 99 7 wan Ausschreiben. el Altenstadt. Am 9. Januar l. J. wurden zu Vilbel von, dem Taglöhner Heinrich Lipp, ledig, von Homburg v. d. H. sechs Paar Strümpfe verkauft. Der Zustand der oisactesss. Strümpfe, die noch fast neu und naß waren, theils die Zeichen C. E., theils M. S. tragen, läßt einen Diebstahl vermuthen. Es werden daher alle Diejenigen die über — U den Erwerb der Strümpfe durch den Verkäufer Auskunft geben können, um bezügliche Mittheilung hierher ersucht. f g 1 ng. Friedberg den 13. Februar 1884. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Wagner. zu Bruchn Deutsches Reich. Silvela erklärte, seine Aufgabe sei, die zwischen. Suakim entfernten Handuj-Well eine Versamm—
gen sollen di
. 9 Berlin, 16. Febr. Die Jagdordnungs-Com— 50
mission erledigte heute die erste Lesung. Die Be—
rge ö
g wee stimmung Nr. 8 in F. 77, enthaltend Strafan— %, drohungen gegen denjenigen, welcher entgegen 60, den Vorschriften des F. 43 Nr. 2 die Jagd aus— 9 fibt durch Ansitz(Anstand) während des Zeit— raums einer Stunde vor Sonnenuntergang bis 660% eine Stunde nach Sonnenaufgang in Entfern— 12 ung von unter 300 Metern von der Grenze des 9 Jagdbezirks an, wurde gestrichen.— Die Steuer—
örb li, rommission des Abgeordnetenhauses erledigte in
der Specialdebatte den Paragraphen 1 bis 10 des Kapitalrentensteuer-Entwurfes, welcher die Renten, Zinsen und sonstigen geldwerthen Vor— heile aufzählt, wovon Steuer zu erheben ist. München, 15. Febr. Die Abgeordneten— sammer hat das Ausführungsgesetz über die Frankenversicherung der Arbeiter einstimmig an— senommen und genehmigte mit 105 gegen 24 Stimmen die geforderten 222,750 M. zum Aus—
Sbauaufsche,
rung
nittags 10 ll idewald, Distl
ng: 12,79 Festmel
on 9,7I Je
rügelholz, gau des Geschäftshauses der Abgeordnetenkammer. Pruͤgelholz, Karlsruhe, 16. Febr. In der ersten bammer gab der Finanzminister die Erklärung ab, daß die Regierung gern zu einer Revision es Reichsstempelgesetzes die Hand bieten würde, haus. Henn eine bezügliche Anregung aus den Kreisen der
elster znteressenten an den Bundesrath gelangen sollte. ürgerme
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Febr.
ins 9 Uhr“ Abgeordnetenhaus. Nach den Reden der beiden
ade Herichterstatter wurde der Majoritätsantrag, die e e usnahmemaßregeln für gerechtfertigt zu erklären
täume, mahl illd die Aufhebung der Geschworenengerichte zur
nie- und ha, senntniß zu nehmen, mit 177 gegen 137 Stim— f hen angenommen. f
g. 80a Frankreich. Paris, 16. Febr. Die Kam—
ger setzte die Berathung des Gesetzentwurfs über ern das Verbot von Kundgebungen auf offener Straße g fort und nahm ein Amendement des Abg. Goblet
un g
ag rie an, wonach in aufrührerischen Rufen und Mani—
W sestationen bestehende Zuwiderhandlungen gegen aallletend o des Gesetz, von den Geschwornengerichten, nicht bie der Regierungsentwurf vorschlägt) von dem guchtpolizeigericht abgeurtheilt werden sollen. — 16. Febr. Der Ministerrath vervoll— stindigte heute das Budget pro 1885; das leichgewicht ist in demselben ohne neue Steuern hurgestellt; eine Anleihe wird nicht gemacht; die großen öffentlichen Arbeiten werden fortge— erben, kt, und es werden Maßregeln ergriffen werden, ene un Defraudationen bei der Erhebung der in— 4 05 geht liekten Abgaben, insbesondere bei der Alkohol— 0 sibrikation, zu verhindern. 4% Jpeg. 16. Febr. Der neue spanische Botschafter, U lie 9 Eilvela, überreichte heute Grevy sein Beglau— f lh ungsschreiben. Die hierbei ausgetauschten
Betttüch!
d 0 und Frau
en⸗ 1, f.
enkleiben , 1 Gonne 8 Haus⸗ 0
., muh, b0n iche
. „
den trugen den Charakter großer Herzlichkeit.
nnen
ethen.
den beiden durch Race, Ursprung, Nachbarschaft und Interessengemeinsamkeit verschwisterten Na— tionen bestehenden Beziehungen enger zu knüpfen.
Großbritannien. London, 15. Febr. Im
Unterhaus erklärt Gladstone, die Regierung glaube, daß die Kosten für die nach dem Sudan gehenden Truppen und Offiziere von England zu tragen seien. Daily Telegraph erfährt, daß der für den Sudan geforderte Credit 250,000 Pfund Sterling betragen wird. 15. Febr. Mehrere in Birmingham, Liverpool, Rochdale, Sheffield und anderen gro⸗ ßen Städten abgehaltene Versammlungen nahmen gestern Resolutionen an, durch welche die egyp⸗ tische Politik der Regierung mißbilligt wird.
Spanien. Madrid. Die Behauptung des Journal des Debats, die spanische Regierung suche ihren Einfluß in Marocco zu vergrößern, wird von den Organen der Regierung bestimmt in Abrede gestellt und gleichzeitig hervorgehoben, Spanien wünsche Nichts als die Aufrechterhalt— ung des status quo in Marocco, während gerade Frankreich den sehr lebhaften Wunsch bekunde, dort Terrain zu gewinnen.
Türkei. Konstantinopel. Nach einer Meld— ung des Reuter'schen Bureaus stimmt England der Erhöhung der Eingangszölle unter gewissen Bedingungen zu.
— Der Pforte ist aus Ostrumelien eine größere Zahl von Petitionen zugekommen, worin unter Hinweis auf den baldigen Ablauf der Funktionsdauer des Fürsten Bogorides(Aleko Pascha) der Beunruhigung daruber Ausdruck gegeben wird, daß noch Nichts über Schritte zur Besetzung des Generalgouverneurpostens ver— lautet, und zugleich um Wiederernennung des Fürsten Bogorides gebeten wird.
Serbien. Belgrad, 15. Febr. Wie ver— lautet, ist eine Ministerkrisis ausgebrochen, und wurde Garaschanin, der heute hier eingetroffen, zum König berufen.
Egypten. Kairo, 15. Febr. Der egyp— tische Staatsrath ist durch ein Decret des Khedive aufgehoben worden.
— 15. Febr. Das englische Panzerschiff „Carysfort“ ist in Suakim angekommen und landete dort 1165 Mann Marineinfanterie.— Gordon meldet:„Der Telegraph zwischen Khar— tum und Schendi(am Nil, zwischen Berber und Khartum) ist wieder hergestellt. Ich bin im Begriff nach Khartum zu gehen; ich glaube, wir brauchen keine weitere Besorgniß über diesen Theil des Sudans zu haben. Alle Leute ohne Unterschied sind herzlich froh, von einer Ver— bindung frei zu sein, welche ihnen nur Kummer verursachte.“— meldet, daß die hervorragendsten Anführer der neutralen Stämme in dem drei Stunden von
Aus Suakim wird heute ge
lung abgehalten und beschlossen haben, Osman Digma aufzufordern, ihr Gebiet zu respectiren, andernfalls würden sie gegen ihn kämpfen. Kapala ist von den Insurgenten besetzt.
— 16. Febr. Gordon ist in Schendy, halb— wegs zwischen Berber und Khartum, angekommen. — Der englische Consul in Suakim telegraphirte heute, Spione hätten berichtet, Osman Digma werde Tokar wahrscheinlich vor Ankunft der englischen Expedition angreifen. Die Aufstän— dischen machten in Sinkat gegen 200 Frauen und nahezu eben so viele Kinder nieder.
— 17. Febr. Nach einem Telegramm von hier überreichte eine kleine Abtheilung von Sol— daten der egyptischen Armee gestern Morgen persönlich in dem Abdin-Palaste eine an den Khedive gerichtete Petition, in welcher gegen die angebliche Entsendung egyptischer Truppen nach dem Sudan protestirt und die Entlassung der englischen Officiere, die fremder Race und Re— ligion seien, verlangt wird. Die Petenten er— klärten, daß sie die Gesinnungen der gesammten Armee verträten. Sie wurden verhaftet, ge— fesselt und in das Gefängniß abgeführt.
Afrika. Durban. Da Zweifel über die Todesursache Cetewayo's entstanden sind, so empfiehlt die Nataler Presse, eine eingehende Untersuchung anzustellen, welche, wie es heißt, eingeleitet werden wird. Die Leiche wurde in einen Sarg gelegt und die Beerdigung bis auf Weiteres untersagt.
Aus Stadt und Land.
s. Friedberg. Am vorigen Mittwoch waren sowohl die hiesigen wie die Nauheimer Vorstandsmitglieder des Taunuselubs Wetterau in Gesellschaft von Freunden des Vereins auf dem Winterstein, um sich an Ort und Stelle über die Platzfrage bezüglich des projectirten Thurm— baues definitiv schlüssig zu machen. Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Steinkopfgipfel als günstigster Punkt zu diesem Zweck erwählt worden. Außer der wirklich prachtvollen Rundschau, welche man von einem Thurm aus auf diesem Gipfel des Wintersteins genießen wird, war auch noch der Umstand entscheidend, daß beinahe alles zum Bau nöthige Material sich an Ort und Stelle befindet. Der von Bauaufseher Zörb J. ge— machte Kostenvoranschlag zur Erbauung des Thurmes ist von eompetenten Fachmännern geprüft und in allen Theilen für richtig befunden worden, ein großer Theil der nöthigen Geldmittel durch Mitgliederbeiträge und Sammlung bereits vorhanden, hoffentlich liefert die so— eben in unserer Stadt in Cireulation gesetzte Sammelliste ebenfalls ein erfreuliches Resultat, und so können wir uns der gegründeten Hoffnung hingeben, recht bald fröh— liche Menschen, welche Freude an Gottes schöner Natur, Ge— birg, Wald und Feld haben, nach dem Steinkopf wandern zu sehen, um von dort aus in die blühenden Gauen unseres Vaterlandes schauen zu können. Der Vorstand hat eine Eingabe an den Gemeinderath von Ockstadt und die zu ständige Forstbehörde gemacht, um die nöthige Bauer laubniß zu erwirken. Hoffentlich wird von beiden Seiten dem Unternehmen Nichts in den Weg gestellt. Die Exeursion des Vorstandes endigte mit einigen Stunden fröhlichen Beisammenseins bei dem Winterstein-Wirth, Förster Frank. Wir bemerken nur noch, daß Lehrer


