und begann die Berathung des Marinebudgets. lehute jede Erhöhung
— Die Tarifcommission der Zölle auf Reis, Mais und Oelfrüchte ab. I
das Personal und der Höhe ihrer Aufgabe stünden.
Panzerschiffe bauen,
Torpedoboote richten. — 12. Dec. Die Rede Ferry's, als
hat wegen lebhafte Sensation erregt, namentlich der Bestätigung, daß England aus freien officielle
bar erachteten chinesischen reich abgelehnt habe.
säubern.
und die Freundschaft Englands,
nisters lebhaften Beffall. Dec
angeordnet habe.
— Eine Nachricht, die Regierung habe von England sieben Trausportschiffe gekauft und die formelle Kriegserklärung an China beschlossen,
wird officiös dementirt.
Großbritannien. London,
werden sollen. sollen in einigen Tagen erfolgen.
mit den Nationen Europas wird. 12 Des.
marsch nach Korti jenseits Ambukol an.
— 13. Dec. Heute Abend fand unter einem Bogen der London-Bridge eine Explosion statt, Die Polizei hat sofort geeignete Untersuchungen angestellt, bis jetzt ist indessen über die Natur, die Ent— stehung und die Folgen der Explosion noch Nichts Eine große Menge von Neugierigen sammelt sich fortwährend auf und in der Nähe Einige Fensterscheiben benach— barter Häuser sollen durch die Explosion zer—
welche weithin vernommen wurde.
bekannt. der Brücke an
trümmert sein.
Türkei. Constantinopel. Der Unterstaats— secretär des Aeußeren, Ariin Effendi Dadian,
ist seinen Funktionen enthoben worden.
— Aus Odessa wird der„Times“ gemeldet: „Berichte über türkische Gräuelthaten gegen die Bulgaren in Macedonien treffen fortgesetzt hier Es heißt, daß in gewissen Ortschaften die Bulgaren sich fürchten, ihre Wohnungen zu ver— lassen, weil Mord und Menschenraub so sehr Fünf, veun, vier und vier—
ein.
im Zunehmen sind.
Die Kammer genehmigte das Marinebudget. Der Marineminister hob hervor, die Operationen am Menflusse bewiesen, daß Material der Marine auf Der Minister widerlegte die Bedenken gegen die Panzerschiffe, bemerkte indeß, er werde gleichwohl keine neuen sein Hauptaugenmerk viel⸗ mehr auf den Bau schnellsegelnder Kreuzer und
Ant⸗ wort auf die Angriffe des Herzogs von Broglie der darin enthaltenen Erklärungen in Betreff Stücken seine Vermittelung angeboten, dann aber die Mittheilung der als absolut unannehm— Vorschläge an Frank— Der Minister erklärte, daß er jetzt Befehl ertheilt habe, die während der Dauer der Unterhandlungen eingestellte mili— tärische Action mit aller Energie aufzunehmen und vor Allem Tonkin von den Chinesen zu Ferry betonte besonders die intimen Beziehungen der Republik zu allen Großmächten welches dieselbe durch das Anerbieten der Vermittelung bewiesen, und die vollständige Uebereinstimmung bezüglich Egyptens mit den drei Kaiserreichen. Die Ma— jorität des Senats spendete der Rede des Mi—
Die„France“ bringt die Nachricht, daß die chinesische Regierung die Suspendirung der Feindseligkeiten in Tonkin
12 Dee „Standard“ meldet, daß die britischen Consuln an der Küste Westaftikas beträchtlich vermehrt Die betreffenden Ernennungen Die Neuan— gestellten werden dann nach dem Congo abgehen, welcher der Sitz des großen Handelsverrehrs
Ein Telegramm aus Handak von heute meldet: General Stewart und der Generalstab mit 1000 Mann berittener Infan⸗ terie, sowie einem Kameelcorps traten den Vor⸗
nisterium des Auswärtigen identische Noten, wo— rin dieselben geltend machen, daß sie, obgleich bisher die Ernennung eines deutschen und rus— sischen Mitgliedes der egyptischen Schuldenkasse nicht erfolgte, auf diesen Anspruch nicht ver— zichtet hätten. Der Vertreter Rußlands erklärte dem Khedive in Audienz, er wende sich an ihn persönlich, um seinem Schritte größeren Nach— druck zu geben. Der Khedive antwortete, Egyp⸗ ten sei ein constitutionelles Land, er sebe sich daher genöthigt, seine Minister zu Rathe zu ziehen; seiner Ansicht nach sei aber die Theil— nahme Deutschlands und Rußlands an der egyp— tischen Schuldenkasse nur ein einziger Punkt unter den internationalen, auf die egyptischen Finanzen bezüglichen Fragen, deren Lösung von der größten Dringlichkeit geworden sei— Die Mächte würden, wie auch ihre Entscheidung für die Regelung der egyptischen Finanzfrage fallen möchte, ihn jederzeit bereit finden, diese Ent⸗ scheidung zu unterstützen und auszuführen. Dem Vertreter Deutschlands, der sich ebenfalls zum Khedive begeben hatte, gab der Khedive eine ähnliche Autwort. Die Vertreter Frankreichs, Italiens und Oesterreichs sind angewiesen, das Verlangen Deutschlands und Rußlands zu unter— stützen. Der Vertreter Oesterreichs überreichte Nubar Pascha eine dem entsprechende Note. Von den Vertretern Frankreichs und Italiens werden die betreffenden Noten voraussichtlich morgen überreicht werden.
Afrika. Kapstadt, 10. Dez. Der„Cape Argus“ will von zuverlässiger Seite wissen, daß die Ursache von General Joubert's Rücktritt von der Vicepräsidentschaft von Transvaal die war, daß die Regierung Transvaals beim Empfange des Ultimatums der britischen Re— gierung betreffs der Verletzung der Lo doner Convention seitens der Boeren sich nach Berlin wandte und das Protectorat Deutschlands nach— suchte.
Aus Stadt und Land. Mainz, 12. Dez. In dem Umführungstunnel hat sich heute Abend ein schrecklicher Unglücksfall zugetragen. Wie dies sehr häufig der Fall, so waren auch heute Nachmittag ca. 15 Arbeiter in dem Tunnel beschäftigt, als plötzlich ein Zug daher fuhr; die Arbeiter sprangen in ein anderes Geleise, aber auch hier gewahrten sie, daß noch ein Zug von der anderen Seite daherkam. Zwei der Arbeiter, die nicht schnell genug aus dem Geleise sprangen, wurden von der Lokomotvie erfaßt und furchtbar verstümmelt; einer der Getödteten ist aus Mainz.
Allerlei.
Berlin, 13. Dez. Zum Director des hiesigen Zoologischen Gartens ist nunmehr Ur. Schmidt, Director des Zoologischen Gartens in Frankfurt a. M., gewählt worden.
Gerichtssaal.
der Privatklagesache des Adam Kraft II. von Langen⸗ Bergheim gegen Beleidigung, erbielt Letzterer eine Geldstrafe von zehn Mark, ev. zwei Tage Haft und die Kosten, der nothwendigen Auslagen des Privatklägers; 8. in der Strafsache gegen Heinrich Röder von, Oberau, wegen Beleidigung, auf den krankbaften 9. wegen Hetzen eines Hundes auf Menschen, wurde, da die will, ebenfalls Aus setzung der schlossen; Weigand König in Lindheim gegen Friedrich Hochstein daselbst, wegen Beleidigung, wurde die Hauptverhandlung ebenfalls ausgesetzt; 11. die Strafsache gegen Martin Dort von Höchst a. d. N., wegen Beleidigung, wurde, da sich der Veschuldigte gegenwärtig beim Militär befindet, dem Militärgerichte zur Aburtheilung überwiesen.
Wilhelm Waltber II. daselbst, wegen
einschließlich
wurde die Hauptverhandlung, mit Rücksicht Zustand eines Zeugen, ausgesetzt; in der Strafsache gegen Heinrich Hühn von Hainchen,
Staatsanwaltschaft weitere Ermittelungen anstellen Hauptverhandlung be— des Heinrich
100 in der Privatkklagesache
per Pfd. M. 0.85— 1.00, Eier 1 Stück 8
Butter per Pfd. M. Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0 60, Hühner per Stück M. 0 85—1.10, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.20, Enten per Stück M. 1.40— 1.80, Gänse per Pfd. 45—55 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. fleisch 54 60 Pf., fleisch 6068 Pf., per 100 Kilo M. 3.00— 3.50, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf.
Bad Nauheim In der Donnerstog den 11. Dez. l. J. abgehaltenen Schöffengrichtssitzung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) Gegen Joh. Bingel von Schwalheim, wegen Mißhandlung, auf eine Gefängnißstrafe von 10 M.; 2) gegen Ludwig Müller Frau von Schwalheim, wegen Beleidigung, auf eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen; 3) gegen Ambrosius Feuerstein Ehefrau von Bad- Nau— heim, wegen Beleidigung, auf eine Geldstrafe von 3 M.; 4) in der Privatklagesache der Konrad Ewald Wittwe von Bad Nauheim gegen Schulvicar Christian Bommers— heim von da, wegen Beleidigung, wurde die Privatklage— sache zurückgezogen und in Folge dessen die Wütwe Ewald in die Kosten verurtheilt.
Altenstadt. In der Donnerstag den 4. Dez. dahier stattgehabten Schoͤffengerichtssitzung wurde wie folgt er— kannt: J. in der Strafsache gegen Konrad Bonrad von Langen Bergheim, wegen Diebstahls, erhielt der Beschul digte eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und die Kosten;
ebenso erhielt derselbe wegen Führens eines falschen Namens eine Haftstrafe von einer Woche; 2. in der
Strassache gegen Georg König II. und dessen Ehefrau von Lindheim, wegen Körperverletzung, wurde ein jedes der Beschuldigten in eine Gefängnißstrafe von drei Tagen und beide in die Kosten verurtheilt; 3. in der Strafsache
zehn Personen wurden jüngst gewaltsamerweise
aus den Dörfern Goleznik, Gori Rozko und Seleta weggeschleppt, wäbrend Pripelsky, Pra— podisch und Pariotzi von Brandstiftern bis zum zwölf der Ein— Man berechnet, daß
Grunde niedergebrannt, und
wohner ermordet wurden.
gegen Johannes Schneider von Altenstadt, wegen Körper⸗ verletzung, erhielt der Beschuldigte eine Gefängnißstrafe von sieben Tagen, sowie die Kosten; 4. in der Strafsache gegen Christian Grießmer von Staden, wegen Fischerei frevels, wurde der Beschuldigte in eine Geldstrafe von sechs Mark, ev. drei Tage Haft und in die Kosten ver,
urtheilt; 5. in der Strafsache gegen Wilhelm Stroh von
während der letzten wenigen Wochen in Mace- Lindheim, wegen Pfandveräußerung, wurde der Beschul⸗
donien 200 Christen ermordet worden sind.“ Egypten. Kairo, 11. Dec.
a Die Vertreter Deutschlands und Rußlands übergaben im Mi- Thierquälerei, wurde auf Freisprechung erkannt; 7. in
digte in eine Gefängnißstrafe von 5 Tagen, sowie zur Kostentragung verurtheilt; 6. in der Strafsache gegen Konrad Reinhard Wenzel von Rommelhausen, wegen
Handel und Verkehr. Friedberg, 13. Dez. Buttermarkt. Butter kostete
Pf.
Butzbach, 13. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete
per Pfd. M. 0.95 1.05, Käse per Pfd. 46—47 Pf. Eier 1 Stück 8 Pf.
Gießen, 13. Dez. Auf dem heutigen Markt kostete 1.00- 1.10, Eier 1 Stück 80 Pf.,
Welsche M. 0 00—0.90, 6670 Pf., Kuh- und Rind⸗ Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel⸗ Kalbfleisch 50—00 Pf., Kartoffeln Zwiebeln per Ctr. M. 4, Kartoffeln per
Homburg, 13. Dez. Marktpreise.
Malter M. 3.50 4, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 7, 8 und 9 Pf., Butter per Pfund 1. Qualttät M. 1.10, 2. Qualität M. 1.
Frankfurt, 13. Dez. Wochenmarkt. Preise der
Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 3.80— 5, per Gescheid 9 und 10 Pf., Zwiebeln per Centner M. 5, per Gescheid 20 Pf., Weißkraut per Hundert M. 8- 10. Obsorten und die Gemüse wie am letzten Mittwoch. Gänse per Pfd. 55 65 Pf., Eier per Hundert deutsche M. 5.80— 7, Italtener M. 8.50 9.50.
Frankfurt, 12. Dez. Heu⸗ und Strohmarkt.
Die Anfuhr belief sich auf ea. 60 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Etr. für Stroh M. 1.70— 2.40.— Buttermarkt. wurde im Engroshandel bezahlt per Etr. M. 85-90, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfund M. 1.10 1.20.
für Heu M. 3—3.40, Für Butter
Die Getreide-Verschiffungen aus den Vereinigten
Staaten nach Europa betrugen in den letzten 14 Tagen: 2,100,000 Bushels Weizen, 1,290,000 B. Mais. Die sichtbaren Vorräthe bestehen aus 40,8 Mill. B. Weizen und 5,4 B. Mais.
Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt- Theater in Frankfurt. Opernhaus.
Hierauf: Ballet. Vor⸗ Außer
Dienstag den 16.: Das goldene Kreuz. Mittwoch den 17.: Zu Beethovens Geburtstag. stellung bei ermäßigten Preisen. Fidelio.
Abonn.
Donnerstag den 18.: Zu Webers Geburtstag. Oberon.
Freitag den 19.: Geschlossen.
Samstag den 20.: Freischütz.
Sonntag den 21.: Nachmittags 3½ Uhr, bei ermäßigten Preisen. Zum ersten Male: Till Eulenspiegel, oder! Eine Fahrt durch's Märchenreich. Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in 5 Bildern und 1 Vorsplel von L. Raupp. Ermäßigte Preise. Außer Abonn. Abends 7 Uhr: Die Fovoritin.
Montag den 22.: Zum erstenmale wiederholt(Nachmit— tags 3½ Uhr): Till Eulenspiegel. Ermäßigte Preise. Außer Abonn.
Schauspielhaus.
Dienstag den 16.: Zum Gedächtnisse Gutzkow's: Uriel Acosta.
Mittwoch en 17.: Der Salontyroler.
Donnerstag den 18.: Abschieds-Vorstellung des Herrn W. Knaack. Taub muß er sein. Man sucht einen Erzieher. Schneider Fips. Außer Abonn.: Domoiseau, Meyer. Fips, Herr Knaack.
Freitag den 19.: Die Karlsschüler.
Samstag den 20.: Don Juans Ende.
Sonntag gen 21.: Die große Glocke.
An die Bewohner Friedbergs.
Dem von dem„Evang. Verein“ in's Leben gerufenen „Felerabend für Lehrlinge“, der mit Recht sich schnell die Gunst des hiesigen Publikums erworben und sich dieselbe bisher bewahrt hat, würden gute Volks⸗ schriften u. a. Bücher, treffliche Kalender, auch Spiele u. a. dgl. oder auch Geldgaben zur Anschaffung solcher sehr willkommen sein. Gerade das schöne Weihnachts“ fest, welches die Herzen zum Geben weit macht un auch insbesondere zahlreiche neue Bücher in die Familien einführt, dürfte für manche Väter und Mütter, besonders auch aus den Kreisen der Handwerksmeister und Fabrikherren, leicht ein Anlaß werden, sei's neue, sei's gut erhaltene gelesene Bücher dem„Feierabend“
Anfang 7 Uhr.
zur Lectüre für die Lehrlinge freundlich zuzuwenden.
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