Ausgabe 
12.8.1884
 
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die bestimmten Anforderungen an die concurrirenden

Vieh prämiirt werden. currenz keine Prämien gekommen sind, und zwar 10 Pfennig für Prämiirung des

thunlichst mit Ausschluß des Publikums in abgegrenzten Räumen vorzunehmen. Namen der Aussteller dürfen den Preisrichtern vor der Prämtirung nicht mitgetheit Zur Preisbewerbung sind Nur die aus Mitteln des Bezirksvereins des Kreises Lauterbach, bei aus gestellten gleich preiswürdigen Thieren, Mitgliedern des landw. Brzirksver Die Hälfte der verfügbaren Prämikrungs summe wird ausschließlich für die kleinen Grundbesitzer reservirt und die Bestimm den Preisrichtern überlassen. Thiere der kleinen Landwirthe werden besonders vorgeführt. Viehhändler als solche sind von der Bewerbung aus bereits bei einer Preisvertheilung eines Bezirks prämtirt worden sind, können in derselben Categorie nicht wiederholt einen Preis bei der bevorstehenden Preis-

Anmeldungen zur Betheiligung bei der Ausstellung beliebe man bis zum Die Einlieferung von auszustellenden Erzeugnissen der Landwirthschaft,

werden. Die Thiere sind nach Nummern vorzuführen. alle Angehörigen der Provinz zugelassen.

stammenden Preise werden lediglich den Angehörigen eins Lauterbach vorzugsweise gewährt.

ung, wer zu solchen zu rechnen ist,

N. bach einzureichen. zum 2. September erfolgen.

Friedberg den 11. August 1884.

Thiere haben zur Folge, daß etwa zuerkannte Prämien wieder zurückgezahlt werden müssen und daß der Aussteller in solchem Falle durch 5 Jahre von der Zulassung zu Pr ist. Es kann nur wirklich preiswürdiges, den verlangten Eigenthümer solchen Viehes, welche wegen zu starker Con- erlangen konnten, erhalten auf Verlangen eine durch die Preisrichter festzusetzende Wegentschädigung, wenn sie über 10 Kilometer weit her den Kilometer. Viehes durch die Preisrichter beginnt Vormittags 8 Uhr und ist

geschlossen. Thiere, welche

vertheilung erhalten.

ämitrungen ausgeschlossen

Lelstungen entsprechendes sowie Maschinen verbunden.

Die Musterung und

Die Im Uebrigen erfolgt die

und

Die prämiirten

25. 5 landw. Die auszustellenden Thiere müssen am 4. September, Vormittags

des Verlustes der zuerkannten Prämien oder Wegentschädigung auszuhalten. züglich der Erhebung eines Standgeldes bleibt Bestimmung vorbehalten. zustellenden Maschinen, Geräthen, Werkzeugen Die Größe der einzelnen Preise wird von den Preisrichtern bestimmt. dem Staatsfonds fließenden 1000 Mark sollen dieselben 60 Mark und bei Kleinvieh nicht unter 30 Mark pro Stück oder Loos betragen. Zuerkennung der Preise nach Maßgabe der für die landw. Vereine gültigen, in Nr. 7 der Zeitschrift für die landw. gedruckten Prämitrungsordnung. Im Ganzen stehen zur Verfügung: Aus dem Staatsfonds Aus Provinzialvereinsmitteln Aus dem Bezirksverein Lauterbach 500

Ein Aussteller kann auf der bevorstehenden Ausstellung in einer Categorie nur einen der bewilligten ist eine Verloosung von Vieb,

Geldpreise erhalten. Mit der Ausstellung landwirthschaftlichen und sonst nützlichen Geräthen Jeder Aussteller hat die Ausstellungszeit bei*

e⸗ Den aus⸗ ꝛc. sind die Verkaufspreise anzuheften. Bei den aus bei Großvieh nicht unter

Vereine in 1882 ab

1000 Mk. 1000

Zusammen 2500 Mk.

Friedelhausen, am 2. August 1884. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. Aldalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau.

Mts. bei Herrn Rentmeister Lipp zu Lauter Maschinen und Geräthen wollen bis spätestens

7 Uhr, am Ausstellungsplatz zur Stelle sein.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. W. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor.

Deutsches Reich. Friedberg. Bei den Landtags-Wahlen wurden gewählt: Stadt Darmstadt: Oberbürger meister Ohly und Banquier Wolfskehl. Stadt

Mainz: Joh. Falk III und Prof. Schlenger. Stadt Gießen: Rechtsanwalt Metz. Stadt

Offenbach: Fabrikant Böhm. Stadt Friedberg:

Rechtsanwalt Jöckel. Stadt Alsfeld: Fabrikant Grünewald. Stadt Worms: Andr. Reinhart

Stadt Bingen: Redacteur Pennrich. Provinz Starkenburg: 2. Wahlbezirk: Bürgermeister

Kredel in Michelstadt. 4. Wahlbezirk: Ober amtsrichter Arnold in Darmstadt. 6. Wahl bezirk: Georg Schönberger in Groß-Bieberau. 7. Wahlbezirk: Sparkasserechner Lautz in Groß Umstadt. 9. Wahlbezirk: Rechtsanwalt Metz in Darmstadt. 13. Wahlbezirk: Obersteuerrath Baur in Darmstadt. 16. Wahlbezirk: Philipp Wasserburg in Mainz. Provinz Oberhessen: 3. Wahlbezirk: Apotheker Dr. Vogt in Butzbach. 6. Wahlbezirk: Freih. Adalbert von Rabenau. 9. Wahlbezirk: Bürgermeister List in Lauterbach. 10. Wahlbezirk: Bürgermeister Muth in Salz 11. Wahlbezirk: Gutsbesitzer Sturmfels in Ulfa. Provinz Rheinhessen: 1. Wahlbezirk: Joh. A Möllinger in Pfeddersheim. 6. Wahlbezirk: Dr. Schröder in Darmstadt. 9. Wahlbezirk: Dr. Büchner in Darmstadt.

Darmstadt, 9. Aug. Prinz Albert Victor, ältester Sohn des Prinzen von Wales, ist heute hier eingetroffen, am Bahnhof empfangen wor den und mit dem Erbgroßherzog nach dem Jagdschloß Wolfsgarten gefahren, woselbst der Prinz mehrere Tage verweilen wird.

Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 20 enthält:

1. Bekanntmachung, die Ausführung des versicherungsgesetzes betreffend.

11. Uebersicht der für 1884/85 in den israelitischen Religionsgemeinden des Kr. Darmstadt genehmigten Umlagen.

111. Ordensverleihungen.

IV. Namensveränderung.

V. Dienstnachricht. Dem evangel. Pfarrer Brüning zu Hüttengesäß wurde die Pfarrstelle zu Hähnlein über tragen.

VI. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: Eine Lehrer stelle zu Wallerstädten, Gehalt 900 M.

VII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Hofmusiker Planz zu Darmstadt; der Forstwart Naumann zu Reimenrod; der Forstwart Simon zu Ohmes; der Ober Rechnungs-Revisor Daab zu Darmstadt; der Amtsrichter Raab zu Laubach; der Distrietseinnehmer Habich zu Burkenau; der Schullehrer Schmehl zu Allendorf a. d. L.

Das Regierungsblatt Nr. 21 enthält die Verordnung, die Gewerbsteuer betr.

Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält: Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über die Anfertigung und Verzollung von Zünd hölzern betr.

Das Regierungsblatt Nr. 23 enthält: Bekanntmachung, die Berechnung der Dienstzeit der nach dem Edict vom 12. àupril 1820 pen sionsberechtigten Civilbeamten betreffend.

Der Commandeur des Gendarmerie Distriets Oberhessen Major Beck wurde zum

Unfall

hessen, der Major v. Follenius zum Comman-] Ein großer Zug setzte sich nach der Börse in

deur des Gendarmerie-Districts Oberhessen, der Ministerialrath Hallwachs zum Geh. Staats rath in dem Ministerium des Innern und der Justiz, der Kreisrath Rothe in Offenbach zum Ministerialrath in dem Ministerium des Innern und der Justiz, der Kreisassessor v. Zangen in Darmstadt zum Rath bei der Provinzial-Direction Oberhessen mit dem AmtstitelRegierungsrath und der Regierungsaccessist Dr. Linß aus Darm stadt zum Kreisassessor ernannt.

Berlin, 8. Aug. Der Kaiser ist heute Morgen in bestem Wohlsein in Großbeeren an gekommen und begab sich alsbald in offenem vierspännigen Wagen nach Schloß Babelsberg.

Die Meldung verschiedener Blätter, daß der Kapitän zur See v. Hollen, oder andere deutsche Marineofficiere demnächst in den türkischen Militärdienst treten würden, ist unrichtig.

Die französische Presse beschäftigt sich eifrig mit einem Artikel desFigaro, welcher für ein Bündniß zwischen Frankreich und Deutsch land eintrat. Mehrere Blätter äußern sich über den Vorschlag viel freundlicher, als man es z. B. nach der ersten Aeußerung des Chauvinisten blattes Republique frangaise erwartet hätte. Die France sieht in dem Artikel einen Beweis, daß man in Frankreich anfange, eine Politik des Verstandes an die Stelle derPolitik der Sen timentalität zu setzen; sie billigt dies, wenn gleich es ihr zu weitgehend scheint, von einer Allianz mit Deutschland zu sprechen, so meint sie doch, daß eineVerstandesehe mit der Mög lichkeit der Scheidung angezeigt sei.

Die Gesellschaft für deutsche Colonie sation forderte sämmtliche deutschen Vereine, welche colonialpolitische, überseeische und handels politische Ziele verfolgen, auf, sich zu einem allgemeinen deutschen Colonisationsverband zu vereinigen. Zur Berathung darüber wird eine Delegirten-Conferenz aller Vereine in Berlin vorgeschlagen.

Homburg, 7. Aug. Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz ist zum Kurgebrauche hier eingetroffen. Die Kronprinzessin des Deutschen Reiches wird Ende dieses oder Anfangs nächsten Monats hier erwartet.

Meiningen, 9. Aug. Der Landtag ist vertagt worden, nachdem die Eisenbahn Ludwig stadt⸗Lehesten und der bezügliche Staatsvertrag mit Bayern genehmigt worden waren.

Ausland.

Belgien. Brüssel, 8. Aug. Die Kammer nahm heute die Vorlage, betr. die Wiederher stellung diplomatischer Beziehungen zur Kurie, mit 73 gegen 44 Stimmen an. An den Zu gängen zum Kammergebäude waren dieselben po lizeilichen Sicherheitsmaßregeln wie gestern ge troffen. Der Bürgermeister von Brüssel hatte heute eine Besprechung mit dem Minister des Innern.

10. Aug. Heute fand die angekündigte

Commandeur des Gendarmerie-Districts Rhein

Nundgebung gegen das neue Schulgesetz statt.

Bewegung; dort hielt Jauson eine Rede, im der er an die Thronrede des Königs bei Eröffnung der Kammersession im Jahre 1878 erinnerte, das Ministerius und das neue Schulgesetz heftig angriff und die Zurückziehung des letzteren und die Auflösung der Kammer verlangte. Von der Börse aus begab sich der Zug nach den ver schiedenen Ministerien, wo unter Hochrufen auf den König die Eutlassung des Ministeriums ge fordert wurde. Die Ordnung wurde nirgends gestört.

Frankreich. Paris Einem Privattele gramm der Voss. Ztg. zufolge soll Waddington beabsichtigen, von seinem Londoner Botschafter posten zurückzutreten

9. Aug. Grevy empfing heute den Be such des Königs von Schweden, der für einige Tage hier eingetroffen ist.

9. Aug. Ein französisches Geschwader von 5 Kriegsschiffen unter dem Commando des Admirals Lespes hat Kelung auf der Insel Formosa bombardirt und genommen. Patenotre erklärte den chinesischen Delegirten, es hänge von dem chinesischen Ministerrath ab, die Be setzung Kelungs durch Erfüllung der französischen Forverungen abzukürzen. Die Entschädigung für Frankreich wurde auf 80 Million ermäßigt.

Versailles, 8. Aug. Nationalversammlung. Laisant verlangte die unbeschränkte Revision and griff das Ministerium und die Majoritaͤt der Nationalversammlung heftigst au. Der Bericht erstatter der Commission erklärte gegenüber Montjau, welcher die Beseitigung des Senats gewünscht, die Vorgänge in der Sitzung vom letzten Montag würden genügen, des Einkammer systems überdrüssig zu werden. Nach einigen Bemerkungen Chesnelong's, worin er verschie dene Behauptungen des Berichterstatters richtig stellte, vertheidigt Pelletan die Machtvollkommen. heit der Nationalversammlung gegen jedwede Vereinbarung. Dauphin setzte auseinander, daß die vorliegende Vereinbarung aus dem Einver nehmen der Majoritäten beider Kammern her vorgegangen sei. Diese Ausführungen riefen lebhafte Proteste auf der Rechten und Linken hervor, Dauphin wurde gezwungen die Redner tribüne zu verlassen. Als hierauf Schluß der Generaldebatte durch Aufheben der Hände be schlossen wurde, nahm der Lärm zu. Jolibois bestieg die Tribüne, wurde aber vom Präsiden

der verließen ihre Plätze und drängten der Tri büne zu. Der Tumult war wieder über alle Beschreibung und diefeinen Franzosen be schimpften sich mit den gemeinsten Worten. Prä sident Leroyer bedeckte sein Haupt und suspen dirte die Sitzung. Nach Wiederaufnahme der

einzelnen Artikel. Ein Amendement Barodet welches die Einberufung einer constituirender

ten am Sprechen verhindert, zahlreiche Mitglie-

Sitzung begann der Congreß die Berathung der

Versammlung verlangt, wird bei der Vorfrage mit 493 gegen 286 Stemmen abgelehnt. Barodet

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