9. Juni l Instituts wurde von Siesmayer, Erlanger, Pfaff, Heiß, lerdings l Sonnemann, Siebert, Heuer und Kayser zc. angeregt. veise d ah namentlich ist Stesmayer der Träger und Verwirklicher ir a8 Ch, des gefaßten Planes, so daß sein Name in der Geschichte
Folge halte des Palmengartens glänzen wird, so lange sie Geltung dta lehnt N behält. Die einst vielfach sandige Gegend hat sein genialer f Aus 9 da helst durch seine Metbamorphose umgewandelt, sesn Fleiß gol hängu, und seine stetig schaffende Künstlerhand haben alle An⸗ züglichen dg strengungen gemacht, die Natur, wenn sie nicht zu über⸗
B treffen, so ihr doch wenigstens in der vollendetsten Form
nachzukommen. Wenn die liebe Sonne lacht, ist's, als sseien ihre Strahlen mit dem herrlichen Duft der Par— terreblüthen parfümirt, das Flüstern der Palmenwedel 0 um uns, die saftigen Boskets, die herrlichen Promenaden Junifest ö und lauschigen Plätze, sie alle machen die Brust freier u, 9 9 n und das Herz fröhlich gestimmt. In den feinsten Schlangen— 155 Juul 9 windungen zieht ein rothweißer Pfad zwischen und vor
b 00 wen prächtigen Beeten am Eingange des Gartens hin. ersammlung. Im schöngepflegten Rasen stehen auf Hügeln und Rabatten nit Ornat uit allen erdenklichen Launen schöngefärbte Coleussorten, (lien die da
Die Neuwahl
werschiedene Farn, Palmen-, Dracaenen-, seltene Phlox, Heltotropen-, Pelargonien-, Geranien, Iresinenarten mit
Arteien Mehra wielen anderen prächtigen Pflanzen und Pflänzchen. Die 8 Lokalfärbung ist echt künstlerisch bebandelt. Und wem
ammtli 1 werdanken wir diese lieblichen Schöpfungen? Wenn die iche J wo Pflanzen reden könnten, so würden sie uns sagen:„Sein
ne Amendeneh, Name ist Siesmayer, er ist der Vater und langjährige
Director dieses Paradieses.“ Für manche Palmengarten— bbesucher bildet natürlich das Palmenhaus den Haupt anziehungspunkt. Die Phantasie braucht keine Anstreng: ungen zu machen, um sich in ihm aus Europa hinweg in die Heimath der exotischen Gewächse zu versetzen. Unter der sorglichen Leitung des Garteninspeetors hat der Fleiß geschulter Gärtner Partien malerisch auf den Glpfel eines Felsens erhoben, hier und da ein lauschiges Plätzchen zur Ruhebank eingerichtet oder halbverloren in wichtem Grün einen Durchschnitt auf die Hauptpartien wes Palmenhauses verschafft. Im anstoßenden Restau— nationssaale kann der Angehörige einer jeden Nation, zu welcher Zeit es ihm beliebt, in feinstem Geschmack A hubereitete Speisen und Getränke servirt erhalten. Ein flüchtiger Gang durch den Saal bestätigt die Annabme einer wahrhaft fürstlichen Einrichtung. Aeußeres und Inneres des Restaurattonsgebäudes ist wirklich nobel. Wir behalten uns die Proben lukullischer Genüsse vor, heute fesselt uns die Majestät hochaufstrebender Palmen, Farnen und die Fälle einer tropischen Flora mehr. Durch das große Mittelfenster des Gesellschaftssaales urscheint die gesammte Pflanzenwelt des Südens zu diner magischen Wirkung vereint. Und nun zu all diesem Schönen die herrliche Musik der Gartenkapelle. Wir begreifen es, warum die Frankfurter so gerne hier weilen. Imposanter, wenn auch nicht lieblicher als der Park um den Goldfischweiher, dem sich Gewächshäuser und neservirte Blumenbeete anschließen, ist der große Park mit seinen wundervollen Baumgruppen, seinen schön— gepflegten Rasen, seinen versteckten Buchten, seinen Bauten, die mit ihrer Umgebung harmonische, malerische Gruppen bilden. Mit„Oebler's Führer durch den
ichnen die A zette“ über da und Frauktet cüniäte Arran zähnt, von di
irkische N
3
uni. Bulgu. erbieus bel nend. In i Juteressens Serbien; Bulgarien U eines Zwischu l der serbische age nur 40.
t ist die serbisc
en worden. Dl
ie noch Soft
Juni. Der ah—— hof eingettf e voriger U er Anschudgag, haftet. Bi del
Palmengarten“ verschaffen wir uns wie im Palmenhaus die Kenntniß der verschiedenen Pflanzen in den Gewächs— häusern und gehen dann theils auf ebenem Pfade, bald bergab, dann wieder steil durch durchbrochene Felsen, gleich darauf wieder ans Wasser zur Brücke hin. Der Wechsel der Perspektive, erzeugt durch die fortgesetzte Verlegung des Gesichtspunktes, erinnert an die bunt— variirenden Ansichten einer Laterna magica. Könnten wir dieser Skizze ein wenig Lokalfärbung geben, es wäre uns lieb, aber nicht Worte können das Bild von dem Sweizerhause auf den Garten und umgekehrt wieder— geben, so zart war das Blau des Himmels und die Atmosphäre, das ultramarinfarbige Wasser des Sees, die sanften Abstufungen der einzelnen Partien, sie alle wirken insgesammt auf Geist und Gemüth, so daß jeder Leser, der Interesse an Naturschönheiten hat, Wohl— gefallen an dieser Landschaft finden muß.
Gotha. Ein furchtbares Gewitter zog am vorigen Dienstag Nachmittag zwischen 5 und 8 Uhr uber Thüringen dahln; besonders in der Nähe von Gotha war es von unheilvollen Folgen. Auf dem Boxpberge fand das Frühjahrs rennen statt; ungeheure Menschen— massen waren zu demselben erschienen, und es ging Alles gut, bis das Gewitter kam, das zum Theil mit Hagelschauer begleitet, fürchterlich auftrat; es folgte Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag, die Verwirrung und Angst unter den Tausenden, die kein Obdach finden konnten, war entsetzlich; das Rennen mußte abgebrochen werden; gegen fünfzehnmal hatte der Blitz auf dem Bopberge eingeschlagen; ein Blitz erschlug zwei vor dem Wagen eines Gastwirtbs haltende Pferde, verschonte aber den Kutscher, dagegen wurden zwei daneben stehende Soldaten vom Blitz getroffen und so betäubt, daß sie in das Lazareth gebracht werden mußten. In Molsch— leben wurde ein Landwirth in seiner Hausthür vom Blitz erschlagen; ein gleiches Unglück hatte am ersten Pfingsttag ein Landwirth in Laasan bei Jena, der in seinem Geböfte vom Blitz getödtet wurde, während seine Frau gelähmt und ein Kind verletzt ward. Auch in die Rudelsburg schlug der Blitz, während Hunderte von Studenten in derselben versammelt waren.
Wien, 10. Juni. Der Anarchist Stellmacher wurde wegen Raubmordes des Wechlers Eisert und wegen Mor— des des Detectivs Blöch zum Tode durch den Strang verurtheilt.
Madrid, 9. Juni. In dem 300 Meter langen Tunnel der asturischen Bahnlinie erfolgte ein Zusammen— stoß, wodurch 12 Arbeiter getödtet wurden.
Gerichtssaal.
Butzbach. Nächsten Freitog den 13. d. Mts., Vor— mittags 8 Uhr anfangend, findet dahter eine außerordent— liche Schöffengerichtssitzung statt. Es kommen zur Ver— bandlung: 1) Strafsache gegen Johs. Binzer, Konrad Zörb und Anton Euler, sämmtlich von Kirch⸗-Göns, wegen schwerer Körperverletzung; 2) Strafsache gegen Josef Pepler von Ober-Mörlen, wegen Dlebstahls; 3) Privat— klagesache des Aug. Heinz von Nieder-Weisel gegen Heinr.
Haub IV. von da, wegen Beleidigung; 4) Privatklagesache der Gerhard Adami Wittwe von Nieder-Weisel gegen Joh. Georg Marx III. von da, wegen Beleidigung.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 11. Juai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75- 0.90, Eier 1 Stück 5 Pf.
Friedberg, 10. Juni. Fruchtbericht. Waizen M. 20, Korn M. 16.00, Gerste M. 14.— 16., Hafer M. 13.—15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Gießen, 10. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. We. 0.80- 0.90, Eier 1 Stück 5 Pf., Käse per Stück 4-10 Pf., Tauben per Paar M. 0.80 bis M. 0.00, Hühner per Stück M. 1.00— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.85— 1.50, Enten per Stück M. 2.20— 2.50, Gänse per Stück M. 4—0, Welsche M. 10—0, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54- 60 Pf., Kalbfleisch 40—50 Pf., Schweinefleisch 5460 Pf., Hammelfleisch 64— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—4.50, Milch per Liter 13—18 Pf.,[Zwiebeln per Ctr. M. 15, Kirschen per Pfd. 30— 50 Pf.
Grünberg, 7. Juni. Fruchtpreise. Weizen M. 19.20, Korn M. 17.60, Gerste M. 17.80, Hafer M. 16.30, Linsen M. 28., Samen M. 26., Kartoffeln M. 3.80.
Homburg v. d. H., 10. Juni. Marktpreise. Kar⸗ toffeln per Malter M. 33.50, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10.
Frankfurt, 9. Juni. Produktenbörse. Weizen still, effect. hies. und wetter. M. 20— 20.50, fremder M. 19-20, per diesen Monat M. 19.50. Roggen still, effect. hies. M. 15.50 16.50, fremder M. 15.50— 16.75, per diesen Monat M. 16. Gerste still, effect. hiesige und wetterauer M. 17—18, fremde M. 18 19. Hafer still, eff. hiefiger M. 15.25— 15.75, fremder M. 15.25 bis 16.75, per diesen Monat M. 15.50.— Rüböl un⸗ verändert, effeetiv ohne Faß hiesiges M. 37.— Brannt⸗ wein 500% Trall. per 160 Liter effeetiv ohne Faß M. 42.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Katholische Gemeinde. Frohnleichnamfest.
Mittwoch 5 Uhr: Beicht.
Donnerstag 6 Uhr: Beicht. 3/47 Uhr: Austheilung der heil. Communkon. 10 Uhr: Hochamt und Proeession. 2 Uhr: Andacht mit Segen.
Israelitische Gemeinde.
Sabbathfetler vom 14. Juni 1884. Beginn:
Freitag Abends 7 Uhr 15 Minuten.
Samstag Morgens 8 Uhr— Min.
3 Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min. Wochengottesdilenst von Sonntag den 15. Juni an
Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr.
n Materiallieferung.
i„22% Freitag den 21. d. Mis, Vormittags 10 lihr, zogin von 6* oll auf unserem Bureau dahier die Anlieferung unseres Alexandrow Bedarfs an Dielen, Latten, Schmiedelsen, Eisenblech, . Nacht Ea Pfannennägeln, Gußwaaren, Roststäben, Backsteinen, chen Jaber— Ziegeln, Salzsäcken, Petroleum, Salzkörben aus Stuhl- gekommen, rohr, Holzkübeln und Reiserbesen auf dem Submissions⸗ Alexis und uu nvege vergeben werden. Die Offerten sind versiegelt,
lsbald ah, e frankirt und mit der Aufschrift:„Materiallieferung“ ver⸗ * 2 ssehen, vor der angegebenen Zeit abzugeben. Die Exröff—
— nung derselben findet in Gegenwart der erschienenen Sub⸗ Die Pall*= mittenten statt. Die Bedingungen können vom 16. d. Mts. 9 ington dn zan eingesehen werden. e. Bad⸗Nauheim am 16. Juni 1884. zielt fel,— Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad⸗Nauheim.
silion Piu, 2 Jäger. 1 ....— olle von 5 f e de Bekanntmachung. ben, Donnerstag den 12. Juni 1884, Nachmittags 4 Uhr, — sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baar⸗ and. fan zahlung vor dem Rathhause dahier zwangsweise ver— Ausgabe o,, steigert werden:. leiter 1 4 Kühe, 1 1 Wagen, 2 vollständige Betten selbe im a und 1 Schrank. 1477 in 100 Friedberg den 4. Juni 1884. 5 N lch 0 e y, 1 10 10 N 2209 Gerichtsvollzieher. ö ich,.„— 8 7 8 s widmeg 4 B 3 2 U f ö 50, 5% 4 % 2 Zwangs-Versteigerung. 4 ½ del*
Samstag den 14. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baar— zahlung vor dem Rathhause zu Schwalheim ver— steigert werden:
40
. 0 7 0%
10 9 56 l .
Je 2, gn bologie 1 10*
b, 62 1 Pferd, 2 Kühe, 2 Schweine, 2 Wagen, 6 Ziegen, % ugelend e 2 Kleiderschränke, 1 vollständiger Tanzboden, 1 voll 190 Pott, ständige Obstpresse, sowie Haus- und Küchengeräth⸗ int ante N schaften. 00 geen Dorheim im Juni 1884. khei Bommersheim 2242 greisbote. / ace Ein Lehrling 1 on gagewggs 1 kann sofort eintreten bei Wagnermeister 20 ola Nieder⸗Florstadt. Heinrich Lechel. len; b 10 1 0
Gras-Versteigerung.
Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 11 Uhr an— fangend, soll das Heu- und Grummetgras von eirca 50 Morgen gemeinheitlichen Wiesen in einzelnen Ab— theilungen auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden.
Petterweil den 8. Juni 1884.
Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges.
Grasversteigerung.
Montag den 16. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr an— fangend, soll in der Wirthschaft des Konrad Bingel dahtler das Heugras von eirea 120 Morgen Gemeinde— wiesen versteigert werden.
Dorheim den 10. Juni 1884.
Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim.
2225
2259 N. 2 rasverstei Grasversteigerung. Montag den 16. und Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die diesjährige Gras-Erndte von 150 Morgen gemeinheitlichen Wiesen im Rathhaus hierselbst meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 7. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid.
Grasversteigerung.
Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll
2234
die diesjährige Gras-Erndte von 28 Morgen Kirchen⸗ und Pfarrwiesen im Rathhause hierselbst meistbietend versteigert werden.
Reichelsheim den 7. Juni 1884.
ö Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. 2235 Schmid.
Heugras-Versteigerung. Dienstag den 17. d. Mts., von Morgens 9½ Uhr an, wird das der Gemeinde Harheim zustehende Heugras an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Harheim den 10. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Harheim. Guth.
1 0 2248
2241
Rirschen-Versteigerung.
Montag den 16. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen die der Gemeinde Heldenbergen gehörigen Kirschen von circa 200 tragenden Bäumen an Ort und Stelle melstbletend versteigert werden.
Heldenbergen den 9. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen.
Löhner.
Heugras-Versteigerung.
Donnerstag den 19. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr,
2240
soll das der Gemeinde Heldenbergen gehörkge Heugras
von circa 200 Morgen Wiesen in einzelnen Abthellungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gegen Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis 1. Sep— tember l. J. gestattet. Heldenbergen den 9. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterel Heldenbergen. Löhner.
or Holzversteigerung. Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, sollen in dem Gräflich zu Rantzau'schen Kirch⸗ walde bei Ziegenberg öffentlich versteigert werden: 4300 schwere Schälwellen, 1125 leichte Schälwellen(Backholz), sodann nach dieser Versteigerung, um 11 Uhr, von ca. 8 Morgen Gräflichen Wiesen das diesjährige Heugras. Ziegenberg den 9. Juni 1884. Die Gräfliche Verwaltung. Sommerlad.
8
Holzversteigerung.
Freitag den 13. Juni, Vormittags halb 9 Uhr an⸗ fangend, kommen im hiesigen Gemeindewald„Forstenwald“ zur Versteigerung:
5950 Stück Eichen⸗Schälwellen, 121 Raummeter Eichen⸗Schälknüppel, 41 Eichen Stämme.
Gegen genügende Bürgscheine wird bis 1. October Credit gegeben.
Nieder⸗Wöllstadt den 10. Juni 1884.
Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Wöllstadt. JV d B.
2246 Bausch, Beigeordneter.


