Ausgabe 
6.3.1884
 
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Steinkopf, Steinkopf, Steinkopff!

911 Samstag den 8. März, Abends 6 Uhr, Generalversammlung der vereinigten Taunushirsche und-Rehe auf dem Steinkopf. Tagesordnung:

1. Berathung der Frage: Schadet der projeetirte Thurm dem verehrlichen Wildstand.

2. Beschlußfassung aller unterstützungswohnsitzberechtigten Hirsche und Rehe des Ockstädter Gemeindewaldes,

dahingehend, im Falle der Thurm gebaut wird, das seither bewohnte Territorium nicht zu verlassen.

3. Protest gegen die Errichtung eines Denkmals irgend welcher Art auf dem Steinkopf, mit Ausnahme

des Thurmes.

4. Berathung über den Antrag des dienstältesten Hirsches, genanntDie Augenweide, dahingehend, durch

massenweises Anbringen von Wegweisern dem edlen Menschengeschlecht den Besuch unserer Jagdgründe und des Steinkopfes zu erleichtern. Beschlußfassung über das Gesuch des TaunuselubsWetterau, dahingehend, daß außer den reichen Leuten auch noch andere ärmere Menschenkinder Gebirg und Wald besuchen und sich an Gottes schöner Natur erfreuen dürfen.

Nach der Generalversammlung Concert der Friedberger Dilettantenkapelle.

Zu zahlreichem Vesuch ladet ein. Der Ein berufer:

8 5 Gloriocus. SS o/// ß HhBernhardiner

105 einster

Alpenfranter- 2 Magenbitter

Wallrad Ottmar Bernhard,

königl. bayer. Hofdestillateur in Lindau im Bodensee, Zürich und Bregenz,

allgemein als vorzüglicher Magenliqueur[bekannt und beliebt, ist stets ächt zu haben in Flaschen zu M. 4., M. 2.10(Probeflaschen M. 1.05) in Friedberg bei Herrn W. Bernbeek. 5

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Zuckerrübenbau.

Dem landwirthschaftlichen Publikum zeige hiermit ergebenst an, daß mir Herr

Rudolf Sack, Plaguitz- Leipzig. die Hauptvertretung seiner Fabrikate für Bodenbearbeitung und Reihencultur

für die Provinz Oberhessen

übertragen hat und empfehle ich hiermit Sämaschinen(Drills), Ackerschlichte, Tiefculturpflüge, Universalpflüge in verschiedenen Größen und für alle Verhältnisse passend, mehrschaarige Pflüge (ueues Patent), eiserne Eggen, Extirpatoren, Grubber, Untergrundpflüge dc.

Ich unterhalte stets Lager dieser Maschiner und Geräthe und bin dadurch in den Stand

gesetzt, sofort zu bedienen und bedeutende Frachtersparnisse zu bewilligen.

Illustrirte Cataloge gratis und frei. A. Buch.

Hungen. P. S. Alle von anderen Seiten als Sack'sche Maschinen, Sack'sche Pflüge, à la Sack, System Sack angebotene Drillmaschinen und Pflüge sind Nachahmungen.

Kleesamen.

Bekanntlich liefere ich keine amerikanische, sondern nur

ächte steyrische Rothsaat und ächten Luzernesamen,

garantirt kleeseidefrei.

Da ich mich bei meinen Einkäufen lediglich von Rücksichten auf Gute und Aechtheit, nicht auf Billigkeit des Samens leiten lasse, so bin ich jederzeit in der Lage, Saatgut von irgend erreichbarem, höchstem Gebrauchswerthe zu liefern.

Ich halte mich den Herren Landwirthen bei Bedarf bestens empfohlen.

J E. Wiechard, Friedberg. Geehrter Herr H. P. Beyschlag, Augsburg.

926 Erlaube mir für Ihre Universal-Glycerin-Seife meine vollste Anerkennung auszusprechen. Durch Jahre

langen Gebrauch bewußter Augsburger Universal-Glycerin-Seife bin ich zu der Ueberzeugung getangt, daß

selbige das vorzüglichste Mittel gegen trockene Flechten, sowie gegen spröde, aufgesprungene und krankhafte Haut

ist, und kann die Vorzüglichkeit dieser Seife nicht genug rühmen. Weißenhöhe a., Ostbahn.

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Ihr ergebener Julius Bischoff, Lehrer.

Obige Augsburger Universal-Glyeerin⸗Seife ist zu haben in Friedberg bei Herrn Ph. Billau, Kaiserstraße.

Dienstmädchen,

von ordentl. Eltern, das etwas kochen kann, zu 1. April 5 a 8 gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 931 g Schreinermeister Zöll in der Vorstadt.

Eine kleine Wohnung Nierenfett

ist zu vermiethen. Schuhmachergasse Nr. 333, morgens. bei sämmtlichen Ochsenmetzgern 50 Pf.

Ein möblirtes Zimmer

für einen einzelnen Herrn hat zu vermiethen

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Lutherfeier.

Indem ich mittheile, daß die von der Finanz- Com⸗ mission geprüfte Rechnung über Einnahme und Ausgabe für die Lutherfeier am 6., 7. und 8. d. Mts., Nach⸗ mittags von 2 bis 5 Uhr, in meiner Wohnung zur Ein⸗ sicht offen liegt und daß noch ein Betrag von 105 M. der fruheren Vestimmung gemäß zu verwenden ist, wirder⸗ hole ich im Namen des Festeomité's den Ausdruck des Dankes für Alle, welche durch ihre Gaben und durch ihre opferfreudige Thätigkeit zum Gelingen des Festes beigetragen haben. 927 Kirchenrath Baur.

Donnerstäg Dortmund.

Turuverein.

Versammlung bei Herrn Ph. Windecker Freitag den 7. März, Abends Uhr. Tages⸗Ordnung: Der Gauturntag in Gießen am 9. März. Das Bezirksanturnen in Vilbel. Die Freilegung des Turnplatzes. 923 Der Vorstand.

Die Nechnung der Kranken⸗ Unterstützungs⸗Kasse

liegt auf der hiesigen Bürgermeisterei 8 Tage lang zur Einsicht der Mitglieder offen. f Friedberg den 4. März 1884. 920 Der Vorstand. ie sehr verehrlichen Vorstände der Orts Gustav⸗Adolf⸗Vereine werden hier⸗ mit freundlich ersucht, die Sammlung pro 1883 in ihren Gemeinden gef. vorzunehmen und den Ertrag an den Vereinsrechner einzusenden. Der Vorstand des Wetterauer Zweigvereins der Gustav-Adolf 914 Stiftung. Sonntag den 9. März beabsichtigen die Tanzschüler

von Bönstadt Prüfungsball in dem Saale

ihren 0 des Herrn Gastwirth J. Stölting abzühalten, wozu freundlichst einladet 918 Mahl, Tanzlehrer.

Zur Abwehr! Was purzeln sollt', steht fest und gut; Zum großen Aerger unsrer Neider, Drum nieder mit der Lügenbrut; Und jedem frechen Ehrabschneider.

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Haha!

Doch Etwas spät, nicht richtig gebört, das gepurzelte Lied. Du sagtest halt! den Vers nochmal, man weiß gar nicht woher.

O, Schneiderlein, o, denk doch zurück

Mit deiner Stimmgabel an das Burggräfer Lied.

Was du hast dazumal gemacht,

Mit deinem Quartett ein reines Affeneoneert.

Da schrie der Sängervater halt,

Die zwei Lieder net richtig, das ist'n Gewalt.

Beim Lutherfest war's wahrlich ein Spiel,

Da purzelt man schon von Anfang her,

Und hätte man gern geschrien halt,

Doch man schämte sich vor dem schlechten Schall,

So purzelt ihr schon das ganze Jahr hindurch,

Bei allen Wahlen bekamt ihr'n richtigen Krach!

So daß der Komiker gar manches Stückchen problirt

Und hat doch nur als Schneider studirt.

Und bolt sich erst vor kurzer Zeit

Ein Stückchen Brod bei mir und ein Oberkleid.

So seid nun alle im Liederkranz froh,

Weil ihr so vielmal purzelt und habt nichts davon,

Denn wir sind freie Leute und singen das Lied sehr gern,

Weils die Germania kann, und hat noch ein ehrliches Gewissen beim Herrn.

O, Liederkranz, du hast's wahrlich nicht richtig gemacht,

Denn vorerst denkt man an seine eig'ne Schmach

Denn die Germania hat schon manches vergessen,

Was der Liederkranz nicht kennt, und wird's auffressen,

Wenn sie nicht hätten so ein gescheites Quartett,

Daß sie singen das Fahnenlied und machens mit dem Komiker zum Affeneoneert.

Gelte do guckste

Geehrter Herr Liederkranz. 915

Klees amen. Meinen geehrten Kunden zeige hiermit an, daß ich auch dieses Jahr wieder mit la deutschen und Luzerner Aleesamen in höchst keimfähiger und seidereiner Qualität versehen bin und bringe denselben zur bevorstehenden Aussaat in empfehlende Erinnerung. Georg Gross.

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ruck und Verlag von Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. (Hierzn eine Beilaoe)