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Deutsches Reich.
Darmstadt. Militärdienstnachricht. Frhr. h Locquenhien, General-Major und Comm. der 0. Cav.⸗Brig. wurde in gleicher Eigenschaft zur Or. 25. Cav Brig. versetzt.
— Das Regierungsblatt Nr. 22. enthält: Gesetz, die Errichtung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim betr.
— Das Regierungsblatt, Beil. Nr. 24 enthält:
J. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr.
II. Bekanntmachung, die Erhebung und Controlirung er Uebergangsabgabe von Bier und Branntwein, ins— lesondere die zur Ausfertigung und Erledigung von Jebergangsscheinen ermächtigten Stellen betr.
III. Bekanntmachung, den 10. Nachtrag zu den Statuten ler Hessischen Ludwigs⸗Eisenbahn Gesellschaft betr.
IV. Uebersicht der Rechnung der Landes⸗Waisenanstalt für 1882/83.(Schluß folgt.)
Berlin, 24. Oct. Botschafter Fürst Hohen⸗ sohe ist heute hier eingetroffen.— Der Kreuz— seitung zufolge findet eine Berathung des Actien— sechtsgesetzes in den Bundesraths-Ausschüssen licht statt, da der umfangreiche Entwurf noch ser Prüfung der einzelnen Regierungen unterliegt.
— 24. Oct. Der Bundesrath beschloß heute, en kleinen Belagerungszustand für Berlin, Hamburg-Altona und Umgebung bis zum 50. September 1884 zu verlängern.
— 25. Oct. Der Kaiser ist heute Nach⸗ nittag nach Wernigerode abgereist. Vormittags latte der Kaiser längere Zeit mit dem Kriegs— ninister conferirt und mit General v. Albedyll gearbeitet.
—. Ein Artikel, welcher der„Köln. Ztg.“ unter dem 23. d. Mts. aus Paris zugegangen war und der sich mit der Restauration der Monarchie im Wege regelmäßiger Gesetzgebung veschäftigt, wird heute durch die„Nordd. Allg. Zig.“ reproducirt. Es erregt dies in politischen Rreisen einiges Aufsehen.
Dresden. Dem Vernehmen nach werden un Folge der Steigerung der Staatseinnahmen und geringeren Erfordernisses für Verzinsung der Staatsschulden dem Landtage Vorlagen wegen Wegfalls des 20procentigen Zuschlages zur Ein— sommensteuer, ferner wegen Ermäßigung der Sisenbahn⸗Gütertarife und wegen Aufhebung der Shausseegelder zugehen.
Kriel. Die neu zu erbauenden Torpedo— hoote unserer Marine sollen, wie dem B. J. herichtet wird, bedeutend größer als die bis— herigen 7 Boote erbaut werden. Während diese etzteren 50 Tonnen Deplacement, 500 indicirte Pferdekräfte der Maschine und 10 Mann Be— gatzung besitzen, wird der Ersatzbau sür das danonenboot„Natter“ und der Bau der Tor— bedoboote 1, 2 und 3 als Torpedofahrzeuge zu 440 Tonnen Deplacement, 550 indicirten Pferde— fräften der Maschine und 20 Mann Besatzung beabsichtigt. An Torpedofahrzeugen sind ferner soch die Minenleger 1 bis 4 fertig zu stellen. Wie bei den Torpedobooten soll auch das Größen— verhältuiß der 2 noch zu erbauenden Panzer— Kanonenboote und deren Maschinenkraft anders uls für die 11 schon vollendeten derartigen Fahrzeuge normirt werden.
— S. M. S.„Olga“, 10 Geschütze, Comm. Corv.⸗Capt. v. Seckendorf, ist am 29. September im Bahia eingetroffen.
Karlsruhe. Prinz Ludwig Wilhelm von Baden, der zweite Sohn des Großherzogs, wird n nächster Zeit eine größere Orientreise mit zroßem Gefolge antreten. Der Prinz wird sich k. a. nach Griechenland, Rumänien und der Türkei begeben; auch ist Frankreich, Italien und Oester— eich in das Reiseprogramm aufgenommen. Der Prinz Ludwig Wilhelm ist 18 Jahre alt.
Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 25. Oct. Beim Empfang der Delegationen äußerte der kaiser, die Beziehungen der Monarchie zu den übrigen Mächten hätten ihren durchaus be⸗
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Hberhessischer Anzeiger.
friedigenden Charakter nicht verändert. Dem tiefen Friedensbedürfniß der Völker enspreche das loyale Bemühen der Mächte, die Segnungen des Friedens zu erhalten. Die Bestrebungen der Oesterreicher seien unablässig diesem Ziele zugewandt.
Frankreich. Paris, 24. Oct. Die ra⸗ dicale Linke sprach sich einstimmig für die Noth— wendigkeit einer Interpellation über die aus— wärtige Politik des Cabinets aus.
— 24 Oct. Das Journal officiel veröffent— licht die Ernennung des bisherigen Botschafters in Petersburg, Admiral Jaures Guiberry, zum Obercommandirenden des Evolutionsgeschwaders. 25. Oct. In der Kammer fand die Berathung des Municipalgesetzes statt. Das Amendement der äußersten Linken, betreffend die Besoldung der Munieipalräthe, wurde ab— gelehnt. Granet(radical) wünscht an Ferry eine Frage zu stellen. Letzterer erklärt, er sei bereit, sofort zu antworten. Granet sagt, das Exposé, Tonkin betreffend, zeige die ganze Schwierigkeit der Lage. Das öffentliche In— teresse würde von den Kammern Erklärungen fordern. Ferry wundert sich, das eine Inter— pellation noch nicht eingebracht sei; er erwarte dieselbe sofort nach der Vertheilung des Exposes, welches weder eine Lücke enthalte, noch etwas absitlich verschweige. Das Cabinet beabsichtige nicht, gegenwärtig neue Credite zu verlangen, er wisse jetzt nicht, wann dies geschehen werde. Ferry erklärt schließlich, daß, wenn die Debatte zu einer Interpellation führe, diese dem Cabinete entweder eine völlige Billigung oder Mißbillig— ung einbringen müsse. Granet erklärt, er werde die Interpellation in der nächsten Sitzung ein— bringen.
— Das Gerücht über die Abberufung des Civilcommissärs Harmand aus Tonkin ist der Havas zufolge unbegründet.
Spanien. Madrid. Die Eröffnung der Cortes ist auf den 1. Dezember festgesetzt.
Türkei. Constantinopel. Eine Nachricht von der angeblichen Flucht Midhat Paschas hat sich nicht bestätigt. Die Eigenthümer der⸗— jenigen türkischen Blätter, welche die Meldung veröffentlicht hatten, daß der einstige Großvezier von Taife nach Indien geflohen sei und seine Beziehungen mit seinen Anhängern in Konstan— tinopel wieder aufgenommen habe, wurden am 22. d. M nach dem Palast berufen, und wegen Veröffentlichung der Meldung ernstlich getadelt.
Bulgarien. Sofia, 25. Oct. General Lesevoy, der General-Adjutant des Fürsten, so— sowie Kapitän Polsikoff, Ordonnanz-Offizier desselben, sind nach Rußland zurückberufen worden.
Rußland. Petersburg. Alarmirenden Bör— sengerüchten gegenüber hebt das Journal de St. Petersbourg hervor, es könne nichts der gegen— wärtigen Lage mehr Widersprechendes geben, als diese Gerüchte. Rußland stehe mit allen Regierungen in den besten Beziehungen, sie alle seien von der loyalen, durchaus friedlichen Politik der russischen Regierung überzeugt; keine gegen— wärtig schwebende Frage könne die Befürchtung motiviren, daß dieses Einvernehmen gestört werde. Alle Regierungen seien bestrebt, die Ruhe in den internationalen Beziehungen zu erhalten und ihre Thätigkeit den inneren Fragen zuzuwenden.
Egypten. Alexandrien. Meldungen ein⸗ heimischer Blätter zufolge haben die egyptischen Truppen im Sudan einen entscheidenden Sieg errungen und Mahdi eine gründliche Nieder⸗ lage beigebracht.
Afrika. Durban. Es verlautet jetzt aus anscheinend amtlicher Quelle, daß Cetewayo nach Natal gebracht und in dem Central-Gefängniß in Maritzburg einquartiert werden wird. Er wird wie ein Gefangener behandelt; aber dar— über, wessen er angeklagt wird, ist Nichts be⸗
kannt geworden.
Aus Stadt und Land.
L. F. Friedberg. In dem Oratorium„Luther in Worms“ fällt dem singenden Volke, dem Chore eine große, schwierige, aber auch dankbare Aufgabe zu. Kernig, eindringlich, gläubig ausdrucksvoll, leidenschaftlich-bewegt, so ertönen abwechselnd die Weisen der Gesänge von dem Einleitungs Chor:„Hört zu, ihr Könige“ bis zu dem Lutherliede am Schlusse:„Ein' feste Burg ist unser Gott.“ Einzelnes besonders Schöne unter den Chorgesängen vor dem Concerte zu besprechen, bleibe uns vorbehalten. Heute nur eine kurze Mittheilung über die Zusammen⸗ setzung des Chors, des Orchesters und über die mit— wirkenden Solisten. Der gemischte Chor des Musikver⸗ eins(etwa 80) wird durch Zutritt von Zöglingen des hiesigen Lehrerseminars auf eine Stärke von 140, bei Doppelchören, in welchen eine Abtheilung von 60 Knaben mitwirkt, auf 200 Stimmen gebracht werden. Hierzu kommt ein Orchester von 40 Mann, von Mitgliedern der Gießener Militärmusik und von erprobten auswärtigen und hiesigen Kräften gebildet. Die Solopartien sind wie folgt besetzt: Luther(Bariton) Jae. Geissell von Hanau, den Besuchern unserer Musikvereins-Conzerte aus den letzten Jahren auf's Beste bekannt; Kaiser Karl V. und Justus Jonas(Tenor) Ed. Bautz von Frankfurt; Glapio, Beichtiger des Kaisers(Baß) Ed. Thomas von Frankfurt,(die 2 Letztgenannten sind in der Fleisch'schen Gesangsschule(Raff-Conservatortum) gebildet; Hutten, Gg. von Frundsberg ꝛc. kleinere Baßpartien Franz Waßmuth von Hanau; Katharina(Sopran) Frl. Helene Hoffmann von Frankfurt; Martha(Alt) Frau Dr. Weiffen⸗ bach von Gießen.
Friedberg, 24. Oet. Bei der heutigen Wahl eines zweiten Beigeordneten erhielt Rechtsanwalt Jöckel 221, Hofmaler Hieronimus 145 Stimmen.
b. Rendel. Bei der am verflossenen Dienstag den 23. October stattgehabten Beigeordnetenwahl haben von 183 Wahlberechtigten 136 ihre Stimmen abgegeben. Gewählt wurde Balthasar Wilhelm Gunderloch mit 79 Stimmen.
h. Büdes heim. Bei der am 13. October dahier stattgehabten Beigeordnetenwahl wurde der seitherige Beigeordnete Karl P. Otto mit 101 Stimmen gewählt. Der Gegencandidat Ph. Winter I. erhielt 48 Stimmen.
Literarisches.
Von der gleich bei ihrem Erscheinen vollständig ver⸗ griffenen Luther-Festnummer der Illustrirte Zeitung ist soeben, mit Hinweglassung alles nicht zur Luthersache gehörigen Textes, eine Volksausgabe er⸗ schlenen. Mit dieser zunächst für Volk und Schule bestimmten Ausgabe bietet die Velagshandlung mit Be⸗ zug auf Ausstattung, Inhalt und Preis eine der besten Festschriften zum Lutherjubiläum, welche, wie es von den berufensten Stimmen rückhaltslos betont wird, in keiner protestantischen Familie unseres deutschen Volkes fehlen sollte. Bestellungen auf die Volksausgabe werden zum Preise von 1 Mark 20 Pf. von allen Buchhand⸗ lungen entgegengenommen.
Folgende Gaben wurden unseren Armen-⸗Anstalten zugewiesen, was wir mit dem Ausdruck unseres aufrich⸗ tigen Dankes bekannt machen.
1. Dem Bürger⸗Hospital: Aus dem Nachlasse der verstorbenen Barbara Kern 1315 M. 53 Pf., durch Lehrer Heyland aus dem Nachlasse der verstorbenen Elise Rauch 200 M. Frau Keim ein Bild. Durch Fräulein Storch ein Kinderwagen und 8 Flaschen Champagner. Direktor Diegel ein Kinderwagen. Dr. Weckerling ein Kinderwagen und Kinderstühlchen. Fräulein Dieffenbach drei Kinderkittel. Frau Heyland drei Federkopfkissen. Fräulein Klippstein ein Bett, drei Federkopfkissen und eine Federdecke. Durch Kaufmann Ed. Hirsch aus dem Nachlasse des verstorbenen Arztes Dr. W. Dannenberg ein Sessel und 600 M. Pfarrer Meyer Kinderspielzeug. Frau Häberle Kinderspielzeug. Edler ein Korb Aepfel. Frau Dr. Becker zwei Kleidchen, zwei Röckchen, ein Paar wollene Kinderschuhe und sechs Kinderhemdchen. Müller Schutt auf der Görbelheimer Mühle 50 M. Ludwig Weis 20 M. Kaufmann Hilbrecht eine Büchse Thee, ein Pfund Chocolade und 8 M. Ungenannt 10 M. Medieinal⸗ rath Dr. Lorenz ein chirurgisches Besteck. Frau St. Sch. 3 M. Fräulein Baumgärtner 6 M.
2. Für das Versorgungshaus zur Anschaff⸗ ung eines Harmoniums. Frau Gauterin 20 Mark. Kaufmann Baumeister 1 M. Auf einer silbernen Hoch— zeit gesammelt 16 M. Ungenannt 10 M. Ungenannt 11 M. 50 Pf. 5
3. Für die Volksküche. Ungenannt 5 Mark. Pfarrer Meyer 5 M. Kaufmann Fertsch ½ Ctr. Reis und ½ Ctr. Gerste. Fuhrmann Jost ein Sack Kartoffeln.
4. Für die Stadtarmen. Aus dem Nachlaß des verstorbenen Joh. Steinhäußer 325 M. 71 Pf. Durch Lehrer Heyland aus dem Nachlaß der verstorbenen Elise Rauch 100 M.
5. Für die Kranken⸗Kasse. brecht 40 M.
Friedberg, 22. Oetober 1883.
Für die Armen⸗Commission:
Kaufmann Hil⸗
Meyer, Pfarrer.


