Ausgabe 
27.1.1883
 
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Deutsches Reich.

Berlin, 24. Jan. Die Gewerbeordnungs Commission des Reichstags behandelte gestern die zweite Lesung über obligatorische Arbeits bücher und bestätigte ihren auf Einführung ge richteten Beschluß erster Lesung. Bundesraths commissär Bödicker erklärte, er könne nur bei der von ihm in der ersten Lesung eingenom menen ablehnenden Haltung beharren, nachdem der Bundesrath bei der Berathung der Vorlage, ebenso wie früher, die Einführung obligatorischer Arbeitsbücher verworfen habe. Sollte der Reichs tag in zweiter Lesung die Einführung beschließen, so könne sich der Bundesrath gegenüber einer so veränderten Situation immer noch bis zur dritten Lesung schlüssig machen.

24. Jan. Heute Mittag fand im Dom die Trauerfeier für den Prinzen Karl statt. Die Ueberfuͤhrung der Leiche hat heute Abend 8 Uhr vom Dom aus nach Nikolskoe unter zahlreicher Betheiligung des Publikums statt gefunden. 25. Jan. Die Beisetzung der Leiche des Prinzen Karl in Nikolskoe hat heute früh um 2 Uhr stattgefunden.

25. Jan. Die dem kronprinzlichen Paare zu seinem heutigen Jubeltage überwiesenen Sum men übersteigen beträchtlich die Ziffer von ein Million Mark und werden zu mildthätigen Zwecken verwendet werden.

25. Jan. Reichstag. In Anbetracht, daß durch den Trauerfall in der kaiserl. Familie der Empfang der Reichstagsdeputation beim kron prinzlichen Paare unterbleiben muß, erhebt sich das Haus zu Ehren des Jubelpaares. Die Interpellation Schulze-Delitzsch über Maßregeln im internationalen Rebverkehr wird durch die Entgegnung des Geh. Raths Weymann, daß bald ein diese Materie regelndes Gesetz dem Bundesrathe zugehen werde, erledigt. Es folgt der Etat der Reichseisenbahnverwaltung. Der Etat wurde genehmigt, ausgenommen die neue Secretärstelle und die Verstärkung des Dis positionsfonds, welche das Haus ablehnt. Der Etat der Reichsschuld wird ohne Debatte ge nehmigt. Zum Etat des Rechnungshofes wird ein zweiter neuer Direktor verlangt, welche Stelle Richter abzulehnen bittet. Nach längerer Debatte wird die neue Stelle gegen die Stim men der Conservativen gestrichen. Der Etat der Invaliden- und Pensionsfonds werden an die Budgeteommission verwiesen, der Etat der Stempelabgaben ohne Debatte erledigt.

München, 24. Jan. Der Cabinetssecretär des Königs, Ministerialrath v. Ziegler, hat seine Entlassung eingereicht. Der König hat ihm jedoch nur einen mehrwöchentlichen Urlaub ertheilt.

Ausland.

Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 24. Jan. Giers ist hier eingetroffen und wurde von dem russischen Botschafter Fürsten Lobanoff mit dem Botschaftspersonal, sowie von dem Fürsten Uru shoff und dem Grafen Osten-Saken empfangen. 25. Jan. Giers wurde heute von dem Kaiser in Privatandienz empfangen und fuhr sodann bei den hier weilenden Mitgliedern des Kaiser hauses vor. Zu Ehren Giers' fand später ein Diner beim Kaiser statt, wozu mehrere Hof würdenträger, der russische Botschafter Lobanoff, das Personal der russischen Botschaft, die Mi⸗ nister Kalnocky, Taaffe und die Sectionschefs Hoyos, Szegyeny geladen waren. Giers saß rechts, Lobanoff links vom Kaiser. Abends be⸗ suchte der Kaiser die Hofoper, wohin auch Giers sich begab.

24. Jan. Der Budgetausschuß des Ab⸗

geordnetenhauses erledigte die Budgetcapitel, be

treffend den Staatsbahnbetrieb und den Staats- bahnbau, indem er meistens die Regierungs ziffern genehmigt.

Pest, 24. Jan. Das Unterhaus begann heute die Verhandlung über den Wuchergesetzent wurf. 25. Jan. Das Unterhaus nahm in der Generaldebatte das Wuchergesetz nach Befür wortung des Justizministers an, welcher sich mit dem Antrage auf Abänderung des Wechsel gesetzes einverstanden erklärte. Gegenüber der Behauptung, Tisza habe in einer Rede im Abgeordnetenhause die Einführung der obliga torischen Civilehe angekündigt, ist die Ungarische Post competenterseits zu der Erklärung ermäch tigt, Tisza habe nur die Einführung der Civilehe als mit den Glaubenssätzen keiner Confession in Widerspruch stehend erklärt. Weitergehende Andeutungen seien nicht gemacht worden.

Görz. DieNeue freie Presse meldete, Graf und Gräfin Chambord bereiteten ihre Abreise, angeblich nach Italien, vor. Ueber die Abreise des Grafen Chambord ist jedoch hier Nichts bekannt. Es ist solche dermalen ganz unwahrscheinlich..

Frankreich. Paris, 24. Jan. Im heutigen Ministerrath ist der Zwiespalt unter den Cabinets Mitgliedern jelbst beseitigt worden. In der parlamentarischen Commission gab der Kriegs minister Billot die Erklärung, daß die Haltung der Prinzen von Orleans in der Armee eine vollständig correcte sei. Die weiteren Ereignisse hingen nunmehr von der Kammer morgen ab. Einige Abendblätter verlangen die Auflösung der Kammer. Die Kaiserin Eugenie, die hier eingetroffen war, ist wieder abgereist. Es ge schah dies auf einen energischen Wink der Re gierung. Im Kammer-⸗Ausschusse erklärte Duclere, er finde den Autrag Floquet zu weitgehend; derselbe sei nach den strengen Maßregen gegen Na poleon, verletzend für das Ministerium. Billot betonte wiederholt den schlechten Eindruck des Antrags Ballue auf die Aumce, deren Unver letzlichkeit gerade ein erhaltendes Princip für die Armee sei.

25. Jau. Figaro und Gaulois ver sicheru, der Bericht des Untersuchungsrichters in der Affaire Napoleon beautrage die Ein stellung des Verfahrens; der betr. Antrag werde indessen erst nach der Entscheidung der Kammer über die Gesetzentwürfe betreffs der Thron prätendenten veröffentlicht werden. Die Kammer-Commission nahm heute mit sechs gegen vier Stimmen den Autrag an, welcher allen Mitgliedern früherer französischer Herrscher familien den Aufenthalt in Frankreich, Algier und den Colonien untersagt, dieselben ihrer politischen Rechte beraubt, sie für nicht wähl bar erklärt und sie hindert, der Armee anzuge hören. Die Zuwiderhandelnden werden vor das Zuchtpolizeigericht gewiesen und können zu ein bis fünfjähriger Gefängnißstrafe verurtheilt und nach Verbüßung der Strafe über die Grenze gewiesen werden. Der Verichterstatter der Commission theilte dem Minister Duelere den Commissionsbeschluß mit und zeigte dem⸗ selben an, die Commission werde, wenn die Regierung vor ihr Erklärungen abgeben wolle, morgen eine Sitzung halten. Nachrichten aus Frohsdorf dementiren formell die Absicht Chambords ein Manifest zu erlassen.

Großbritannien. Dublin, 24. Jan. Heute wurde das Urtheil gesprochen in dem Staatsprocesse gegen Davitt, bekanntlich einer der Führer der Nationalisten-Partkei, Healy (Parlaments- Mitglied) und Quinn. Die drei Angeklagten wurden aufrührerischer Reden, die angethan seien, zum Bürgerkrieg aufzu

a 2 2 5 4 apitt 5 ö reizen, schuldig befunden und Davitt sowie Healy verurtheilt, je 2000 Pfund Caution dafür zu stellen, daß sie die Ordnung fernerhin nicht stören werden. Quinn wurde zur Stellung von 1000 Pfund verurtheilt. Falls sie die Cautions⸗ zahlung nicht leisten, erhalten die Verurtheilten 6 Monat Gefängniß.

Spanien. Madrid, 25. Jan. Der Senat berteth die Frage betreffend den parlameutarischen Eid. Sagasta beantragte ein Amendement, wonach die Senatoren den Eid oder das Ver sprechen der Treue gegen die Dynastie ablegen sollen.

Italien. Rom, 24. Jan. Valerian, der den Wagen des österreichischen Gesandten mit Steinen bewarf, meldete gegen seine Verur theilung Berufung an.

Türkei. Konstantinopel. Die Autwort der Pforte auf das englische Rundschreiben ist in Vorbereitung. Wiederholte Consultationen mit dem französischen Gesandten deuten auf einen Protest in Gemeinschaft mit Frankreich hin. DieAgence Havas dementirt die Nachricht Wiener Blätter von einem Zusammen stoß zwischen türkischen und montenegrinischen Truppen.

Rumänien. Bukarest, 25. Jan. Senat und Kammer beendigten die erste Lesung des Verfassungsrevisionsantrags, welcher außer den Abänderungen der gemeldeten Artikel und einige Abänderungen in mehreren anderen Verfassungs artikeln bezweckende Amendements, angenommen wurde. Namentlich verlangt ein Artikel die Aufhebung der Nationalgarde; ein anderer be sagt, Preßdelicte sollten niemals zur Präventiv haft führen und immer vor eine Jury gewiesen werden.

Egypten. Kairo, 24. Jau. Von Oberst Stewart ist ein Bericht vom Sudan eingelaufen, in welchem er den Erfolg Mahdi's durch die schlechte Disciplin der Egypter erklärt. Der Bericht theilt ferner mit, daß in den zwei Schlachten während des Septembers 3000 Egypter gefallen sind und daß bei den Truppen Mangel an Proviant herrscht. Kordofan war nicht blockirt. Die Garnison ist zwar 3000 Mann stark aber doch zu schwach um auszurücken.

Der Khedive unterzeichnete Colvin's Er nennung zum Finanzberather. Derselbe wird dem Minister-Conseil gelegentlich finanzieller Fragen beiwohnen.

Afrika. Durban. Cetewayo erreichte Entojaneni am 17. d. M. Bisher huldigten blos 3000 Zulus, doch geht die Einsetzung des Königs friedlich von Statten.

Oeffentliche Aufforderung.

Ansprüche an die dem Otto Loos zu Fauerbach b. Fr. gehörigen, in der dortigen Gemarkung gelegenen Immo⸗ bilien, Fl. 1 Nr. 298 und 1/299. 300 Hofraithe im Ort, sind sogwiß binnen 4 Wochen dahier anzumelden, gegenfalls dem Antrage auf Löschung der Vormerkung beschränkt stattgegeben werden wird.

Friedberg am 24. Januar 1883.

Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim.

349 Weber.

Aufforderung.

Gläubiger und Schuldner des Nachlasses des Bene⸗ fieiaten Adam Müller in Ockstadt werden aufgefordert, sich zwecks Regulirung binnen 8 Tagen an den katholischen Pfarrer Bauer in Friedberg zu wenden.

Friedberg den 19. Januar 1883.

Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. 348

Immobiliar⸗-Versteigerung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachgenannten Grund⸗ stücke auf freiwilligen Antrag der Frau Gustav Haustädt Wittwe öffentlich meistbietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg.

Weber.

Flur. Nr. Klftr. 1 6. 21. 180. Garten vor dem Mainzerthor, 2 12 90. Grabgarten in den Liebfrauen

gärten. Friedberg den 22. Januar 1883. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 318 Seriba.

Unterjacken& Unterhosen. Fele