dem Verdeck stehen konnte und Jeder, welcher nicht ein Tau oder irgend einen anderen festen Gegenstand er⸗ fassen konnte, ins Wasser fiel. Eine große Anzahl Menschen flüchtete sich in die Takelage, jevoch vergebens. Dieselben wurden, da ihnen Hilfe nicht gebracht werden konnte, mit dem sinkenden Schiff in die Tiefe gerissen. Es spielten sich unbeschreibliche Seenen ab. Sobald ein gefülltes Boot abfahren wollte, klammerten sich zahl— reiche Menschen, welche im Wasser schwammen an das⸗ selbe an und rissen es um. Ein Offizier vertheidigte mit einem Beil in der Hand ein schon überfülltes noch nicht abgestoßenes Boot gegen die nachdrängende rasende Menge, aber alle seine Bemühungen waren vergebens Es stürzten sich, ehe es vom Schiffe abkommen konnte, so viel Menschen in dasselbe, daß es, wie zwei andere Boote, ebenfalls umschlug. Die Aussage des Kapitäns des„Sultan“, daß er nach der Kollision unweit der „Cimbria“ gehalten und ein Boot ausgesetzt habe, wird durch Gerettete bestätigt. Sie sahen ein Boot mit vier Personen besetzt nach der„Cimbria“ herkommen, be— merkten aber, daß, als diese vollständig sank, das Boot sofort umkeh-te. Gewährsleute meinen, daß sie von den Insassen des Bootes unbedingt hätten gesehen werden müssen. Daraus, daß diese in einer Entfernung von ca. 200 Schritt gesehen wurden, geht übrigens hervor, daß das Wetter nicht allzu nebelig war. Der „Sultan“ ist hier das Ziel zahlreicher Neugleriger. Er
liegt am Sandthor-Quai. Ein großes Loch hat er an der Steuerbordseite, obschon er die„Eimbria“ mit der Backbordseite traf. Er muß unbedingt die„Cimbria“ mit voller Gewalt getroffen haben. Der„Sultan“ wird hehufs Erleichterung der Untersuchung poltzeilich besetzt gehalten. Er soll übrigens, falls die erforderlichen Bürgschaften nicht gestellt werden, polizeilich beschlag⸗ nahmt werden. Die Hauptursache der Katastrophe wird unzweifelhaft in der Thatsache zu suchen sein, daß die Dampfer aller Nationen heutzutage bei unklarem und nebeligem Wetter zu schnell fahren. Für die Schnellig⸗ keit, mit welcher der„Sultan“ sich bewegt, ist denn auch der zerrissene und zerstückelte Bug des Schiffes sprechen— der Beweis.
Triberg, 24. Jan. Heute Morgen 25 Minuten nach 6 Uhr verspürte man hier ein heftiges Erdbeben. Dasselbe äußerte sich in einem von Südost nach Nord—
Ober-Mörlen 20 M.; durch Frau Pfarrer Sell aus der Gemeinde Beyenheim 5 M. Als II. Gaben gingen ein: von Frl. A. Theobald 10 M.; M. Mondigler 3. M.; Krelsingenieur Ampert 5 M.; Ludw. und Zadik Grödel 100 M.; Bernh. Grödel 10 M.; Reallehrer Opel 5 M.; Kreisveterlnärarzt Gebb 5 M. Weitere 200 M. wurden von uns am 25. Januar an die Hauptsammelstelle ab— geliefert. Die Expedition.
west vernehmbaren zweimaligen Rollen, auf welches je⸗ weils eine heftige Erderschütterung folgte.
Odessa, 23. Jan. In Nikolajew entstand ein großes Feuer, wobel fast ein ganzes Stadtviertel ab— brannte. Der Schaden ist groß. Drei Feuerwehr- männer sind in den Flammen umgekommen.
Madrid. Der Ballon„Saladin,“ in welchem vor vierzehn Monaten das englische Parlamentsmitglied Walter Powell verunglückte, ist nebst der Gondel vor Kurzem in der Sierra del Pedroza aufgefunden worden. Die Leiche Powells ist bis jetzt noch nicht entdeckt worden. Ballon und Gondel werden nach London gesandt werden.
Riga, 23. Jan. Die„Riga'sche Zeitung“ meldet aus Mitau, daß daselbst in voriger Nacht Schrikenhofers Theater niedergebrannt ist. Das Feuer entstand Abends um 10½ Uhr, die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt; eine Vorstellung fand gestern nicht statt. Es gelang, das Feuer zu localisiren. Das Theatergebäude und das Mobiltar sind bei der Moskauer Feuerversicherungs— gesellschaft mit 75,000 Rubel versichert.
Newyork, 23. Jan. Bittere Kälte herrscht östlich des Mississipt. In Winuipeg zeigt das Thermometer 45 Grad unter Null. Der Bahndienst ist äußerst erschwert.
San Francisco, 22. Jan. In der Giant⸗Pulver⸗ mühle zu Berkeley, in der Nähe von Oakland fanden gestern Nachmittag in rascher Folge nacheinander sieben Explosionen statt, indem zuerst das Mischhaus und dann 6 Verpackungshäuser in die Luft flogen. 40 Chinesen wurden in Stücke zerrissen und das Gebäude brannte vollständig nieder. Glücklicherweise entging das Magazin mit 200 Tons Pulver der Zerstörung.
Mexiko, 23. Jan. Ein neuer Komet in der Nähe des Jupiter wurde von der Sternwarte in Puebla entdeckt.
Für die Ueberschwemmten in Hessen gingen weiter bei uns ein: von der 7. Klasse der hiesigen Realschule 6 M. 80 Pf.; Blumhof 5 M.; H. A. W. 5 M.; von sämmtl. Beamten und Arbeitern der Station und Güterexpedition Friedberg 46 M. 20 Pf.; Ungenannt 2 M.; durch Bürgermeister Seriba: Sammlung in Ober⸗ Wöllstadt 93 M. 70 Pf, aus der ersten Schule daselbst 2 M. 2 Pf., Bürgermeister Veith in Ilbenstadt bei der Hochzeit Gottfried Haas M. 23.10; Gemeinde Wissels⸗ heim 11. Sammlung 35 M.; Krankenunterstützungskasse
Der Rest, 35 Centner der so reichlich von Friedberg und Umgegend gespendeten Kleider, gingen an das Landes⸗ comité in Darmstadt ab, wo jetzt hinreichend Kleider vor— handen sind, und keine Sammlung darin mehr nöthig ist.
Für das Comité: Huber.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 25. Jan. Viehmarkt. Es waren zum Verkauf gestellt eirea 50 Ochsen und eirea 10 Kühe und Rinder und wurden für genannte Viehgattungen heute wesentlich höhere Preise bezahlt als am Vormarkt. Der Preis für Ochsen, die nur in besserer Qualität vertreten waren, war per Ctr. Schlachtgewicht M. 70, auch noch höhere Preise wurden vereinzelt bezahlt. Für Kühe und Rinder wurden von M. 52—60 bezahlt. In Kälbern zeigte der Markt das entgegengesetzte Bild, 225 Stück standen am Platz, bei langsamem Geschäft wurde für 1. Qual. M. 6062, für 2. Qual. M. 52—54 gemacht.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebangelische Gemeinde. Sexagesimä. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdieust in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burglirche: Vormittags 9½½ Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Abends 5 Uhr: Herr Candidat Kaiser.
statholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre mit Andacht.
Holz-Versteigerung. Dienstag den 30. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, am Weg nach Höchst, folgende Gehölze, als: 170 Raummeter Buchen-Scheiter 1. Qualität,
6 10 Eichen-Scheiter, 68 5 Buchen-Knüppel, 136 1 Buchen⸗Stöcke,
f. Eichen-Stöcke öffentlich meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Bönstadt den 24. Januar 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt,. 367 Geibel. 371 Montag den 29. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll die Fischerei in der Nidda von der Gronauer bis zur Vilbeler Grenze auf dem Rathhaus öffentlich meist— bietend verpachtet werden. Dortelweil den 23. Januar 1883. Großherzogliche Bürgermelsterei Dortelweil. e Dauber, Belgeordneter.
Versteigerung.
Donnerstag den 1. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, will Johannes Wall 11. von Holzhausen erbvertheil⸗ ungshalber folgende Gegenstände, als:
4 Fahrkühe, 2 Rinder, 2 Mutterschweine,
23 Hühner, 1 Hahn,
1 vollständigen Kuhwagen,
1 Vorderpflug und 3 verschiedene Hinterpflüge,
2 Eggen, 1 Kartoffelstreichpflug,
1 Dickwurzmühle,
1 Häckselbank,
1 Pfuhlfaß,
eirea 40 Centner Heu und 30 Centner Grummet,
15 Parthien Korn-, Waizen-, Gersten- und Hafer—
troh,
eirea 150 Centner Dickwurz,
1 Pferdegeschlrr,
4 Kubgeschirre und sonstige Oeeonomiegeräthschaften in seiner Behausung öffentlich meistbietend versteigern lassen. 2
207 9 5„ 1 4 5 1 permiethe Zu vermiethen.
In meinem Wohnhause der obere Stock nebst Mansarde, Küche mit Wasserleitung, sammt allem Zubehör und Bequemlichkeiten.
Friedberg Eduard Nutys. Eine Wagenhemme
wurde auf der Chaussee von Friedberg nach Nauheim
gefunden. Dieselbe kann gegen Erstattung der Inserat—
gebühren abgeholt werden bei Friedberg.
8 366 Ph. Werner, Weißbinder.
Mi 8* „ 1 Blraunkohlenverkauf. Auf der Fürstlichen Grube Wölfersheim wird der Verkauf von Kohlenklötzen ꝛc. ꝛe. vom 25. d. Mts. ab bis auf Weiteres eingestellt.
Grube Weckes heim den 23. Januar 1883. Die Fürstliche Bergverwaltung.
Holzversteigerung.
Monntag den 29., Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. d. M., jeden Tag des Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, sollen in dem Rockenberger und Oppershofer Markwald nachgenannte Holzsortimente versteigert werden: 61 Stämme Eichen-Bauholz, 23 ebm Inhalt, 68 7 Kiefern⸗„ 12 5 39 0 Buchen⸗Nutzholz, 75„ 00 152 Eichen-, 245 Kiefern und 61 Buchen-Derbstangen, 334 Retsstangen, 58 rm Buchenscheiter 226 1„ 75 4 8„K Eichen- und Kiefernscheiter, 5300 Wellen Buchen-, 5000 Wellen Eichen- und 1800 Wellen Kiefern-Reisig. Der Anfang ist den ersten Tag am Hopfenloch, den zweiten Tag beim Forsthaus und den dritten Tag zu Hammelshausen. Es wird den ersten Tag kein Brennholz verkauft. Oppershofen den 23. Januar 1883.
Holz-Vetsteigetung
in der Oberförsterei Nidda.
Donnersiag den 1. Februar d. J. sollen im Distriet Ruters bei Ober-Lais versteigert werden: 312 Fichten⸗Stämme von 14—28 em Durchmesser und bis zu 20 m Länge; 246 Fichten⸗Derbstangen von 9— 14 em Durchmesser und bis zu 14 m Länge; 12 Raummeter Fichten-Knüppel in Schichten von 4 m Länge und 63 1 Fichten⸗Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlage. Nidda am 22. Januar 1883.
343
1. Sorte, 2
Der Markgegenschreiber. Weil.
338
Großherzogliche Oberfösterei Nidda. ohr.
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