Ausgabe 
26.5.1883
 
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Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei lage Nr. 10, enthält:

1. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürfnisses der Gr. Landes-Brandversicherungsanstat für 1882 betr.

11. Bekanntmachung, die für 1883/84 in der Stadt Offenbach zu erhebenden Umlagen betr.

III. Uebersicht der für 1883/84 in den Gemeinden des Kr. Bensheim genehmigten Umlagen.

IV. Ordensverleihungen.

V. Namens veränderung.

VI. Dienstnachrichten. Es wurde: der auf die 1. ev. Pfarrstelle zu Lauterbach präs. 2. ev. Pfarrer Kull⸗ mann zu Lauterbach, unter Verleihung des Amtstitels Oberpfarrer, bestätigt; dem ev. Pfarrer Decker zu Heubach die ev. Pfarrstelle zu Mettenheim übertragen; dem ev. Pfarrer Koch zu Wetterfeld die Pfarrstelle zu Schwanheim übertragen; dem provis. Reallehrer zu Mainz Caplan Herke die kath. Pfarrstelle zu Ober-Erlenbach, dem Schullehrer Schultheiß zu Kelsterbach und dem Schulamtsasp. Rodemer aus Dauernheim je eine Lehrer stelle zu Friedberg übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Hüͤttenthal präs. Schulamtsasp. Fröhlich aus Nieder Kainsbach bestätigt; dem Jakob Maier aus Eich das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kreis Bensheim, sowie dem Julius Mertens aus Wetzlar das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kreis Bingen ertheilt; der Schulamtsaspirantin Wolf zu Worms eine Lehrerinnen stelle zu Worms übertragen.

VII. Concurrenz- Eröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle zu Hausen, Gehalt 900 M.; eine Lehrerstelle zu Appenheim, Gehalt 900 M.; eine Lehrerstelle zu Reichelsheim i. O., Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach Erbach steht das Präsentatsonsrecht zu; die Lehrerstelle zu Güttersbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu; eine Lehrerstelle zu Biblis, Gehalt 1000 bis 1500 M. die Lehrerstelle zu Kreidach, Gehalt 900 M.; eine Lehrerstelle zu Hillesheim, Gehalt 900 M.

Der Gerichtsschreiber-Asp. Keil aus Fürth wurde zum Gerichtsschreiber in Schotten, der prov. Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen Dr. Bekker zum Lehrer an dieser Schule, der Professor Pr. Siebeck in Basel zum ord. Professor in der philosophischen Facultät der Landesuniversität ernannt.

Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Heim rod, See Lt. vom 2. Gr. Inf. Regt. Nr. 116 wurde in das Ostfriesische Inf.-Regt. Nr. 78 versetzt; Großmann, Port. Fähnr. vom Juf. Regt. Nr. 132, unter Versetzung in das 2. Gr. Inf. Regt. Nr. 116, zum Sec. ⸗Lt. befördert; Buddecke, Untereff. vom 1. Gr. Juf. Regt. Nr. 115, Wittich, Unteroff. vom 3. Gr. Inf. Regt. Nr. 117 zu Port. Fähnrs. befördert; v. Bismarck, Sec.⸗Lt. à la s. des 1. Gr. Inf. Regts. Nr. 115. in das Regt. wieder einrangirt. Frhr. Stromer v. Reichenbach, Port.-Fähnr. vom 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115, in das Gr. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 25 versetzt; Wolf, Sec. ⸗Lt. der Landw. Inf. des 1. Bats. 1. Gr. Landw. Regts. Nr. 115, zum Prem. Lt. befördert.

23. Mai. Die zweite Kammer nahm heute den Gesetzentwurf, die Gewann- und Par zellenvermessung betr., nach Maßgabe der auch von der Regierung acceptirten Ausschußanträge an. Weiter genehmigte man, daß die Regier ung weniger wohlhabenden Gemeinden die Kosten sür Parzellenvermessung und Aussteinung auf längere Fristen zinsfren vorstrecken kann, lehnte aber den Antrag Wasserburg, diese Begünstig ung allen Gemeinden zukommen zu lassen, gleich wie einen weitergehenden Antrag des Abg. List, wonach ärmeren Gemeinden die Kosten der Par zellenvermessung erlassen werden können, mit großer Mehrheit ab. Schließlich wurden nach⸗ stehende Ersuchen an die Regierung: 1) dieselbe wolle das Consolidationsgesetz, wie unsere Landes⸗ culturgesetzgebung überhaupt, insoweit diese die Zulässigkeit der Ausführung größerer Landes⸗ culturarbeiten(Wiesenculturen ꝛc.) von der Zu stimmung gewisser Mehrheiten von Interessenten abhängig macht, in dem Sinne einer Erleichter ung der Gewinnung solcher Mehrheiten einer

baldigen Nevision unterziehen; 2) dieselbe wolle

die Gerichte, welche in den Provinzen Stanken⸗ burg und Oberhessen mit Wahrung der Eigen⸗ thumswechsel befaßt sind, wiederholt anweisen,

in den Fällen, in welchen gegen Baarzahlung verkauft ist und deßhalb der Eintrag in das Mutationsverzeichniß nicht sofort erfolgt, von amtswegen darüber zu wachen, daß der Eintrag nach Zahlung des Kaufpreises erfolgt; 3) Gr. Regierung wolle eine Umarbeitung und Er weiterung unserer Landesculturgesetzgebung ins Auge fassen(einschließlich der Neubildung von Culturgenosseuschaften) mit großer Mehrheit an nommen, dagegen das Verlangen, bald Schritte zu thun, daß die erforderliche Landescultur- und Meliorationsstelle in unsere Staatsverwaltung und desfallsige Gesetzgebung in der Richtung einer mit Stimmrecht versehenen und darnach wirksamen Behörde organisch eingefügt werde, abgelehnt.

Berlin. Der Kaiser bleibt nach den Mili tärübungen noch vierzehn Tage in Babelsberg, geht dann nach Ems und der Mainau, schließlich nach Gastein, wo er zugleich mit Bismarck sein möchte. Leise tritt die Nachricht auf, daß der Kaiser dort mit dem Kaiser Franz Joseph und dem König Humbert zusammentreffen wird, wo bei Bismarck, Kalnoly und Mancini anwesend sein würden.

23. Mai. Reichstag. Auf der Tages ordnung steht die Specialberathung des Kranken kassengesetzes. Ueber die Paragraphen 1, 1a und 2 wird gleichzeitig discutirt. Zu denselben liegt eine große Reihe Abänderungsvorschläge vor, welche die Antragsteller befürworten. Die Abstimmung über§ 1a beziehungsweise über das dazu gestellte Amendement Hammacher's er gibt nur 192 Anwesende. Das Haus ist also beschlußunfähig.

Hannover, 23. Mai. Der Handwerker tag keschloß dahin zu wirken, daß der Großbe trieb in dem Maße, wie derselbe die Arbeiter durch Maschinen überflüssig mache, zur Gewerbe steuer herangezogen werde. Ferner wurde be schlessen, einen Entwurf einer Gewerbeordnung auszuarbeiten, denselben den gesetzgebenden Fac toren vorzulegen und den Reichskanzler um baldige Inaugurirung einer den gefaßten Be schlüssen entsprechenden Gewerbegesetzgebung zu ersuchen. Mit einem Hoch auf den Kaiser wurde der Handwerkertag geschlossen.

Kiel. S. M. S.Elisabeth, 19 Ge schütze, Comm. Cap. z. S. Hollmann, ist am 6. April c. in Kobe eingetroffen und am 7. dess. Mts. nach Nagasaki in See gegangen. S. M. KanonenbootIltis, 4 Geschütze, Comm. Corv. Cap. Klausa, ist am 16. April sc., von den Paracelinseln kommend, in Hongkong eingetroffen. S. M. KanonenbootWolf, 4 Geschütze, Comm. Cap. Lieut. v. Raven, ist am 10. April c. in Hongkong eingetroffen. e Nymphe, 9 Geschütze, Comm. Corv.-Cap. Dietert, ist am 16. Mai c. von Malta nach Neapel in See gegangen. S. M. S.Leip zig, 12 Geschütze, Cemm. Corv. Cap. Herbig, ist am 22. Mai c. in Vokohama eingetroffen.

Ausland.

Frankreich. Paris, 24. Mai. Senat. Saint Villier verlas den die Tonkinangelegen heit betreffenden Bericht, worin die Nothwendig keit hervorgehoben wird, im Interesse der Ehre der Nation rasch vorzugehen. Die Hoffnung auf eine Verständigung mit China sei noch nicht vollständig geschwunden. Frankreich wolle ledig lich die Ausführung des Vertrages von 1874. Die Beziehungen zu China seien vom Geiste der Versöhnung geleitet. Als einziger Punkt, betreffs dessen eine Transaction unmöglich er scheine, sei die Anerkennung der Suzeränetät Chinas über Annam anzusehen.

Nachrichten aus Madagascar zufolge hat die im indischen Occan stationirte französische Schiffsabtheilung die Posten der Howas aufge hoben, welche in Widerspruch mit den Rechten

Frankreichs auf dem Territorium von Lakalare errichtet waren. Ebenso sind die Zollstellen in Mazunga besetzt worden, von welchen der Weg nach Tanamarivo abzweigt. Nachrichten vom Senegal zufolge soll Oberst Des Bordes die feindlichen Angriffe zurückgeschlagen haben. Fort Banaku, bis wohin der Telegraph functionirt, ist vollständig gerüstet. Auf dem linken Ufer des Nigers herrscht vollständige Ruhe.

Dänemark. Kopenhagen, 24. Mai. Der König reist am Sonntag oder Montag über Lübeck nach Wiesbaden ab.

Schweden. Christiania, 23. Mai. Staats- minister Selmer hat die Auswahl der 13 Mit glieder des Reichsgerichtes abgewiesen. Es ver lautet, daß die Verhandlungen des Reichsgerichts gegen Selmer nächste Woche beginnen werden.

Großbritannien. London, 24. Mai. Die heute abgehaltene zweite Versammlung von Schiffsrhedern beschloß die Bildung einer Ge sellschaft zur Sicherung der Herstellung eines zweiten Suezeanals und die Zeichnung von 20,000 Pfund zur Bestreitung der vorläufigen Kosten. Die Summe wurde größtentheils sofort von den Anwesenden gezeichnet und der Schrift führer beauftragt, von der Bildung der genannten Gesellschaft und deren Zwecken die Regierung in Kenntniß zu setzen.

Spanien. Madrid. Das Journal Dia veröffentlicht einen Artikel, worin es verlangt, Spanien und Portugal sollten, ohne ihre Selbst ständigkeit aufzugeben, eine iberische Confödera tion bilden, welcher abwechselnd der König von Spanien und der König von Portugal präsi diren würden.

Türkei. Konstantinopel. Es verlautet ge rüchtweise, daß der Sultan mit Said Pascha, seinem Botschafter in Berlin, so zufrieden sei, daß er daran denke, ihn zum Großvezier zu machen.

23. Mai. In der Nähe Smyrna's er⸗ folgte eine Aufhebung von ca. fünfzehn Personen, worunter mehrere Beamte und Ausländer, durch Räuber, welche nunmehr ein enormes Lösegeld verlangen. Die Pforte setzte den Gouverneur Smyrna's, Ali Pascha, ab und betraute den Minister Kiamil Pascha mit der provisorischen Stellvertretung; zugleich wurde der General Hilmi Pascha beauftragt, sofort entsprechende Maßnahmen gegen die Briganten zu ergreifen und für die Sicherheit der Provinz zu sorgen.

Rußland. Moskau, 23. Mai. Heute Mittag fand im Waffensaale des Kremlpalastes vor dem Kaiser, der Kaiserin und den Prin zen und Prinzessinnen der kaiserlichen Familie die feierliche Einweihung des Reichsbanners statt. Die Majestäten hatten sich Vormittags in offenem Wagen und ohne alle Escorte vom Aleranderpalais nach dem Kreml begeben. Ueber den glänzenden und glücklichen Verlauf des feierlichen Einzugs herrscht überall die höchste Befriedigung.

24. Mai. Bei der heutigen feierlichen Verkündigung des Krönungstages waren zahl reiche Volksmassen schon um 7 Uhr Morgens vor dem Senatsgebäude versammelt. Präcis 9 Uhr stellten sich die Musikcorps auf, denen sich ein goldbetreßter Paukenschläger und Herolde mit dreispitzigen federgeschmückten Hüten, mit Toga von Goldbrokat, in welche schwarze Reichs adler eingestickt waren und goldenen Heroldstäben, sowie Cavallerie-Abtheilungen anschlossen. Zwei berittene Senatssekretäre verlasen die Verkün digung des Krönungstages, die Zuhörer ent blößten ehrfurchtsvoll ihre Häupter und be kreuzigten sich, unter Anstimmung der National hymne. Ein große Volksmenge und tausend stimmiges Hurrahrufen begleitete die Calvalcade, als dieselbe auf den rothen Platz ritt. Hier theilte sich dieselbe in zwei Hälften zur Verles ung der Proclamation. In den anderen Stadt