Ausgabe 
21.7.1883
 
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1883.

Samstag den 21. Juli.

84.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wind bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersa P i 5 ö a 5. mit 14 Pf., bei Reel it 22 Pf.; ei t. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), N Wg n e Pf.; ein Beleg kostet 9, Pf

2

Amtlicher Theil.

icht beigefügt ist, werden stets ver Post nachgenommen.

Friedberg den 17. Juli 1883.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 Da die Mehrzahl von Ihnen die im F. 9, Absatz 3 der Instruction zur Ausführung des Gesetzes vom 10 September 1878 vorge schriebene Anzeige an Großherzogliches Kreisgesundheitsamt, beziehungsweise den delegirten Kreisarzt, beziehungsweise der in genannter Gesetzes stelle angeführten Einzelheiten für das Jahr 1882 unterlassen hat, sehen wir uns veranlaßt, Sie nochmals ausdrücklich auf die genannte

Befolgung dieser Vorschrift hinzuweisen.

Bekanntmachung.

Dr. Braden.

f Vom 24. bis incl. 26. lauf enden Monats finden Seitens der Garnison Butzbach Gefechtsschießen mit scharfer Munition auf dem dortigen großen Exercierplatze statt, was hiermit zur öffentlichen Kenntuiß gebracht wird. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst gelegenen Orte wollen dies noch besonders in der Gemeinde bekannt machen.

Friedberg den 18. Juli 1883.

Um Auskunft über den dermaligen Auf

Löwenhof bei Ockstadt, wird ersucht. Friedberg den 19. Juli 1883.

Ausschreiben.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

enthaltsort des Heinrich Damm aus Göbelnrod, Kreis Gießen, zuletzt Dienstknecht auf dem

Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Dieffenbach.

In Nr. 81 des Oberhessischen Anzeigers ist das Programm der XXII. Wandervers uns nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß die Versammlung am 25. Juli im Steinh das Concert, ausgeführt von der hiesigen Feuerwehrkapelle.

trittsgeld. Von 4 Uhr an freier Eintritt.

Einladung.

Die Abnahme eines Looses berechtigt zu freiem Eintritt. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein

ammlung des Oberhessischen Bienenzüchter Vereins veröffentlicht. Wir erlauben äußer schen Gartenlocale stattfindet.

Nachmittags 2 Uhr beginnt Nichtabnehmer eines Looses zahlen 30 Pf. Ein Das Local Comité: J. A.: Steinhäußer, Beigeordneter.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierun gsblatt Nr. 20 enthält: Gesetz, die Ausführung des Reichsge setzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen betreffend.

Berlin. Dem Vernehmen nach beabsichtigt der Reichskanzler, sich von Friedrichsruh direct, ohne Berlin zu berühren, nach Kl ssingen zu be geben, sobald sein noch immer nicht zufrieden stellendes Befinden es gestattet.

Das Gerücht, daß seitens der Reichs regierung Material zu einer anderweitigen Vor lage wegen höherer Besteuerung des Tabaks gesammelt werde, bestätigt sich, wie wenigstens die V. Zig. meldet. Nachdem das Tabakmo⸗ nopol im Reichstage auf einen so bedeutenden Widerstand gestoßen ist 277 von 320 Stim⸗ men daß wenigstens vorläufig auf die Ein sührung desselben nicht gerechnet werden kann, ist man wiederum der Frage näher getreten, ob es nicht möglich sei, die Tabakfabrikatsteuer nach amerikanischem Muster einzuführen.

Kiel. Die Befestigungen Cuxhafens sollen verstärkt und erweitert werden, damit vier schwere Geschütze ferner nech ihre Stelle finden können und das Fort Kugelbaake außer den Flankengeschützen im Ganzen 14 schwere Geschütze zur Bewehrung hätte, die insgesammt gegen einen Angriff von der Wasserseite gerichtet sind. Man will somit Gelegenheit gewinnen, die etwa im Fahrwasser anrückenden Kriegsschiffe schon in der Front wirksam zu beschießen, wozu die vorhandenen Geschütze nicht ausreichen.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 18. Juli. Der Kaiser von Oesterreich ist auf seiner Reise durch Steyermark, Krain und Kärnthen gestern in Ischl eingetroffen. Nach zuverlässigen Mit⸗ theilungen kommt der Kaiser Franz Joseph am 4. August zur Entrevue mit dem Kaiser Wilhelm nach Gastein. 8

Der Handelsminister dehnte die 10tägige Observations-Reserve auch auf Schiffe mit un

verdächtiger Ueberfahrt und diplomirtem Arzt an Bord, sowie auf sämmtliche Schiffe indischer Provenienz, welche den Suezcanal passirten, aus.

Pest, 18. Juli. Der Handelsminister verfügte von heute ab eine 10 tägige Quarantaine für Schiffe aus Egypten und Indien, einerlei ob ein Arzt sich am Bord befindet oder nicht. Derselben unterliegen auch alle bereits ein getroffenen Schiffe, welche ursprünglich nur eine fünftägige Quarantaine abhalten sollten.

Belgien. Brüssel, 18. Juli. Der König begibt sich morgen zum Besuch des Königs von Holland nach Spa und kehrt Abends hierher zurück.

Frankreich. Paris, 18. Juli. Thibaudin errang einen Sieg im Senat durch Annahme seines Projects, betr. die Festungs-Artillerie nach Verwerfung des Gegenprojects Billot.

Die Agence Havas erklärt das Gerücht, daß Admiral Pierre in Madagascar durch Ad miral Peyron ersetzt werden soll, für gänzlich unbegründet. Es heißt, Baron de Michels wird zum französischen Votschaster in Wien er nannt werden.

19. Juli. In dem heute abgehaltenen Ministerrath wurde eine Depesche mitgetheilt, worin die Abreise Li-Hung-Tschangs nach Tientsin bestätigt wind. Die Abreise wird hier als Symp tem friedlicher Dispositionen Chinas angesehen

In legitimistischen Kreisen geht das Ge⸗ rücht, Chambord's Krankheit rühre von einer Vergiftung her. Derselbe habe unlängst zwei Kisten vergifteter Cigarren aus Lyon erhalten, die allerdings irrthümlich an ihn adressirt waren und von diesen Cigarren habe er zwei geraucht, worauf seine Erkrankung erfolgte.

Großbritannien. London, 18. Juli. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die Bill zum Schutze der Nordsee-Fischerei an.

Dublin. Die Zustände in Irland weisen fortschreitend eine auffällige Besserung auf. Bei Eröffnung der Assisen in Carrickpergus wurde dem Richter ein Paar weiße Handschuhe zum Zeichen überreicht, daß kein Gefangener vor handen sei, der sein Urtheil erwartet. Auch in

Velfast kamen nur einige unbedeutende Fälle vor die Assisen und nahm der Richter die Ge legenheit wahr, das Land zu den herrschend ge wordenen friedlichen Zuständen zu beglückwünschen.

Italien. Nom, 18. Juli. Das definitive Resultat der am letzten Sonntag stattgefundenen Ergänzungswahlen ist Folgendes: Die Dissidenten erhielten drei Sitze, die Radicalen verloren je einen Sitz, in Bologna und Parma, und gewannen einen in Pesaro, zwei Stichwahlen sind nöthig; die übrigen Gewählten sind alle ministeriell.

19. Juli. Der österreichische Botschafter Landolf, der preußische Gesandte von Schlözer und der bayerische Gesandte Tautphoeus sind heute abgereist.

Rumänien. Bukarest. Die Regierung ordnete für alle mit einem regelrechten Patente in Sulina und Küstendsche landenden Schiffe, Reisende, Wagen und Waaren eine gesundheits polizeiliche Revision, für die anderen Schiffe eine achttägige Quarantäne an. Der Hafen von Mangalia ist gegen alle Provenienzen geschlossen.

Egypten. Kairo. Neueren Nachrichten der Agenzia Stefani zufolge, ist die Ermordung gefangener Christen durch Mahdi unbegründet.

Aus Stadt und Land.

h. Friedberg. In Nr. 81 des Oberhessischen An⸗ zeigers wurde die 22. Wanderversammlung des Ober hessischen Bienenzüchter-Vereins als am 25. Friedberg stattfindend angezeigt und ihr Programm be⸗ kannt gegeben. Wir wollen jedoch noch einmal auf diese Fest⸗Versammlung, die wir auf's herzlichste in unserer Stadt begrüßen, aufmerksam machen und ihre Wichtigkeit hervorheben. Die Bienenzucht ist vor Allem ein wichtiger Zweig der Landwirtbschaft, durch deren rationellen Betrieb auch der nationale Wohlstand immer mehr gehoben werden kann, indem die vielen Millionen Mark, die jährlich für Honig und Wachs in's Ausland gehen, bei uns verblei⸗ ben und uns nicht verloren sind. Im öffentlichen und allgemeinen Interesse muß darum Alles aufgeboten wer⸗ den, die Bienenzucht im deutschen Reiche überall zu heben. Mit zu den eifrigsten Imkern gehören, wir sagen es mit Stolz, die unsrigen in Hessen, das ist allgemein aner⸗ kannt. Aber nicht allein um des Nutzens willen heben wir die Hebung der Bienenzucht hervor, sondern auch wegen des naturwissenschaftlichen Interesses, das sie gewährt und wegen ihres Einflusses auf Herz und Ge müth dessen, der sich mit ihrem Betrieb befaßt und der