Ausgabe 
18.1.1883
 
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3) Verwalitungs-Bericht des Kreis-Ausschusses pro 1881.

4) Prüfung der Voranschläge uber Unterhaltung der Kreisstraßen pro 1883/84. 1 2 5) Autrag der Gemeinde Münzenberg wegen Uebernahme der Straße Münzenberg 2c. ꝛc. als Staats ⸗Straße. N 3

6) Gutachtliche Aeußerung bezüglich Uebernahme der Straße Butzbach uber Hoch⸗Weisel und Fauerbach v. d. H. nach Langenhain als Staatsstraße. 7) Beschlußfassung wegen Neubau von Kreisstraßen und zwar: a. zwischen Wisselsheim und Steinfurth und b. zwischen Nieder-Erlenbach und

Ober⸗Erlenbach.

8) Beschlußfassung über den Antrag der Stadt Friedderg um

9) Wahl verschiedener Commissionen. Friedberg den 16. Januar 1883.

theilweise Befreiung von dem Beitrage zu den Gehalten der Kreis-Bautechniker.

Der Vorsitzende des Kreistags: Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierurgsblatt Nr.! von 1883 enthält: I. Bekanntmachung, die Ge bühren der Ortsgerichte betr. II. Bekanntmach ung, die Aufsicht über die Untersuchungsgefäng nisse betr. III. Bekanntmachung, die Kosten der Rechtshülfe betr.

Berlin, 15. Jan. Im Abgeordnetenhause fand heute die erste Berathung der Nothstands Vorlage für die überschwemmten Districte statt. Es meldete sich kein Redner dagegen und 14 dafür. geforderte Summe von 3 Million zu gering sei, um die erwünschte Abhülfe zu schaffen und daß die ganze Summe à fonds perdu zu bewilligen sei. Die Vorlage wurde nach kurzer Special discussion einstimmig angenommen. 16. Jau. Das Abgeordnetenhaus nahm nach unerheblicher Debatte die Nothstands-Vorlage in zweiter und dritter Lesung an.

15. Januar. Das Herrenhaus hat die Paragraphen 1 13 der Subhastationsordnung nach den Commissionsanträgen angenommen.

Der Prinz von Wales wird zur Feier der silbernen Hochzeit des Kronprinzen voraus sichtlich am 23. d. Mts. aus England in Berlin eintreffen und während der Dauer des Aufent haltes am hiesigen Hofe im kronprinzlichen Palais Wohnung nehmen. Auch Großfürst Nikolaus von Rußland wird in Berlin erwartet.

Der russische Botschafter v. Saburoff

kehrt nach Berlin zurück und übernimmt die Botschaftsgeschäfte wieder. Von seiner Abbe rufung von hier ist nicht mehr die Rede.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Wie ver lautet, hat Kronprinz Rudolf die projectirte Orientreise aufgegeben und beabsichtigt einen Theil der Reisekosten den durch Hochwasser Be schädigten zuzuwenden.

15. Jau In der heutigen Sitzung des Budgetausschusses erklärte der Landesvertheidig ungsminister, daß in Folge der Armee-Reform Aenderungen bei der eisleithanischen Landwehr namentlich bei der Cavallerie nothwendig würden, dabei hinweisend auf die Zeitungsnachrichten, wo nach die russische Cavallerie vermehrt werden soll.

Pest, 13. Jan. Das ungarische Abgeord netenhaus hat gestern den Gesetzentwurf über das Rekrutencontingent unverändert angenommen.

Frankreich. Paris, 15. Januar. Das Journal Estafette, welches die Nachricht vom Tode des deutschen Kaisers brachte, wurde heute confiscirt.

15. Jan. Der Senat wählte Teisserenc zum vierten Vice-Präsidenten.

DieAgence Havas erklärt das Ge rücht, Frankreich beabsichtige eine Conferenz über die egyptische Frage herbeizuführen, als vollständig unbegründet.

16. Jan. Ein Manifest des Prinzen Jerome Napoleon wurde heute in vielen Straßen an den Mauern angeschlagen, die Polizei riß es vielfach wieder ab. Es wurde sofort ein Minister⸗ conseil abgehalten und Prinz Jerome heute Nachmittag verhaftet. In der Kammer wird Jolibois von der Rechten die Regierung über das Manifest interpelliren. Die Aufregung ist groß. Das Manifest wendet sich gegen die Unfähigkeit und Ohnmacht der Regierung, gegen die Uneinigkeit des Parlaments und spricht von dem Verfalle der Armee, des Richterstandes und des Handels, durch Verschleuderung der Finanzen wachse die. Schuld. a We die

Fast alle Redner behaupteten, daß die

Religion angegriffen werde durch den Atheismus, so fänden die Verfolgungen des Augreifers keinen Schutz. Das Concordat allein könne den reli giösen Frieden gewähren. Auch die sociale Frage müßte erwogen werden. Die auswärtige Politik Frankreichs leide an Schwäche. Der Prinz nimmt die napoleonische Erbschaft für sich in Auspruch und weist ein Zusammengehen mit den Royalisten zurück. Er erinnert an die wieder holten Plebiscite und appellirt an das Volk, dessen Sache er vertrete.

Lyon, 15. Jan. In der heutigen Verhand lung des Anarchistenprocesses suchte Krapotkin nachzuweisen, daß eine internationale Verbind ung der Anarchisten nicht existire. Derselbe sprach dann von seinem politischen Leben und erklärte, als das einzige praktische Mittel zur Verbesserung des Looses der Arbeiter sei ihm die Aufhebung des Besitzthums erschienen. Diese Idee habe trotz Allem weitere Verbreitung ge funden. Keine zehn Jahre würden ohne eine sociale Revolution hingehen. Er beschwöre die Gesellschaft, einer solchen vorzubeugen, indem sie die sociale Frage studire und nicht, indem sie die Auarchisten verfolge. Der Präsident des Gerichtshofes erhielt zusammen 19 Droh ö briefe, darunter mehrere aus der Schweiz, Deutsch land und Rußland.

Großbritannien. London. Die eng lische Circularnote empfiehlt, daß in Kriegszeiten Kriegsschiffe nur in beschränkter Zahl im Suez canal bleiben dürfen. Es ist ihnen nicht er laubt, Truppen und Munition zu landen oder Feindseligkeiten im Canal oder innerhalb der egyptischen Gewässer vorzunehmen. Es wird ferner größere Sparsamkeit in der Verwaltung, die Besteuerung der Ausländer in gleichem Maß stab wie die der Eingeborenen und die Einführ ung egyptischer Gerichtshöfe nach einjähriger Verlängerung der gemischten empfohlen. Die egyptische Armeee soll klein bleiben und die Ordnung durch Gendarmerie und Polizei auf recht erhalten werden. Es wird zuletzt die Hoff nung ausgesprochen, daß die vorsichtige Einführ ung einer Volksrepräsentation möglich sei.

Die Regierung beschloß in Dover einen Zufluchtshafen zu errichten.

Dublin, 16. Jan. Hinsichtlich von Arre

tirungen wegen einer Verschwörung behufs Er mordung der Polizei verlautet, daß zwei geheime Verbindungen entdeckt worden sind; die Gerichts procedur werde überraschende Enthüllungen er geben. Italien. Rom, 14. Jan. Ein gestern an der Triester Börse verbreitet gewesenes Gerücht von einem Attentate auf den Konig Humbert entbehrt aller und jeder Begründung.

Türkei. Constantinopel. Die Agence Havas meldet aus Philippopel: Die Pforte wies Aleko Pascha an, sich wegen seines Verhaltens bei dem russischen Generalconsul zu entschuldigen. Aleko weigerte sich, dies zu thun.

Montenegro. Cettinje, 16. Jan. Die Minister des Auswärtigen, des Kriegs und der Finanzen demissionirten wegen Differenzen mit dem neuen Minister des Innern Petrovic. Der Fürst behielt sich die Entscheidung bevor. Egypten. Kairo, 16. Jan. Der franzö sische Generalconsul gelangte heute in Besitz neuer Verhaltungsmaßregeln aus Paris. Die Krisis dürfte wahrscheinlich sehr nahe sein. Afrika. Durban. Hier eingegangene Nach richten melden, daß Feindseligkeiten zwischen den Boers und dem Kaffernhäuptling Manharsane

Amerika. Washington, 15. Jan. Das Repräsentantenhaus nahm die Schiffsbill an, welche unter Anderem bestimmt, daß bei Expor tirung von Schiffen, welche in Amerika für aus wärtige Rechnung, theilweise oder gänzlich von ausländischem Material, wofür bereits Einfuhr zoll gezahlt wurde, gebaut sind, der Rückzoll gleich dem entrichteten Einfuhr-Zoll erstattet werden soll. Der Sengat beschloß über diese Bill noch nicht.

Newyork. Nach Mittheilungen aus Washing ton wäre die Revision des Zolltarifs in der gegenwärtigen Session nicht mehr zu erwarten.

Der neue Handelsvertrag zwischen Deutschland und Mexico ist definitiv abgeschlossen. Außer sehr günstigen Zollclauseln sind den deutschen Unterthanen besondere Privilegien zu gestanden. Sie dürfen auch im Kriegsfall in Mexico bleiben, Detailhandel treiben ꝛc.

Victoria(Britisch-Columbien), 11. Jan. Mit den Indianern in Metlakatla sind Uneinig keiten entstanden, die eine gewisse Unruhe ver ursachen. Da zur Zeit an hiesiger Station kein britisches Kriegsschiff ankert, hat die Regier ung von Columbien sich an die Vereinigten Staaten gewandt und um Zusendung eines Zollkutters mit einer Polizeimannschaft ersucht. Der Kutter ist bereits abgegangen.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. Es kann nicht genug davor gewarnt werden, Geld oder andere Gaben für die Nothleidenden am Rhein und Main direkt an einzelne Gemeinden zu senden. Alle Gaben sind an das Landeseomkté zu dirigiren, das am besten beurtheilen kann, wo ein momentaner Nothstand herrscht. Es wird dadurch ver mieden, daß an einem Orte, welcher vielleicht gar nicht der Hülfe so bedürftig ist, sich die Gaben aufhäufen, während andere vielleicht sehr der Hülfe bedürftigen Gemeinden darben müͤssen. Ebenso nothwendig ist es naturlich auch, daß alle Bitten um Hülfe an das Landescomité gerichtet werden, das man einer Vernach lässigung einer Gemeinde nicht beschuldigen kann, wenn die Noth nicht zu seiner Kenntniß gelangte. Herrscht also irgendwo in unserem Kreise Noth in Folge der Ueberschwemmungen der kleineren Flüsse, so wolle man dies dem Großh. Kreisamte melden, das gerechtfertigten Bitten die Weiterbeförderung nicht versagen wird.

H.-V. Friedberg. Von Seiten der königl. Eisenbahn Direktion Hannover ist infolge wiederholter Anfrage und wiederholten Hinweises auf die Benachtheiligung der hiesi gen Handelstreibenden dem Verein für Handels- und gemeinnützige Zwecke folgende Antwort zu Theil geworden: Antwortlich Ihres gefälligen Schreibens vom 15. November beehren wir uns mitzutheilen, daß der neue Gütertarif für den Hannover-Bayerischen Verbands verkehr, in welchen auch die Station Friedberg mit bayer. Staatsbahn⸗ Stationen einbezogen ist, z. Z. in Buchdruck hergestellt wird, und sobald die Genehmig ung des Ministers der öffentlichen Arbeiten in Berlin erfolgt sein wird, zur Einführung gebracht werden soll. Wir werden den Einführungstermin, welcher sich heute mit Gewißheit noch nicht bestimmen läßt, aber vor 1. Februar nicht zu erwarten ist, in öffentlichen Blättern bekannt machen und es können alsdann Exemplare des Tarifs durch die Güter Expedition Friedberg käuflich zum Preise von M. 2 per Stück bezogen werden.

Friedberg, 17. Jan. Seit heute früh sind die Staare eingetroffen und tragen fleißig zum Nestbau ein.

Friedberg, 16. Jan. Heute wurden uns Zweige eines im Freien blühenden Pflaumenbaumes gebracht. Der Baum steht trotz der seitherigen Kälte ganz in Blüthe und sind nur wenige der Letzteren erfroren.

W. Bad⸗Nauheim. Am 11. d. M. wurde die Generalversammlung des hiesigen Turnvereins abgehalten. Der Präsident des Vereins, Lehrer Wagner, eröffnete dieselbe mit einer Ansprache, in welcher er einen Rück blick auf das vergangene Vereinsjahr warf und zum Schlusse die Bemerkung machte, daß in Anbetracht der körperlichen Ausbildung, sowie der Vorbereitung für

den Militärdienst welche beiden durch das Turnen bezweckt

werden, eine recht rege Betheiligung der hiesigen Jugend nur in deren Interesse liegen könne. Es schloß mlt einemGut Heil auf die Harmonie zwischen den Vereinsmitgliedern. Aus dem darauf zur Verlesung ge⸗ kommenen Rechenschaftsbericht entnehmen wir olgende

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