gegend. Von den noch vorhandenen 266,000 M. sollen 175,000 M. vertheilt, 91/000 M. in Reserve behalten werden. Die erstere Summe wird nach folgendem Modus vertheilt: Auf Württemberg kommen 2½ pCt., Elsaß 2½ pCt., Hessen 20 pCt., die Pfalz 20 pCt., Unterfranken 20 pEt., die Rheinprovinz 15 pCt., Baden 10 pCt., die Donauorte 5 pCt., der Regierungsbezirk Wies— baden 5 pCt. Im Besitz des Reichskanzlers befinden sich noch 111,000 M., über deren Ver— theilung er sich Vorschläge von der Reichstags— commission erbeten hat.
— Die Steuercommission des Abgeordneten— hauses nahm die Resolution betr. die Vorlegung der Gesetzentwürfe über die Reform der Ein— kommensteuer mit einer von 6000 M. ab fallen— den Scala und Einführung der Declarations— pflicht der besonderen Besteuerung des Einkom— mens aus der Kapitalrente an.— Die Kranken— kassen-Commission hat den Gesetzentwurf nach den Beschlüssen zweiter Lesung mit 18 gegen 2 (fortschrittliche) Stimmen angenommen.
— Mit Bezug auf das von der Kreuzztg. ausgehende Gerücht von der Demission des Kriegsministers sagt die Nordd. Allg. Ztg., daß besonders die Quelle der Mittheilung überrasche, da es derselben an der Gelegenheit einer besseren Juformation nicht fehlen könne. Demgegenüber hält die Kreuzztg. ausdrücklich ihre Nachricht, daß Kriegsminister Kameke seine Demission ein— gereicht habe, aufrecht.
Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyäne“, 4 Ge—
schütze, Comm. Capt.-Lieut. Geiseler, ist am 3. November d. J. in Apia eingetroffen, be—
findet sich zur Zeit in Neu-Britannien und geht demnächst nach Auckland.— S. M. S.„Karola“ 10 Geschütze, Comm. Corv.-Capt. Karcher, be— findet sich zur Zeit in Sidney.— S. M. Ka— nonenboot„Cyclop“, 4 Geschütze, Comm Capt. Lieut. Kelch, ist am 2. d. M. in Suez eingetroffen. Gotha. Kaiser Wilhelm wird während der Corpsmanöver des 4. und 1. Armeecorps einige Tage Aufenthalt in Gotha und Weimar nehmen. Straßburg. Der Papst entband den Bischof Raes auf dessen dringende Bitte von der Verwaltung der Diöcese und übertrug die— selbe gleichzeitig dem zum Administrator ernannten Bischof Stumpf. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Febr. Das Herrenhaus nahm unverändert nach den Commissionsanträgen die einzelnen Paragraphen und Artikel der Gewerbegesetzvorlage an, nach— dem der Handelsminister in beifällig aufgenom— mener Rede die Annahme empfohlen und darauf hingewiesen hatte, daß die Vorlage den Wünschen der Gewerbekreise entspreche und gerade auf dem Gebiete der gewerblichen Interessen keine na— tionalen Differenzen hervorgetreten seien.
Frankreich. Paris, 15. Febr. Deputirten— kammer. Marcou verliest den Bericht der Com— mission, welcher die Verwerfung des Antrags
Waddington beantragt und die Annahme des Antrags Floquet empfiehlt. Der Justizminister
erklärt, Grevyy habe die lediglich durch die Krankheit Fallieres motivirte Demission des Cabinets noch nicht definitiv augenommen, das
Ministerium bestehe durchaus constitutionell fort und stelle sich der Kammer zur Verfügung. Die Kammer beschließt, auf sofortige Berathung einzugehen. Floquet erklärt, daß er einer Traus— action über den Antrag Barbey beistimme, worüber ein Einvernehmen zwischen Senat und Kammer möglich sei. Mezieres befürwortet den Autrag Waddington. Montjau greift heftig den Senat an. Die Generaldiscussion wird geschlossen. Proust bringt ein Amendement ein zum Antrag Barbey, wonach Artikel 3 des— selben, betreffend die militärischen Grade und die Versetzung der Prinzen in Disponibilität, wegfallen soll. Die Regierung stimmt dem so modificirten Aufrat Barbey bei. Die Kammer nahm mit 342 gegen 182 Stimmen den so modificirten Antrag Barbey an. Laisant wollte die Regierung interpelltren über Maßregeln,
die sie gegen die Prätendenten zu ergreifen
„Gesellschaften in
gedenke. Der Kriegsminister erwiederte, die Regierung werde nach endgiltiger Annahme der Prätendentenvorlage weitere Erklärungen geben. Die Juterpellation wurde darauf auf acht Tage vertagt.
Brazza wurde zum Schiffslieutenant er— nannt und reist am 20. Februar nach dem Con— gogebiet.
— Von dem an auswärtigen Börsen ver—
breiteten Gerücht, daß Graf Chambord ein Manifest erlassen habe, ist in unterrichteten
Kreisen Nichts bekannt.
Marseille. Dem Vernehmen nach lief in Toulon der ministerielle Befehl zur sofortigen Ausrüstung der„Dordogne“ ein, zum Traus— port von Truppen und Material nach Tonkin.
Großbritannien. London, Febr. Heute wurde das Parlament wieder eröffnet. Die Thronrede erklärt, daß die Regierung sich bemühen werde, in Egypten Ruhe und Ord— nung aufrechtzuerhalten, sowie die Selbstver— waltung zugestehen werde unter sorgsamer Be— obachtung der internationalen Verpflichtungen und der legitimen Rechte Europas; sie hoffe, daß die Mächte zustimmen würden. Die Re— gierung werde ferner ein Arrangement mit dem Sultan bezüglich der Zukunft Egyptens treffen. Die Thronrede enthält keine Anspielung auf die Controle und spricht bezüglich der Donau— conferenz die Hoffnung auf einen günstigen Er— folg aus. Ueber Irland sagt die Thronrede, die sociale Lage habe sich gebessert, die Agraver— verbrechen hätten sich merkbar vermindert und dem Gesetze sei überall Geltung verschafft. Gleichwohl erheische das Bestehen von geheimen Dublin und anderen Orten ernste Wachsamkeit der Executivgewalt ohne Unterlaß.— 15. Febr. Unterhaus. Labouchere fragt an, ob die Regierung die Eidesbill ein— bringe, da dann Bradlaugh das Resultat ab— warten werde. Hartington bejaht die Ae Croß kündigt an, er werde Verwerfung der Bill beantragen. Hartington beantragt, daß der Brief des Richters, welcher die Gefangenschaft Healy's angezeigt, auf den Tisch des Hauses gelegt werde. Parnell beantragt die Ueberweisung des Briefes an einen Sonderausschuß. Dieser An— trag wird mit 353 gegen 47 Stimmen ver— worfen. Acland beantragt die Adresse auf die Thronrede.— Im Oberhause nimmt Wolseley seinen Peersitz ein. Durham beantragt die Adresse auf die Thronrede.
— 15. Febr. Die madagassische Gesandt— schaft geht nicht, wie es geheißen hat, nach Deutschland. Sie wird in einigen Tagen nach Amerika abreisen,
Dublin, 15. Febr. Die Aufregung war
heute in der Stadt groß, denn das Zeugen— verhör im Gefängniß zu Kilmainham ergab alle Details bezüglich der Ermordung Burke's und Cavendish's. Letzterer hätte entkommen können, wenn er Burke im Stich gelassen hätte und entflohen wäre.
Egypten. Kairo, Febr. Die Lage im Sudan ist nach allen Nachrichten für die Egypter eine sehr gefährliche. In Dongola ist nun gleichfalls eine Insurrection ausgebrochen. Hier verbreitet sich die Ausicht immer mehr, daß ohne das Einschreiten der Engländer der Sudan verloren ist.
Alexandrien, 14. Febr. Derenthall, der neue diplomatische Agent Deutschlands, ist hier eingetroffen.
Amerika. Mexico. Ein Telegramm aus Tueson(Arizona) berichtet, daß zwischen den Mexikauern und Appache-Indianern im Sierra— Nadre-Gebirgsdistriet Chihuahua, drei Zusam— menstöße stattgefunden haben.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 14. Febr. Wochenmarkt. Blumen- kohl p. St. 40—50 Pf., Weißkraut 9—15., Rothkraut 10—15 Pf., Blaukraut 3—5 Pf., Wirsing 4-6 Pf., Kohlrabi 3—1 Pf., Erdkohlrabt 1 7 Pf., Rosenkohl per Mahlzeit 30 Pf., Häuptersalat 15 Pf., Endivlen und Escarol 68 Pf., Schmalzkraut per Theil 810 Pf., Radischen per Pack 10 Pf., rothe Rüben 8 Stück 3 bis 6 Pf. Butter: Engrospreis per Ctr. M. 100, per
Pfund Mk. 1.20— 1.50.— Eier: italienische per Hundert M. 7.50, per Stück 8 Pf., Wetterauer per Hundert M. 5.20, per Stück 6 Pf., kleine 4 Pf., Kalketer per Hundert M. 4.30, per St. 5 Pf.— Kartoffeln per Centner M. 4.25, per Gescheid 16—17 Pf., Salat— kartoffeln per Centner M. 4.25, Mäuschen M. 8.50, per Gescheid 30 Pf.— In Geflügel und Wildpret war der Umsatz heute sehr gering, Preise unverändert.— Rindfleisch per Pfd. 55 Pf., Lenden(ohne Zugabe) M. 1.20, Hammelfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 55 Pf., Schwelne— fleisch 80 Pf., Ochsenfleisch 60 70 Pf.— Heu und Strohmarkt: Nahe an 100 Wagen standen am Markt und wurde verkauft per Centner Heu, gutes, von M. 3.10 3.80, geringes von M. 2.50 an; Stroh von M. 1.70 2.10.
Frankfurt, 15. Febr. Viehmarkt. Es waren zu— getrieben ca. 80 Ochsen, 40 Kühe und Rinder und 445 Kälber. Die Preise stellten sich per Ctr. Schlachtgewicht für Ochsen 1. Qual. auf M. 64, 2. Qual. M. 59-60, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 58, 2. Qual. M. 48, Kälber 1. Qual. M. 53—55, 2. Qual. M. 48-50.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg, Ebangelische Gemeinde. Reminiscere. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Weiß Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ KUhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Herr Pfarrer Baur.
statholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 7 Uhr: Austheilung der hell. Communion, 10 Uhr: Hochamt. 5 Uhr: Fastenandacht mit Predigt.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg, Sabbathfeier vom 17. Februar 1883. Berichtigung: Sabbathausgang 6 Uhr 10 Min.
* 5 7 4 Lriedberger Hülfsverein. 618 Die Jahresversammlung des Hüuͤlfsvereins, in welcher der Jahresbericht erstattet, die Ergänzungs- wahl des Vorstandes vollzogen und die Vereinssache besprochen werden wird, wird Mittwoch den 21. Februar, Abends 6 Uhr, im Hötel Trapp stattfinden. Alle Mit— glieder des Vereins werden hiermit zur Bethelligung
freundlich eingeladen.
Diejenigen Mitglieder des Hülfsvereins, welche für ihre Dienstboten die Gesindeprämse beanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel während elner mindestens fünfjährigen ununterbrochenen Dienstzeit dem Unterzeichneten bis zum 1. März zu übergeben.
Für den Vorstand: 618 Baur.
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