Ausgabe 
16.1.1883
 
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Deutsches Reich.

Darmstadt. Die zweite Kammer

hebung des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betr., und des Ab satzes 3 des Art. 1 des Gesetzes vom 22. Nov. 1872, die Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeindevorauschlags betr.; der Antrag Pennrich und Wasserburg wegen Auf⸗ hebung der Art. 234 und 235 des Polizeistraf gesetzes, das Spielen in auswärtigen Lotterien betr.; die Vorlage wegen Errichtung einer Land⸗ gestütsstation zu Butzbach; die Vorlage über die Einführung der städtischen Wasserleitung in die Staatsanstalten zu Friedberg, sowie in das Gr. Schloß daselbst; der Antrag Weith, Rein hart und Stephan, Abänderung der Verordnung vom 5. Januar 1860, die Ausführung des Jagd strafgesetzes betr.; die Vorstellung des Höpfner und Genossen zu Bad-Nauheim, Verbesserung des vom Bahnhof daselbst nach der Stadt führen den Curvenwegs betr.; der Autrag Tecklenburg, den Ausbau der hohen Straße in den Gemark ungen Melbach, Weckesheim und Gettenau betr.

Militärdienstnachrichten. Kritzler, Major vom 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118, wurde als Bat.⸗Comm. in das 5. Brandenb. Juf.⸗Regt. Nr. 48 versetzt; Kroll, Major vom 4. Großh. Inf.-Regt. Nr. 118, zum etatsm. Stabsoffizier ernannt; v. Schönfeldt, Major, aggr. dem 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118, in dieses Regt. einrangirt.

Meri 2 Jan. Reichstag. Hirsch be gründet seinen Antrag auf Erlaß von Schutz⸗ vorrichtungen in den Fabriken. Derselbe gibt aus den Berichten der Fabrikinspectoren eine statistische Uebersicht über die zahlreichen Unfälle der Arbeiter, die durch die allereinfachsten Schutz vorrichtungen fast stets hätten vermieden wer den können. Bundesbevollmächtigter Lohmann spricht die volle Sympathie der Bundesregier ungen zu der Idee des Antrages aus. Stolle (Socialdemokrat) schildert die Unzulänglichkeit und Mangelhaftigkeit des Haftpflichtgesetzes; es bedürfe energischer Schutzmaßregeln. Blum hofft, daß durch die Initiative des Bundesraths bald eine umfassende Fabrikgesetzgebung geschaffen

tritt Mittwoch den 17. Januar wieder zusammen. Staatsleistungen für den preußischen Antheil de Auf der Tagesordnung stehen unter Anderem: die Berathung über die Vorlage wegen Be⸗ willigung von 500,000 M. zur Beseitigung des Nothstandes in den überschwemmten Landesthei⸗ len; die Vorlage über die Errichtung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim; der Antrag Schröder und Genossen auf Auf

ministerium beschloß die Wiederaufnahme de

Erzdiöcese Ollmütz vom 1. October 1882 ab. 14. Jan. Das Krönungs- und Ordens

Kaiser begab sich um halb 12 Uhr in das könig liche Schloß, wo sämmtliche Prinzen und Prin zessiunen des Königshauses bereits versammel waren, hielt die Cour der neuernannten Ordens inhaber ab, wohnte dann dem Gottesdienst in

im Weißen Saale bei, Personen theilnahmen. München, 11. Jan. sandte Graf Osten-Sacken hat

zur Zeit interimistisch v. Westmann.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. P Das Oberhaus nahm das Budget an. Belgien. Brüssel, 13. Jau. Der Gazette zufolge leidet der König an einem leichten gast rischen Fieber; doch ist bereits eine Besserung constatirt worden und deshalb kein Grund zu Besorgnissen vorhanden.

Frankreich. Paris. Die Gerüchte von Veränderungen in den französischen Botschafts posten zu Berlin und London sind noch mit großer Vorsicht aufzunehmen. 12. Dec. Der Senat wählte Peyrat, Calmon und Humbert zu Vicepräsidenten. Die Wahl des vierten Vicepräsidenten, welcher der Rechten angehören soll, wurde vertagt. Voraus sichtlich wird Batbie gewählt. Der Fraugais nennt General Saussier als vermuthlichen Nach folger Chanzy's im Commando des 10. Arm.⸗Cps. Lyon, 13. Jan. Anarchistenprozeß. Der Prä sident erhielt neue Drohbriefe. Die Plaidoyer's wurden heute fortgesetzt. Nizza, 13. Jan. Von allen Seiten strömte die Bevölkerung herzu, um am Sarge Gambetta's vorüberzuziehen. Der Leichenzug ist um 1 Uhr nach dem Kirchhofe abgegangen. Trotz des un günstigen Wetters war die Theilnahme auch da noch eine sehr große. Großbritannien. London, 12. Jan. In Folge einer leichten Erkältung ist Gladstone genöthigt, das Zimmer zu hüten. Wie Daily Telegraph erfährt, wird Gladstone nächsten Mon

werde. Die Discussion wird geschlossen und der Autrag fast einstimmig angenommen. Es folgt die Berathung des Antrages Behr, wonach seewärts eingeführte Schlemmkreide einem Zolle von einer Mark pro Doppelcentner unterworfen werden soll. Die commissarische Vorberathung wird abgelehnt, ebenso der Antrag auf alsbal dige zweite Lesung. 13. Jan. Auf der Tages⸗ ordnung steht der Antrag Büchteman des naturirtes Talg nicht als Palmitin zu behan deln. Derselbe wird trotz des Widerspruches des Staatssecretärs Burchard angenommen. Dietz (Socialist) begründet den Antrag Kayser auf Mittheilung der auf seine(Redners) in Stutt gart erfolgte Verhaftung bezüglichen Actenstücke. An der Debatte nehmen Theil: Meyer, v. Min nigerode und Payer. Der Antrag Kayser wird angenommen. Es folgt der An trag Lenzemann, Talg und Palmöl, zur Stearinfabrikation bestimmt, zollfrei zu lassen. Der Antrag geht an die Budgetcommission. Hierauf folgen Wahlprüfungen, welche nach den Commissionsanträgen erledigt werden. Die Wahl Lenzemann's wird für ungültig erklärt. Windthorst brachte seinen Antrag auf Auf⸗ hebung des Expatriirungsgesetzes, welches vor Jahresfrist vom Reichstag angenommen, vom Bun desrath aber verworfen worden, auf's neue ein

2 Jau. Die Steuercommission des Abgeordnetenhauses hielt heute eine dreistündige Sitzung ab. Die Discussion begann bei Die darin vorgeschlagene Licenzsteuer wurde mit

die M Tendenz dieses Treibens enthüllt, die keine an dere sei, als einen Conflict mit Oesterreich zu provociren und Italien welches den Abenteurern Gelegenheit böte, im F. 5.) Trüben zu fischen. f

tag sich nach Cannes begeben.

Einer Meldung der Agence Havas aus Wien zufolge schlug England den Zusammentritt der Donauconferenz auf den 19. Januar vor. Oesterreich sprach darauf den Wunsch aus, die Conferenz bis Ende dieses Monats zu verschieben. 14. Jan. Der Herzog und die Herzogin von Edinburg gehen morgen Abend nach Berlin zur silbernen Hochzeit des Krouprinzenpaares. Dublin, 13. Jan. Gestern Abend erfolgten in mehreren hiesigen Stadtvierteln zahlreiche Verhaftungen. In den Wohnungen mehrerer Verhafteten wurden heute früh Waffen aufge⸗ funden. Die Mehrzahl der Verhafteten besteht aus Arbeitern; es befindet sich aber auch ein Municipalcath darunter.

Italien. Rom, 11. Jan. Großen Ein druck hat hier ein gestern im Populo Romano erschienener Artikel über die irredentistischen De monstrationen gemacht. Er enthält die schärfste Verdammung dieser Ausschreitungen, rechtfertigt die Hinrichtung Oberdank's, der seines Anschlags und seiner Desertion halber kein anderes Schick⸗ sal verdient habe und reißt jenen, welche Sym pathien für Oberdank zum Vorwande für ihre Demonstrationen genommen haben, schonungslos aske vom Gesicht, indem er die wahre

in ein Unglück zu stůͤrzen,

Die Nachricht von der Eutsendung einer

11 gegen 7 Stimmen abgelehnt.

italienischen Fregatte nach Tripolis wird dementirt.

Der Reichsanzeiger meldet: Das Staats

fest fand heute in gewohnter Weise statt. Der

der Schloßkapelle und darauf dem Galadiner an welchem gegen 750

Der russische Ge heute im Ministe rium des Aeußern sein Abberufungsschreiben über reicht. Die Geschäfte der Gesandtschaft versieht der I. Legations-Secretär

.

wonach Italien und Frankreich eine gemeinsame Action in Betreff der egyptischen Angelegenheiten vereinbarten, für vollständig unbegründet. . Rumänien. Bukarest, 3. Jan. Der Minister des Aeußern, Stourdza, ist heute in's Ausland abgereist. Seine Reise wird mit der Donaufrage in Zusammenhang gebracht. t Bulgarien. Sofia, 11. Jan. Eine De⸗ putation, aus ziemlich zweifelhaften Patrioten i bestehend, ist heute hier angekommen, um beim Fürsten die Freilassung des in Haft befindlichen Exministers Zankow zu erbitten. Die Depu⸗ tation wurde unter Escorte aus der Stadt ge⸗ wiesen und gezwungen nach Wraza zurückzukehren. Rußland. Petersburg, 12. Jan. Der Kaiser und die Kaiserin nebst Familie siedelten heute Nachmittag von Gatschina hierher über und nahmen im Anitschkoff-Palais Wohnung. Afrika. Durban, 11. Jan. Der König Cetewayo ist von den Zulus kalt empfangen worden. Fünfzig Häuptlinge f in einer

sagten Besprechung mit Sir Theophilus Shepstone, sie wollten nicht wieder

unter seine Herrschaft gelangen. Die Zulus verstecken ihr Vieh und auch ihre Frauen aus Furcht vor Cetewayo. Tripolis, 12. Jan. Die Bevölkerung ist dem italienischen Consul sehr feindlich gesinnt. Bei dem gestrigen großen Festessen beim eng lischen Consul grüßten die erschienenen Pascha's den italienischen Consul nicht. Amerika. Newyock, 12. Jan. Die Frei⸗ händler siegten hinsichtlich des Schiffsgesetzes, indem einige Amendements augenommem wurden, wonach amerikanische Burger Schiffe überall im Ausland ohne Steuer kaufen dürfen, wenn die Schiffe über 1500 Tons tragen; ferner bleibt alles ausländische Material für den Schiffbau für den fremden Handel zollfrei. Die Majori⸗ tät betrug 123 gegen 106.

Aus Stadt und Land.

h. Friedberg, 15. Jan. Gestern Nacht 12 Uhr hat der unerbittliche Tod einen Mann aus unserer Mitte abgerufen, den wir innig betrauern, dessen Hingang wir herzlich bedauern. Der erst 27 Jahre alte Gym⸗ nastallehrer Robert Schäfer, Sohn des Seminar directors Schäfer, welcher krankheltshalber seit dem 1. October v. J. pensionirt war, ist seinem längeren Leiden erlegen. Der Verblichene war in Wissenschaft und darstellenden Künsten wohl ausgebildet und hoch⸗ begabt, so daß er namentlich auf dem Gebiete der Geschichtsforschung bereits Hervorragendes geleistet; wir haben Proben seiner historischen Arbeiten auch in diesem Blatte gehabt und ein Werkchen über Glockeninschriften liegt zum Drucke bereit; ohne Zwelfel würde er unserem Vaterlande nach dieser Richtung hin dereinst zur hohen Zierde gereicht haben, wenn er am Leben geblieben wäre. Zum Lehrer hatte er ebenfalls großes Geschick, er war ein in jeder Beziehung tüchtiger Lehrer. Für die Angelegenheiten unserer Stadt und unseres Vaterlandes hatte er ein warmes Interesse, in ihm war ein idealer Sinn und Geist mit realem Streben in schöner Harmonie vereinigt. Auch ein gesunder Humor war ihm eigen. Den Freunden war er ein aufrichtiger, treuer Freund, seiner Familie eln guter Sohn, Bruder und Schwager und allen Menschen, mit denen er in Berührung kam, ein wohlgesinnter, theilnehmender, herzgewinnender Mann. Wir sagen nicht zu viel, wenn wir ausfprechen, daß er in unserer Stadt allgemein beliebt war, und daß er keinen Feind hatte. Die Erde sei ihm leicht und Friede seiner Asche!

b. Friedberg, am 15. Januar. Gestern wurde der Feierabend eröffnet und zwar gegen alles Erwarten, aber ganz nach Wunsch mit 74 jungen Leuten aus ver schiedenen Confessionen. Durch Ansprachen, Spiele Lehre, Gesang, Vorlesen und Erzählen entwickelte sich bald ein freudiges, gehobenes Leben, so daß es für uns anwesende Erwachsene und Leiter der Thätigkeit eine Lust war unter den jungen Leuten zu sein. DerFeier⸗ abend ist auf die Sprüche gegründet:Mit Gott fang an, mit Gott hör' auf, das ist der beste Lebenslauf! undEdel sei der Mensch, hülfreich und gut! und wir hoffen, daß derselbe zum Segen unserer Stadt gereichen wird, indem er wahrer Bildung und der För⸗ derung des Wohles und wünschens werther Freude junger Leute dient, Härten der soelalen Gegensätze abschleift und einen Beitrag zum Legen des Fundamentes für inneren Frieden unseres Vaterlandes liefert. In sehr dankens werther Weise sind wir mehrfach durch Schenkungen von Geld, Büchern, Spielen, Schreibmaterialien, Stühlen unb Tischen in der Einrichtung desFeierabend unterstützt worden und Bierbraueretbesitzer E. Windecker hat uns eine namhafte Zahl von Stühlen und Tischen geliehen, was wir nicht dankbar genug anerkennen können. Bei der großen Betheiligung reichen wir aber damit

nicht aus, weßhalb wir unserer Mitbürger

uns weiter an die Beihülfe vertrauen voll wenden, überzeugt,

Die Agenzia Stefani erklärt die Gerüchte,

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