Ausgabe 
15.11.1883
 
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dem Abmarsche der egyptischen Regierung mit⸗ theilte, es werde ihm unmöglich sein, Nachrichten über seine Bewegung zu übermitteln.

Afrika. Madagascar. Einer Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Tamatave vom 6. d. zufolge, soll in Antananarivo eine Revolution ausgebrochen sein, wobei der Premierminister ermordet und die madagassischen Abgesandten, welche jüngst von ihrer Reise aus Europa zu rückgekehrt sind, erdrosselt worden seien. Die Franzosen rüsteten sich, um die Feindseligkeiten

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gegen Madagascar wieder zu eröffnen. 20.00, per diesen Monat M. 19.50. 6

Aus Stadt und Land.

. Bad⸗Nauheim. Nächsten Samstag, Nach mittags 2 Uhr, hält der Bezirkslehrerverein Bad Nauheim eine Versammlung bei Gastwirth Ulrich in Friedberg ab, bei welcher Lehrer Braun von Friedberg über die Fort bildung des Lehrers sprechen wird.

w. Bad⸗ Nauheim. fest in einer der Feier des Tages angemessenen Weise gefeiert. Nachdem am Freitag Abend Pfarrer Walz im Deutschen Hofe vor einer überLuther in den Jahren 151721 gesprochen, so wie Bürgermeister Protestantismus, den Kaiser Wilhelm und unseren Landes- berrn ausgebracht hatte, an welches sich verschiedene Ge sangsvorträge der hiesigen Vereine anschlossen, fand am Samstag Morgen Kindergottesdienst und nach demselben Vertheilung von Lutherbüchelchen an die hiesigen Schüler sich alsdann ein

statt. Nachmittags 4 Uhr bewegte imposanter Festzug vom Rathhaus-Platze nach dem Withelmsplatze. Voran die Lutherlinde auf einem Wagen,

dann der Kirchenvorstand, die Kirchengemeindevertretung, der Stadtvorstand, die Behörden, die oberen Schulklassen mit dem gesammten Lehrercolleg und die hlesigen Vereine. Nach Ankunft auf dem Wilhelmsplatze fand die Pflanz ung der Lutherlinde statt, worauf die Absingung des KedesEin feste Burg erfolgte. Pfarrer Walz hielt eine markige Rede und der Kirchengesangverein trug noch ein Lied vor. Der Zug bewegte sich hierauf in die fest lich geschmückte Wilhelmskirche zum Abendgottesdienst, welcher hauptsächlich in Gesängen und Ansprachen be stand, in welchen die wichtigsten Momente aus dem Leben des großen Reformators hervorgehoben wurden. Sonn tag fand dann, sowohl am Morgen, als am Nachmittage Festgottesdienst statt, und wußte hierbei Pfarrer Walz den Zuhörern die Bedeutung des Tages so recht an's Herz zu legen. Das Lutherfest aber wird noch lange den hiesigen Bewohnern in Erinnerung bleiben.

Darmstadt, 11. Nov. Gestern Nachmittag erfolgte die Grundsteinlegung für die von einem unbekannten Wohlthäter gestiftete neue evangelische Kirche im Nord ostviertel.

Worms. Die letzte(neunte) Aufführung des kirchlichen FestsplelesLuther von H. Herrig findet Sonn tag den 18. November, Nachmittags 4 Uhr, in der Drei faltigkeitskirche statt.

Allerlei.

Wien, 9. Nov. Aus Steinbrück liegt folgende Meld, ung vom 7. d. vor:Heute um 3 Uhr Nachmittags wurde hier ein bedeutendes Erdbeben verspürt. Dem ersten Stoße folgte nach etwa sechs Minuten ein zweiter, welcher auch im Freien bemerkbar und so stark war, daß Personen von ihren Sitzen aufgeschnellt wurden. Beide Stöße hatten eine senkrechte Richtung.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 14 Nov Wochenmarkt. Butter koste e per Pfd. M. 0.95 1.00, Eier 1 St. 8, 2 St. 00 Pf. Friedberg, 13. Nov. Fruchtber. Walzen M. 19 50, Korn M. 16.50, Gerste M. 16. 18., Hafer M. 13. 14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Grünberg, 10. Nov. Fruchtpreise. Welzen M. 19.20, Korn M. 16.80, Gerste M. 14.00, Hafer M. 14.20,

Butter per Pfd. M. 1.06 1.10, Eier 1 St. 67 Pf., däse per St. 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.550.70, Hühner per Stück M. N. 0.65 1.20, fleisch per Pfd. 7072 Pf., Kuh⸗ 30 Pf., Kalbfleisch 50- 51 Pf., 61 Pf., Hammelfleisch 6070 Pf., 400 Kilo M. 3.00 3.30, Gänse per Pfd 45-56 Pf.,

Hundert M. 3.00 5.

börse.(Officielle Notirungen.) Weizen still, eff. hiesiger

Monat M. 16.50. Gerste still, M. 1718.00, fremde M. 18.00- 20.00. eff. hiesiger M. 14.5000, diesen Monat M.

Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 39. Brannt⸗ wein unv., effeetiv ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 32, Nr. 4 M. 27,

Auch hier wurde das Luther-[ M. 39, Nr. 2 W., Nr 3 Nr. 5 M. 24. bis 00.00, J.(Berl. Marke) M. 21.00 21.50, II. do. sehr zahlreichen Zuhörerschaft] M. 18.0000.

Mörner ein Hoch auf den Hort des Markt war betrieben mit ca. Kühen und Rindern, 6 St. Bullen, 450 St. Hämmeln und wurde bezahlt für Ochsen bel J. Qual. M. per

Gießen, 13. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete

1.00 1.70, Hahnen per Stück Enten per Stück M. 1.40 1.80, Ochsen⸗ und Rindfleisch 56 bis Schweinefleisch 62 bis Kartoffeln per

zwiebeln per Centner M. 7.00 0.00, Weißkraut per

reich⸗Ungarn, nach Montenegro und na Einlieferung gelangen.

Belgien, Schweden und Frankirung verwendeten P geklebt sein, daß zwischen den Zwischenraum bleibt. denjenigen Ländern, wo beschränkt, doch dürfte zu beachte Portosatz von 15 zu 15 gr um je

können nur Geldbriefe nach Griechenland ch der Türkei unfrankirt zur Eilbestellung ist zulässig nach nach der Schweiz. ostfreimarken müssen so auf. einzelnen Marken ein

N

0

Die zur

Das Gewicht der Geldbriese nach

20

Pf. erhöht.

hin Frankozwang besteht, ist nicht n sein, daß sich dern

1 4 1

Frankfurt, 12. November. Frankfurter Produkten⸗ ind Wetterauer M. 2000.00, fremder M. 19.50 bis Roggen still, eff. hlesiger M. 16.5000, fremder M. 16.50 17, per diesen eff. hies. und Wetterauer Hafer still, fremder M. 14.50 14.75, per

14.50. Rüböl still, effeetiv ohne

Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 23.25

Viehmarkt. Der heutige 300 St. Ochsen, 320 St.

Frankfurt, 12. Nov.

70-72 CEtr. Schlachtgewicht, bei 2. Qual. M. 64 66. Für Kühe und Rinder 1. Qual. 60 62, 2. Qual. M. 50 und ganz geringe Waare bis M. 40 herunter. Bullen je nach Qual. von M. 45 55, Hämmel 45-60 Pf., ganz geringe 40 Pf. per Pfd. Der Schweinemarkt war heute mit cirea 200 Stück betrieben, durchweg gute Hannoveraner, die von 5860 Pf verhandelt wurden. Der Gesammtzutrieb in dieser Viehgattung in der Vor⸗ woche belief sich auf ca. 800 Stück. Am Kälbermarkt standen 279 Stück, die bei 1. Qual. mit 70 Pf., bei 2. Qual. mit 60 Pf. bezahlt wurden.

Der Geldbriefverkehr durch die Post unterliegt bei uns in Deutschland keinerlei Beschränkung. Nach den abgelegensten und kleinsten Wohnstätten sind Geldbriefe in jeder Höhe des Werthbetrages bis zum Gewicht von 250 gr, frankirt oder unfrankirt, zulässig. Auch die Beifügung von Münzen ist gestattet, wenn dieselben inner halb des Briefes so befestigt sind, daß eine Veränderung ihrer Lage während der Beförderung nicht stattfinden kann. Im Verkehr mit dem Auslande gestaltet sich der Geldbriefverkehr wesentlich anders und unterliegt viel⸗ fachen VBeschränkungen, die nicht allgemein bekannt sind, schon oft zu Unzuträglichkeiten und besonders dann auch u großen Verzögerungen Veranlassung gegeben haben, wenn ein unvorschriftsmäßig beschaffener Geldbrief zur Absendung gelangt und von der Grenze mit dem lako nischen Vermerkunzulässig zurückgesandt werden mußte. Wir wollen daher unsern Lesern vom Nothwendigsten im Geldbriefverkehr mit dem Auslande Kenntniß geben. Zunächst wollen wir vorausschscken, daß Oesterreich Un garn in dieser Beziehung ganz analoge Bestimmungen in Anwendung bringt, wie Deutschland und daß von allen curopäischen Ländern Großbritannien und Irland allein eine Geldbriefe kennt. Die Werthangabe bei Geld briefen nach dem Auslande hat stets in der Markwähr ung und zwar in Zahlen und Buchstaben zu geschehen, ferner dürfen mit Ausnahmen von solchen Sendungen nach Dänemark, Griechenland, Montenegro und nach der Türkei Werthbriefe im Allgemeinen nur Werthpapiere enthalten, es ist mithin die Beifügung von Geldstücken ꝛc. fast überallhin ausdrücklich untersagt. Nach Egypten, Italien, Serbien und den portugiesischen Colonien besteht die Beschränkung, daß Geldbriefe nur bis zur Höhe von 4000 M., nach Belgien, Bulgarien, Frankreich und seinen Colonlen, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumä nien und Spanien nur bis 8000 M. zulässig sind. Nach Bulgarien, Egypten, Griechenland, Italien, Spanien und

Postorten versandt werden. Nach dem Auslande besteht

Erbsen M. 18.00, Lein M. 23.50, Samen M. 24.30.

tritt.

kanischen F Creditactien, gestern Abend 229/, 71½ 8/ 77/ 85/ 8/8 /. 587/, heute 257⅛ 8,

gestern Abend 2 Abend 2363/, heute 235

Galizier, gestern 43/⁰%4.

D. Frankfurt

ung der Spekulation w und machte die rückgängige weitere Fortschritte, da nu kum der Provinz mit seinen Verkäuf Die Eröffnung des unter diesem Einfluß auf e gestern Abend, doch konnten zu den Anfangscoursen ziemlich dieser relativen Festigkeit sind er kulativen Kreisen zu bezeichnen, ung als in Aussicht stehend betra Zusammenkunft des Bismarck mochte den westlichen Plätzen wurde berichtet, London war matt au onds, Paris zeigte eber be

Lombarden,

diese

a. M., 13. Nov.

heutigen

Herrn v. Anschauung

gestern

3/4. Von österr. Vahnen: Duxer 3

Rudolf.

2 fl., Alföld 15/4 fl., fl., Joseph 2 fl Nordwest 29/8 fl., Elbthal 2 matter. Fest hielten sich: Linzer, Gisela, Gotthardactien Mecklenburger und Marienburger

Bahnen nachgebend. schlossen je 1½9%,

Staatsfonds meist schwächer. fast durchweg nledriger.

Spekulative Banken

Commandit gaben ziemlich fest. Raab-O wurden à 61½ò umgesetzt. weise matter. Wien und Paris billiger.

Brodpreise vom 16. November bis 1. Dezember,

Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Nov. bis 1. 59

Böhm. Nordbahn 6 fl., Böhm. We Köflacher fl.

., Barcser 2 fl.,

verloren

Mainzer 1% matter. Egypter büßten 11.80% ein. Dis conto⸗ Prlorltäten

Industriewerthe gedrückt. Privatdisconto 33/40%/.

behaupten.

% nach. Oesterr. edenburg-Ebenfurter⸗ Priorstäten Amerikan. Prloritäten theil⸗ Von Wechseln

Die flaue Halt,

irkt auch jetzt auf weitere Kreist Bewegung der Course heute nmehr auch das Privatpubli

en an den Markt Geschäfts geschah

bekräftigen.

inem niedrigeren Niveau als sich die tonangebenden Werth Als Ursache hebliche Käufe aus spe⸗ die eine Wiederbefestig⸗ chten. Die bevorstehende Giers mit dem Fürsten Von keine einheitliche Tendeg f den Rückgang der mex ssere Disposition. heute 2285/8 6

Staats bahnaetien,

4 8 7- 578 8745 Abend 113½, heute 113-2

fl., Buschtiehraden

fl., Ung. Nordost 1/4 fl. Raaber und 1/40%. Deutsche

Auswärtige

Wert

Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach

unverändert.

Nach eigener Angabe der Metzger.

Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach

unverändert.

Frankfurt, am 13. November 1883.

20-Frankenstücke

nach der Türkei können Geldbriefe nur nach den größeren an Morgens 6 1 a Montag den 19, sowie Donner in der Regel Frankozwang und abgesehen von Oester- ber 1888: Selichoth.

do.

Geld⸗Cours.

in ½2

Englische Sovereings.

Russische Imperkale Dukaten

al marco Dollars in Gold.

8

16. 15-19 16. 15-18 20. 2934 16. 6873 9. 70G. u. f. 9. 6872 4. 1822

Jsraelitischer Gotlesdi

enst in Friedberg.

Sabbathfeier vom 17. November 1883.

Beginn:

Freitag Abends 4 Uhr 10 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min.

*

Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 5 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 3/ Uhr, Nachmittags ö stag den 22. Nove

4 Uhr.

18. Novemb

Im Namen des Großherzogs!

In der Privatklagesache des Karl Väth von Södel, Privatklägers, gegen den Konrad Graulich von da, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen⸗

gericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 30. October:

1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, 2. Ernst August Häberle, 3. Konrad Kleberger, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, l als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte Konrad Graulich von Södel wird wegen zweier Beleidigungen in Geldstrafen von je 15 Mark, zusam men also in eine Geldstrafe von 30 Mark, eventuell in eine Gefängnißstrafe von 6 Tagen sowie in die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen, ein schließlich der Gebühren der von diesem sistirten zeugen verurtheilt. Zugleich wird dem Privatkläger die Befug. niß zugesprochen, den Tenor des Urtheils auf Kosten des Privatbeklagten innerhalb 14 Tagen, von der Zu

stellung der Abschrift an gerechnet, einmal im Oberh.

Anzeiger zu veröffentlichen. g

Für die Richtigkeit der Abschrift: Windecker, Rechts-Anwalt.

Im Namen des Großherzogs! In der Ptivatklagesache

des Adam Kraft II. von Wölfersheim, Privatklägers, gegen den Ludwig Ulrich von da, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen⸗ gericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 30. October 1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, Ernst August Häberle, Konrad Kleberger, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte Ludwig Ulrich von Wölfersheim wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 10 Mark, eventuell 2 Tage Gefängniß, sozie in

4090

5 3 3.

die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatklöger!

eiwachsenen nothwendigen Aus!

Privatkläger auch theilstenor innerha

hessischen Anzeiger

4086

Obligationen Nummern 14. zahlung gezogen.

Die Inhaber

3 zu nehmen, aufhört.

4085

aufgefordert, gegen nicht fälligen Zinscoup bei dem Gemein indem mit diesem Tage

die Befugniß lb 14 Tagen,

gerechnet, einmal auf Kosten des Ange

zu veröffentlichen.

Für die Richtigkeit der

Abschrift;

Windecker,

Rechts⸗

Obligations-Verloosun Bei der heute stattgehabten Verloosung der Par tin

der Gemeinde Spies heim wurden 35. 36 und 115 zu je 100 fl. zur

dieser Obligation Rückgabe derse

Spiesheim den 10. November Großherzogliche Bürgermei Keller.

Gestrickte Kinderkleider,

und Gamaschen, sowle Schlaber billigst bei K. Friedric

ons den Betrag am 31. de⸗Einnehmer dahier in Empfang

Anwalt.

en werden lben und

der Zinsenlo 1883.

Jäckchen,

gestr. Kindersche

agen verurtheilt, der zugesprochen, den u von der Zustellung! klagten im Obi;

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