dem Abmarsche der egyptischen Regierung mit⸗ theilte, es werde ihm unmöglich sein, Nachrichten über seine Bewegung zu übermitteln.
Afrika. Madagascar. Einer Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Tamatave vom 6. d. zufolge, soll in Antananarivo eine Revolution ausgebrochen sein, wobei der Premierminister ermordet und die madagassischen Abgesandten, welche jüngst von ihrer Reise aus Europa zu—⸗ rückgekehrt sind, erdrosselt worden seien. Die Franzosen rüsteten sich, um die Feindseligkeiten
1
gegen Madagascar wieder zu eröffnen. 20.00, per diesen Monat M. 19.50. 6
Aus Stadt und Land.
. Bad⸗Nauheim. Nächsten Samstag, Nach— mittags 2 Uhr, hält der Bezirkslehrerverein Bad Nauheim eine Versammlung bei Gastwirth Ulrich in Friedberg ab, bei welcher Lehrer Braun von Friedberg über die Fort— bildung des Lehrers sprechen wird.
w. Bad⸗ Nauheim. fest in einer der Feier des Tages angemessenen Weise gefeiert. Nachdem am Freitag Abend Pfarrer Walz im Deutschen Hofe vor einer über„Luther in den Jahren 151721“ gesprochen, so— wie Bürgermeister Protestantismus, den Kaiser Wilhelm und unseren Landes- berrn ausgebracht hatte, an welches sich verschiedene Ge— sangsvorträge der hiesigen Vereine anschlossen, fand am Samstag Morgen Kindergottesdienst und nach demselben Vertheilung von Lutherbüchelchen an die hiesigen Schüler sich alsdann ein
statt. Nachmittags 4 Uhr bewegte imposanter Festzug vom Rathhaus-Platze nach dem Withelmsplatze. Voran die Lutherlinde auf einem Wagen,
dann der Kirchenvorstand, die Kirchengemeindevertretung, der Stadtvorstand, die Behörden, die oberen Schulklassen mit dem gesammten Lehrercolleg und die hlesigen Vereine. Nach Ankunft auf dem Wilhelmsplatze fand die Pflanz— ung der Lutherlinde statt, worauf die Absingung des Kedes„Ein feste Burg“ erfolgte. Pfarrer Walz hielt eine markige Rede und der Kirchengesangverein trug noch ein Lied vor. Der Zug bewegte sich hierauf in die fest— lich geschmückte Wilhelmskirche zum Abendgottesdienst, welcher hauptsächlich in Gesängen und Ansprachen be— stand, in welchen die wichtigsten Momente aus dem Leben des großen Reformators hervorgehoben wurden. Sonn— tag fand dann, sowohl am Morgen, als am Nachmittage Festgottesdienst statt, und wußte hierbei Pfarrer Walz den Zuhörern die Bedeutung des Tages so recht an's Herz zu legen. Das Lutherfest aber wird noch lange den hiesigen Bewohnern in Erinnerung bleiben.
Darmstadt, 11. Nov. Gestern Nachmittag erfolgte die Grundsteinlegung für die von einem unbekannten Wohlthäter gestiftete neue evangelische Kirche im Nord— ostviertel.
+ Worms. Die letzte(neunte) Aufführung des kirchlichen Festspleles„Luther“ von H. Herrig findet Sonn tag den 18. November, Nachmittags 4 Uhr, in der Drei— faltigkeitskirche statt.
Allerlei.
Wien, 9. Nov. Aus Steinbrück liegt folgende Meld, ung vom 7. d. vor:„Heute um 3 Uhr Nachmittags wurde hier ein bedeutendes Erdbeben verspürt. Dem ersten Stoße folgte nach etwa sechs Minuten ein zweiter, welcher auch im Freien bemerkbar und so stark war, daß Personen von ihren Sitzen aufgeschnellt wurden. Beide Stöße hatten eine senkrechte Richtung.“
Handel und Verkehr.
Friedberg, 14 Nov Wochenmarkt. Butter koste e per Pfd. M. 0.95— 1.00, Eier 1 St. 8, 2 St. 00 Pf. Friedberg, 13. Nov. Fruchtber. Walzen M. 19 50, Korn M. 16.50, Gerste M. 16.— 18., Hafer M. 13.— 14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Grünberg, 10. Nov. Fruchtpreise. Welzen M. 19.20, Korn M. 16.80, Gerste M. 14.00, Hafer M. 14.20,
Butter per Pfd. M. 1.06— 1.10, Eier 1 St. 6—7 Pf., däse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.55—0.70, Hühner per Stück M. N. 0.65— 1.20, fleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh⸗ 30 Pf., Kalbfleisch 50- 51 Pf., 61 Pf., Hammelfleisch 60—70 Pf., 400 Kilo M. 3.00 3.30, Gänse per Pfd 45-56 Pf.,
Hundert M. 3.00 5.
börse.(Officielle Notirungen.) Weizen still, eff. hiesiger
Monat M. 16.50. Gerste still, M. 1718.00, fremde M. 18.00- 20.00. eff. hiesiger M. 14.50—00, diesen Monat M.
Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. M. 39. Brannt⸗ wein unv., effeetiv ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 32, Nr. 4 M. 27,
Auch hier wurde das Luther-⸗[ M. 39, Nr. 2 W., Nr 3 Nr. 5 M. 24. bis 00.00, J.(Berl. Marke) M. 21.00 21.50, II. do. sehr zahlreichen Zuhörerschaft] M. 18.0000.
Mörner ein Hoch auf den Hort des Markt war betrieben mit ca. Kühen und Rindern, 6 St. Bullen, 450 St. Hämmeln und wurde bezahlt für Ochsen bel J. Qual. M. per
Gießen, 13. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete
1.00— 1.70, Hahnen per Stück Enten per Stück M. 1.40 1.80, Ochsen⸗ und Rindfleisch 56 bis Schweinefleisch 62 bis Kartoffeln per
zwiebeln per Centner M. 7.00— 0.00, Weißkraut per
reich⸗Ungarn, nach Montenegro und na Einlieferung gelangen.
Belgien, Schweden und Frankirung verwendeten P geklebt sein, daß zwischen den Zwischenraum bleibt. denjenigen Ländern, wo beschränkt, doch dürfte zu beachte Portosatz von 15 zu 15 gr um je
können nur Geldbriefe nach Griechenland ch der Türkei unfrankirt zur Eilbestellung ist zulässig nach nach der Schweiz. ostfreimarken müssen so auf. einzelnen Marken ein
N
0
Die zur
Das Gewicht der Geldbriese nach
20
Pf. erhöht.
hin Frankozwang besteht, ist nicht n sein, daß sich dern
1 4 1
Frankfurt, 12. November. Frankfurter Produkten⸗ ind Wetterauer M. 2000.00, fremder M. 19.50 bis Roggen still, eff. hlesiger M. 16.50—00, fremder M. 16.50 17, per diesen eff. hies. und Wetterauer Hafer still, fremder M. 14.50— 14.75, per
14.50. Rüböl still, effeetiv ohne
Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 23.25
Viehmarkt. Der heutige 300 St. Ochsen, 320 St.
Frankfurt, 12. Nov.
70-72 CEtr. Schlachtgewicht, bei 2. Qual. M. 64 66. Für Kühe und Rinder 1. Qual. 60— 62, 2. Qual. M. 50 und ganz geringe Waare bis M. 40 herunter. Bullen je nach Qual. von M. 45— 55, Hämmel 45-60 Pf., ganz geringe 40 Pf. per Pfd. Der Schweinemarkt war heute mit cirea 200 Stück betrieben, durchweg gute Hannoveraner, die von 58—60 Pf verhandelt wurden. Der Gesammtzutrieb in dieser Viehgattung in der Vor⸗ woche belief sich auf ca. 800 Stück. Am Kälbermarkt standen 279 Stück, die bei 1. Qual. mit 70 Pf., bei 2. Qual. mit 60 Pf. bezahlt wurden.
Der Geldbriefverkehr durch die Post unterliegt bei uns in Deutschland keinerlei Beschränkung. Nach den abgelegensten und kleinsten Wohnstätten sind Geldbriefe in jeder Höhe des Werthbetrages bis zum Gewicht von 250 gr, frankirt oder unfrankirt, zulässig. Auch die Beifügung von Münzen ist gestattet, wenn dieselben inner— halb des Briefes so befestigt sind, daß eine Veränderung ihrer Lage während der Beförderung nicht stattfinden kann. Im Verkehr mit dem Auslande gestaltet sich der Geldbriefverkehr wesentlich anders und unterliegt viel⸗ fachen VBeschränkungen, die nicht allgemein bekannt sind, schon oft zu Unzuträglichkeiten und besonders dann auch u großen Verzögerungen Veranlassung gegeben haben, wenn ein unvorschriftsmäßig beschaffener Geldbrief zur Absendung gelangt und von der Grenze mit dem lako— nischen Vermerk„unzulässig“ zurückgesandt werden mußte. Wir wollen daher unsern Lesern vom Nothwendigsten im Geldbriefverkehr mit dem Auslande Kenntniß geben. Zunächst wollen wir vorausschscken, daß Oesterreich Un garn in dieser Beziehung ganz analoge Bestimmungen in Anwendung bringt, wie Deutschland und daß von allen curopäischen Ländern Großbritannien und Irland allein eine Geldbriefe kennt. Die Werthangabe bei Geld— briefen nach dem Auslande hat stets in der Markwähr— ung und zwar in Zahlen und Buchstaben zu geschehen, ferner dürfen mit Ausnahmen von solchen Sendungen nach Dänemark, Griechenland, Montenegro und nach der Türkei Werthbriefe im Allgemeinen nur Werthpapiere enthalten, es ist mithin die Beifügung von Geldstücken ꝛc. fast überallhin ausdrücklich untersagt. Nach Egypten, Italien, Serbien und den portugiesischen Colonien besteht die Beschränkung, daß Geldbriefe nur bis zur Höhe von 4000 M., nach Belgien, Bulgarien, Frankreich und seinen Colonlen, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumä— nien und Spanien nur bis 8000 M. zulässig sind. Nach Bulgarien, Egypten, Griechenland, Italien, Spanien und
Postorten versandt werden. Nach dem Auslande besteht
Erbsen M. 18.00, Lein M. 23.50, Samen M. 24.30.
tritt.
kanischen F Creditactien, gestern Abend 229/, 71½— 8/— 77/— 85/— 8/8— /. 587/, heute 257⅛ 8,
gestern Abend 2 Abend 2363/, heute 235
Galizier, gestern —43/⁰%4.
D. Frankfurt
ung der Spekulation w und machte die rückgängige weitere Fortschritte, da nu kum der Provinz mit seinen Verkäuf Die Eröffnung des unter diesem Einfluß auf e gestern Abend, doch konnten zu den Anfangscoursen ziemlich dieser relativen Festigkeit sind er kulativen Kreisen zu bezeichnen, ung als in Aussicht stehend betra Zusammenkunft des Bismarck mochte den westlichen Plätzen wurde berichtet, London war matt au onds, Paris zeigte eber be
Lombarden,
diese
a. M., 13. Nov.
heutigen
Herrn v. Anschauung
gestern
3/4. Von österr. Vahnen: Duxer 3
Rudolf.
2 fl., Alföld 15/4 fl., 5½ fl., Joseph 2 fl Nordwest 29/8 fl., Elbthal 2 matter. Fest hielten sich: Linzer, Gisela, Gotthardactien Mecklenburger und Marienburger
Bahnen nachgebend. schlossen je 1½9%,
Staatsfonds meist schwächer. fast durchweg nledriger.
Spekulative Banken
Commandit gaben 2¼ ziemlich fest. Raab-O wurden à 61½ò umgesetzt. weise matter. Wien und Paris billiger.
Brodpreise vom 16. November bis 1. Dezember,
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Nov. bis 1. 59
Böhm. Nordbahn 6 fl., Böhm. We Köflacher 3½ fl.
., Barcser 2 fl.,
verloren
Mainzer 1% matter. Egypter büßten 11.80% ein. Dis conto⸗ Prlorltäten
Industriewerthe gedrückt. Privatdisconto 33/40%/.
behaupten.
% nach. Oesterr. edenburg-Ebenfurter⸗ Priorstäten Amerikan. Prloritäten theil⸗ Von Wechseln
Die flaue Halt,
irkt auch jetzt auf weitere Kreist Bewegung der Course heute nmehr auch das Privatpubli—
en an den Markt Geschäfts geschah
bekräftigen.
inem niedrigeren Niveau als sich die tonangebenden Werth Als Ursache hebliche Käufe aus spe⸗ die eine Wiederbefestig⸗ chten. Die bevorstehende Giers mit dem Fürsten Von keine einheitliche Tendeg f den Rückgang der mex ssere Disposition.“ heute 2285/8— 6
Staats bahnaetien,
4— 8— 7- 578 874—4½—5 Abend 113½, heute 113-2
fl., Buschtiehraden
fl., Ung. Nordost 1/4 fl. Raaber und 1/40%. Deutsche
Auswärtige
Wert
Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach
unverändert.
Nach eigener Angabe der Metzger.
Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach
unverändert.
Frankfurt, am 13. November 1883.
20-Frankenstücke
nach der Türkei können Geldbriefe nur nach den größeren an Morgens 6 1 a Montag den 19, sowie Donner in der Regel Frankozwang und abgesehen von Oester- ber 1888: Selichoth.
do.
Geld⸗Cours.
in ½2
Englische Sovereings.
Russische Imperkale Dukaten
„ al marco Dollars in Gold.
8
16. 15-19 16. 15-18 20. 29—34 16. 68—73 9. 70G. u. f. 9. 68—72 4. 18—22
Jsraelitischer Gotlesdi
enst in Friedberg.
Sabbathfeier vom 17. November 1883.
Beginn:
Freitag Abends 4 Uhr 10 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min.
*
Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 5 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 3/ Uhr, Nachmittags ö stag den 22. Nove
4 Uhr.
18. Novemb
Im Namen des Großherzogs!
In der Privatklagesache des Karl Väth von Södel, Privatklägers, gegen den Konrad Graulich von da, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen⸗
gericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 30. October:
1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, 2. Ernst August Häberle, 3. Konrad Kleberger, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, l als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte Konrad Graulich von Södel wird wegen zweier Beleidigungen in Geldstrafen von je 15 Mark, zusam men also in eine Geldstrafe von 30 Mark, eventuell in eine Gefängnißstrafe von 6 Tagen sowie in die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen, ein schließlich der Gebühren der von diesem sistirten zeugen verurtheilt. Zugleich wird dem Privatkläger die Befug. niß zugesprochen, den Tenor des Urtheils auf Kosten des Privatbeklagten innerhalb 14 Tagen, von der Zu—
stellung der Abschrift an gerechnet, einmal im Oberh.
Anzeiger zu veröffentlichen. g
Für die Richtigkeit der Abschrift: Windecker, Rechts-Anwalt.
Im Namen des Großherzogs! In der Ptivatklagesache
des Adam Kraft II. von Wölfersheim, Privatklägers, gegen den Ludwig Ulrich von da, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen⸗ gericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 30. October 1883, an welcher Theil genommen haben: 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, Ernst August Häberle, Konrad Kleberger, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte Ludwig Ulrich von Wölfersheim wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 10 Mark, eventuell 2 Tage Gefängniß, sozie in
4090
5 3 3.
die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatklöger!
eiwachsenen nothwendigen Aus!
Privatkläger auch theilstenor innerha
hessischen Anzeiger
4086
Obligationen Nummern 14. zahlung gezogen.
Die Inhaber
3 zu nehmen, aufhört.
4085
aufgefordert, gegen nicht fälligen Zinscoup bei dem Gemein indem mit diesem Tage
die Befugniß lb 14 Tagen,
gerechnet, einmal auf Kosten des Ange
zu veröffentlichen.
Für die Richtigkeit der
Abschrift;
Windecker,
Rechts⸗
Obligations-Verloosun Bei der heute stattgehabten Verloosung der Par tin“
der Gemeinde Spies heim wurden 35. 36 und 115 zu je 100 fl. zur
dieser Obligation Rückgabe derse
Spiesheim den 10. November Großherzogliche Bürgermei Keller.
Gestrickte Kinderkleider,
und Gamaschen, sowle Schlaber billigst bei K. Friedric
ons den Betrag am 31. de⸗Einnehmer dahier in Empfang
Anwalt.
en werden lben und
der Zinsenlo 1883.
Jäckchen,
„ gestr. Kindersche
agen verurtheilt, der zugesprochen, den u von der Zustellung! klagten im Obi;
9.
Rü hiern
der ner Dezenter
isterei Spies hein Röckchen 0
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