Ausgabe 
15.2.1883
 
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Donnerstag den 15. Februar.

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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. U

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

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Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Oberförster Drescher zu Seligenstadt wurde auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Der Finanzaspirant Baldauf aus Ober⸗Ramstadt zum Calculator 2. Classe bei Großh. Hauptstaatskasse ernannt.

Berlin, 12. Febr. Der Kaiser conferirte heute längere Zeit mit dem Minister des Innern v. Puttkamer.

12. Febr. Der russische Botschafter in Paris, Fürst Orloff, machte gestern dem Fuͤrsten Bismarck einen längeren Besuch.

12. Febr. Die Kreuzzeitung theilt unter allem Vorbehalt ein in Reichstagskreisen circu lir endes Gerücht von der Demission des Kriegs ministers von Kameke mit.

Es heißt, der deutsche Gesandte in Con stantinopel verlange die Abberufung des türki⸗ schen Gesandten Sadullah Bei in Berlin. Der⸗ selbe soll sich in etwas ungewöhnlicher Form über den Mangel an Unterstützung beklagt haben, welche die Türkei Seitens der deutschen Regierung finde.

12. Febr. Der Neichskag ertheilte zu der in Frankfurt a. M. anhängigen Unter⸗ suchung wider die Abgeordneten Frohme und Geyser wegen Mißbrauchs ihrer Eisenbahnfahr⸗ karten einstimmig die Genehmigung. Es folgt die Fortsetzung der am Samstag abgebrochenen Discussion des Militär-Pensionsgesetzes. Kriegs⸗ mintster v. Kameke tritt den Richter'schen Aus führungen über die Bevorzugung adeliger Offi ziere und den Windthorst'schen Befürchtungen über Nebenrücksichten bei der Pensionirung der Offiziere entgegen. Lasker bringt einen Antrag ein, wonach die Militärpersonen vom

Unteroffizier auswärts ebenso wie jetzt die Civil⸗ beamten zu den Communaollasten heranzuziehen seien. Windhorst beantragt die Rückver weisung der Vorlage mit den Anträgen an die um sieben Mitglieder verstärkte Commission. Die Zurückverweisung an die Commission erfolgt gegen die Stimmen der Sceessionisten, der Fort⸗ schrittler, der Volkspartei und der Socialisten. Auch der folgende Gegenstand der Tagesordnung das Relietengesetz, wird an die Commission zu rückverwiesen. Es folgt der Bericht der Com⸗ mission über die kaiserliche Verordnung, betr. den Verkehr mit giftigen Fanben. Der Com⸗ missionsantrag wird angenommen und die auf die internationale Regelung des Giftverkehrs bezügliche Resolutson genehmigt. 13. Febr. Die Ruͤbenzuckersteuervorlage ist dem Reichs⸗ tage zugegangen. Dieselbe schlägt folgende Sätze für die zu 50 Kilo Zucker eintretende Steucrvergütung vor: Rohzucker von mindestens 88 Precent Polarisation 9 Mank; Kandiszucker in weißen vollen, harten Broden bis zu 12,5 Kilo netto 11 Mark 10 Pf.; für alle übrigen harten Zucker von mindesteus 98 Procent Polarisation 10 Mark 40 Pf. Das Gesetz soll am 1. Aug. 1883 in Kraft treten. Das Haus berieth sodann die Berichte der Wahlprüfurgs⸗Cemmission und erledigte bis jetzt die Wahlen von Bendas, Land messer's, Ruppert's, von Chlapowski's, von Bernuth's, des Prinzen von Solm-Braun⸗ fels, Leuschner's und Ebert's nach den Com missionsanträgen.

Febr. Das Abgeordnetenhaus trat

13.

der Unterems. Die Vorlage wird auf Antrag von Schorlemer-Alst einer Commisston von 28 Mitgliedern überwiesen. f

In der Briefmarkenfrage halten Bayern und Württemberg an ihren Reservatrechten fest und wollen nur concediren, daß auch Postkarten mit Reichsbriefmarken, die ihren Posten aufge geben werden, zur Beförderung gelangen.

13. Febr. Der Reichskanzler legte dem Bundesrathe heute einen Consularvertrag mit Serbien vor. Der Vertrag soll möglichst rasch ratificirt werden; derselbe hat eine Gültigkeits dauer von 10 Jahren und ist nach Ablauf der selben von Jahr zu Jahr kündbar. Seine Bestimmungen gleichen ungefähr dem deutsch griechischen Consularvertrage, außerdem leistet Deutschland auf seine Capitulationsrechte in Serbien, unter Vorbehalt des Abschlusses eines Auslieferungs⸗ Vertrages mit letzterem Staat, Verzicht.

13. Febr. Die Demission des Kriegs ministers v. Kameke schwebt noch. Sie soll davon abhängen, ob auch die Reichstagscom mission sich für Communalbesteuerung für Offi⸗ ziere ausspricht. Uebrigens wünscht Bayern, daß das Militärpensionsgesetz erst in 2 Jahren in Kraft treten soll. Die rheinischen Abgeord neten sind ganz besonders für die Communal besteuerung der Offiziere.

Barbey, wonach die Prinzen, deren Manife stationen oder Handlungen die Sicherheit des Staates compromittiren könnten, durch ein im Ministerrathe festzustellendes Deeret des Prä sidenten der Republik ausgewiesen werden können. Der Entwurf Barbey wird aber mit 148 gegen 132 Stimmen abgelehnt, hierauf auch Artikel 1 der Regierungsvorlage mit 172 gegen 89 Stimmen. 13. Febr. In der Deputirtenkammer rief die Einbringung der Prätendeuten-Vorlage des Senats einen lebhaften Zwischenfall hervor. Cassagnac verlangte zunächst die Ernennung einer neuen Commission. Die Kammer aber lehnte diesen Antrag ab und verwies die Vor lage an die bestehende Commission. Cassagnac wuͤnschte nun die Regierung über die gegen wärtige Lage des Cabinets zu interpelliren. Der Justizminister Devds erklärte, er stehe zur Disposition der Kammer, weun sie die Inter⸗ pellation auf einen Monat vertage.(Unruhe, Zwischenrufe.) Devds und der Ackerbauminister Mahy glauben unter diesen das WortFeig heit gehört zu haben und protestiren gegen solche Zwischenrufe lebhaft. Der Kammer- präsident Brisson erklärte, daß er nichts Der⸗ artiges gehört habe. Der Abgeordnete Faure (Bonapartist) gibt zu, das Wort ausgerufen zu haben. Die Kammer sprach die einfache Censur gegen Faure aus. Hierauf wurde die Berathung

Kiel. S. M. KanonenbootIltis, 4 Ge schütze, Commandant Corv. Cap. Klausa, ist am 21. Dec. v. J. in Swatow eingetroffen.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 12. Febr. In Abgeordnetenkreisen bespricht man lebhaft die heutige Audtenz des Fürsten Carlos Auers perg beim Kaiser, welche über eine halbe Stunde gedauert hat. 8 Der Reinertrag der directen Steuern pro(882 betrug 95,291,024 fl., gegen 1881 ein Plus von 2,728,837 fl. Der Reinerkrag der indirecten Abgaben betrug 171,578,773 fl., Mehrerträgniß 77,456,084 fl. Die Gesammt⸗ summe der reinen Zolleinnahmen des österreichisch ungarischen Zollgebietes betrug 44,855,471 fl. Hiervon die Regie-Kosten und Steuer-Resti⸗ tutionen mit 25,600,492 fl. abgezogen, verbleibt ein Ueberschuß von 19,254,979 fl. 85

Frankreich. Paris 12. Febr. Im Senat erklärte Jauréguiberry, er habe sein Porte⸗ aus Pflichtgefühl

feuille als Marineminister 5 niedergelegt und suchte nachzuweisen, daß das vorliegende Gesetz ebenso unnöthig wie unge

rent sei, da die Prinzen niemals eine feind selige Handlung gegen die Republik unternommen bätten. Das Gesetz würde aber auch frucht los sein, ja die Ausweisung würde die Prinzen erst gefährlich machen. Redner verlangt ein allgemeines Gesetz und ein gemeinsames Recht. Bardoux theilte mit, er werde einen Gesetz entwurf einbringen, welcher sich auf das ge meine Recht stütze, das sich nicht an Namen, sondern an Handlungen halte. Wenn die Re⸗ Die Generaldebatte wird hierauf Der Senat beschloß mit 170

9 schlossen. gegen

einzutreten.

publik stark sein wolle, müsse sie gerecht sein. 115 Stimmen in die Berathung der einzelnen Artikel

Der Justizminister theilte mit, die die Kammer

des Municipalgesetzes wieder aufgenommen.

13. Febr. Das Gesammtceabinet de missionirte, bleibt aber bis auf weiteres in Function. Freyeinet wurde wieder ins Elysce berufen, auch Say und Waddington.

Die französische Escadre in den Ge wässern von Madagaskar wird aus fünf Schiffen bestehen. Sie wird vor Tamatave, der be⸗ deutendsten Handelsstadt der Hovas, eine Demonstration ausführen. Mau beabsichtigt aber nicht, diese Stadt zu bombardiren. Wenn England nicht die Malgassen unter der Hand unterstützt, wird sich Alles auf gütlichem Wege ordnen lassen.

Großbritannien. London, Die Donauconferenz berieth heute mehrere Vorschläge betreffs techuischer Fragen, traf jedoch keine definitive Eutscheidung. Es scheint große Einigkeit zwischen den Mächten zu herrschen.

Dublin, 13. Febr. Weitere Arreti rungen haben stattgefunden, darunter die eines geheimen Polizisten, in welchem man den vierten der Phönix Park-Mörder gefaßt zu haben glaubt. Das gestern Abend hier verbreitete Gerücht von der Auffindung des Messers, mit welchem der Richter Field ermordet worden sei, hat sich bis jetzt nicht bestätigt.

Türkei. Konstantinopel, ll. Febr. Die britische Dampf⸗BachtSanta Cecilia, welche unter der weißen Fahne in die Dardanellen einlief, ist angehalten worden. Der englische Vertreter Wyndham protestirte sofort dagegen und es gab eine heftige Erörterung.

Skutari, 13. Febr. In letzter Nacht griff der Gebirgsstamm Schiulla die türkischen Schild⸗ wachen und das Wachscorps an, um einige seiner Angehörigen zu rächen, welche von Sol daten getödtet worden waren. Nach kurzem Kampfe zogen sich die Angreifer zurück. Die Soldaten verloren 20 Todte und Verwundete.

Rumänien. Bnukarest, 13. Febr. Den

13. Febr.

in heutiger Abendsitzung in die Berathung über

Regierung stehe von der durch

votirten Vorlage ab und acceptire den Entwurf

dem rumänischen Gesandten in London zuge