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Geilage.
Aus Stadt und Land.
g. Bad Nauheim, 13. Juli. Als gestern Abend ½7 Uhr einige Nauheimer Kurgäste in dem reizend ge⸗ legenen Löwenthal zwischen Steinfurth und Wisselsheim sich ergingen, sahen sie plötzlich am Himmel einen von der untergehenden Sonne hell bestrahlten rothgelben Punkt. Derselbe näherte und vergrößerte sich rasch und man sah mit Verwunderung, daß es ein Luftballon mit menschlichen Insassen war. Der Ballon kam in der Richtung vom Nau⸗ heimer Teich, wo derselbe ebenfalls gesehen wunde, schwebte längere Zeit über dem von Löw'schen Garten in Löwenthal und versuchte dort in den Bäumen Halt zu finden. Trotz aller Anstrengungen gelang dies den Insassen nicht. Durch einen Windstoß getrieben, wandte sich der Ballon mehr östuch und schoß längst der Wetter hin. Der Rettungs⸗ anker war bereits ausgeworfen und vergebens suchte Freifräulein von L., welche dorten mit Angeln beschäftigt war, den über ihrem Kopfe langsam dahinschwebenden Anker zu erfassen, das Seil war zu kurz. Ein neuer Windstoß hob den Ballon höher, dann sank er und blieb zuletzt in einer nahe gelegenen Baumschule der Gebrüder Schultheis von Steinfurth hängen. Die beiden Insassen, Frau Securtus aus Verlin, sowie ein Beamter aus Wies—⸗ daden waren unverletzt, doch im ersten Moment ziemlich betäubt. Mit Hilfe herbeigerufener Leute gelang es ihnen, rasch dem Ballon zu entsteigen. Viel Mühe kostete es Frau Seeurius, das Gas zu leeren und den Ballon zusammen zu legen. Ein von dem von Löw'schen Gute herbeigeholter Wagen brachte denselben an den Vahnhof nach Bad⸗ Nauheim. An müßigen Zuschauern fehlte es bei diesem interissanten Schauspiel natürlich nicht. Es war die 166. Luftfahrt der berühmten Luftschifferin Frau Securius; die Auffahrt erfolgte um ½6 Uhr in Wiesbaden. Die Fahrt bis Steinfurth hatte also nur eine Stunde gedauert.
x. Kaichen. Am verflossenen Sonntage feierte der hiesige Gesangverein das Fest seiner Fahnenweihe. Schön wie das herrliche Wetter, war auch der Verlauf des Festes. Konnten auch einige Vereine, die zur Festlichkeit eingeladen waren, wegen früherer Zusage zu einem größeren Feste in einem Nachbarorte, nicht erscheinen, so fehlte es doch an Festgenossen und Gästen nicht. Nach 2 Uhr bewegte sich der Festzug durch die resch beflaggten Straßen des Ort's nach dem schön gelegenen und historisch merkwürdigen Festplatze am„Steinernen Tisch“. Hier angekommen sang der hiesige Gesangverein das Lied: „Eintracht“ von Nägeli, worauf Pfarrer Schöner von hier die Festrede hielt, welche mit einem Hoch auf das deutsche Ned, sowie auf das deutsche Kaiserthum endigte. Hierauf wurde noch das Lied:„Fahnenweihe“ gemein⸗ schaftlich gesungen. Erst spät am Abend verließen die fremden Sangesbrüder und Sangesfreunde den Festort mit dem Gedanken, wieder einmal einen recht vergnügten Tag unter Sängern und Freunden verlebt zu haben.
Münzenberg. Dem„W. B.“ schreibt man von hier: Eine höchst interessante Entdeckung wurde am 9. Juli dahier gemacht, deren Ausnützung jedenfalls sowohl Münzenberg-wie den Nachbarsdörfern nur angenehm und nutzbringend zu werden verspricht. Gestützt auf alte Sagen, sowie Benennungen von Ackergewanngrenzen und einzelne Grundstücks⸗ Bezeichnungen ließ Bürgermeister Jäger Nachgrabung nach einer Salzquelle halten und hatte in kurzer Zeit das Glück, nicht nur eine Quelle mit starkem Salzgehalt und viel Kohlensäure zu entdecken, son⸗ dern auch einen vollständig ausgemauerten Brunnen, dessen Quellen so reichhaltige Mineralwasser entströmten, daß am folgenden Tage die Arbeiten eingestellt werden mußten und der 4 Meter tief ausgeräumte Brunnen oben über⸗ strömt. In diesem Brunnen, von dessen Vorhandensein Niemand eine Ahnung gehabt, fanden sich beim Aus⸗ räumen nebst Holzwerk, Pferdeschädeln und Knochen, die sehr schön bearbeiteten früheren Einfassungssteine, kreis— förmig, etwa 1 Meter hoch mit Carnis und Verzierung versehen, von Büdinger Rothsandstein vor, ein Beweis, daß unsere Vorfahren den Werth dieser Quelle gekannt haben. Die Ausräumungs-Arbeiten werden vermittelst starker Pumpen in den nächsten Tagen auf Rechnung der Gemeinde fortgesetzt, das Wasser chemisch untersucht, wonach man weiteren Bericht erstatten wird.
Büdingen. In dem fürstlich Isenburger Wald⸗ park, Meerholzer und Wächtersbacher Antheil, ist unter dem Dammwildstand der Milzbrand ausgebrochen.
Allerlei.
s. Halnchen. Sonntag den 15. Juli feiert der Nidderthal-Sängerbund sein 3. Bundesfest im hiesigen Ort. Die Vorbereitungen zur Festlichkeit rücken jeden Tag ihrer Vollendung näher und wünschen wir, daß auch der Himmel uns an diesem Tage mit solch heiterem Gesichte entgegen lacht, wie es am vorjährigen Festtage in Mittelbuchen der Fall gewesen.
Nyiregyhaza, 11. Juli. Prozeß Tisza-Eßlar. Statt des erkrankten Richters Gruden tritt der Ersatz⸗ richter Freier ein. Darauf wurde Dr. v. Geza-Horwath vernommen, welcher bei der Leichenschau der Obduetion der Bezirksärzte assistirte. Die Vernehmung desselben durch den Präsidenten und den Vertheidiger, Professor Scheuthauer, dauerte drei Stunden und führte zu stür⸗ mischen Scenen. Scheuthauer bezeichnete den Zeugen als Angeklagten, wogegen derselbe lebhaft replieirte, während Scheuthauer antwortete:„Sie können es aber noch werden.“ Mit dem Zeugen wurde der gestern vernommene
Apotheker Zuranyi confrontirt. Beide beharrten bet ihren in den Details abweichenden Aussagen. Sodann wur de ein vierter Agnoseirungszeuge vernommen, welcher aussagt, daß nach Angabe der Julie Szakolezay die Esther Solymossy eine Narbe am Fuße gehabt und daß auch an dem Fuße der Leiche eine Narbe festgestellt worden sei.— 12. Juli. Dr. Kiß, welcher der ersten Leichenschau und der späteren Obduetien beiwohnte, wird bezüglich der Abweichungen zwischen dem Protokoll über die erste Leichenschau und dem Obduetions-Protokoll ver⸗ nommen; derselbe erklärt, in Folge des Abenddunkels und der mangelhaften Beleuchtung seien betreffs der Messung und des Aussehens der Kleider der Leiche Irr⸗ thümer entstanden, die dann später berschtigt worden seien. Nach Verlesung der Qbduktions-Protokolle und des Gutachtens der Sachverständigen wurde das Gut⸗ achten des Landessanitätsrathes verlesen, welch letzterem eine Motivirung nicht beigegeben war. Daran schloß sich die Vernehmung der Universitätsverständigen, zunächst des Professor Belky, welcher sich im Sinne der Verthei— diger äußert.
Rotterdam, 11. Juli. Das zur Benutzung bei den alle fünf Jahre wiederkehrenden Festlichkeiten der polytechnischen Schule in Delft errichtete, für drei- bis viertausend Personen Plotz bietende Festgebäude ist in der verflossenen Nacht um ½12 Uhr total niedergebrannt.
Alexandrien, 11. Juli. Innerhalb 24 Stunden bis gestern Abend 9 Uhr sind in Damiette 52, in Man⸗ surah 102, in Samanud 16, in Schirbin 1 und in Tantah 2 Personen an der Cholera gestorben.— el Innerhalb 24 Stundeu bis gestern Abend 9 Uhr sind in Damiette 64, in Mansurah 89, in Talka 5, in Zifteh und Samanud 10 und in Chibinelkum 1 Person an der Cholera gestorben.
Handel und Verkehr.
Gießen, 10. Juli. Auf dem heute dahier ab⸗ gehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben 1447 Stück Rindvieh und 740 Stück Schweine. Trotz der trockenen Witterung war sämmtliches Vieh schön und gut genährt und waren die Preise im Allgemeinen etwas niedriger als am letzten Markt. Nächster Markt Dienstag den 31. d. M. und Mittwoch den 1. August, am letzten Tage auch Krämermarkt.
Holzversteigerung
in den Waldungen des Großh. Hauses. Montag den 16. Juli, Morgens 9 Uhr werden im Ober⸗Rosbacher Domanialwald, Distrikt Mainzerhecke, Schlag 111, versteigert: 5 38 Stück Eichenstümme, im Winter gefällt, von 17 27 Ceutimeter Durchmesser und Meter Lünge mit 6,15 Festmeter Inhalt, zu Werkholz geeignet, 8 Raummeter schäleichene Scheiter, 14,3 70 5 Knüppel, 10626 schäleichene Wellen und 10,5 Raummeter Hauspäne. Zusammenkunft an der dicken Eiche. Ober⸗ Rosbach, 5. Juli 1883.. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach. 2478 Strack.
Verstei — Pferch⸗Versteigerung.
Montag den 16. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 10—15 Schafpferche öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden.
Friedberg den 12. Juli 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. .
3—
Steinhäußer, Beigeordneter.
Arbeits-Vergebung. Donnerstag den 17. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Nieder-⸗Wöllstadt nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben
2520
werden: M. Pf. Chaussirarbeit, veranschlagt zu 66— Drainirarbeit 30— Brechen von Chaussirsteinen 90— Anfahren dieser Steine 135— Zerschlagen von 15 ebm Chaussirsteinen 52 50 Friedberg den 12. Juli 1883.
Zörb, 2523 Bezirksbauaufseher.
Faselochs-Versteigerung. 2525 Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger Faselochs in der Wirth⸗ schaft der Stephan Brotzler Wittwe öffentlich ver— steigert werden.
Ober-Wöllstadt den 12. Juli 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Wöllstadt. Feuerbach.
Strümpfe und Socken
274 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich.
Frankfurt, 11. Juli. Wochenmarkt. Preise der Gemüse: Blumenkohl per Stück 12—50 Pf., das erste Weißkraut 30 Pf., Erbsen per Pfd. 20—25 Pf., aus⸗ gekernte per Liter 60—80 Pf., Bohnen per Pfd. grüne oder gelbe 20 Pf., kleine Salatbohnen 40 Pf., breite Schneidbohnen 25 Pf., Kohlrabi per Stück 2—5 Pf., Zuckerschoten per Mahlzeit 40— 50 Pf., Carotten per Pack 7—8 Pf., Wirsing per Stück 10—20 Pf., Radieschen per Pack 3 Pf., Häuptersalat per Stück 3— 5 Pf., Endivien 10—15 Pf., Romain 15—20 Pf., Gurken per Stück 8—20 Pf., Rettig 5— 12 Pf., neue Zwiebeln per Gescheid 35 Pf., per Pack 5 Pf.— Neue Kartoffeln: hiesige rothe per Gescheid 20—22 Pf., per Pfd. 8—9 Pf., ital. 10—12 Pf.— Obst: Aprikosen per Stück 5—8 Pf., Himbeeren per Liter 50 Pf., Walderdbeeren 40—50 Pf., Heidelbeeren 12 Pf., große Erdbeeren per Pfd. M. 1, Klosterbeeren 15— 20 Pf., Johannistrauben 16 Pf., Kirschen 10—20 Pf.— Butter en gros per Ctr. M. 85 bis M. 90, en detail per Pfd. M. 1.10— 1.20.— Eler per Hundert M. 4.50, 25 Stück M. 1.20, per Stück 5 Pf., ausgesuchte größere Sorte per Hundert M. 5.50. — Fleischsorten per Pfund: Ochsenfleisch 65— 70 Pf., Rind- und Kuhfleisch 50—55 Pf., Kalbfleisch 40, 45 und 50 Pf., Hammelfleisch 70 Pf., Schweinefleisch 75 Pf. — Wildpret und Geflügel: Sommergans M. 4—7, Hahn M. 1.30—2, Huhn M. 1.50 2.50, Ente M. 2.50 bis M. 3.50, Poularde M. 2—3, Taube 50-60 Pf., Rehkeule M. 6, Ziemer M. 1014.— Heu⸗ und Strohmarkt. Die Zufuhr war heute überreich, doch wurde ziemlich geräumt, da das Feuer⸗ und Fuhramt starke Einkäufe machte; es hielten am Platze 114 Wagen und wurde bezahlt per Centner für Heu M. 2.80— 3.60, für Stroh M. 1.80— 2.10.
Frankfurt, 12. Juli. Der heutige Viehmarkt war betrieben mit 94 Stück Ochsen und über 20 Stück Kühen und Rindern. Das Geschäft war nicht sehr belebt; die Preise stellten sich um M. 1—2 per Ctr. niedriger als am Montag; junges fettes Vieh hielt jedoch seinen höheren Preis. Der Markt wurde bis auf wenige Ochsen geräumt.
Volksbad.
Wasserwärme der Usa am 13. Juli Mittags: 160 Reaumur. Walter.
Arbeits-Vergebung.
Mittwoch den 18. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Reichelsheim die zur Herstellung von Oekonomiegebäuden zu der Lehrerwohnung
nöthigen Arbeiten und Neferungen öffentlich vergeben werden: M. Maurerarbeit 40— Steinhauerarbeit 98— Zimmerarbeit 36— Schreinerarbeit 34— Schlosserarbeit 29— Glaserarbeit 2930 Weiß binderarbeit 422 Pflasterarbeit 7— Lieferung von Mauersteinen 20 5„ Backsteinen 40 5„ Sand 30— 5„ Weißkalk 18— Friedberg den 13. Juli 1883. Zörb II., 2537 Bezirks bauaufseher.
Arbeits-Versteigerung. 2535 Dienstag den 17. d. M., Nachmittags um 2 Uhr⸗ sollen auf dem Nathhause zu Nieder-Weisel nach stehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden:
M. Pf. Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 80— Lieferung von hydraulischem Kalk 24— 1„ Mauersteinen 38 40 5„ Schlackensand 30 Graben- und Erdarbeit 66— Wagnerarbeit 84— Schmiedearbeit 60— Lieferung von Unterhaltungssteinen der Fahr— bahnen innerhalb des Orts 2899 Steinzerschlagen 256— Steinmessen und Unterhaltungsarbeiten 204— Zimmerarbeit 30— Weißbinderarbeit 14— Pflasterarbeit 90— Lieferung von Pflastersteinen 60— 6„Pflastersand 45— Butzbach den 13. Juli 1883. Metzger,
Bezirks⸗Bauaufseher.
Cüchtige Erdarbeiter
für Accordarbeit werden beim Bau der Gießener Wasser⸗
leitung im Stadtwalde, Schneise Nr. 8(Chaussee nach Lich, bei Stein 19) angenommen. 2498
Hberhessischer Anzeiger a


