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Samstag den 10. Februar.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Arcis Friedberg.
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Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf
„berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
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2 a i i 5 delt 1 8 5 Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil. Bek ann tem ach unn g.
In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsges über die Naturallei ür di
ü In it den In n vom ber 1875 zur A Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat N 1883 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 13.—, Heu M. 6.—, Stroh M. 5.—. e
Friedberg den 7. Februar 1883.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. D W d Ee
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Schullehrer Rabenau zu Rülfenrod wurde das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ verliehen.
Berlin, 7. Febr. Reichstag.
Hilfscomité in New-Vork.
wird abgelehnt.
Der Prä⸗ sident theilt mit, daß aus Amerika weitere Spen— den für die Ueberschwemmten eingegangen und avisirt seien, darunter 50,000 M. vom deutschen Hierauf wird die Etatsberathung fortgesetzt. Der Autrag Grillen berger, die Position für die Beschwerdecommission für Ausführung des Socialistengesetzes zu streichen, Beim Etat der Reichsjustiz— verwaltung und des Reichsgerichts wird die erste Baurate für das Reichsgericht mit 500,000 M. genehmigt. Beim Etat der Zölle und Verbrauchs- steuern geht Abg. Barth in einer ausführlichen
Polemik auf die Rede v. Minnigerode's bei der
ersten Berathung des Etats zu diesem Titel ein. Er führt aus, daß der günstige Einfluß, den
nach v. Minnigerode's Behauptung die neue Schutzzollpolitik auf den Handel und Wandel äußerte, gar nicht vorhanden ist und sucht dies speziell aus den Verhältnissen der deutschen Sei⸗ denindustrie nachzuweisen. o. Minnigerode recht— fertigt die früher entwickelten Theorien über den Nutzen der Schutzzollpolitik und polemisirt gegen die vom Abg. Barth versuchte Widerlegung der—
selben.— 8. Febr. rathung des Etats der Zölle und Verbrauchs steuern wird derselbe genehmigt. Beim
Bei der fortgesetzten Be—
Etat
der Tabaksteuer begründet Sander seinen An—
trag, die fange zur Einführung zu bringen.
der Tabaksteuer wird genehmigt. Ueber
Ausfuhrvergütungssätze im vollen Um— Der Etat
den
Antrag Sander erfolgt die Abstimmung bei der
dritten Lesung.
Auf die Diseussion über die
Rübenzuckerstener wird auf Antrag Bennigseu's
wegen der bevorstehenden neuen Vorlage verzichtet.
Einbringung einer Die Salzsteuer wird
nach kurzer Debatte genehmigt. ÜUhden wünscht eine Erhöhung der Extrabonification für Brannt⸗
wein, worauf der Etat der Branntweinsteuer ge— nehmigt wird. Beim Etat des Reichsschatzamtes begründet Reichensperger seinen Antrag, vor Er⸗ richtung eines Kaiserpalastes in Straßburg eine engere Commission zu berufen. Bundescommissär vertheidigt die Bauprojecte; es sei eine neue Commission
Herrmann
durchaus nicht angezeigt,
einzusetzen. e, e
an eine Commisston.
— Das Armee- Verordnungsblatt publicirt über die diesjährigen Manöver und Uebungen des Beurlaubtenstandes. und 11. Ar⸗ sowie die 2. h 5. und 6. b a ebereinkün N und Divisions— Auslande(Schleswig) ansässigen Dänen zukomme.
eine kaiserliche Ordre
Kaisermanöver finden bei dem 4. meecorps statt. Die Gardecavalexie, Cavalerie- Regimenter des 1., Armeecorps halten Brigade—
Das Abgeordnetenhaus setzte die Berathung der Landgüterordnung der Pro⸗ vinz Brandenburg fort und verwieß die Vorlage
Uebungen unter zeitweiser Zuziehung der veiten— den Artillerie ab. Bei Graudenz findet eine fünfwöchige Belagerungsübung statt, woran die Mineur⸗Compagnieen des sächsischen und würt— tembergischen Pionier-Bataillons theilnehmen. Zu den Uebungen des Beurlaubtenstandes wer— den 85,000 Infanteristen, 2600 Jäger, 11,600 Artilleristen, 2500 Pioniere, 5914 Trainsoldaten und 400 Mann vom Eisenbahnregiment einbe— rufen. Das Lehrinfanterie-Bataillon tritt am 13. April in Potsdam zusammen.
— Die Nordd. Allg. Ztg. sagt anläßlich des von den französischen Blättern mit großer Lei— denschaftlichkeit behandelten Falles Thibaudin, es sei schwer zu verstehen, daß deutsche Blätter Betrachtungen darüber anstellten, welche Eigen— schaften ein französischer Kriegsminister haben soll. Die Blätter sollten sich sagen, daß sie damit sich in Sachen mischten, die sie Nichts angehen.
München. Minister von Crailsheim wird sich am Samstag in Angelegenheit der Post— werthzeichen nach Berlin begeben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Der Ab— geordnete Dr. Kaminski hatte vor geraumer Zeit mit dem Bauunternehmer Baron Schwarz einen Vertrag abgeschlossen, durch welchen sich Letzerer verpflichtete, im Falle einer erfolgreichen Ver— mittelung behufs Zuwendung des Baues der Galizischen Transversalbahn, dem genannten Ab⸗ geordneten eine Provision in der Höhe von drei Procent der Baukostensumme zu bezahlen. Die Vermittelung des Kaminski hat sich nun in der That als erfolgreich erwiesen, worauf der Bau⸗ unternehmer den Vermittler mit einem Betrage von 25,000 fl. abfinden wollte. Kaminski refu⸗ sirte jedoch dieses Anerbieten und ließ durch den Abgeordneten Dr. Wolski gegen Schwarz die Klage auf Ausbezahlung der vollen Provision in der Höhe von 625,000 fl. überreichen. Der Polenclub, zu deren Mitgliedern die beiden ge— nannten Abgeordneten zählen, wurde von dieser Angelegenheit in Keuntniß gesetzt und hat diese zum Gegenstande einer Untersuchung gemacht und heute den Dr. Kaminski sowohl, als den Vertreter desselben, Dr. Wolski, gezwungen, ihre Mandate niederzulegen. Die Rechte will eine Untersuchungscommission einsetzen, die wahrschein⸗ lich auch auf frühere Bauvergebungen zurück— greifen wird. Die Linke glaubt, daß hochge— stellte Beamte in die Affaire verwickelt seien, wird sich aber wohl in ihren Erwartungen ge— täuscht sehen. Die Regierung selbst dringt auf strenge Untersuchung.
Schweiz. Bern. Lardy ist zum schwei— zerischen Gesandten in Paris ernannt worden.
Dänemark. Kopenhagen, 8. Febr. Die Linke des Folkethings beantragte die Wahl einer Commission zur Aufklärung der Stellung, welche
nach den bestehenden Uebereinkünften den im
Das Haus beschloß die Angelegenheit nur einer Lesung zu unterziehen.
Frankreich. Paris. Auch Decrais, der französische Botschafter in Rom, soll seine De⸗ mission eingereicht haben.
— 8. Februar. Senat, Allbu verlas den Commissionsbericht, welcher die Prinzeuvorlage für eine wellkürliche und auf einen gefährlichen Weg führende Maßregel erklärt; sie laufe den Ansichten zuwider, die zur Gründung der Re— publik gefuhrt hätten. Der Bericht schließt mit der einfachen Ablehnung der Vorlage. Der Seuat beschloß die Dringlichkeit der Vorlage und setzte die Berathung derselben auf Samstag fest.
— 8. Febr. Grevy hält pexsönlich die Lage für sehr ernst. Brisson und Leon Say wurden zu einer außerordentlichen Conferenz in das Elysce geladen.
Großbritannien. London, 8. Februar. Die Donauconferenz traf heute zusammen. Lord Granville führte den Vorsitz, Fitzmaurice versah das Schriftführeramt. Musurus Pascha war nicht anwesend. Die Vertreter sämmtlicher anderen Mächte nahmen an der Sitzung, die nur von kurzer Dauer war, theil. Die nächste Sitzung wurde bis zum Samstag vertagt, da man hofft, Musurus werde bis dahin Instruc— tionen erhalten haben.
Dublin, 8. Febr. Der Viceköuig von Ir⸗ land ist hierher zurückgekehrt.— Davidt, Healy und Quinn wurden heute wegen Nichtstellung der ihnen auferlegten Caution verhaftet und in das Kilmainham-Gefängniß abgeführt.— Die Jury sprach den wegen des Mordversuchs gegen den Polizeibeamten Cox angeklagten Bowling schuldig und verurtheilte ihn zu lebenslänglicher Zwangsarbeit.
Egypten. Kairo. Aus dem Sudan ist die Hiobspost eingetroffen, daß El Obeid, Haupt⸗ stadt der Provinz Kordofan, sich an Mahdi übergeben hat, da die Garnison völlig ausge— hungert war.
Mexico, 6. Febr. Der britische Consul Carden aus Havana ist hier eingetroffen, angeb— lich mit der Mission, auf Förderung des Han⸗ dels zwischen England und Mexico hinzuwirken, die Fragen bezüglich der amerikanischen Staats⸗ schuld zu regeln und diplomatische Beziehungen zu Mexico wieder anzuknüpfen.
Aus Stadt und Land.
B. Nieder⸗Weisel. Am verflossenen Dienstag fand im Saale des Gasthauses zum Löwen dahter eine musikalisch⸗theatralische Abendunterhaltung zum Besten der Wasserbeschädigten, veranstaltet von mehreren Dilet— kanten dahier, statt. Außerordentlich zahlreich war der Besuch und man konnte kaum noch einen Platz finden. Die Leistungen der verschiedenen Personen waren vor⸗ zügliche und bekundeten, daß auch in einem Dorfe Sinn und Geist für etwas Gutes und Schönes bestehen kann. Ein kurzer Prolog eröffnete die Unterhaltung, sodann folgten Musik⸗Vorträge, Einzelgesänge und die Aufführung zweier Theaterstücke. Zum Schlusse fand eine Verloosung von über 100 geschenkten Gaben statt. Abgesehen von dem
äußerst angenehmen Abend, welchen uns die jungen
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