zusammen 3910 M. meinen die Versorgung der und Brauchwasser in Aussicht genommen. Mit Rücksicht auf Feuersgefahr wurden jedoch für das Schullehrerseminar 2 Hydranten in den Höfen und 6 Feuerhahnen nebst Schlauch in den Schlafbau und fur das Amtsgerichtsgebäude 3 Feuerhahnen in die verschiedenen Stockwerke des Hauses vorgesehen. Auch die Wasserver— sorgung des Gr. Schlosses mit dazu gehörigen Gebäuden zu Friedberg bedarf dringend einer Verbesserung; insbesondere auch in Rücksicht auf Feuersgefahr. Es ist deshalb die Absicht, auch die Hofgebäude an das städtische Wasserwerk anzuschließen. Nach den anliegenden Plänen sollen in den Hofräumen 3 Hydranten angelegt werden. Im Herrenbau sind 6 Feuerhahnen mit Schläuchen, je 2 in jedem Stockwerk, vor— gesehen worden. Die Gebrauchswasser-Leitung ist für sämmtliche Gebäude vorgesehen und noth— wendig. Die Kosten sind, nach dem gleichfalls angeschlossenen Voranschlag, zu 3670 M. berechnet, um deren Bewilligung die Stände ersucht werden.
— Den Ständen ist eine Regierungsvorlage zugegangen, welche behufs Ausführung der Con⸗ vention mit Preußen wegen der Rheinregulirung zwischen Mainz und Bingen 148,000 M. verlangt.
Berlin, 5. Jan. Prinz Friedrich Karl von Preußen ist in Kairo eingetroffen.
— Der Gesetzentwurf betreffend die dauernde Beseitigung der durch Ueberschwemmung verur⸗ sachten Schäden wird dem Landtage alsbald nach dem Zusammentritt zugehen.
— Der Köln. Ztg. wird von hier geschrie— ben: In militärischen Kreisen hält man es für nicht unwahrscheinlich, daß eine demnächstige Vermehrung unserer Feldartillerie in's Auge gefaßt sei. Frankreich— so führt der Corre⸗ spondent aus— bleibe Deutschland um 564, Rußland demselben um 440 Feldgeschütze über— legen, wobei noch die 15 der französischen Cavalerie beigegebenen Batterieen eben so wenig mitge— rechnet seien, wie die russischen 36 Reservebat⸗ terieen. In Bezug auf Leistungsfähigkeit und Construction der Geschütze vergebe die Artillerie der genannten Länder der deutschen nichts, weß— halb sich das Mißverhältniß durch technische Ver— besserung allein nicht ausgleichen lasse, Deutsch— land besitzt gegenwärtig 340 Feldbatterieen mit je 6 Geschützen auf dem Kriegsfuß, also insge— sammt 2040 Geschütze.
— 7. Jan. Der deutsch⸗serbische Handels— Vertrag, sowie der Consular-Vertrag wurden gestern unterzeichnet.
— Eine Nachricht der Stargarder Zeitung über Marschbereitschaft und militärische Beweg— ungen an der russischen Grenze entbehrt jeder Begründung
Karlsruhe, 5. Jan. Sämmtliche Hof— bälle sind, wie man vernimmt, im Hinblick auf die Hochwasser-Katastrophe abbestellt.— Der Erbgroßherzog ist nach Potsdam abgereist. An diese Reise werden hier allerlei Vermuthungen geknüpft, und will man bestimmt wissen, daß der Thronfolger nicht mehr nach Preußen in Garnison gehen werde.
Es ist hierbei im Allge—⸗ Gebäude mit Trink—
Ausland. Schweiz. Bern. Der Bundesrath er— nannte den Bundesrath Bavier zum Gesandten beim Könige von Italien. Oesterreich-Ungarn. Wien. Gerücht— weise verlautet, Graf Andrassy solle Botschafter Oesterreich-Ungarns in Paris werden. Vor— länfig ging Goluchowski als Botschaftsträger nach Paris. Holland. Haag. Die Regierung brachte den Gesetzentwurf, betreffend die Revision der Wahlbezirke ein. Frankreich. Paris, 5. Jan. General Chancy ist in der verflossenen Nacht plötzlich gestorben. — 6. Jan. Anläßlich der Beerdigung Gam— betta's ist die Stadt in allen Theilen mit Trauer— fahnen geschmückt.
noir, welches heute einen uberaus aggresstoen Artikel gegen Deutschland enthielt, wurde in den Kiosks confiscirt.
Großbritannien. London. Das Gerücht, England werde demnächst einen Gesandten beim Vatican ernennen, ist thatsächlich unbegründet. — Times erfährt, eine Note Grauville's an die Großmächte schlage vor, die freie Schifffahrt auf dem Suezeanal im Prinzipe anzuerkennen. Italien. Rom. Diritto hofft, daß die irredentistischen Ausschreitungen, welche geeignet seien, das Verhältniß zu Oesterreich zu com— promittiren, sich nicht wiederholen, sonst müßte die Regierung strengstens einschreiten. Türkei. Constantinopel, 7. Jan. Nach einer Depesche aus Tripolis hat der dortige italienische Consul eine türkische Schildwache mißhaudelt. Die Pforte erhob deshalb bei Corti Vorstellungen und verlangte Genugthung. Philippopel, 27. Dec. Die im ostrumeli⸗ schen Milizheere dienenden höheren russischen Officiere haben beschlossen, ihren Dienst zu quit— tiren und nach Rußland zurückzukehren. Serbien. Belgrad, 5. Jan. Die Skupsch— tina nahm die Vorlage über die Heeresorgani— sation mit geringen Aenderungen an. Egypten. Kairo, 5. Jan. Die Conscrip⸗ tion für die neu zu schaffende Armee wird energisch durchgeführt. Es wird von je hundert Einge— borenen ein Rekrut ausgehoben. Die Fellahs sind aber wenig erbaut davon.
Alexandrien, 6. Jan. Gestern Abend kam es zwischen türkischen und europäischen Polizei— beamten zu einem thätlichen Zusammenstoß, wobei es mehrere Tode und Verwundete gab. Anlaß gaben die türkischen Polizei-Beamten, welche betrunken waren. Afrika. Kapstadt, 5. Jan. nach dem Zululand abgereist. Amerfka. New⸗Pork. Das Finanzcomité des Senats berichtete günstig über die allge— meine Lage, und befürwortete insbesondere die Revision des Zolltarifs behufs einer Herabsetz— ung der Eisen⸗ und Stahlzölle. Das Finanz⸗ Comité ist in seinem Berichte durchweg noch liberaler verfahren als dasjenige des Repräsen⸗ tantenhauses. Beide Berichte empfehlen übrigens etwas höhere Zölle auf Baumwollartikel als die Tarifcommission selbst.
Washington, 4. Jan. Das Repräsentanten⸗ haus nahm ebenfalls die Vorlage, betr. die Re— form des Civildienstes, an.
Aus Stadt und Land.
Friedberg, 8. Jan. Die am 6. Januar ab⸗ Abendunterhaltung des Gesangvereins Con⸗ Besten der Wasserbeschädigten war außer⸗ ordentlich zahlreich besucht. Die Leistungen des Vereins waren vorzügliche. Ein Prolog eröffnete die Unter⸗ haltung, sodann folgten mustkalische Vorträge, Chöre und Einzelgesänge, unter der bewährten Leitung des Seminarlehrers Schmidt und zum Schlusse wurden zwei Theaterstückchen aufgeführt, die in gelungenster Weise darthaten, über welch schöne Kräfte der Verein verfügt. In dankenswerther Weise half auch ein Nauheimer Mime, dessen Namen auf den heimischen Brettern einen guten Klang hat. Das peecuniäre Ergebniß war ein sehr befriedigendes, da wie wir hören, ca. 150 M. nach Abzug der geringen Kosten übrig blieben.
Friedberg. Die letzten Nachrichten über den Wasser⸗ stand von Rhein, Main und den kleineren Flüssen lauten: Vilbel, 3. Jan. Der Wasserstand der Nidda ist, nach⸗ dem derselbe am 1. Januar merklich gefallen war, heute höher, als im Monat November. Offenbach, 4. Jan. Stand des Wassers war gestern Abend 11 Uhr 5 Meter und eben Mittags 1 Uhr 5,13 Meter Pegelstand, ein weiteres langsames Steigen wahrnehmbar. Groß⸗ Gerau, 4. Januar. Soeben 4 Uhr landete hier ein Schiff mit 110 halbverhungerten und aller Habe be⸗ raubten Astheimern. Leeheim, 4. Jan. Das Wasser stieg heute noch fortwährend. Da die Noth immer größer wird, so wurden heute 67 Kinder nach Wolfskehlen ge⸗ bracht. Groß-Rohrheim, 4. Jan. Seit 30. v. Mts., Abends 6 Uhr steht Groß-Rohrheim total unter Wasser, nahezu in der gleichen Höhe wie 1880 überfluthet. Bischofsheim, 3. Jan. Der Rheindamm bei Gins⸗ heim ist gebrochen, die ganze Gegend zwischen Ginsheim und Bischofsheim steht tief unter Wasser, aus dem nur die Bäume hervorragen. Mainz, 5. Jan. Der höchste Wasserstand im Monat November mit 5.93 Meter ist erreicht worden. Dank der getroffenen Vorsichtsmaß⸗ regeln ist die Stadt ohne Ueberschwemmung geblieben. — 11 Uhr 30 Min. Abends. Rheinhöhe 5,86. Es haben
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D. gehaltene cordia zum
— 6. Jan. Das Boulevard-Blatt Le Chat
sich Defeete an den Pumpstationen gezeigt. Bens h eim,
ere Jeg e— 0 nr SAU, Ane ure hervorragen. In Bürstadt, Bobstadt und Hofheim stürzen noch fortwährend massenhaft Häuser ein. Die zahlreichen Transporte von Männern, Frauen und Kindern, die mit geringer Habe aus den überflutheten Orten des Rieds zu uns herübergebracht werden, um hier und in den be— nachbarten Gemeinden Unterkunft zu finden, geben ein beredtes Zeugniß von dem namenlosen Unglück, welches über jene Gegend durch die Ueberschwemmung hereinge— brochen ist. Darmstadt, 5. Jan. Ein Ausschreiben des Ministeriums empfiehlt zur Unterbringung der durch die Ueberschwemmung Obdachslosgewordenen die Er⸗ richtung transitorischer Baracken. Dasselbe wird die Uebernahme der Kosten auf die Staatskasse bei den Ständen beantragen. Weinheim, 3. Jan. Die Wesch⸗ nitz hat unterhalb der Weinheimer Gemarkung beide Dämme durchbrochen und unsere Gegend steht größten⸗ theils unter Wasser. Ems, 5. Jan. Die Lahn fällt in Folge der Kälte rasch. Mainz, 6. Januar. 2 Uhr 10 Min. Nachm. Wasserstand 5,55, stündlich 0,02 fallend. — Depeschen, die soeben aus Kehl und Mannheim ein⸗ gelaufen sind, melden ein fortwährendes Fallen des Rheines, ein Gleiches wird von Aschaffenburg über den Main gemeldet. Groß-Gerau. Die Lage unseres ganzen Kreises ist eine traurige. Hilfe, rasche Hilfe thut uns noth, Alles bittet um Brod, um Gaben: Astheim, Wallerstädten, Leeheim, Trebur, Dornheim de. ꝛc. 35 Gemeinden sind nur 4 oder 5 ohne Wasser. Lauben⸗ heim, 5. Jan. Im Laufe des gestrigen Tages ist das Wasser wieder derart gestiegen, daß es 37 Centimeter höher stand, wie das letzte Mal; erst gestern Abend ging die Fluth um 2½ Centimeter zurück. Bodenheim, 4. Jan. Das Inundationsterrain des jetzigen Hoch⸗ wassers hat in unserem Orte eine ca. 50 Meter größere Strecke eingenommen als die Ueberschwemmung im Nov. v. Jahres. Lampertheim, 4. Januar. Die hierher verbrachten Ueberschwemmten, ea. 1000 Personen aus den Riedgemeinden Bobstadt, Bürstadt, Hofheim, be⸗ finden sich in äußerst bedürftiger Lage. Unterstützung ist sehr nöthig. Bensheim, 5. Jan. Von den durch die Ueberschwemmung obdachlos gewordenen Personen, welche in Orten des hiesigen Kreises untergebracht sind, befinden sich u. A. in Lorsch etwa 1000(mit 5 bis 600 Stück Vieh), in Schönberg 90, in Zell 31, in Zwingenberg 63 Personen. Mainz, 5. Jan. Die Hochwassereala⸗ mität scheint glücklicher Weise zu Ende zu gehen. In der verflossenen Nacht ist das Wasser stark gefallen und zeigte dasselbe heute Mittag um 12 Uhr eine Höhe von Meter 5,68, so daß es seit gestern um 25 Centimeter zurückgegangen ist. In Worms fiel der Rhein seit gestern um 50 Centimeter. Auch von allen anderen Orten wird ein Fallen des Wassers gemeldet.
W. Bad⸗Nauheim. Nach einer vom Friedberger Vorschußverein versandten, jedoch auf Vollständigkeit noch nicht Anspruch machenden Stattstik über die Pfennig⸗ Sparkassen in der Provinz Oberhessen, aufgestellt nach Krelsen am 1. Juni 1882, bestanden damals in den Kreisen Büdingen 36, Alsfeld 28, Lauterbach 12, Gießen 10, Schotten 7, Friedberg nur 5 Pfennigsparkassen und zwar im letzteren Kreise nur an den Orten Bad Nauheim, Butzbach, Friedberg, Reichelsheim und Rockenberg. Wenn man nun die vorliegenden Ergebnisse der Rest einlagen auf die Einwohnerzahl der betreffenden Orte repartirt, dann kommen auf den Kopf in Bad⸗Nauheim 1 M. 53 Pf., in Butzbach—, in Friedberg 3 M. 34 Pf., in Reichels⸗ heim 83 Pf., in Rockenberg 2 M. 97 Pf. Theilt man dagegen die Gesammtresteinlagen der Kreise nach der denselben angehörenden Gesammteinwohnerzahl der Orte, in welchen Pfennigsparkassen bestehen, so kommt auf den Kopf in den Kreisen Friedberg 2 M. 55 Pf., Als⸗ feld 1 M. 13 Pf, Lauterbach 1 M. 4 Pf., Büdingen 90 Pf., Schotten 87 Pf., Gießen 83 Pf. Wirft man nun, nachdem das Gesammtergebniß für die Provinz Oberhessen feststeht, einen Rückblick auf unseren Kreis Friedberg, so findet man, daß, obgleich in demselben im Verhältniß zu den übrigen Kreisen die wenigsten Pfennigsparkassen bestehen, doch die größten Einlagen auf den Kopf der Bevölkerung kommen. Man kann also mit dem Resultate im Kreise Friedberg recht zufrieden sein, wenn nur die Pfennigsparkassen selbst eine größere Verbreitung in demselben gefunden hätten. Einsender hofft, daß, wenn der von dem Curatorium in Friedberg gemachte Vorschlag, wegen Bildung von Kreisverbänden und eines damit im Zusammenhang stehenden Haupt— verbandes für die Provinz Oberhessen, zur Ausführung kommt, auch für die Weiterverbreitung der Pfennig⸗ sparkassen durch Wort und Schrift mehr geschehen wird wie seither. Was nun speziell die beiden Pfennigspar⸗ kassen zu Bad⸗Nauheim und Friedberg anbelangt, so kann man bei denselben einen entschiedenen Fortschritt be⸗ stätigen, indem im vorigen Jahre auf den Kopf der Be⸗ völkerung in Bad-Nauheim nur 2 M. 22 Pf. und in Friedberg 2 M. 40 Pf. entfielen. Zum Schlusse sei noch bemerkt, daß die Gesammtleinlagen in der Provinz Oberhessen, trotz der kurzen Zeit des Bestehens der Pfennigsparkassen 83,137 M. 86 Pf. betragen, wovon 4702 M. 47 Pf. Rückzahlungen abgehen, es bleibt daher ein Bestand von 78,435 M. 39 Pf. Wie viel, oder wie wenig würde von dieser ansehnlichen Summe als Eigen⸗ thum der jetzigen Besitzer wohl noch vorhanden sein, wenn die Pfennigsparkasse nicht das Borggeschäft besorgt hätte?
Münzenberg, 4. Jan. Gestern Abend zwischen 8 und 9 Uhr brach hierselbst Feuer aus. Obgleich baldigst Hülfe von hier und auswärts zur Stelle war, konnte doch nicht verhindert werden, daß zwei Scheunen nebst Vorräthen und 3 Stallungen ein Raub der Flammen wurden. Zwei Wohnhäuser wurden stark beschädigt. Der
3. Jan. Das ganze Rheinthal von Lorsch bis Worms
Brandschaden ist durch Versicherung gedeckt.
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