U 5 Ge m Schiefdern, Püßmachen, Nähen, Maschinennähen, Waͤschezuschneiden, Bügeln, Frisiren und Kochen. Es ist somit den jungen Mädchen vorzüg⸗ liche Gelegenheit geboten sich in allen Zweigen des Haus: haltungswesens, wie auch für einen gewerblichen Beruf beranzubilden. Der Unterricht wird von sehr guten Lehr⸗ kräften ertheilt. Mit der seit drei Jahren bestehenden Kochschule ist eine Speiseanstalt fuͤr Damen verbunden, die den ganzen Tag geöffnet ist und in welcher die wohl⸗ schmeckend zubereiteten Speisen und Getränke zu mäßigen Preisen verabreicht werden. Dieses Lokal(Töngesgasse 40 oder Holzgraben 11, Eingang auch Zeil vis-A- vis dem Russischen Hof) ist namentlich allein reisenden Damen, Passanten und solchen, die sich einer geschäftlichen Thätig⸗ keit halber in Frankfurt aufhalten, sehr zu empfehlen. Die Directrice der Anstalt, Fräulein Herbst, die im Vereinshause Töngesgasse 40 wohnt, und welcher auch die Ueberwachung der Penstonäxrinnen anvertraut ist, ist jederzeit gerne bereit schriftliche oder mündliche Auskunft zu ertheilen. 5 i
München, 24. März. Heute Morgen brach im Aquarium Feuer aus, welches einen Theil des inneren Gebäudes zerstörte. Viele Thiere, besonders Vögel und Affen, sind umgekommen.
Meran. Von hier wird gemeldet, daß in der Nacht des 23. März ein Schneesturm ausgebrochen ist. Der Schnee liegt meterhoch, die Temperatur ist unter Null ge— sunken. Man hat Befürchtungen für die Wein- und Obsternte.
Trebinje, 26. März. Gestern Abend 6 Uhr fand hier und in Bilek ein starkes, 5 Sekunden dauerndes Erdbeben von West nach Ost statt.
Newyork. Nach Berichten aus Hayti vom 12. d. M. verbeeren die Pocken die Insel. Im Portauprince sind bereits über 4400 Menschen der Epidemie erlegen.
Gerichtssaal.
Butzbach, 25. März. Das gestrige Schöffengericht erkannte 1) gegen Maria Schäfer von Rockenberg, wegen Diebstahls, auf 3 Wochen Gefängniß und Tragung der Kosten; 2) gegen Aug. Kraft von Butzbach, wegen Ueber⸗ tretung der Auswanderungsbestimmungen, 30 M. Strafe event. 10 Tage Haft und Tragung der Kosten; 3) gegen Balthasar Bopp von Ostheim, angeklagt wegen Be— leidigung, auf Freisprechung von Strafe und Kosten; 4) Die Sache, Joh. Marx gegen Joh. Klaum II., beide von Pohlgöns, betr. Beleidigung, wurde im Laufe der Verhandlung bis auf Weiteres ausgesetzt. 5) Die folgende Anklage erledigte sich dadurch, daß die Joh. Jung IV. Wittwe von Langenhain den gegen die zuerkannte Strafe wegen Nichtbedeckens eines Brunnens erhobenen Ein⸗ spruch zurücknahm und die festgesetzte Strafe zu bezahlen erklärte. 6) Bei dem letzten Punkt der gestrigen Tages- ordnung, betr. die Beleidigungsklage der Heinr. Fehr⸗ manns Ehefrau gegen Ant. Bergens, beide von Butz— bach, kam ein gütlicher Vergleich der streitenden Parteien zu Stande.
Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 24. März l. J. gegen Heinrich Scheuer 11. von Romrod wegen Sach Beschädigung und Versuchs der Brand⸗Stiftung. Scheuer ist angeklagt, 1) daß er am 20. Februar 1880 zu Romrod eine fremde Sache vorsätzlich und rechts— widrig beschädigt habe, indem er an dem Hause der Konrad Groh's Wittwe ein Fenster einwarf, 2) daß er
damals den Enkschluß, ein Verbrechen zu begehen, näm⸗ lich ein zur Wohnung von Menschen dienendes Gebäude vorsätzlich in Brand zu setzen, durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung jenes Verbrechens enk halten, bethätigt habe. Angeschuldigter wurde für schuldig erachtet und in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monat und 8 Tag verurtheilt.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 25. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10 1.15, Eter 1 St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf. Mainz, 24. März. Markt⸗Preise. Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—5., Heu per Ctr. M. 4.25— 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.40.60, Butter ½ Kilo M. 1.20— 1.30, Butter in Parth. M. 1.00— 1.05, Eier/ Hundert M. 1.10 bis M. 1.20, Handkäse 4—8 Pf., Rothkraut 20— 25 Pf., Weißkraut 8—10 Pf., Wirsing 3—4 Pf., Zwiebel ½ Kilo 9—12 Pf., 1 Ente M. 2.50 bis 2.70, 1 Hahn M. 1.50 bis 1.70, 1 Huhn M. 1.30— 1.50, 1 junge Taube 45—50 Pf.— Frucht markt. Waizen hiesiger M. 25.00— 25.60, fremder M. 24.50— 25.60, amerik. rother Winterwaizen M. 00.00 bis M. 00.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 19.75 bis M. 20.00, Gerste, pfälzer, M. 19.30— 19.60, Franken M. 19.30-19.60, Hafer eff. M. 15.50— 15.75, Reps M. 29.50 30.50, Repskuchen M. 000., Rüböh eff. ohne Faß M. 30.00 30.25, per Mai mit Faß M. 29.60— 29.75. Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 65. 2. Qual. M. 58.—62., Kühe 1. Qual. M. 56., 2. Qual. M. 44.—50., Kälber das Pfd. 50—55 Pf., Schweine das Pfd. 56 bis 62 Pf.
Paquet-Postdienst nach Großbritannien und Irland auf dem Weg über Kaldenkirchen-Vlissingen in Verbind⸗ ung mit der deutschen Reichspost. Von jetzt ab sind nur 2 Declarationen erforderlich zu Paqueten von Deutsch— land und anderen Ländern nach allen englischen, schotttschen und irländischen Orten. Zu einer Paquetsendung nach England, Schottland und Irland sind daher nur noch folgende Begleitpapiere anzufertigen: 1) die gewöhnliche in Deutschland ꝛc. übliche Postpaquetadresse, 2) zwei Declarationen(Inhaltserklärungen). Die Paquete werden mit diesen Begleitpapieren von einer jeden Postanstalt im Deutschen Reich ꝛc. angenommen. Eine besondere Erleichterung besteht auf der Vlissinger Route darin, daß die Inhaltserklärungen nicht wie früher in ver—
schiedenen Sprachen, sondern nur in der deutschen Sprache
abzufassen sind.
Verloosung. 4p Ct. vorm. Nassauisches Staats⸗Anlehen
vom Jahr 1858. Ziehung vom 4. März 1882. Rückzahlbar am 30. Juni 1882. Lit. F. Nr. 13 15 222 271 319 417 451 476 535 859 999 1890 959
à fl. 100. Lit. G. Nr. 87 92 120 230 357 437 708 1191 208 429 531 663 921 999 a fl. 200. Lit. H. Nr. 81 156 257 356 434 462 975 à fl. 300. Lit. J. Nr. 74 90 154 374 611 1249 508 511 646 674 830 908 981 2046 192 313 481 492 978 3068 133 262 291 296 559 730 951 4171 à fl. 500. Lit K. Nr. 233 267 558 683 736 876 à fl. 1000. Rückzahlbar am 31. Dez. 1882. Lit. F. Nr. 40 218 326 449 801 828 1052 60 102 333 601 832 à fl. 100. Lit. G. Nr. 63 147 311 430 567 569 878 1241 246 260 670 869 968 à fl. 200 Lit. H. Nr. 17 40 88 262 420 782 à fl. 300.
50 Pf. kostet, für II. Platz das Dutzend 7 M. 20 Pf.,
k. J. Nr. 95 248 776 345 881 978 1173 189 82 2042 108 227 368 425 460 549 742 3017 256 300 424 481 569 695 724 905 4124 169 à fl. 500. Lit. Nr. 253 300 354 436 530 772 809 à fl. 1000.
Literarisches. Daheim. Nr. 25 enthält: Der Anhänger.(Forts.)
— Beim Frühschoppen. Mit Illustr.— Unmaßgebliche Gedanken über„Du“ und„Sie.“— Eine Arbeiterkolo— nie für Vagabunden. Von H. Stölting.— Die ersten Ohrringe.— Wasil Wereschagin. Mit Illustr.— Am Familientische: Eine Geschichte Babyloniens und Assyriens. — Flensburgs Reederet und Werftbetrieb.— Gesund⸗ heitsrath. Mit zwei illustr. Beilagen.
Thes ter.
(Eingesandt.) 4
Wie man uns mittheilt, ist das Theaterensemble, um unser Interesse noch besonders zu fesseln, mit einer re spektablen Anzahl interessanter Novitäten ausgerüstet, Die Aufführungsrechte von Novitäten sind bekanntlich sehr kostspielig, und können wir also in dieser Beziehung ebenfalls unsere volle Zufriedenheit kund geben und uns auf den Besuch des Theaters recht freuen. Sogar„Der Herrgottschnitzer von Oberammergau“, ein jetzt in der ganzen Welt gegebenes Volksstück, sowie die Zugstücke „Haus Lonei“, Veilchenfresser, Ultimo, Wohlthätige Frauen ꝛc. stehen auf dem Repertoir. Besonders„Der Herrgottschnitzer“ war es, welcher in Hanau zu öfteren Malen mit Herrn Manz in der Titelrolle und Herrn Herrmann als„Gaisbua“ unter stürmischem Beifall gegeben wurde. Die Abonnementsbedingungen sind die denkbar ecoulantesten und empfiehlt sich ein solches für Familien. Der Abonnementspreis für 1 Dutzend Sperr⸗ sitze beträgt 12 M., während das einzelne Billet 1 M.
das einzelne Billet 70 Pf. Für Villets zum II. Platz hat also gegen voriges Jahr eine Ermäßigung stattge⸗ funden und kommt der Abonnent für 60 Pf schon in den Besitz eines II. Platz-Billets. Der Abonnes für Sperrsitz hat außerdem den Vorzug, daß ihm K bestimmter Platz reservirt bleibt und er nur sein Bill
an der Abendkasse umzutauschen hat. Also— fxi abonnirt.* N
Pfennig ⸗Sparkasse. 1 Summelstellen. Einlagen.“ Betrag. . M. Pf. Uebertrag vom 18. März 26880 14516 20 1. C. Bindernagel. 82 54 2. W. Bernbeck 1 80 185 104 830 3. Ph. Billau. 151 87 85 4. Th. Kranz 120 66 15 5. H. Flaschenträger. 110 68 35 27528 14897 15
NB. Uebertrag Einleger 1053. N
Neue Einleger 10. ö Gesammt⸗Einleger 1068. ö
Friedberg den 25. März 1882. ö Haupt⸗Sammelstelle: N
Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. b
Concurs-Verfahren.
Ueber das Vermögen des verstorbenen Bäckers und Gemeinde-Einnehmers Anton Wilhelm Hofmann von Wisselsheim und dessen noch lebenden Ehefrau Katharina, geb. Niklas von da, wird auf Antrag der Letzteren heute am 24. März 1882, Vormittags 8¼ Uhr, das Concurs— verfahren eröffnet.
Der Theodor Waas zu Bad-Nauheim wird zum Concursverwalter ernannt.
Coneursforderungen sind bis zum 15. April 1882 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 20 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf
Montag den 24. April 1882, Vormittags 9 Uhr, Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Concursmasse ge— hörige Sache im Besitz haben, oder zur Concursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, Nichts an die Gemeinschuldnerin zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zu dem 15. April 1882 Anzeige zu machen.
Das Großherzogliche Amtsgericht Bad-Nauheim. Zur Beglaubigung: Schütz, Gerichtsschreiber.
Holz-Versteigerung.
Montag den 3. April l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Münsterer Gemeindewald, Distrikt Happels⸗ eck, nachstehendes Holz versteigert werden:
20 Raummeter Prügel, 91 Raummeter Stöcke, 400 bis 500 Buchen Wellen, 30 Birken-Nutzreisig.
Die Zusammenkunft ist in Münster.
Münster den 25. März 1882.
Vergebung von Handarbeiten.
Die Handarbeiten für die Kretsstraßen des Kreises Friedberg sollen vergeben werden. Lusttragende wollen sich unter Vorlage entsprechender Zeugnisse und unter Angabe ihrer Ansprüche bis zum Freitag den 31. März melden und zwar:
a. Bei Herrn Bezirksbauaufseher Wenck zu Assenheim für die Straßen: Burg⸗Gräfenrode-Ilbenstadt-Bruchenbrücken, Fauerbach b. Fr.⸗Assenheim-Wickstadt, Assenheim⸗Bönstad-Erbstadt, Dorn-Assenheim-Weckesheim und Reichelsheim—
Heuchelheim, Nieder⸗Wöllstadt Rodheim-Holzhausen;
b. bei Herrn Bezirksbauaufseher Brod zu Vilbel für die Straßen:
Vilbel⸗Massenheim, Vilbel-Gronau, Dortelweil⸗Staatsstraße, Harheim-Bonames, Harheim-Nieder-Erlenbach,
Nieder⸗Eschbach, Ober⸗Erlenbach-Ober-Eschbach, Nieder⸗Erlenbach-Nieder-Eschbach-Staatsstraße, Ober⸗Erlenbach-Holzhausen-Friedrichsdorf, Nodheim-Wehrheim, Ober⸗Erlenbach-Petterweil⸗Staatsstraße, Burg⸗Gräfenrode-Groß und Klein Karben, Kloppenheim⸗Klein Karben Rendel-Büdes heim, Büdesheim-Heldenbergen-Windecken.
Die Bedingungen liegen zur Einsicht offen.
Friedberg den 24. März 1882.
Der Kreisbauinspektor 1183 Limpert.
Heu⸗ und Grummetversteigerung.
Freitag den 31. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Großherzoglichen Schloßhofe eine Parthie Heu und Grummet öffentlich meistbietend versteigert werden.
Friedberg am 27. März 1882.
Großherzogliche Schloßverwaltung Friedberg. Dönges.
1198
Großherzogliche Bürgermeisterei Munster.
1189 Rein eck.
zu den billigsten Prelsen bei K. Friedrich.
Hosenträger
—
Material-Lieferung.
Dienstag den 4. April d. J. soll die Anlieferung unseres Bedarfs an Marquisenleinen, leinenen Trocken⸗ und Handtüchern, an Möbelstoffen, Läufern und Matten, diversen Porzellansachen, an Garten- und sonstigen ö Möbeln ꝛc. auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Offerten sind am genannten Tag längstens bis Vor⸗ mittags 10 Uhr versiegelt, frankirt und mit der Auf⸗ schrift„Material-Lieferung“ versehen auf unserem Büerau zu übergeben. Die Eröffnung derselben findet in Gegen⸗ wart der erschienenen Submiktenten statt. Die Beding⸗ ungen können vom 29. d. Mts. an eingesehen werden.
Bad⸗Nauheim am 23. März 1882.
Großherzogliche Vadedirection Had-Nauheim. 1184 Jäger.(215/8.)
Holz-Versteigerung. Donnerstag den 30. März, von Morgens 8 Uhr an, sollen in dem Erbstädter Gemeindewald 300 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheitholz,
85 0 Erdstöcke, 60„ Eichen-Werkholz 1. Classe, 2 Meter lang, zu Küfer- und Glaserholzg geeignet, N 6 0 Fichten Stammholz, 2 Meter lang, 5000 Buchen- und Eichen⸗Wellen, 1
26 Eichen⸗Stämme von 10—20 Meter lang, 20 bis 35 Centimeter Durchmesser, 25 Lenkwieden und Deichseln, 15 Fichten-Stangen 1. und 2. Classe öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft vor dem Eingang des Waldes, Erbstadt am 24. März 1882. 0 Der Bürgermeister 1185 Seib.
—— Für Schuhmacher.
Eine Cylindermaschine, ganz neu, steht für M. 80. zum Verkauf bei Fr. Foucar
1190 in Friedrichsdorf.
Dit Gisengit b. d.
abt, ier geben 15 um 9. Einsicht eingelau
10 Uhr r.
1191
Freit werden
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