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Dienstag den 28. März.
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Obberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und
Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die elnspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder
zffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. ment beträgt bei den Kaiserlichen Reichs-Poststellen vierteljährlich 1 Marf 28 Pf., mit Bestellgeld 1 Mark 30 Pf. Bei der Verlags-Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 2. Quartal
Das Abonne—
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1 Mark.
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Nieder-Erlenbach. Samstag den 1. April laufenden Jahres findet auf dem Gemeindehause zu Nieder-Erlenbach die Wahl der sachverständigen Mitglieder
der Commission zur Leitung der rubricirten Zusammenlegung statt. Freitag den 31. laufenden Monats auf dem Gemeindehause Es haben zu wählen von ½9 bis 9 Uhr das geringst besteuerte Dritttheil der Grund— er mit einem Grundsteuerkapital von 3 fl. 25 kr. und weniger, von 9½ bis 9 Uhr das zweithöchstbesteuerte Dritttheil der Grundbesitzer
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liegt Mittwoch den 29., Donnerstag den 30. und offen. Die Wahl beginnt um ½9 Uhr Vormittags.
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g 07 fl. 25 kr. bis 22 fl. 49 kr.
Wahlberechtigt sind die
Das Verzeichniß der in
einem Steuerkapital von 22 fl. 45 kr. bis 3 fl. 26 kr., von 10 bis 10 Uhr das höchstbesteuerte
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— 5 den die Sachverständigen von unterzeichneter Stelle ernannt.
Friedberg den 24. Marz 1882.
3 Abtheilungen eingetheilten Wahlberechtigten zur Einsicht der Juteressenten
Dritttheil mit einem Steuerkapital von
Jede Abtheilung der Wahlberechtigten hat einen Sachverständigen und einen Stellvertreter für diesen zu in die offen gelegten Listen aufgenommenen Grundbesitzer. Kommt eine Wahl in dem Termin nicht zu Stande,
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Jarmstadt. Die landwirthschatliche Cen—
e, le bat sich mit 10 gegen 5 Stimmen gegen
das übakmonopol ausgesprochen.
— Militärdienstnachricht. Graf Friedrich zu Solms Laubach, Haupt. à la suite der Armee, wurde der Charakter als Major verliehen.
Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Aiser Wilhelm antwortete auf das Glückwunsch tegramm des Czaren:„Empfangen Sie ebenso we die Kaiserin Meinen herzlichsten Dank für d 4guten Wünsche, denen Sie an Meinem Geburtstage Ausdruck verliehen. Jedes Ihrer Vorte hat lebhaften Widerhall in Meinem denkbaren Herzen gefunden. Ich bitte den All— michtigen, Ihre Regierung zu segnen zum Heil Jrer Völker und zur Befestigung des euro— pälschen Friedens“.
— 24. März. Im Abgeordnetenhaus würde heute der Steuer-Erlaß berathen. Der Antrag der Budget-Commission auf dreimonat⸗ lichen Erlaß wird abgelehnt und die Aufnahme eines viermonatlichen Steuer-Exlasses, nach dem Vorschlage der Regierung, in den Etat„des bächsten Jahres einzustellen beschlossen. Das Etats⸗Gesetz wurde hierauf ebenfalls genehmigt. Tit. 1 und 2, die Einnahmen der allgemeinen zinanz⸗Verwaltung, wurden festgestellt. Der Etat ist hiermit in zweiter Lesung erledigt.
— 24. März. Die von der Regierung be— lufs der Berathung einer Reform des Actien— Gesetzes einberufene Commission hat heute die erste Sitzung abgehalten.
— 25. März. Der Reichskanzler ist heute nach Fried richsruh abgereist.
— 25. März. Der Volkswirthschaftsrath nahm die Vorlage über die Unfallversicherung ut den vom Ausschuß beantragten Resolutionen u der Schluß-Abstimmung mit allen gegen Stimmen an. Staatsminister v. Bötticher schloß hierauf die Session mit dem Ausdrucke des Dankes für den Fleiß und Eifer und die sreimüthigen Voten seitens der Mitglieder. Unter dreifachem Hoch auf den Kaiser ging die Versammlung auseinander. f 3
Paderborn, 26. März. Die officielle Mnennung Drobes zum Bischof ist heyte hier
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 25. Marz. Der Zollausschuß hörte die Sachverständigen über die Tarifirung von Wollwaaren und nahm nach länge— rer Debatte, worin der Handelsminister erklärte, wegen der Vereinbarung mit Ungarn bei dem Re— gierungsentwurfe beharren zu müssen, die Posi⸗ tionen 152—158 des Zolltarifs unverändert an. Frankreich. Paris, 25. März. Kammer genehmigte den französisch-belgischen Handelsvertrag. Großbritannien. London, 25. März. Unterhaus. Northcote unterstützt den Antrag Ritchic's auf Einsetzung eines Ausschusses zur Untersuchung des Einflusses der fremden Zoll— tarife auf den britischen Handel.
Rußland. Petersburg, 24. März. Der Festlichkeit beim deutschen Botschafter, zu Ehren von Kaiser Wilhelms Geburtstag, wohnten v. Giers mit Frau, die Chefs der Botschaften und Gesandtschaften nebst Frauen, zusammen 40 Personen, bei. Schweinitz brachte den ersten Toast auf Kaiser Alexander aus, welchen Giers mit einem Toast auf den Kaiser Wilhelm er— wiederte. Schweinitz trank sodann auf das Wohl der Souveräne und Staatsoberhaäͤupter, deren Vertreter die Festfeier beehrten. Nigra schloß mit einem Toast auf den Doyen des diplomatischen Corps, v. Schweinitz. Wie ver— lautet, brachte der Kaiser Alexander schon am Morgen des 22. März in sehr warmen Worten ein Hoch auf den Kaiser Wilhelm aus, als die Officiere der zur Besichtigung in Gatschina ein— gerückten Garderegimenter sich zum Frühstüͤck im Palais versammelten, welche das Hoch enthusiastisch aufnahmen.
— Von hier wird gemeldet, daß mehrere russische Generale, darunter Gurko, erklärt hatten, für den Fall, daß General Skobeleff wegen seiner Reden eine Strafe erfahre, ihre Demission geben zu wollen. So wird wenigstens berichtet, augenscheinlich fuͤr den Zweck, einen plausiblen Grund für deren Verhalten Skobeleff gegenüber namhaft zu machen.
— Die Zeitung„Novosti“ meldet: Unter dem Vorsitz Skobeleff's ist eine Commission behufs ad— ministrativer Organisation von Turkestan ereirt worden.
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An getroffen.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Unserem kurzen Bericht über die Feier von Kaisers Geburtstag ist noch nachzutragen, daß das Seitens des Veteranen- und Militär⸗Vereins arrangirte Concert durch die Bemühungen Einzelner, namentlich des Seminarlehrers Wahl, zu einem förmlichen Banquet wurde, bei welchem der Genannte als Ehrenpräsident des Vereins präsidirte und auch die mit einem Toast auf den Kaiser endigende Festrede hielt. Ebenso trugen zu dem Gelingen des schönen Abends wesentlich die Vorträge unseres„Liederkranzes“ bei.
» Bad⸗Nauheim. Nachsten Mittwoch den 29. März, Nachmittags 3 Uhr, hält der Bezirkslehrerverein Bad— Nauheim eine Versammlung bei Gastwirth Klinkerfuß ab. Die Tagesordnung lautet: 1) Revision der Statuten des Bezirksvereins. 2) Beschlußfassung über Bezug des Schulboten. 3) Referat über die Fortbildungsschule.
r. Bad⸗Nauheim. Die Vereine Concordia, Har⸗ monie, Hassia, Frohsinn und Turnverein feierten den Ge— burtstag des Kaisers in diesem Jahre gemeinschaftlich in dem Deutschen Hofe unter sehr zahlreicher Betheiligung ihrer Mitglieder. Unter Vorantritt der Turnertamboure und des Musikvereins zogen die Mitglieder der genannten Vereine in stattlichem Lampionzuge gegen 8 Uhr Abends nach dem reichgeschmückten und illuminirten Festloeale. Der Festpräsident, Major von Rotsmann, brachte den Toast auf den Kaiser aus, welcher mit großer Begeister— ung von den Anwesenden aufgenommen wurde. Zugleich wurde ein Glückwunsch-Telegramm an den Kaiser abge— sandt. Pfarrer Walz hielt in schwungvoller Weise die Festrede, welche mit einem Hoch auf das Vaterland endigte. Hierauf folgten Musikstüͤcke, Gesangs-Vorträge der Vereine und gemeinschaftliche Gesänge. Das boͤchst gewählte und reichhaltige Programm bot des Herrlichen und Schönen so viel, daß es schwer wird, Einzelnes her— vorzuheben. Die vorgetragenen Musikpieeen, sowie die Gesangsvorträge ernteten reichen Beifall von Seiten der Zuhörer und blieb man bis zur späten Stunde in animir⸗— tester Weise beisammen. Durch den schoͤnen Verlauf des Festes wurde wleder der praktische Beweis geliefert, wie außerordentlich glücklich die Idee war, großere patriotische Festlichkelten von den Vereinen gemeinsam abzuhalten.
Allerlei. B. Frankfurt. Mit gegenwärtigen Zeilen wollen wir die Aufmerksamkeit unserer Leserinnen auf ein sehr nutzbringendes Institut für die weibliche Jugend lenken. Es ist dies der seit dem Jahre 1876 bestehende Frauen- bildungsverein zu Frankfurt a. M., der sich eines regen Zuspruches des Publikums aus der Stadt sowohl, als auch der Umgegend erfreut. Aber auch in weiteren Kreisen verdient die ruͤhrige Thätigkeit des Vorstandes Anerkenn ung und Unterstützung, da seit zwei Jahren die Einricht⸗ ung getroffen ist, daß junge Madchen als Pensionärinnen aufgenommen werden, welche sich ebensowohl an den ein⸗ zelnen, wie an den gesammten Unterrichtsfachern bethei⸗ ligen können. Der Unterrichtsplan umfaßt für die Fort bildungsschule deutsche, franzoͤsische und englische Sprache, kaufmaͤnnisches Rechnen, Buchführung, Zeichnen, Schön— schreiben und Stenographie. In der Gewerbeschule wird
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