Betreffend: Die allgemeine Berufsstatistik vom 5.
Dienstag den 25. April.
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berhessischer 3
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von 1 3 0(soweit Letztere nicht Jahres⸗ Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht 155 ist, werden stets per
bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 15
bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
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Juni
Amtlich er Theil.
1882.
Friedberg den 21. April 1882.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des 175 und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.
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„Anweisungen für Anweisungen für
In Verfolg unseres Ausschreibens vom
die Zähler, w (F) sämmtlichen Anweisungen Neige ist, Letztere bestimmten Exemplaren der Anweisung
Um Mittheilung des jetzigen Aufenthaltsorts des D
Friedberg am 15. April 1882.
die Zähler und für die Gemeindebehörden“(Zähl l ede, elche Sie alsbald beten wollen. daß
6. dieses Monats, Kreisblatt Nr.
Wir bemerken hierbei, dagegen der von den beigelegt ist..
Ausschreiben.
„übersenden wir
sowie die für jede Gemeinde a Zahl von daß die von den Zählern zu führende Controlliste Zählungs-Commissionen zu führende Gemeindebogen(G) nur den für
Ihnen mit nächster Post je 2 Exemplare
Dr. v. Gemmingen, Kreis⸗-Assessor.
Dienstknechts Heinrich Zott von Kaiserslautern, seither auf Hof Hasselheck, wird ersucht.
Der Großherzogliche Amtsanwalt Lorenz.
er Reich.
Darmstadt. Der Oberamtsrichter Eigen⸗ brodt in Fürth wurde zum Oberamtsrichter in Reinheim ernannt.
Berlin, 21. April. Die Kirchencommission des Herrenhauses genehmigte unter Ablehnung aller Amendements mit 10 gegen 3 Stimmen Art. 2 in der Fassung des Abgeordnetenhauses und be— schloß mit 12 gegen 1 Stimme zu Art. 3 fol— gende Fassung: Von der vorgeschriebenen Staats— prüfung sind diejenigen Candidaten befreit, welche durch Zeugnisse nachweisen, daß sie die Ent— lassungsprüfung auf einem deutschen Gymnasium abgelegt, sowie ein dreijähriges theologisches Studium auf einer deutschen Universität: oder aber auf einem in Preußen bestehenden kirchl. Seminare, hinsichtlich dessen die gesetzlichen Voraussetzungen für den Ersatz des Umudersttätsfudiums auf diesem Seminare erfüllt sind, zurückgelegt und während dieses Studiums Vorlesungen über Philosophie, Geschichte und deutsche Literatur mit Fleiß gehört haben.— 22. April. Die Kirchencommission des Herrenhauses genehmigte den Rest der kirchen— politischen Vorlage unter Ablehnung aller Ab— änderungsanträge in der Fassung des Abge— ordnetenhauses. Mit den von der Commission zu Artikel 1 und 3 beschlossenen Abänderungen erklärte sich der Cultus minister unter dem Be— merken einverstanden, daß es immer noch besser sei, wenn Etwas zu Stande komme als gar Nichts. 21. April. Das Abgeordnetenhaus setzte die zweite Lesung der Secundärbahnvorlage fort.
— 22. April. Im Abgeordnetenhaus fand heute die zweite Lesung„der Landgüterordnung, für Westfalen statt.— Die Budget-Commission des Abgeordnetenhauses genehmigte den Nach- tragsetat unverändert.
München, 21. April. Der Reichsrath er— ledigte den Cultusetat zumeist nach den Be— schlüssen des Abgeordnetenhauses, stellte den von den Abgeordneten gestrichenen Dispositionsfonds einstimmig wieder her, lehnte den Antrag wegen des confessionellen Geschichts- Unterrichts, von Bischof Dinkel und Fürst Löwenstein befürwortet, von Dollinger, Ortenberg, Lootzbeck und dem Cultusminister bekämpft, mit allen gegen 10 Stimmen ab und ebenso den Antrag auf Um⸗ wandlung des Simultan-Schullehrerseminars in Bamberg in ein confessionell-katholisches Seminar.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 21. April. Der„Politik“ zufolge bestätigt es sich, daß Jo— vanovic für den wegen Kränklichkeit seine Ver— etzung erbittenden Dahlen das Generalcom—
mando in Serajewo und die Landesverwaltung Bosniens und der Herzegowina übernehme. 22. April. Die Reichsraths-Delegation genehmigte nach kurzer Debatte fast einstimmig zacifications-Credit unverändert nach der
den Regierungsvorlage.
Pest, 22. April. Die ungarische Delegation nahm in der Generaldebatte mit allen gegen 4 Stimmen den Ausschußbericht auf Bewillig— ung des Credits mit einem Abstrich von zwei Million an.
Schweiz. April. Der Natio— nalrath genehmigte nach fünftägiger Debatte den Handelsvertrag mit 104 gegen 20 Stimmen.
Frankreich. Paris, 21. April. Der Kriegsminister Billot wird morgen eine Reise in die östlichen Departements antreten, um die Befestigungslinie gegen Deutschland zu inspiciren.
— 21. April. Freyeinet conferirte mit Lesseps und dem Commandanten Roudaire, den Urhe— bern des afrikanischen Binnenmeer— Proj ects. Dem Vernehmen nach würde der Staat an den Kosten des Projects nicht theilnehmen, sondern die Pri— vatindustrie zur Betheiligung auffordern.
22. April. Heute fand ein Ministerrath statt. Präsident Grevy unterzeichnete ein Decret, welches den einzelnen Ministerien die verschie— denen Dienstzweige der tunesischen Verwaltung d zuweist. Indessen werden sich die Minister in allen Fällen mit dem Ministerresidenten Cambon durch Vermittelung des Ministers des Auswär— tigen in Verbindung setzen. Der Justizminister ist beauftragt, eine Gerichtsverfassung, sowie die Errichtung eines franzoösischen Gerichtsbofes für Tunis vorzubereiten, dessen Competenz jedoch nicht die Aufhebung der Capitulation involviren soll. Die Frage der Finanzorganisation ist vor— . worden. f
Großbritannien. London, 21. April. Unterhaus. Lennox beantragt: Angesichts der enormen Vermehrung der ausländischen Flotten, welche den britischen Handel gefährdet, sei eine Verstärkung der britischen Flotte erwünscht. Im Laufe der Debatte erklärt Trevelyan, ein Ver— gleich der britischen Flotte mit der französischen sei befriedigend. Frankreich besitze 11 active und 29 Reserve-Panzerschiffe, England 26 active und 23 Reserve-Panzerschiffez Extracredite für den] Schiffbau seien nicht erforderlich, wenn Frankreich nach Vollendung des jetzigen Programms keine weitere Flottenvermehrung vornimmt. Der An— trag wurde ohne Abstimmung verworfen.
— 22. April. Unweit Ballybunnion in der Grafschaft C Cork überraschte in der verwichenen Nacht die Polizei eine starke sogenannte Mond—
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scheinbande, welche im Begriff war, das Gehoͤft eines mißliebigen Pächters anzugreifen. Die Constabler feuerten und verwundeten 14 Ver— brecher, welche darauf verhaftet wurden, während die übrigen die Flucht ergriffen und entkamen. Trotz des heftigen Gegenfeuers erlitt die Polizei keine Verluste.
Dublin. In Irland folgt jetzt ein Agrar— mord dem anderen. So wurde am Mittwoch Abend die Leiche eines Gerichtsvollziehers des Lords Beconfield mit zerschmettertem Schädel ee Der Ermordete hatte vor einiger
Zeit mehreren Pächtern Lord Beconfields Ex⸗ missionsmandate behändigt.
Ottawa, 22. April. Das Unterhaus Ca— nadas beschloß gestern bott, die Königin in einer Adresse zu ersuchen, Irland dieselbe Autonomie zuzugestehen, welche Canada genieße, sowie alle politischen Gefangenen Irlands zu begnadigen. Der Präsident des Ministerraths Macdonald unterstützte die Resolution.
Italien. Rom, 21. April. Die„Pol. Corr.“ constatirt, daß zwischen Italien und Egypten betr. der Assab-Bal bestandene D Differenzen in einer Italien zufriedenstellenden Weise bei— gelegt seien, so aß die Frage als geordnet anzusehen ist. Die italienische Regierung hat daraufhin den Ingenieur Dioupsio nach Assab delegirt, um dort d die erforderlichen Studien für beabsichtigte Bauten und Straßenanlagen zu machen.
Spanien. Madrid, 23. April. Die De— putirtenkammer hat mit 237 gegen 59 Stimmen den Handelsvertrag mit Brenkreich genehmigt.
Türkei. Constantinopel. Die Pforte soll beabsichtigen, eine Commission, aus Osman Pascha, Server Pascha und Alikiani bestehend nach Egypten zu entsenden.
Rumänien. Bukarest, April. Den Zeitungen zufolge ist das Project Barrere's der Regierung noch nicht mitgetheilt und sind ihre Bemühungen, dasselbe kennen zu lernen, bisher erfolglos geblieben.
Rußland. Petersburg. Nach der Kroͤnung soll Massaloff zum russischen Vertreter beim Vatican ernannt werden.
Moskau. Von hier wird gemeldet, daß der
Besuch des Kreml vom nächsten Sonntag ab dem Publikum nicht mehr gestattet wird.
Egypften. Alexandria. Die„Times“ melden, daß wegen der in Kairo herrschenden Befürchtungen wegen eines Beduinenaufstandes gegen die jetzige Regierung eiligst Truppen nach Zaguzie und Damanhur abgesandt sind, um die Grenzen
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zu schutzen.


