Ausgabe 
25.3.1882
 
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Franz Hasenstab zu Heiligenstock(bei Seckbach genannt ein Anwender, unweit der Vilbeler Straße die Vorhaben hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht m zwar binnen einer vierzehntägigen Frist vom Tage des gedachten Frist liegen auch die Zeichnungen und Beschrei

Hanau am 6. März 1882.

) beabsichtigt auf seinem in Seckbacher Gemarkung gelegenen Grundstück, K In Gemäßheit der Vorschrift in den 69. 16

Anlage zweier Kalkbrennöfen.

it dem Bemerken, daß etwaige Einwendungen dabier schriftlich einzureichen oder zu Protokoll zu geben sind und

Erscheinens der die Bekanntmachung enthaltenden Nummer des Hanauer Anzeigers an gerechnet.

bungen der Anlage zu Jedermanns Einsicht offen.

Der Landrath: Schrötter.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 23. März. In der heutigen Sitzung der ersten Kammer trat dieselbe ein stimmig dem Beschlusse der zweiten Kammer be⸗ züglich der Prorogation des Finanzgesetzes bei. Der Präsident bringt sodann zur Kenntniß des Hauses, daß er beabsichtige, mit der Budgetbe rathung schon den Mittwoch nach Ostern zu beginnen.

Berlin, 22. März. Des Kaisers Geburts tag wurde heute Morgen durch Choräle, die von der Kuppel des Schloßthurmes ertönten, eingeleitet. Am Morgen war in allen Schulen Festfeier, in den Kirchen Festgottesdienst, der zahlreich besucht wurde. Von 10 Uhr an em pfing der Kaiser die Glückwünsche der Mitglieder des königlichen Hauses, der fürstlichen Gäste, Ober⸗Hofschargen, Botschafter, Generale, Mi nister, der Bundesrathsmitglieder, der Präsi denten vom Reichs- und Landtag. An der Spitze der Minister stand Furst Bismarck, an der Spitze der Generalität Prinz Friedrich Karl. Der Kaiser empfing alle Glückwünschenden stehend, von dem letzten Unfall ist keine Spur zurück geblieben. Die Stadt ist in allen Theilen festlich beflaggt. Unter den Linden wogt, trotz der ungünstigen Witterung, eine große Menschen⸗ menge, welche den Kaiser stürmisch begrüßte. Heute Mittag ward der Grundstein zur Votiv Kirche auf dem Wedding-Platz gelegt. Zugegen waren der Cultusminister, der Kriegsminister, der Oberbürgermeister mit einer städtischen De putation und anderen Notabilitäten. General Superintendent Büchsel sprach ein Gebet, der Domchor führte mehrere Gesänge aus, darauf verlas General Ollech die Urkunde der Grund steinlegung und führte den ersten Hammerschlag. März. Der Volkswirthschaftsrath erledigte den Rest der Gewerbe-Ordnung und nahm den Antrag an, nach dem ein Gewerbe schein nur für bestimmte Waaren und Bezirke auszustellen ist, der Inhaber eines Monatsge werbescheines sich aber an jedem Ort zu melden hat. Dann genehmigte er das ganze Gesetz mit der Resolution, das Hausir-Gewerbe auf das Gesetz von 1869 zu beschräuken. Die Vor lage über die Kranken-Versicherung wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen.

23. März. Das Abgeordnetenhaus be rieth heute den Eisenbahn-Etat.

Das päpstliche Breve, wodurch Propst Herzog zum Fürstbischof von Breslau ernannt wird, ist heute früh eingetroffen.

Karlsruhe. DieBad. Landes-Ztg.

meldet, der päpstliche Hausprälat Spolverini sei hier eingetroffen, um wegen der Besetzung

des Bisthums Freiburg zu verhandeln. 23. März.

Stimmen aus. München. 29. April verlängert.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 22. März Abgeordnetenhaus. Wahlreform fortsetzend, nahm das Haus der

Paragraphen betreffend die Erweiterung des

Wahlrechts an. 24. März. In der Abend

sitzung wurde die Wahlreform in dritter Lesung

mit 162 gegen 124 Stimmen angenommen.

DasFr. Journal erfährt, daß der Entschluß des Kaisers, den König Humbert von

Italien in Turin zu besuchen, erst gefaßt wurde nachdem von Rom die Zustimmung zu der Ein

verleibung Bosniens in Oesterreich gegeben war. Das Unterhaus nahm in namentlicher Abstimmung mit 191 gegen 113 Stimmen die Novelle zum Wehrgesetz au.

Pest, 23. März.

Der Central-Ausschuß der landwirtschaftlichen Vereine Badens sprach sich gegen das Tabaks-Monopol mit 10 von 14

Der Landtag wurde bis zum

Die Specialdebatte über die

Der Unterrichts-Ausschuß lehnte mit 7 gegen 5 Stimmen den vom Deutschen Schul-Verein bekanntlich so energisch angefochtenen Gesetzent wurf für die Mittelschulen ab. Großbritannien. London, 22. März. Im Unterhaus beantragt Blenner-Hasset ein Amendement, es solle keine Veränderung des Wahlrechts stattfinden, bis das Haus über die relativen Vortheile der verschiedenen Wahlsysteme informirt sei. Collins beantragt schließlich Ver tagung der Debatte. Gladstone erklärt, er werde das Votum über die Vertagung als einen Meinungsausdruck über Arnold's Antrag an sehen. Mehrere Deputirte erklaren, das Votum für die Vertagung nicht als ein Votum gegen Arnold's Antrag anzusehen. Der Vertagungs antrag wird mit 192 gegen 137 Stimmen ver worfen, aber dann die Debatte vertagt.

24. März. Im Oberhaus beantragte Redesdale die bekannte Eidesbill behufs Aus schließung von Atheisten aus dem Parlament. Shaftesbury beantragt die Uebergehung der Vor frage, was das Haus einstimmig beschließt. Gedner betonte, die Bill würde das gewünschte entgegengesetzte Resultat haben. Im Unter⸗ haus beantragt Gladstone, 10,000 Pfund jähr⸗ lich der jetzigen Annuität des Prinzen Leopold hinzuzufügen und für die Braut eventuelle Witt⸗ wengelder mit 6000 Pfund jährlich festzusetzen. Gladstone's Antrag wurde mit 387 gegen 42 Stimmen angenommen. Türkei. Konstantinopel. Die Galataer Bankiers übertrugen am 21. März den Dele girten der Bondholders gänzlich die Rechnungs führung der Verwaltung der indirecten Steuern und der anderen den Bondholders abgetretenen Einkünfte.

Rußland. Petersburg, 22. März. Der Kaiser sandte dem Kaiser Wilhelm anläßlich des Geburtsfestes ein Telegramm, in dem er den Wunsch auf eine lange Erhaltung seiner für den europäischen Frieden und die freundschaft lichen Beziehungen beider Länder so kostbaren Tage ausdrückte.Golos widmet dem Kaiser Wilhelm zu seinem 86. Geburtstag einen Aufsatz voller Sympathie. Er sagt zum Schlusse: In innigem Gefuͤhle vereinigen wir uns mit Millionen von Herzen, welche dem Kaiser Wilhelm noch eine lange friedliche Regierung wünschen.

DerHerold meldet: Den jüdischen Apothekenbesitzern wurde ein Erlaß des Ministers des Innern verlesen, nach dem sie ihre Apotheken binnen Jahresfrist an Nicht-Juden verkaufen sollen. Die Verfügung trifft 14 jüdische Apo thekenbesitzer, die alle den Gelehrten-Grad des Provisor besitzen. Der Erlaß stützt sich auf ein Gesetz, nach dem den jüdischen Provisoren er laubt ist, hier zu wohnen, aber nicht gestattet, Handel in ihrem Specialfach zu treiben. Außer dem wurde den jüdischen Provisoren, die Apo theken verwalten, mitgetheilt, daß mit dem heutigen Tage ihre Verwaltung aufzuhören habe.

Afrika. Tunis, 22. März. In Folge weiteren Vorrückens der aufständischen Stämme nach der Grenze von Algier beginnen neue Truppenbewegungen. Eine neu formirte Marsch colonne, bestehend aus einem Infanteriebataillon, einem Tirailleur-Bataillon, zwei Schwadronen Spahi und einer Abtheilung Artillerie, ist gestern nach El Djeridi gegangen. In der Nähe von El Aricha stieß eine Truppencolonne mit In⸗ surgenten zusammen, unter denen Sisliman sich befunden haben soll. Die Jusurgenten wurden überrumpelt und mußten auf Marokkaner Ge⸗ biet fliehen. Zwei Rebellenstämmen habe man 3000 Schafe abgejagt.

Gerichtssaal. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung am 21. März l. J. gegen Fr. Martin's Ehefrau von Kaichen wegen

tember 1881 in der Privatklagesache des Wilh Schmidt⸗ berger von Kaichen gegen Konrad Daniel Fink und dessen Tochter Magdalena Fink von da wissentlich ein falsches Zeugniß mit einem Eide bekräftigt habe. Die Ge schworenen verneinten indessen die Schuldfrage, worauf

wald wegen Meinelds. am 9. Mai v. J. den von ihm in der Strafsache gegen

wurde für schuldig erachtet und in eine Zuchthausstrafe

Am 23. März gegen J. Konradi's Ehefrau von Lauter, wohnhaft in Grünberg wegen Kindes mords. Dieselbe ist beschuldigt, daß sie zu Ende 1881 oder zu Anfang 1882 ihr uneheliches Kind in oder gleich nach der Ge⸗ burt vorsätzlich getödtet habe. des ihr zur Last gelegten Verbrechens für schuldig er⸗ kannt und in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren verurtheilt.

Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) S. Friedberg, 21. März. dem Steinhͤußer'schen Gartensaale, unter zahlreicher Betheiligung der Mitglieder und unter Anwesenheit einer größeren Anzahl sonstiger Interessenten, die 18. ordent⸗ liche Generalversammlung des hiesigen Vorschuß⸗ und Credit⸗Vereins, eingetragene Genossenschaft, statt. Nach⸗ dem der Vorsitzende des Ausschusses, Bürgermeister Seriba, die Versammlung eröffnet und eine kurze Uebersicht über die Fortentwickelung des Genossenschaftswesens, sowohl bezüglich des Hauotverbandes, als des Hessischen Unter⸗ verbandes, gegeben hatte, erstattete Herr Ermus im Namen des Vorstandes eingehenden Bericht über Ver

Demselben entnehmen wir, daß die Erfahrungen des letzten Jahres zwar auf dem Gebiete des Handels noch keinen Aufschwung zeigen, doch in anderen Geschäfts⸗ zweigen sich eine Besserung bemerklich machte. Der Gesammtumschlag des Vereins betrug im Jahr 1881 M. 16,915,815, M. 411,209 weniger wie im Vorfahre. Der Umschlag im Conto-Corrent⸗Geschäft betrug M. 3,110,401 und mit unserer Bank-Verbindung Deutsche Genossenschaftsbank Commandite Frankfurt a. M. M. 2,557,013. Die Stamm Antheile waren 1880 von 650 Mitgliedern M. 121,486, dagegen in 1881 von 666 Mitgliedern M. 13,385. Durch die Casse gingen im Jahr 1881 auf verschiedenen Conten M. 3,780,559.35 ein und M. 3,784,042. 46 aus und war der Bestand vom 31. Dezember mit den M. 35,143.23 1880 r Vortrag M. 31,660.10. Der commissionsweise An und Verkauf von Werthpapieren hat die Höhe von M.912,778 erreicht. Auf Sparkasse wurden im vergangenen Jahre M. 836,942 eingelegt und M. 1,245,162 zurückbezahlt, so daß sich der Bestand vom Jahr 1880 von M. 1,499,861 auf M. 1,091,641 stellte, mithin M. 408,220 weniger. In dem letztjährigen Bericht wurde mitgetheilt, daß der Beschluß gefaßt worden sei, den Zinsfuß für neue Ein⸗

wenn dieselben nicht zu 3% belassen würden. Die Wirkung dieser Maßregel zeigte sich jedoch den Interessen des Vereins nicht enksprechend, Abnahme des Kapitals zur Folge hatte, daß vom Beginn dieses Jahres an der Zinsfuß für Darlehen mit drei⸗

mußte. So lange der Zinsfuß allerwärts in unserer Gegend 40% und mehr betrage, werde, ohne die Stabilität des Geschäftsganges zu gefährden, eine Aenderung der seit vielen Jahren bewährten Einrichtungen kaum durch⸗ führbar sein. Die Pfennigsparkasse, für welche der Verein Hauptsammelstelle ist, weist einen größeren Erfolg auf, als erwartet wurde.

bringen. Der Reservefonds beläuft sich einschließlich der Abschrelbungen auf das Vereinsgebäude auf ea. M. 70,000,

im letzten Jahre nicht gehabt und könne bei der großen Vorsicht, welche in allen werde, erwartet werden, davon verschont bleiben würden. Nachdem Herr Ermus noch im Auftrag des Gesammt-⸗Vorstandes dem Ausschuß

Decharge ertheilt war, zur Berathung über die Vertheilung des Gewinnes mit M. 23,762.23. Der Vorschlag des Ausschusses, eine Divldende von 8% auf M. 119,714 Stamm⸗Antheile zu vertheilen, führte zu dem Gegenvorschlag, 10% Dividende zu vertheilen. Nach längerer Verhandlung wurde dieser letztere Vorschlag jedoch abgelehnt und der Antrag des Ausschusses angenommen, ebenso die weiteren, in dem

Meineirs. Dieselbe ist beschuldigt, daß sie am 30. Sep⸗

gedruckten Geschäftsbericht bereits mitgetheilten,

arte E. Nr. 78, an den Pfaffenäckern, und 17 der Gewerbeordnung wird das

Während der

die Angeschuldigte von Strafe und Kosten freigesprochen wurde. Am 22. März gegen H. Eschenröder von Leisen⸗ Derselbe ist angeklagt, daß er H. Schmidt II. zu Leisenwald wegen Diebstahls ab⸗ geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß ver⸗ letzt, d. h. eine Thatsache verschwiegen habe. Eschenröder

von 1 Jahr, sowie zur Aberkennung der bürgerlichen 1 Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren verurtheilt.

Konradi's Frau wurde

Gestern Abend fand in f

hältnisse und die Geschäftslage des hiesigen Vereins.

lagen von 4% auf 30% herabzusetzen und damit das 3 Kapital sich entsprechend zu dem nöthigen Betriebskapital stelle, soviel größere Einlagen, als nöthig, zu kündigen,

da sie eine so bedeutende.

monatlicher Kündigung wieder auf 4% erhöht werden

Der mit dem 1. Juni statt⸗ findende Jahresabschluß wird darüber näheren Nachweis

welche nicht nur eine genügende Sicherheit für etwaige Verluste bieten, sondern auch die Bedenken gegen dle Solidarhaft wesentlich entkräften. Verluste hat der Verein

Geschäftszweigen beobachtet J: daß wir auch in der Folge

für seine mühevolle Mitarbeit gedankt und demselben führte darauf die Tagesordnung

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